Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Mo 12. Jan 2026, 18:48 Dabei sollte aber nicht vergessen werden, dass die dämonischen Welten existieren. Und ist das liebevoll erlebte Nahtoderlebnis eine Gewähr dafür, auf jeden Fall im Himmel zu landen ? Wenn das zum blinden, sorgenfreien Optimismus führt, ist diese Denkweise verfehlt.
Jesus laut Lukas 17:20-21: "Das Reich Gottes kommt nicht mit äußerlichen Gebärden; man wird auch nicht sagen: Siehe hier! oder: da ist es! Denn sehet, das Reich Gottes ist inwendig in euch." Ob wir in einer verfinsterten Welt leiden oder in einer seligen göttlichen Sphäre weilen, das liegt an unserem eigenen inneren Zustand. An unserer Reinheit. An anderer Stelle sagt Jesus, "werdet wie die Kinder, denn ihrer ist das Himmelreich". Kinder sind blind, unschuldig und optimistisch voller Vertrauen. Nichts ist verfehlt, außer man kompliziert das Leben, erfindet 1000 Gefahren und 1000 Regeln und Gesetze aus welchen Gründen auch immer.
Deshalb reagiere ich mit dem Verdeutlichen der Höllenwelten plus dem Nachweis der tatsächlichen Existenz von Dämonen/bösartigen Verstorbenen. Und es gibt mir zu denken, dass du auch tatsächlich von Dämonen verursachte psychische Probleme psychologisch psychopathisch erklären möchtest.
Wenn du Höllenwelten "verdeutlichen" willst, musst du erstmal die seelische Innenwelt "verdeutlichen", denn nur in dieser lässt sich der hohe Himmel wir auch der niedere Himmel wahrnehmen. Und die jenseitige Welt beruht (wahrscheinlich) auf der Glaubensüberzeugung vieler Generationen der Menschheitskollektive. So erklären sich vermutlich die teilweise sehr ähnlichen jenseitigen Wahrnehmungen der Religionen und Völker. Beispiel: die teilweise ähnlichen Landschaften und Engelbegegnungen bei Christen und Muslimen. Während indigene Völker eher das Reich ihrer Ahnen beschreiben. Unvoreingenommene Forschung bewertet nicht in falsch und richtig, sondern sammelt Erzählungen, Berichte und wertet aus, was ist gemeinsam, was ist spezifisch.

Es ist überhaupt nichts falsches daran, sich Dämonen als Wesen von außerhalb vorzustellen, die okkulten Lehren nähren dies Bilder seit Menschengedenken. Dann fehlt aber völlig das Gegengewicht der lichten Seite, der Gott-dienenden Engel, die jedem hilfreich entgegenkommen, der sich von Zwängen befreien will. Nur das Böse zu "beschwören", damit macht man sich krank und andere auch.
Wenn man schon bei westlichen Nahtoderlebnissen kaum etwas erfährt von der Existenz dieser "lebendigen" Höllenwelten, ist es nötig, sie mit Spuk und Besessenheit zu "verifizieren", bzw mit Nachdruck auf sie hin zu weisen.
In der heutigen Nahtod-Forschung stehst du sehr einsam rum mit Spuk/Besessenheitserzählungen, denn das Verifizieren, das Schlussfolgern verläuft über das weltweite Vergleichen realer Erlebnisse, in denen Schatten-Erlebnisse zwar vorkommen, aber fast immer überwunden wurden.
Wenn du die üblichen Vorgänge dabei möglichst aktuell erklärt haben möchtest, versuch es im Umfeld der katholischen Exorzisten, die ja aktiv sind.
In tiefkatholischen Gebieten (Polen, Italien), auch in Afrika. In vielen Schwellenländern (islamisch, buddhistisch, hinduistisch) werden junge Leute mit seelischen Besetzungen zu Priestern bzw Schamanen geschickt, die dort schnell und erfolgreich arbeiten. Habe ich nur gelesen …

