Gideon und die Macht Gottes

Themen des alten Testaments
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 9849
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 17:42 wenn man mal, sagen wir ein ganzes Monat um 200 Jahre zurückgeworfen wird.
200a nun nicht gleich, aber 80a bestimmt.

Du meinst die Ösis haben uns in Berlin geholfen? Wow, wäre ja mal eine wirklich gute Nachricht.

Ich finde es besonders schlimm, wie denaturiert unsere Menschen heute sind, daß nur sehr wenige wirklich mit so einem E-Fall klarkommen. Und der Sozialismus in unserer Zeit heute betrübt mich auch, denn als ich vor vielen Jahren mal zur Sprache brachte, Zivilschutz in der Schule zu lehren (was ich für sehr sinnvoll halte), wurde ich verächtlich abgebügelt. Warum auch immer, aber wir hatten in der DDR ein Unterrichtsfach: "Zivilverteidigung", wo alles rund um Katastrophe und Kriegsfall behandelt wurde, wie man sich am besten verhalten möge. Das war nicht nur damals spannend und hilfreich für den Alltag (Erste Hilfe uvm.), das hat uns auch ein seltsames Zusammengehörigkeitsgefühl gegeben.
Na ja, war ja bekanntermaßen auch irgendwie "Sozialismus", aber nicht diese miese Art, die uns heute aufgedrückt wird.

Viele würden sich gern irgendwie selbst maßvoll absichern, aber können es nicht, haben keinen Platz in der beengten Wohnung oder kein Geld sich was hinzulegen oder keine Möglichkeit im E-Fall angemessen schnell zu reagieren.

Mir geht das in meinem unaufgeräumten Oikos nicht anders. Ich hatte mal echte Reserven, aber das haben meine Hausgenossen "am langen Arm verhungern lassen". Also nicht... Wenn der Herr Jesus mir nicht hülfe, würde ein ähnlicher Vorfall wie jüngst in Berlin mich auch kalt erwischen, bisher hatten wir das in LE noch nicht, mal sehen was kommt...
Ich habe einen 5kW Notstromdiesel, der geht aber nicht richtig und steht irgendwo herum, dabei baue ich anderen sowas gebrauchsfertig an, ich habe alles, aber nichts funktioniert, toll !

Und es sind eben keine Naturgewalten, sondern von bösartigen Menschen gezielt angegriffene Schwachpunkte, das ist biblisch formuliert satanisch, aber diese Satansdiener interessiert das nicht, sie halten sich für die Guten. Und noch schlimmer ist, es gibt Menschen, die denen das glauben und sie hofieren.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Benutzeravatar
Hoger
Beiträge: 3848
Registriert: Fr 28. Feb 2025, 15:34

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 17:48
Hoger hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 16:41 Der alte Bund war ein Volk in zwölf stämmen, miteinander in Abstammung verbunden und durch den Opferkult...
Ja, das verstehe ich. Aber das mal beiseite: ich lese in 5. Mose 28 wie in meinem eigenen Tagebuch, also Dinge, die Gott dort niederzuschreiben befohlen hat und die nicht vollzählig, abver detailliert haargenau dem entsprechen, wie mein Leben disfunktioniert.

Was also ist denn das nun? Spuk ist es nicht. Ich bilde mir das auch nicht nur ein.
Nein - nicht beiseite. Deuteronomium 27 und 28 ist ausschließlich an das leibliche Volk Gottes gerichtet und beinhaltet auch das Thema Opfer - Entsühnung, so wie es für uns nicht mehr vorgesehen ist.

Wenn du das auf dein eigenes Leben projezierst dann benutzt du die Heilige Schrift als Wahrsagebuch und speziell Kapitel 28 als Wahrsagung auf dein Leben.
Das ist eine Verwendung der Heiligen Schrift, die sie selber ablehnt.

