Helmuth hat geschrieben:Meine Fragen wurden bloß (wieder nicht) nicht berührt. Tja, will der liebe Otto nicht, oder kann er nicht?
Kann sein das du die Antwort nicht erkennen kannst?
Helmuth hat geschrieben:Und das ist der Fall, sonst wäre nicht elendslang darüber geredet worden.
Ich muss nicht elendslang drüber reden, eigentlich brauche ich nicht unbedingt Grammatik. Bin ein Muttersprachler. Zwar nicht von Koine aber ich weiß wie ein Grieche tikkt.

Ein fremder versucht mit Schulgrammatik (und das von seiner Sprache ausgehend) zu verstehen. Ich erwarte auch nicht dass durch mein "mehr schreiben" dein Ego davon ins Schwitzen kommt.
Helmuth hat geschrieben:Dass „aber“ Gegensätze ausdrückt, ist korrekt. Der ist aber auch gegeben zwischen dem Neid, den Gott nicht kennt, aber er kennt Gnade. Das Argument ist daher zu schwach, dass sich das Pronomen „er“ nur auf den Geist des Menschen beziehen kann. Es wäre beides möglich
Ist das dein ernst? Dein Fehler dabei ist: Ein „
Aber“ setzt zwei
gegensätzliche Tatsachen voraus. Wenn Vers 5 [laut Helmuth] sagt, dass der HG nicht neidet, dann ist das
bereits eine positive, heilige Eigenschaft. Wenn Vers 6 sagt, dass Gott Gnade gibt, ist das eine
weitere positive Eigenschaft.
Das ist kein Gegensatz!(
Ich dachte dass nur ich keine Ahnung von Grammatik hat… 
)
Der Widerspruch: Zwei
positive Eigenschaften Gottes werden
nicht durch ein „
Aber“ getrennt. Man sagt nicht: „Gott ist heilig, ABER er ist gnädig.“ Das wäre eine Aufzählung (und).
Ein „Aber“ macht nur Sinn, wenn es eine negative Situation korrigiert: „Unser Geist neidet (V. 5)[nach Otto], ABER Gott hilft (V. 6).“
Helmuths „Aber“ ist logisch funktionslos.
Übrigens, du bist auf der „Kröte“ #2 „Größere Gnade“ nicht eingegangen.
Dein Gedankenfehler: Wenn Vers 5 nur eine rhetorische Frage ist, die besagt, dass der HG keinen Neid kennt (also kein Problem existiert), dann verliert das Wort „größere“ jeden Bezugspunkt.„Größer“ ist ein Vergleich. In deiner Leseart ist die Gnade größer als... ja, was eigentlich

Dass der Heilige Geist keinen Neid kennt

Das ergibt keinen Sinn. Du machst aus dem Wort „größer“ ein bloßes Schmuckwort ohne Inhalt.
Außerdem geht es deiner Ansicht nach im V.5 um den heiligen Geist. Vers 6 spricht von Gott. Seit wann bist du ein Trini ? Das Wort Gott ist ungleich „Heiliger Geist“! „Er“ (Gott im V.6) passt nicht zu „Er“ (HG im V.5)..
Und was zum Kontext: Jakobus 3,14-17 sagt uns klipp und klar, dass der Neid in unserem Herzen wohnt und irdisch/seelisch ist. Warum sollte Jakobus in 4,5 plötzlich den Heiligen Geist fragen, ob er neidet? Die Antwort hat er doch schon in Kap. 3 gegeben:
Wir sind es, die neiden!
Jak 3,14-17 hat geschrieben:14 Habt ihr aber bittern Neid und Streit in eurem Herzen, so rühmt euch nicht und lügt nicht der Wahrheit zuwider. 15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben herabkommt, sondern sie ist irdisch, menschlich und teuflisch. 16 Denn wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. 17 Die Weisheit aber von oben her ist zuerst lauter, dann friedfertig, gütig, lässt sich etwas sagen, ist reich an Barmherzigkeit und guten Früchten, unparteiisch, ohne Heuchelei
Dein Modell macht aus
Vers 5 eine überflüssige Information über Gott, während meine Lesart den Vers als notwendige Diagnose stehen lässt, die erst den Weg für die 'größere Gnade' in
Vers 6 frei macht.
