Wer ohne Bedingung lieben lernt, lebt den Willen des Vaters, den Christus Gott nennt. Aber Liebe, weil man muss oder soll, weil man hofft, man folge einem Befehl, der dann nachtodlich belohnt würde, der geht fehl. Das in der Liebe sein, das ist schon hier der Himmel auf Erden.
Vielleicht sehe ich es lockerer, das mit der drohenden Verdammnis. Ich habe darauf hingewiesen, dass Höllenwelten, die entsprechend negativ erlebt werden, genauso existieren wie himmlische Orte.
Warnung vor schlimmen Konsequenzen gottlosen, lieblosen Verhaltens ist also angebracht.
Das das Leben Konsequenzen für die Zukunft nach diesem Leben hat, dürfte auch Jedem klar sein, der an Reinkarnation glaubt. Ein schlechtes Karma bewirkt quasi die Hölle auf Erden in einem neuen Leben.
Wo wir gerade bei Sundar Singh sind:
Er glaubte, dass Weiterentwicklung auch ohne Reinkarnation möglich ist. Was die Sühnung in der Hölle anbelangt, darüber drückt er sich zurückhaltend aus, spekuliert er nicht darüber. Er bekommt die Antwort, dass nur Gott wisse, ob ein bösartiger Mensch jemals wieder aus der Hölle kommt.
Gut, Christen neigen dazu, auch jeden Ghandi und friedlichen Buddhisten zu verurteilen. Ja, zu verdammen. Das wirkt lieblos und rabiat.
Das Bestrafen ziehen sich besonders durch das AT. Und das Christentum hat unrühmliche Rollen gespielt in der Weltgeschichte. Dieses Radikale, Verurteilende, sogenannten heiligen Zorn, haben auch die Muslime, und man sieht ja wie es Tod und Unterdrückung bewirkt. Die Ungläubigen werden wie Vieh behandelt. Und der HeiligeKrieg - Krieger tötet wie ein Teufel.
Und Christen verurteilen sich gerne, wenn es um Rechtgläubigkeit geht. Da gibt es dann Extreme, die ihre Rechtgläubigleit verbarikadieren. Ihre spezielle Bibelauslegung wäre die einzig Richtige. So rechthaberisch kann Christentum sein. Das wirkt auf mich so tot, wie der Glaube, erst mal zerfallen Geist und Körper beim Tod, und irgendwann Neuschöpfung zum Zwecke des Gerichtes.
Da sind Nahtoderlebnisse geradezu eine Bedrohung für solchen Glauben, und deshalb werden sie zu teuflischen Täuschungen erklärt. Dabei wird die tatsächliche Gefahr von Esoterik maßlos gesteigert und übertrieben.
Wenn man auf den Hinduismus schaut, so gibt es dort unzählige Ansichten, wie es Menschen gibt. Keiner zwingt den Glauben in strenge Dogmen. Aber es kann vorkommen, dass mal ein Christ getötet wird. Oder das hinduistischen Indien sich gegen anderen Glauben wehrt, von dem es sich bedroht fühlt.