Das macht übrigens jeder, der heutzutage zu Wahrsagern geht, oder sich Karten legen lässt: Du möchtest eine Orientierung für dein Leben finden und glaubst diese in einem heiligen Text gefunden zu haben.
Und bist eventuell noch überzeugt auf dem "richtigen Weg" zu sein, weil ja dein Weg in der Bibel steht.

Abischai - das halte ich für sehr gefährlich. Wir sollen uns in jeder Minute Gott übergeben und Seinem Willen, und ER hat für alle für uns einen ganz eigenen Weg.
Die segnende Seele wird fettgemacht / und wer tränkt wird selber getränkt (Sprüche 11,25)
Benutzeravatar
Hoger
Beiträge: 3848
Registriert: Fr 28. Feb 2025, 15:34

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Hoger »

Zippo hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 17:25
Was könnte es denn heute sein ?
Sind wir wieder bei der Behauptung das die katholische (und orthodoxe) Glaubenspraxis Götzendienst sei, weil du den Hintergrund und die Begründung der Heiligenverehrung nicht annehmen kannst?

Wir sind nicht (!) das Volk Gottes, dass in Kanaan von Gott hinein geführt wurde - für diese war das heidnische Umfeld die Versuchung zum Abfall von Gott

Wir sind als Heidenchristen in der Nachfolge des 13. Apostels aus dem Volksjudentum herausgeführt wurden und stehen nicht mehr in der Auseinandersetzung des jüdischen Volkes mit seinem heidnischen Umfeld.

Die Heiligen sind die Menschen, die, erfüllt vom Heiligen Geist nun im Paradies bei Gott sind und kein Katholik betet sie an oder fällt vor den Bildern nieder oder spricht mit ihnen
Es sind einfach nur Fürsprecher, die für uns eintreten können bei Gott, weil sie genauso zum Leib Christi gehören wie die, die gerade leben.

Du Urteils über etwas, dass du gar nicht verstehst. Wir gehören nicht mehr zum Alten Bund und fallen nicht mehr unter die Prophetien für dieses Volk
Wir leben im Leib Christi, sind der Tempel des Heiligen Geistes und haben Christus als Haupt
Die heiligen waren und sind ebenso Glieder des Leibes christi,Tempel des Heiligen Geistes wie wir und werden eben nicht einfach entsorgt.
Die segnende Seele wird fettgemacht / und wer tränkt wird selber getränkt (Sprüche 11,25)
Benutzeravatar
Abischai
Beiträge: 9849
Registriert: Sa 27. Apr 2013, 14:25

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Abischai »

Hoger hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 18:16 Wenn du das auf dein eigenes Leben projezierst dann benutzt du die Heilige Schrift als Wahrsagebuch und speziell Kapitel 28 als Wahrsagung auf dein Leben.
Das ist eine Verwendung der Heiligen Schrift, die sie selber ablehnt.
Nein, ich glaube Du hast das falsch verstanden. Ich projiziere gar nichts, also ich gehe nicht davon aus: wenn es in der Schrift so steht, dann muß das auch in meinem Leben so sein, das wäre eine Projektion. Ich stelle etwas fest, was mir nicht lieb ist, was auszublenden aber Heuchelei wäre.

Das ist ungefähr so, als wenn Du feststellst, daß ein kaputter BMW die gleichen Fehler aufweist wie ein kaputter VW. Das ist eben so. Und es ist keine unzulässige Projektion, also unzulässig, die Fehlerbeschreibungen von VW herzunehmen und festzustellen: meinertreu, das ist bei BMW doch genau das gleiche !?!

