Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: So 1. Mär 2026, 05:24Johncom, ich brauche nur zu fragen, mit welchen Hauch übersinnlicher Erfahrung urteilst du, ob meine Sicht richtig oder falsch ist ?
Zunächst mal ist auch meine Sicht nicht unbedingt richtiger. Aber ich versuche nicht, zu urteilen sondern höre den NT-Erfahrenen erstmal zu, lasse es auf mich wirken. Genauso, was sogenannte Erleuchtete sagen. Falls sie überhaupt was sagen, viele schweigen ihr ganzes Leben .. Dein Kategorisieren, das bestreitest du wohl auch nicht, ist dein privates Hobby, und das ist ja nicht schlecht. Mir kommts aber manchmal vor, als beschreibst du verschiedene Schwimmstile ohne selbst zu schwimmen. Kann sein, das klingt wieder hochnäsig. Persönlich mag ich dich ja, aber du kommst ziemlich oft angreifend, wenn jemand anders tickt, sei es spirituell, gesellschaftlich usw ..

Übersinnliche Erfahrung machen wir den ganzen Tag, unser Denken, unser "Geist" ist nicht an die Physis gebunden. Selber mache ich Erfahrung mit stiller Meditation, mein ganzes Leben schon, fühle mich aber immer noch wie ein Anfänger. Aber die einfache Wahrnehmung dieses Gottgegebenen Lebens weitet sich immens durch regelmäßiges meditieren. Jetzt nach Ende meines Malocher-Lebens habe ich mehr Zeit um täglich in die Übung zu gehen. Übrigens, das ist kein schwelgen im Wohlgefühl, das ist Arbeit und aushalten.
Dann nenne es ozeanisches Erlebnis, so hat es die Psychologie katalogisiert.
Kann sein. Unter Psychologen, überhaupt Medizinern (vielen andere Berufsgruppen) finden sich viele, die Zen lernen oder Qigong was auch immer. Jeder normale Mensch wird wohl wissen, das Erleuchtung auch nur ein Wort ist. Also ja, traditionell wie bei den Buddhisten wäre sie ein Lebensziel. Aber auch die sagen, das ist dann eine Gnade. Auch die haben Gebete, und das finde ich schön: sie beten für das Heil aller Lebewesen (mögen alle Wesen glücklich werden) und weniger für sich selbst.
In ihren Predigten lernen sie, wer nur für sich selber Heil wünscht, der ist ein Sünder.
Und Entgrenzung erkenne ich auch in den "konkreteren" Nahtoderlebnissen. Da wird oft von einer alles durchdringenden Liebe geredet, die da massiv spürbar wird, eine Art Verbundenheit von Allem mit Allem. Und die Möglichkeiten des Geistes sind ungleich mehr als das eingengte Bewußtsein im Körper und innerhalb der Materie.
Schön gesagt. Das lehren im Kern auch die Religionen: werde liebend gegen über allen. Und das geht auch einher mit der Selbstliebe. Auf neudeutsch: sich selber annehmen.
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Johncom, mir kommt es nicht auf ein Kathologisieren an, sondern immer um ein angemessenes Verständnis.

Ja, ich nenne Meister Eckhardts Erlebnisse Erleuchtungserlebnisse. Und es werden so einige Spontanerlebnisse dieser Art berichtet.
Nun ist es ein Merkmal dieser Erleuchtungserlebnisse anscheinend "lediglich" die Entgrenzung, das Erlebnis einer Verbundenheit mit Allem. Und wofür reicht das konkret ? Mit Allem verbunden zu sein macht eigentlich völlig handlungsfähig. Man stelle sich nur vor, man habe in seinem Kopf die Gedanken von nur 10 Menschen. Dann ist man völlig gelähmt, man ist zu nichts mehr imstande, es überwältigt völlig. So gesehen wird eine Art Chaos erlebt, wenn man in den Ozean der Allverbundenheit eintaucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Endzustand eines Menschen ist. Es ist schon, wie die Inder sagen, eine totale Ich-Auslöschung. Jedenfalks in diesen Momenten.