Nochmal: in der heutigen Nahtoderforschung sind diese Besessenheitsgeschichten kein Thema. Wenn du das was beitragen willst, dann wende dich doch an die Kieler Akademie für Thanatologie e.V., die wollen ja alle Aspekte einbeziehen und nehmen jeden Input entgegen.
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

So wird das nix mit dem Abbilden der realen jenseitigen Welten von Himmel und Höllenwelten. Mir scheint, du hast sämtliche Hinweise Sundar Singhs darauf auch weitgehend ignoriert. Und aus seinen Angaben kann man die Existenz von bösartigen Geistern in Spuk und Besessenheit auch ableiten. Sodass sich ein ganzes Weltbild ergibt und kein verschöntes halbes, unvollständiges.
So wie es auch aus dem NT heraus deutlich wird.

Du kannst gerne nur davon reden, wie unglaublich belebend positiv Nahtoderlebnisse sind, aber du solltest dir eigentlich auch mal näher ansehen, wie die verlinkte Examensarbeit beschreibt, wie die langjährige Integration des einmal Erlebten ist.
Und nicht nur die Rosinen des Angenehen und Einfachen tematisieren bei deinen Betrachtungen.

Gleich mal die KI zitieren für einen schnellen Überblick:
Sadhu Sundar Singh sah Himmel und Hölle als Realitäten im Jenseits, die nicht durch Taten nach Jesu Auferstehung, sondern durch den Glauben an Christus bestimmt werden; wer nicht an ihn glaubt, geht Richtung Hölle, während diejenigen, die an ihn glauben und Vergebung empfangen, in den Himmel kommen. Er beschrieb sie als Zustände im geistlichen Bereich, die im Herzen des Menschen ihren Ursprung haben, wobei wahre Erfüllung nicht in der Auslöschung von Wünschen, sondern in der Befriedigung in Gott liegt, und betonte, dass Jesus der Weg ist, der vor der Hölle bewahrt
.

Die letzte Aussage widerspricht wohl auch der fernöstlichen Auslöschungslehre.
Erfüllung in Gott: Statt Wünsche auszulöschen, sollen sie durch die Erfüllung in Gott befriedigt werden; die Abwesenheit dieser Befriedigung führt in die Hölle.
Wodurch ja auch wieder der Fokus auf dem Endlosstreit zwischen Werken und Glauben ist. Hier liegt der Fokus auf der Freude an Gott. Die ja auch wesentliches Element der Nahtoderlebnisse ist, und als völlig erfüllend und ausfüllend beschrieben wird.

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Zuletzt geändert von oTp am Di 13. Jan 2026, 08:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

https://www.google.com/url?sa=t&source= ... kmiTHEZCUd

Interessant ist für mich ist auch, wie das einmalige Nahtoderlebnis integriert wird. Es soll ja verändern, das ist aber ein langjähriger Entwicklungsprozess.
Bernard Jakoby hat in seinen Forschungen herausgefunden, dass betroffene Menschen ihre
Nahtoderfahrung im Leben nie mehr vergessen. Selbst wenn ein Mensch bereits in der
Kindheit ein Nahtoderlebnis hatte, kann dieser sich als erwachsene Person noch genauestens
an diese Erfahrung erinnern. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass Nahtoderfahrungen fürs
weitere Leben prägend sind.124

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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Spice »

oTp hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 06:22 https://www.google.com/url?sa=t&source= ... kmiTHEZCUd

Interessant ist für mich ist auch, wie das einmalige Nahtoderlebnis integriert wird. Es soll ja verändern, das ist aber ein langjähriger Entwicklungsprozess.
Bernard Jakoby hat in seinen Forschungen herausgefunden, dass betroffene Menschen ihre
Nahtoderfahrung im Leben nie mehr vergessen. Selbst wenn ein Mensch bereits in der
Kindheit ein Nahtoderlebnis hatte, kann dieser sich als erwachsene Person noch genauestens
an diese Erfahrung erinnern. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass Nahtoderfahrungen fürs
weitere Leben prägend sind.124