Also lehne Dich mal zurück und nimm es wie ich es wahrheitsgetreu bezeuge.: Was in 5.M.28 geschrieben steht, deckt sich in unangenehmem Maße mit meiner Lebenswirklichkeit. Das ist so, da projiziere ich nichts, ich stelle Ähnlichkeit fest und vermute, daß es da einen Zusammenhang geben könnte. Exakt das tue ich, nicht mehr und nicht weniger.
Mich stört auch gar nicht, was in 5.M.28 steht, denn was geht mich das angesichts Gal 3;13 an? Mich stört aber, daß ich genau jene Unannehmlichkeiten in meinem Leben habe wie sie, ich wiederhole, in 5.M.28 niedergeschrieben stehen. Thats all.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Benutzeravatar
Hoger
Beiträge: 3848
Registriert: Fr 28. Feb 2025, 15:34

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 19:03 Was in 5.M.28 geschrieben steht, deckt sich in unangenehmem Maße mit meiner Lebenswirklichkeit. Das ist so, da projiziere ich nichts, ich stelle Ähnlichkeit fest und vermute, daß es da einen Zusammenhang geben könnte. Exakt das tue ich, nicht mehr und nicht weniger.
Natürlich darfst du das denken - aber wenn du es aussprichst, oder schreibst solltest du damit rechnen, das andere, aus ihrem Glauben heraus das bewerten

Meine Bewertung geht in Richtung einer Bindung, aus der du dich lösen solltest um dein Leben frei in einer persönlichen Beziehung mit Jesus Christus leben zu können

Du bist nicht das Volk Gottes und weder der Segen noch der Fluch gegen dieses Volk haben für dich, als Neugeburt aus dem heiligen Geist, eine Bedeutung
Die segnende Seele wird fettgemacht / und wer tränkt wird selber getränkt (Sprüche 11,25)
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 18514
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Helmuth »

Hoger hat geschrieben: So 11. Jan 2026, 19:29 Du bist nicht das Volk Gottes und weder der Segen noch der Fluch gegen dieses Volk haben für dich, als Neugeburt aus dem heiligen Geist, eine Bedeutung
Belege das nun mit den entsprechenden Worten Gottes. Es lässt sich doch mühelos belgen, dass Segen und Fluch mit Sicherheit nicht auf das Volk Israel beschränkt ist. Der Exegesefehler liegt m.E. darin, dass sich Gott die Art des Segens und des Fluchs vorbehält. Und es gibt noch dieses Wort, das eine universelle Bedeutung für jeden Menschen ohne Rücksicht auf seine Herkunft hat:
1. Mo 12,3 hat geschrieben: Und ich will die segnen, die dich segnen, und wer dich verachtet, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!
Es gibt Dinge, die verheißt Gott allen Menschen und Dinge, die sind spezifisch. Es verhält sich mit Gottes Fluch auf die gleiche Weise. Aber gerade dieser spezifische Segen Abrahams soll allen Menschen Segen bringen und zwar durch die Kinder Abrahams. Also ist es nicht unwichtig, wie man zu ihnen steht. Und noch spezifischer ist, wie man zu seinem (Einzahl) Samen stehen, und dieser ist Christus.

Weiters meine ich, Gott behandelt die Menschen nicht gleich nach einem Schema, sondern auch äußerst individuell, das dabei aber völlig gerecht. Allgemein gilt dabei dieses Wort, das auch allgemein gesagt wurde:
Pred 12,13-14 hat geschrieben: Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch. Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.


An den TE:
Zippo hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 11:15 gestern las ich noch mal die Geschichte Gideons, ... Warum müßen wir uns heute vor einer Schar von linksextremen Terroristen fürchten, die uns mal eben den Strom abstellen können ?
Wie du siehst, geraten wir OT. Ich denke du musst uns die Richtung vorgeben. Was bezweckt der Thread? Gideons Glaubenstaten oder punktuelle Terroraktionen? Parallelen sehe ich dazu keine. Ich kann mir unabhängig davon Gideon zu einem Vorbild nehmen Gottes Macht zu vertrauen.


Ein paar eigene Gedanken:

Wir haben alle von dem Stromausfall in Teilen Berlins gehört. Es lag kein technischer Fehler lag vor, sondern ein gezielter Sabotageakt legte Zehntausende Haushalte lahm. Die Täter kannten vermutlich nicht die Auswirkung.