Kommt hinzu, dass dieser Zustand des Moksha zwar sehr begehrt als oberstes Ziel ist, aber auch sehr schwer zugänglich ist, um erlebt zu werden. Er wird angestrebt, oft mit äußerster Disziplin und Askese. Und mit Manipulation des normalen Bewusstseinszustandes. In der Meditation.
Wie viel einfacher hatte es da der Pfarrer, oder Dario Pizzano, sie erlebten den Zustand völlig unerwartet und spontan.
Warum, kann man fragen, braucht der Inder das Erleuchtungserlebnis zwingend dafür, um sich völlig befreit von seiner Existenz als Mensch zu wähnen ?

Ich verstehe deshalb auch die Kritik Sundar Singhs daran. Auch er war erfüllt von der Gegenwart des Himmels, aber durch konkrete Erlebnisse im Himmel.
Stört es dich, Johncom, wenn für mich die Erleuchtungssuche völlig übertrieben ist ? Und ein Befürworter mir schnell als Großsprecher erscheint ? Der einfach nur annimmt, was einem Yoga lehrt ?

Bei spontanen Erleuchtungserlebnissen und Nahtoderlebnissen ist dieses Erlebnis der Anfang. Es eröffnet das Erleben eines Zustandes und Daseinsgefühls, das man nun anstreben und verwirklichen kann. Bei Yoga ist es anscheinend das obere Ende der Fahnenstange. Zumal er ja alle Samskaras in seinem Hirn und Wollen ausgelöscht hat. Völlige Auslöschung des Menschen, der man ist und statt dessen Identifizierung mit einem Zustand, der über allem Verstehen ist und völlig befriedigt und erfüllt.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Die KI zum Verhältnis von Sundar Singh zu Yoga.
Ob man was davon lernen kann?
Sadhu Sundar Singh (1889–1929), ein bekannter christlicher Mystiker und "Apostel mit den blutenden Füßen" aus Indien, hatte eine komplexe Beziehung zum Yoga, die sich durch seine Konversion vom Sikhismus/Hinduismus zum Christentum wandelte.

Hier sind die Kernpunkte seiner Ansichten basierend auf seinem Leben und seinen Schriften:
Frühe Erfahrung: Als Jugendlicher war Sundar Singh tief in hinduistischen Traditionen verwurzelt und praktizierte Yoga und Meditation. Er war mit den Veden vertraut und suchte intensiv nach innerem Frieden (Shanti).

Wende nach Bekehrung: Nach seiner intensiven Erfahrung mit Jesus Christus im Alter von 14 Jahren (einer Vision) verließ er die rituellen Pfade des Hinduismus. Er erkannte, dass Yoga und Meditation ihn nicht zu der erlösenden Wahrheit führten, die er in der Person Jesu fand.

Christliche "Yoga"-Praxis: Sundar Singh lehnte die stille Meditation nicht ab, aber er ersetzte die hinduistische Methode durch christliche Kontemplation. Er betonte, dass wahre Stille dazu dient, auf die Stimme Christi zu hören und Gemeinschaft mit ihm zu haben, statt "den Geist leer zu machen".