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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Spice hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 09:22 Es sind doch immer die Erlebnisse, die prägend sind.
Aber sie sind auf besondere Weise prägend.
Sie sind anscheinend ein Leben lang in lebhaftester, staunender Erinnerung. Etwas, das man bestimmt nicht mehr vergisst.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 05:25 So wird das nix mit dem Abbilden der realen jenseitigen Welten von Himmel und Höllenwelten. Mir scheint, du hast sämtliche Hinweise Sundar Singhs darauf auch weitgehend ignoriert.
Wobei ja auch Sundar sagt, die "Höllenwelten" werden real weil sie dem Seelenzustand der Verirrten entsprechen. Nicht weil Gott eine Bestrafung will.
Du kannst gerne nur davon reden, wie unglaublich belebend positiv Nahtoderlebnisse sind, aber du solltest dir eigentlich auch mal näher ansehen, wie die verlinkte Examensarbeit beschreibt, wie die langjährige Integration des einmal Erlebten ist.
Die verlinkte Examensarbeit hatten wir schon mal, ich habe sie auch gelesen. Er schlussfolgert auf Seite 52:
Die Orte und die Dimensionen der Hölle, welche von manchen Betroffenen erlebt werden,
sind Gedankenkonstrukte der Seele, die sich im Laufe ihrer Zeit auf der Erde sehr stark mit
ihren schlechten Gewohnheiten identifiziert hat, damit das Geheimnisvolle und die
Unsicherheit des Lebens verdrängt werden. Durch die Gedanken werden in der jenseitigen
Welt realistisch wirkende Illusionen konstruiert, damit die gewohnte Umgebung beibehalten
werden kann

https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/439554
Stichwort: "realistisch wirkende Illusionen". Aus radikal mystischer Sicht ist auch diese irdische Welt eine realistisch wirkende Illusion, eine Matrix, und letztendlich alle anderen Welten, auch die schönen paradiesischen.
Warum dann besonders auf die abgründigen Sphären (Illusionen) hinweisen? Das halte ich für leicht bösartig. Die Seelen können direkt ins göttliche Heil übergehen (werdet wie die Kinder), aber dann kommen bösartigen Kirchen-Pharisäer und drohen mit Sünden und bösen Dämonen?
Gut, am Ende macht auch das Sinn: jeder Einzelne muss dadurch: folge ich der Liebe und dem Vertrauen oder lasse ich mich von den Predigern des Unheils verunsichern.
Wodurch ja auch wieder der Fokus auf dem Endlosstreit zwischen Werken und Glauben ist.
Ist nicht mein Streit. Wer sich ändert, glaubt nichts Vorgeschriebenes. Er sieht ja, was sich ändert. Er selber ist die Veränderung.
Hier liegt der Fokus auf der Freude an Gott. Die ja auch wesentliches Element der Nahtoderlebnisse ist, und als völlig erfüllend und ausfüllend beschrieben wird.
Ja, das beginnt hier. Wenn du die Freude erfährst, wenn die eigene Seele umkehrt.
Zuletzt geändert von Johncom am Mi 14. Jan 2026, 00:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 10:46
Spice hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 09:22 Es sind doch immer die Erlebnisse, die prägend sind.
Aber sie sind auf besondere Weise prägend.
Sie sind anscheinend ein Leben lang in lebhaftester, staunender Erinnerung. Etwas, das man bestimmt nicht mehr vergisst.
Genauso wenn man mit dem Heiligen in Berührung war. Kein Buchstaben-Prediger holt dich zurück in den vorsintflutlichen Kult.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Wobei ja auch Sundar sagt, die "Höllenwelten" werden real weil sie dem Seelenzustand der Verirrten entsprechen. Nicht weil Gott eine Bestrafung will.
Ja, Sundar Singh sagt, der bösartige und eigenwillige Mensch bestraft sich selber. Es ist deshalb eine Gesetzmäßigkeit, dass dieser Seelenzustand und die Liebe und Fülle Gottes sich abstoßen. Nicht am gleichen Ort sein können. Deshalb sagt Sundar Singh auch, der sündhafte gestorbene Mensch flieht in Gottesferne, in die Dunkelheit.