Das hat dich wohl berührt und so machst du dir Gedanken. Später liest von Gideons Heldentaten. Ich sehe da jetzt keine Verbidung, aber überlege es mal anders. Könnte es sein, dass der Heilige Geist zu dir sprechen wollte, dass du deinen Glauben wie Gideon stärken mögest? Dass also Gott hier nicht uns, sondern dich spezifisch leitet.

Dann dieser Vorschlag. Gideon testete Gott mit einem Vlies. Denk dir auch was aus, um Gott zu befragen was er konkret von dir möchte. Bei Gideon war schon klar, was Gott von ihm wollte, und er wollte Sicherheit. Aber ich denke auch, dass jeder eine kleiner Gideon ist. Gott kannte Gideons Furcht vor Israels Feinden und dennoch sprach sein Engel so zu ihm:
Ri 6,12 hat geschrieben: Und Malach-JHWH erschien ihm und sprach zu ihm: "JHWH ist mit dir, du tapferer Held!"
"Du tapferer Held"! So frag Gott, was dies für dein Leben bedeutet. Aber Vorsicht! Es darf nicht in Wahrsagerei ausarten. Ich denke nicht, dass du Gott auf gleiche Weise wie Gideon erprobst. In der Gefahr stehen wir, wenn Gott nicht konkret gesprochen hat, sondern man nur einen Eindruck hat, der sich festigen möchte. Und wenn nicht, dann war es dennoch gut Gottes Wort zu lesen, der will, dass seine Kinder Helden sind.

Du weißt, ich bin Charismatiker, so kenne ich auch den Unfug dessen und das greifst du oft genug an. Dennoch: Man kann Gott alles fragen und alles meint alles. So kann man ihn auch löchern, bis er antwortet. Du kennst Jesu Gleichnis vom ungerechten Richter aus Lk. 18:1-8. Die Witwe hatte aber ein echtes Anliegen, sie hatte also auch Grund zum Löchern.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Hoger
Beiträge: 3848
Registriert: Fr 28. Feb 2025, 15:34

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 06:24 Belege das nun mit den entsprechenden Worten Gottes.
Die du dann wieder aus deinem verständnis her beurteilst und auslegst?

Die Bibel hat Adressaten, für alle ihre bücher. Der Fehler besteht darin, alle auf sich zu beziehen
Die segnende Seele wird fettgemacht / und wer tränkt wird selber getränkt (Sprüche 11,25)
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 18514
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Helmuth »

Hoger hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 09:05 Die Bibel hat Adressaten, für alle ihre bücher. Der Fehler besteht darin, alle auf sich zu beziehen
An welche Adresse geht 1. Mose 12:3? Machen wir es doch konkret, wenn du deine Position nicht belegen willst. Und wenn Gott Gideon stärken will, gilt das dann ausnahmslos ihm? Will er uns dann sozusagen keine Stärke geben?

Wenn man Prämissen setzt, dann meine ich, müssen sie für das gesamte Wort gelten, sonst sind es keine, sondern sie werden zu Auslegungs- und Exegesefehlern. Wir sind hier bei allgemeinen und spezifischen Dingen, die einander aber nicht ausschließen.

Ich lege Gottes Willen so aus. Allgemein will Gott jedes seiner Kinder stärken, spezifisch zeigt uns die Schrift den Fall Gideon. Man kann sich das nun zu Herzen und auch zum Vorbild nehmen, oder es lassen. Ich habe Zippo ermutigt es sich zum Vorbild zu nehmen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Benutzeravatar
Hoger
Beiträge: 3848
Registriert: Fr 28. Feb 2025, 15:34

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Hoger »

Helmuth hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 09:39 An welche Adresse geht 1. Mose 12:3? Machen wir es doch konkret, wenn du deine Position nicht belegen willst. Und wenn Gott Gideon stärken will, gilt das dann ausnahmslos ihm? Will er uns dann sozusagen keine Stärke geben?

