Zippo hat geschrieben: ↑Mo 16. Mär 2026, 16:45
Menschen die mir feindlich sind, da kann ich bestenfalls noch beten, aber lieben kann ich sie nicht.
Ich bewundere die ehrliche Antwort und bin darüber sogar erfreut. Nicht dahergeheuchelt, sondern so ist es. Aber das ist unser alter Mensch. Auch ich tue mir schwer, doch mir hat sehr geholfen alles zu vergeben um ein grundsätzlich vergebendes Herz zu erhalten. Anders geht es m.E. nicht, denn nicht ich forme mein Herz, sondern der Geist Gottes macht das.
Die erste Reaktion eines erklärten Feindes ist auch bei mir oft Zorn und Wut. Ich male mir sogar aus, wie ich dem anderen so richtig die Fresse poliere. Getan habe ich das noch nie, aber ich habe es mir vorgestellt.
Dann heißt es umkehren, denn in diese Richtung darf mein alter Mensch nicht gehen. Dass er es überhaupt tut, zeigt, dass ich noch viel von Jesus zu lernen habe. Aber ich sehe seit meiner Bekehrung, dass es vorwärts geht.
Früher war ich nämlich anders, und zwar gleichgültig. Meine Arroganz überspielte gekonnt meine Wut und ich fühlte mich einem Arschloch einfach überlegen in der Art: Na, wer bist denn du schon!
Das erste war meinen Hochmut zu brechen und so ließ ich meine Gefühle auch raus. Das hatte aber zu Folge, dass ich meinen Zorn nun auch gezeigt habe. Der zweite Schritt war dann die Umlenkung auf Gott.
Ja Herr, was soll ich denn nur tun? Ich lernte zuerst zu beten, also so zu reagieren. Der Zorn ist immer noch da, aber was mache ich damit? Die Antwort klingt simpel, aber sie ist effizient. Man gibt es ab, weil es heißt:
1. Pet 5,6-7 hat geschrieben: So demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr all eure Sorge auf ihn werft; denn er ist besorgt für euch.
Jesus selbst ermutigt uns alles auf ihn abzuladen:
Mt 11,28-30 hat geschrieben: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Ich tausche sein Joch gegen meines. Und Leute, das funktioniert. Doch damit ist es noch nicht getan. Jetzt lerne als nächsten Schritt auch sein Joch zu tragen und dazu kommt dieser wichtige Schritt:
Du sollst nun vergeben.
Wenn du es nicht tust, war die Lektion nur halb und damit hast du sie nicht gelernt. Aber wenn's nicht gleich funktioniert, du darfst dir sicher sein, du erhältst eine neue Chance, weil Gott seine Kinder nicht im Stich lässt. Er lässt den Feind wieder kommen oder sendet den nächsten.