Inneres Gebet vs. Körperhaltung: Für ihn war das Gebet wie das Einatmen des Heiligen Geistes. Er praktizierte ein Leben der beständigen "Erinnerung" (Recollection) und Meditation, das eher auf innere Hingabe an Christus als auf körperliche Asanas ausgerichtet war.
Haltung zu Askese: Obwohl er als Sadhu (Wanderasket) lebte, war sein Ziel nicht die Selbstvervollkommnung durch Yoga-Techniken, sondern die Nachfolge Jesu, die oft Verfolgung und Leiden mit sich brachte.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sadhu Sundar Singh Yoga als einen unvollständigen Weg ansah, der durch die persönliche, rettende Begegnung mit Jesus Christus ersetzt wurde, wobei er die Praxis der Stille und Meditation in eine christliche Form der Kontemplation übertrug.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Mo 2. Mär 2026, 09:00 Johncom, mir kommt es nicht auf ein Kathologisieren an, sondern immer um ein angemessenes Verständnis.
Es wird immer eine eigene Meinung dabei sein, die nicht frei ist von Bewertung. Verständnis, das ist möglich wenn man Erfahrung anderer verbindet mit eigener Erfahrung. Aber was liegt dir daran, ein eigenes Verständnis zu erreichen, wenn die NT-Erfahrenen selber sagen, man kann es nicht wirklich verstehen.
Farben, Töne, die in der irdischen Welt niemand wahrnimmt. Oder wenn es keine Zeit mehr gibt, dann auch keinen festen Raum?
Ja, ich nenne Meister Eckhardts Erlebnisse Erleuchtungserlebnisse.
Als du "nennst". Aber bist du dir sicher? Aus welcher seiner Predigten hast du diesen Schluss gezogen?
Mit Allem verbunden zu sein macht eigentlich völlig handlungsfähig. Man stelle sich nur vor, man habe in seinem Kopf die Gedanken von nur 10 Menschen. Dann ist man völlig gelähmt, man ist zu nichts mehr imstande, es überwältigt völlig.
Wo hast du das schon wieder her! :roll:
Das ist irre. Ja sicher kann es passieren, dass Menschen von Gedanken gequält werden und annehmen, dass sie von außen kommen. 1) die moderne Medizin würde eine Psychose vermuten. 2) Es ist möglich, dass mystisch Erwachte, wahrscheinlich auch Hellsichtige, von Bildern überschwemmt werden, ähnlich dem NT-Lebensfilm, wenn sie anderen begegnen. So auf halben Ohr habe ich das aus Ammachies Umfeld gehört. So als schaut sich dich an und sieht "alles". Und das ist für sie kein Vergnügen. Amma ist im permanenten Gebet, man hört dauernd die Namen Gottes flüstern.
So gesehen wird eine Art Chaos erlebt, wenn man in den Ozean der Allverbundenheit eintaucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies der Endzustand eines Menschen ist.
Alles was wir uns vorstellen wollen ist fern jeder Realität. Da ist kein Endzustand. Ich meine, wir sind und waren immer schon da. In unserem Kopf ist Chaos, oder anders gesagt, eine ständiger Kampf gegen das Chaos. Wenn wir aus dem Kopf herausgehen ins Herz, in das wirklich liebende Herz, gehen wir in die Umkehr, die Jesus wahrscheinlich meint!
Kommt hinzu, dass dieser Zustand des Moksha zwar sehr begehrt als oberstes Ziel ist, aber auch sehr schwer zugänglich ist, um erlebt zu werden. Er wird angestrebt, oft mit äußerster Disziplin und Askese.
Moksha wird übersetzt mit Befreiung. Jeder, der ein irgendein Ziel anstrebt, ist in Knechtschaft. Befreiung geht nur über das völlige ziehen lassen aller Ziele. Sich hingeben, Gott ist die Liebe, sein Wille geschehe, nicht meiner. Über Askese Ziele anstreben, das ist die Religion der Satanisten.
Stört es dich, Johncom, wenn für mich die Erleuchtungssuche völlig übertrieben ist ?
Mich stört in spirituellen Gesprächen überhaupt nichts, ich wundere mich nur über den Unsinn, in den sich manche eingraben.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Johncom hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 02:58 Es ist möglich, dass mystisch Erwachte, wahrscheinlich auch Hellsichtige, von Bildern überschwemmt werden, ähnlich dem NT-Lebensfilm, wenn sie anderen begegnen. So auf halben Ohr habe ich das aus Ammachies Umfeld gehört. So als schaut sich dich an und sieht "alles". Und das ist für sie kein Vergnügen. Amma ist im permanenten Gebet, man hört dauernd die Namen Gottes flüstern.
Das müsste erst nachgewiesen werden, ob das so ist. So wie man sagt, ein Erwachter weiß alles, hält sich aber zurück. Aha, er macht also keinen Gebrauch von all seiner Allwissenheit ? Also gibt es keinerle Beweis dafür ? Allwissenheit wurde auch von Sai Baba gesagt. Die Anhänger beteten zu ihm, weil er ja alles mitbekommt und helfen kann. Ganz so, wie man sich an Jesus wendet.