Hier finden wir jedenfalls nicht, dass Gott diese Verstorbenen hasst, wir finden keinen apokalyptischen Rachegott.

Man könnte sagen, der sündhafte Verstorbene schließt sich selber aus dem Paradies aus, befindet sich da, wo er hingehört.
Zuletzt geändert von oTp am Mi 14. Jan 2026, 08:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Die Orte und die Dimensionen der Hölle, welche von manchen Betroffenen erlebt werden,
sind Gedankenkonstrukte der Seele,
Das halte ich nicht so recht zutreffend. Dabei würde die atheistische Psychologie erfreut zustimmen. Ist alles nur Einbildung. Aber was ist daran Einbildung, wenn der Verstorbene in einem Höllenzustand mit dazugehörigen Höllenwelt für -ich weiß nicht wie lange- gefangen ist und bleibt. Es ist kein Albtraum, aus dem er erwachen könnte. Es ist für ihn also Realität.

Warum also sollte das NT nicht wie das AT die Menschen davor warnen ?
Zuletzt geändert von oTp am Mi 14. Jan 2026, 08:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen

Beitrag von oTp »

Johncom hat geschrieben: Mi 14. Jan 2026, 00:56
oTp hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 10:46
Spice hat geschrieben: Di 13. Jan 2026, 09:22 Es sind doch immer die Erlebnisse, die prägend sind.
Aber sie sind auf besondere Weise prägend.
Sie sind anscheinend ein Leben lang in lebhaftester, staunender Erinnerung. Etwas, das man bestimmt nicht mehr vergisst.
Genauso wenn man mit dem Heiligen in Berührung war. Kein Buchstaben-Prediger holt dich zurück in den vorsintflutlichen Kult.
Ich habe wenig Probleme damit, weil Jesus auf mich nicht so wirkt wie solche Buchstaben-Prediger. Er ist sanftmütig und voller Mitgefühl. Allerdings gab es, vielleicht bis in die 60er Jahre, anscheinend Bußprediger mit massenhaften Zuhörern, die Sünde und Hölle als Hebel benutzten, um Menschen zu bekehren. Ich habe da Pater Leppich im Sinn, das ist aber nur eine Vermutung von mir.
Solche charismatischen Prediger wissen, auf welche Knöpfe von Emotionen sie beim Zuhörer drücken müssen.
Aber da kommen wir wieder in Bereiche des strafenden, zornigen Gottes des AT. Der wohl auch im Islam eine große Rolle spielt. Und das dann möglicherweise Muslime bei Nahtoderlebnissen in Höllenwelten "katapultiert". Was wiederum nicht heisst, dass sie nach ihrem Tod wirklich da hin gehören.

Die Nahtoderlebnisse bewirken jedenfalls ein anderes Gottesbild als im AT und als in der Apokalypse geschildert.

Die Welt, die manche Exorzisten schildern, ist eine höchst bedrohliche im Kampfzustand. Die geistige Welt im Krieg mit den lebenden Menschen. Das wirkt nicht gerade unbedingt positiv und daher wohl auch soviel Abwehr von Menschen, die mit dem AT und Strafdrohungen nicht zurecht kommen. Die es als Angstmache erleben, weil sie dafür anfällig sind.

Ich rate da zur Gelassenheit, zumal sogar Satan machtlos ist, wenn man ihm kein Anrecht an sich erlaubt, denn Angst gibt ihm auch Möglichkeiten, zu beeinflussen.
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