Wenn man Prämissen setzt, dann meine ich, müssen sie für das gesamte Wort gelten, sonst sind es keine, sondern sie werden zu Auslegungs- und Exegesefehlern. Wir sind hier bei allgemeinen und spezifischen Dingen, die einander aber nicht ausschließen.
Warum muss ich dir belegen, dass Genesis 12,3 an Abraham geht. Du kannst doch nachlesen, was das steht. Und wenn du mir jetzt genealogisch einwandfrei beweisen kannst, dass du zu einem der 12 Stämme gehörst, dann darfst du diesen Text auf dich beziehen. Ansonsten würde ich dir raten erstmal zu beten, ob dieser Text auch wirklich auf dich zutrifft.

Die Textsammlungen des jüdischen Volkes (in seiner palästinensischen Form bis 400 vor Christus und in seiner Form der jüdischen Diaspora mit den Spätschriften bis zu Jesus Geburt) und die Textsammlung der katholischen (allumfassenden) Kirche im 4. Jahrhundert dienen zur Orientierung in der Beziehungskiste Mensch-Gott. Es sind Hilfestellungen - aber kein goldenes Kalb um das man geistig herumtanzen sollte und göttlich verehren.

Wenn der Abischai sich die Segnungen an das jüdische Volk als persönlichen Initiations-Ritus verwendet, dann geht das in Richtung Freimaurer und Wahrsagerei. Dieser Text hat mit ihm nichts zu tun.

Deine "Auslegungs- und Exegese Fehler" füllen hier ganze Threads.
Die segnende Seele wird fettgemacht / und wer tränkt wird selber getränkt (Sprüche 11,25)
Benutzeravatar
Lea
Beiträge: 931
Registriert: Mi 31. Aug 2022, 17:44

Re: Gideon und die Macht Gottes

Beitrag von Lea »

Zippo hat geschrieben: Sa 10. Jan 2026, 11:15 ....die Geschichte Gideons ....
... und die Macht Gottes.
Gott demonstriert seine Macht dem Gideon - und ich finde es bezeichnend, wie er das tut.

Gideon zweifelt ... fühlt sich nicht fähig, gegen die Midianiter zu kämpfen, oder gar noch der Anführer eines Kampfheeres zu sein.
Ich denke, genau deshalb, weil er nicht auf die eigene Kraft setzt, hat Gott ihn ausgewählt. Gottes Macht ist in dem Schwachen sichtbar ... sagt auch 2.Korinther 12,9

... weil dann die eigene Macht nicht mehr im Wege steht, welche den Urheber dieser Macht (Gott) in den Schatten stellt.

Und dabei zeigt Gott sehr viel Geduld. Schritt für Schritt bringt er den Gideon dazu, zu begreifen, dass er nur Gottes Macht sichtbar machen muss. Und dafür muss er sich nicht stark fühlen, sondern einfach nur zulassen, dass Gott wirkt.

Und dann kann Gideon beinahe einfach nur zusehen, wie Gott wirkt ... einfach durch Verwirrung des Feindes. So dass sich der Feind letztlich selbst zerstört.

Das Ergebnis ist, dass allen bewusst werden muss, dass dort, wo jemand mit Gott lebt und sich von Gott bewegen lässt, das gute Ziel erreicht werden kann. Selbst, und gerade weil die eigene Kraft unfähig zu sein scheint.

Mein Fazit aus dieser Geschichte ist: wer mit Gott in Verbindung bleibt (Beziehung), der kann etwas bewirken, was seine eigene Grenzen übersteigt. Und dann muss man nicht noch besonders predigen, dass es Gott war, der den Sieg bewirkt hat. Dann ist es für Jeden sichtbar: das kann nicht durch menschliche Macht geschehen sein. Daraus kann dann auch das Lob Gottes beim "Volk" (Zuschauer, Beobachter) bewirken. So wie es auch bei Jesus der Fall war, welches mehrmals auch nach einem "Wunder" von Jesus geschah ... wie zB in Lukas 18,43 zu lesen ist.
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
Antworten