Johncom, du sagst:
Es ist möglich, dass mystisch Erwachte, wahrscheinlich auch Hellsichtige, von Bildern überschwemmt werden, ähnlich dem NT-Lebensfilm, wenn sie anderen begegnen. So auf halben Ohr habe ich das aus Ammachies Umfeld gehört. So als schaut sich dich an und sieht "alles". Und das ist für sie kein Vergnügen. Amma ist im permanenten Gebet, man hört dauernd die Namen Gottes flüstern.
Ja, so ist die Deutungsart derer, die sagen, Gurus wissen alles. Beweise?
Allerdings gibt es Anzeichen von Teilfähigkeiten dieser Art. Wird auch von Pater Pio berichtet, oder Paul Cain konnte in seiner Gemeinde den Anwesenden ihre Sünden auflisten ( Pio auch). Allerdings wurde Cain später alkoholabhängig und war homosexuell. Und Pio lebte völlig im Spannungsfeld zwischen Gott und den Dämonen. Und Pater Pio wurde auch (als Fürbitter) angerufen, zu helfen. Das ist in der Erwartungshaltung gegenüber Gurus auch so.

Du bist also derselben Meinung wie Anhänger Sai Babas, die ihn wie Gott verehrten und zu ihm beteten, "weil" er ja gottgleich war. ? Mir ist diese höchste Verehrung und höchste Erwartungshaltung für angebliche Gurus und Avatare schon klar. Und habe auch von Möchtegern Gurus gehört, die besonders westliche junge Leute anzogen. Diese Anbetung der Gurus ist eben die schöne heile Welt der Gurus und Guru- Gläubigen. Und auch der Grund, wenn man auf Sektengründer hereinfällt.
Übrigens, einmal war meine Frau mit. Sie überlegte Sai Baba zur Rede zu stellen, weil er sich so wie Gott anbeten ließ. Ich sagte, lass es lieber, die Hindus stecken dich ins Gefängnis.

Sundar Singh wollte gar nicht verehrt werden. Deshalb hatte er sogar eine Abneigung gegen Heilungen. Er argumentierte, dann würde er berühmt und wichtig und er wollte ja, dass Jesus die volle Aufmerksamkeit bekommt.

Noch mal kurz zurück zum Thema Gedanken Anderer hören. Ein Mönch auf Athos, der ja auf dem mystischen Weg war, begann Stimmen in seinem Kopf zu hören, die er nicht abschalten konnte und die deshalb unerträglich waren. Er identifizierte sie als dämonisch und wurde sie erst später wieder los.
Übrigens gibt e4r auch selbst erlebte Beispiele für falsche Erleuchtung. Er schildert solche falschen "Erleuchtungenserfahrungen". Wenn man genau hinschaut, erkennt man eben mehr, was so alles möglich ist.

Die KI bestätigt:
Pater Pio (1887–1968) besaß Berichten zufolge die mystische Gabe der Seelenschau (Kardia-gnosis), die es ihm als Beichtvater ermöglichte, die verborgenen Sünden, Reue und Probleme der Beichtenden zu erkennen. Diese charismatische Fähigkeit half ihm, Seelen zur Reue zu führen, und war Teil seiner intensiven Seelenführung, oft begleitet von Stigmata und Bilokation.
Sowas wünscht man sich ja auch von Gurus ;)

Noch was: Sind Gurus der Beweis für ihre (angestrebte) Göttlichkeit ? Wenn man ehrlich ist, liefern sie keinen Beweis für diesen Glauben. Jedenfalls: Auch Pater Pio wusste nicht alles und konnte nicht alles. Er konnte noch nicht mal die Dämonen vertreiben, die ihn quälten.
Gegen Dämonen und ihren Einflüsse sind natürlich, so glaubt man, Gurus völlig erhaben. Ein Sakrileg, sich darüber auch noch Gedanken zu machen. Nur die Möchtegerngurus werden geritten. :mrgreen:
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

Wir sollten hier über Sterben, NT-Erfahrungen diskutieren, oder?
oTp hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 08:00 Übrigens, einmal war meine Frau mit. Sie überlegte Sai Baba zur Rede zu stellen, weil er sich so wie Gott anbeten ließ. Ich sagte, lass es lieber, die Hindus stecken dich ins Gefängnis.
Nein, aber sie schmeißen dich raus. Sag deiner Frau, wenn sie andere Kulturen bereist, muss sie sich benehmen. Ihr geht ja auch nicht zum Bischoff in Köln und kritisiert die katholischen Verfehlungen. Christliche Fundis sehen das anders, aber Jesus ließ sich persönlich nicht anbeten. Wer mich sieht, sieht den Vater. Jesus wurde mit Rabi angesprochen. In Indien sagt man Guru. Das Wort ist nicht religiös begrenzt, auch Studenten können ihren Professor Guru nennen. Das Wort für Schriftgelehrter oder Prediger wäre in Indien Pandit.

Sai Baba habe ich nie gesucht. Einige seiner deutschen Anhänger getroffen, habe auch hier vor langer Zeit ein paar Worship-Abende besucht. Überwiegend sehr liebe Leute, aber auch einige, die mir problematisch vorkamen. Inder sind freier, Frömmigkeit auszuleben. So viele verschiedene Systeme. Würden sich alle gegenseitig kritisieren wäre da die Hölle los. Die haben ihren Glauben, der andere hat einen anderen, das sind die gewohnt. Ich habe einmal Krishnamurtis Vortrag in Madras zugehört. Zu Beginn bat er darum, das nachher keiner kommen soll, um seine Füße zu berühren. Und nachher? Kamen etliche, seine Füße zu berühren. Er hat das "ausgehalten". Dort ist es 1000 Jahre lang Sitte gewesen, dem Lehrer in Dankbarkeit die Füße zu berühren. Was für ein Krimskrams, sich aufzuregen weil man in anderen viel älteren Kulturen als unserer, seine Verehrung zeigt. Ich hörte, indische Katholiken besuchen ihre Kirchen, das sind die Statuen der Apostel, die berührt man, dann zieht man ein Kreuz, dann zur nächsten Statue. Auch Inder beten keine Personen an, sie verneigen sich vor dem, durch den Gott wirkt.

Mich wundert, oTp .. und ich kenne die noch aus dem Schweizer Forum, da hast du das Gleiche berichtet, dein 2-Tage Aufenthalte am Rande des Sai Baba Ashrams (die Yoga-Autorin und der deutsche Arzt, alles schon gelesen ..) Wie viele Jahre ist das her? Wie übst du seitdem deine christliche Andacht? 1 mal in der Woche oder 7 mal? Als Tischgebet oder so richtig? Hast du eine Gruppe, eine Gemeinde, mit der du im Einklang bist?
Mir ist diese höchste Verehrung und höchste Erwartungshaltung für angebliche Gurus und Avatare schon klar.
Klar ist dir gar nichts. Das ganze Christentum ist durchzogen mit Erwartungshaltung und Verehrung, auch das heutige Freikirchliche. Fundi-Christen, die ernsthaft sich glauben machen, sie sind im Himmel (nach dem Tod) privilegiert während der böse Nachbar auf ewig in der Hölle schmort? Aber ich denke auch, Erwartungshaltung ist Selbstbetrug. Ob unter Hindus oder unter Christen. Echte Religionen lehren, die Wandlung geschieht heute, jetzt in der Gegenwart, im Jetzt. Geheiligt ist der, der heute schon heilig handelt.
Ein Mönch auf Athos, der ja auf dem mystischen Weg war, begann Stimmen in seinem Kopf zu hören, die er nicht abschalten konnte und die deshalb unerträglich waren. Er identifizierte sie als dämonisch und wurde sie erst später wieder los.
Endlich mal eine frohe Botschaft: er wurde sie wieder los! Ich wurde sie auch los. Praise the Lord! Hast du auch an Störungen gelitten? Erzähl mal.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Di 3. Mär 2026, 08:00 Das müsste erst nachgewiesen werden, ob das so ist. So wie man sagt, ein Erwachter weiß alles, hält sich aber zurück.
Wer weiß, redet nicht; wer redet, weiß nicht.
Tao Te King

Gebt nicht das Heilige den Hunden; werft auch nicht eure Perlen vor die Schweine.
Jesus

In dieser heutigen Zeit, wollen die Leute alles nachgeschmissen haben. Aber hat man selbst schon geopfert, gelitten, geübt? Ist man überhaupt wert? - Das derzeitige Christentum ist ein von faulen Konsumenten überlaufener Verein. Man will bepredigt werden, sich dann persönlich "bekennen" so wie ein Fan seinen Lieblingsstar anhimmelt. Hat man den einen Lieblings-Prediger über, wechselt man zum nächsten.
Nein, niemandem muss irgendwas nachgewiesen werden, jeder muss sich selbst entwickeln um überhaupt in die Nähe zu höheren "Verständnis" zu kommen. Wenn du erwachen willst kommt Gott zu dir. Und wenn du es wirklich ernst meinst, sogar in größter Eile.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Wor haben natürlich so einige wichtige Auffassungsunterschiede.

Dein Erwartungen sind die der östlichen Erleuchtungslehren. Meine nicht. Ich finde es völlig normal, dass die meisten Menschen keinen einzigen Moment dieser alles verändernden Erleuchtung haben. Und auch keine solchen Erwartungen, dass Erleuchtungserlebnisse absolut nötig sind, auch zur Erlösung.

Wir reden hier von erleuchtungsähnlichen Nahtoderfahrungen, die oft unter besonderen Umständen sich ereignen. Meist nur ein einziges Mal im Leben. Mit Bewußtwerden des geistigen Körpers und Wahrnehmungen damit. Oder auch, wie der Pfarrer, deutliche Erleuchtungserlebnisse mit dem Erleben der gewaltigen Allverbundenheit, aber ohne "Erwachen" , ohne Bewußtwerden im geistigen Körper, und ohne dazugehörige Wahrnehmung himmlischer Regionen und ohne Begegnung mit Geistwesen.

Was ich von diesen Zuständen weiß, lässt mich denken, dass es gut wäre, wenn alle Menschen so etwas erleben würden. Aber sie machen diese Menschen nicht zu Erlösten und dauerhaft erleuchteten Übermenschen.
Genauso wie ganz normale Menschen müssen sie Liebe leben.

Natürlich kann man geistige Übungen machen, die manche Menschen mit dieser Nachhilfe befähigen, Erleuchtungserlebnisse zu haben. Manche Menschen, mit besonderer Fähigkeit dazu.

Es ist nichts, was unbedingt sein muss. Oder sich unbedingt ereignen muss, um nach dem Tod erlöst zu sein. Dazu genügt es, anständiges, liebevolles Menschsein zu leben.

Dazu würde natürlich ein solches Erlebnis ein starker Anreiz sein, Aber es muß dann auch verarbeitet werden, verwirklicht werden.

Die Erleuchtungslehren machen die Erleuchtung zum Lebensmittelpunkt. Und auch zum Mittelpunkt ihrer Erlösungslehren. Wie man am Buddhismus sieht, beinhaltet ihr Streben mehr oder weniger das Mitgefühl zu allen Lebewesen. Und das wiederum ist in der Nächstenliebe der Mittelpunkt des christlichen Lebens, was zur Erlösung leitet.

Natürlich fehlt mir die von dir verlangte Legitimation, damit ich die Berechtigung habe, darüber nachzudenken und Aussagen darüber zu machen. Ich kann mich auf kein solches Erlebnis berufen um damit Berechtigung nachzuweisen. Aber ich mache eben auch Aussagen, die deinen Interpretationen widersprechen Die du allerdings,auch ohne Erleuchtung, gebildet hast

Aber für mich ist das Erleuchtungserlebnis eben kein absolutes Muss zur Erlösung. Und erst recht nicht die absolute Erlösung.

Ich anerkenne, ein Erkeuchtungserlebnis oder Nahtoderlebnis öffnen ein Fenster zur Wirklichkeit der geistigen Welt. Die wir wie Blinde normalerweise nicht erleben können.

Richtig auffassen und bewerten können diese Erlebnisse unsere Experten für unsere Psyche, die Psychologen, gar nicht. Wenn auch manche bunte Vögel sind, darauf neugierig. Ein Rechtasnwalt sagte mir einmal, dass er Psychologie studieren wollte, aber davon Abstand nahm, als er Psychologiestudenten kennenlernte. Warum sollten also nicht manche Psychologen für solche Erfahrungen offen sein, und sei es nur aus Neugier für aussergewöhnliche Bewusstseinszustände ?
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Nein, aber sie schmeißen dich raus.


Da habe ich wohl etwas genauere Info. Ich glaube, es war das Missionarehepaar Lilo und Ron Penny in Bangalore ( in deren Haus wir schlafen durften ), die mich informierten, dass manche Christen zumindest kurz sogar im Arrest landen können. Im schlechtesten Fall.

Sie waren übrigens so nett, mir ab und zu zu schreiben, aber ich schrieb leider nicht zurück.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Mi 4. Mär 2026, 08:28 Wor haben natürlich so einige wichtige Auffassungsunterschiede.
Mir scheinen es eher Erfahrungsunterschiede zu sein.
Dein Erwartungen sind die der östlichen Erleuchtungslehren. Meine nicht.
Deine Kernaussage:: "Meine nicht".
Ich sehe bei dir die Neigung, sich abgrenzen zu wollen. Auch in anderen Threads, nicht nur mit mir.
Übrigens, ich lebe wirklich ohne Erwartungen. Und ich glaube auch nicht an Erleuchtungslehren. Ich bin an tägliche Kontemplation gewöhnt und weiß nicht, wie man ohne wenigstens den Versuch einer Ruhefindung leben kann. Meine Frau brauch das nicht, sie schaut nach dem Aufstehen ein paar Minuten in das neue Testament und hat sich orientiert. Sie hat das Evangelium verinnerlicht.
Selber bin ich Montags bei den Christen, Mittwochs im Zen.
… wie der Pfarrer, deutliche Erleuchtungserlebnisse mit dem Erleben der gewaltigen Allverbundenheit, aber ohne "Erwachen" , ohne Bewußtwerden im geistigen Körper, und ohne dazugehörige Wahrnehmung himmlischer Regionen und ohne Begegnung mit Geistwesen.
Frage ihn doch selbst, Telefon und email sind hier:
Pfarrer Stefan Lampe
:arrow: https://www.holle.de/Soziales/Kirchen/K ... D=2731.140
Was ich von diesen Zuständen weiß, lässt mich denken, dass es gut wäre, wenn alle Menschen so etwas erleben würden.
Das wird es nicht geben, aber für dich wäre es mal ein Erlebnis.
Es ist nichts, was unbedingt sein muss.
Danke, das kann ich unterschreiben. Seien wir doch einfach mal zufrieden mit dem, was ist und freuen wir uns auf das, was noch kommt.
Oder sich unbedingt ereignen muss, um nach dem Tod erlöst zu sein.
Gott gibt meistens nur dem Erlösung, der im Herzen bittet. In diesem irdischen Leben schon.
Natürlich fehlt mir die von dir verlangte Legitimation, damit ich die Berechtigung habe, darüber nachzudenken und Aussagen darüber zu machen.
So was habe ich nicht verlangt, ich wünsche dir einfach: mache Frieden in dir, so kommt der Frieden mit allen anderen. Ausgrenzung, Beurteilung anderer sollte überwunden werden. "Richtet nicht!" Das eigene Erfahren ist alles, jedenfalls 100 mal mehr, als seinen Kopf zu quälen mit Schriftverständnis. Wer eine Zeit im Kloster mitlebt oder eine Pilgerreise macht, kommt oft ganz verändert zurück.
Aber für mich ist das Erleuchtungserlebnis eben kein absolutes Muss zur Erlösung.
Solange es ein "mich", ein "ich" gibt, kommt keine Erlösung. Dein Reich komme, dein Wille geschehe.
Richtig auffassen und bewerten können diese Erlebnisse unsere Experten für unsere Psyche, die Psychologen, gar nicht.
Niemand muss richtig bewerten. Hunderte Jahre gab es keine Psychologen. Man ging zur Beichte, auch das ist therapeutisch. Das man sich ausspricht, das jemand zuhört. Aber es gab immer Ärzte und wer Heilungsergebnisse hatte war als Arzt gefragt. Ich finde es wertvoller, das Heil zu suchen als zu bewerten.
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