Heilig, heilig, heilig

Themen des alten Testaments
Hiob
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Hiob »

Helmuth hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 05:48 Als Grundlage für Begriffe sehe ich zuerst die Sprache des Alten Testamentes, also Hebräisch
Das ist korrekt. Was ist dort die Urbedeutung dessen, was wir "heilig" nennen? (Habe ich was versäumt?)
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 10:27
Helmuth hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 05:48 Als Grundlage für Begriffe sehe ich zuerst die Sprache des Alten Testamentes, also Hebräisch
Das ist korrekt. Was ist dort die Urbedeutung dessen, was wir "heilig" nennen? (Habe ich was versäumt?)
aus dem 1. Beitrag:
Der Begriff selbst ist somit eigentlich Wertneutral in seiner Grundbedeutung von Kadosch (Heilig)!
Somit wird der Begriff „entmystifiziert“, aus der Reservierung für „Heilig“ herausgeholt.

Man kann „religiös abgesondert“ (heilig) sein und trotzdem das Falsche tun.

Somit ist „Heilig“, Heiligkeit nicht eine Eigenschaft an sich, sondern eher eine Zweckbestimmung.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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ProfDrVonUndZu
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 08:19 Naja, ein Vers, der selbst bei Christen sehr unterschiedlich ausgewertet wird. Im Kontext geht es um das Gesetz, oder den Anstoss, den man dem Anderen gibt, oder die Freiheit des Gewissens. Dem einen gibt dieser Vers „Narrenfreiheit“, dass der Mensch selber bestimmt, was rein oder unrein ist.
Wenn du den Begriff "Narrenfreiheit" verwendest, hat das die Konnotation von Willkür. Das willst du damit wohl auch aussagen. Das sehe ich bei Paulus aber gar nicht. Ihm geht es eher um feste, konsequente und verbindliche Maßstäbe. Sowohl individuelle als auch kollektive.
Paulus spricht im Kontext von Speise und Brüdern. Er meint natürlich Glaubensbrüder. Die kommen aber nicht aus dem selben familiären Umkreis, sondern u.U. auch unterschiedlichen Kulturen mit unterschiedlichen Gewohnheiten. Da wird einfach das gegessen und kultiviert, was zugänglich und verfügbar ist.

Im Buch Haggai wird folgende Szene geschildert:
Haggai 2,11 So spricht Jahwe der Heerscharen: Frage doch die Priester über das Gesetz und sprich:
12 Siehe, trägt jemand heiliges Fleisch im Zipfel seines Kleides, und er berührt mit seinem Zipfel Brot oder Gekochtes oder Wein oder Öl oder irgend eine Speise, wird es heilig werden? Und die Priester antworteten und sprachen: Nein.
13 Und Haggai sprach: Wenn ein wegen einer Leiche Verunreinigter alles dieses anrührt, wird es unrein werden? Und die Priester antworteten und sprachen: Es wird unrein werden.
14 Da antwortete Haggai und sprach: Also ist dieses Volk und also diese Nation vor mir, spricht Jehova, und also ist alles Werk ihrer Hände; und was sie daselbst darbringen, ist unrein.
Nun muss man sich zu Recht fragen, wieso das Heilige und Reine überhaupt beschmutzt werden kann ? Sollte es nicht viel mehr so sein, dass das Heilige eine solche Kraft hat, dass es alles Unheilige und Unreine überstrahlt oder neutralisiert ? Das Heilige und Reine erscheint hier schwach, prekär und zerbrechlich. Warum ist das so ? Das liegt nicht an Gott, so meine ich, sondern am Zweifel des Volkes, der auch im Gesetz Mose kodifiziert wurde.

Eine Frau wurde gesund, nur weil sie Jesus berührt hat. Weil sie glaubte, dass es wirkt.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
Hiob
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:06 Der Begriff selbst ist somit eigentlich Wertneutral in seiner Grundbedeutung von Kadosch (Heilig)!
Meine Frage ist, was "kadosh" von der Wortwurzel her bedeutet.
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Lena
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Lena »

Larson hat geschrieben: Sa 21. Mär 2026, 16:09 Was bedeutet das Wort „heilig“?
Etwas das vollkommen ist und gar nichts daran zu bemängeln.
Alles ist heil. So ist Gott und wir sollen Ihm nachfolgen...
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:27 Das sehe ich bei Paulus aber gar nicht. Ihm geht es eher um feste, konsequente und verbindliche Maßstäbe. Sowohl individuelle als auch kollektive.
Ein solcher Satz ist kein verbindlicher Massstab, und auch das Gewissen nicht, Verbindlich sind die Weisungen des alleinen Gottes, ob individuelle, wie auch kollektive.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:27 Nun muss man sich zu Recht fragen, wieso das Heilige und Reine überhaupt beschmutzt werden kann ?
Das musst du dich fragen? Wie oft zieht man den Namen des Ewigen in den Dreck, deutet ihn eine Trinität?
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:27 Sollte es nicht viel mehr so sein, dass das Heilige eine solche Kraft hat, dass es alles Unheilige und Unreine überstrahlt oder neutralisiert ?
Tja, dann wären wir wohl alle auf der Stelle Tod. Gott will nicht neutralisieren, sondern dass der Mensch von sich aus umkehrt.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 12:03
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 11:06 Der Begriff selbst ist somit eigentlich Wertneutral in seiner Grundbedeutung von Kadosch (Heilig)!
Meine Frage ist, was "kadosh" von der Wortwurzel her bedeutet.
קָדַשׁ (qādasch) wäre die Wortwurzel, beutete: „weihen“, wenn man es etwas allgemeiner versteht, also im positiven oder negativen Sinn, da es für beider die Wurzel bildet.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
Hiob
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:00 קָדַשׁ (qādasch) wäre die Wortwurzel, beutete: „weihen“, wenn man es etwas allgemeiner versteht, also im positiven oder negativen Sinn, da es für beider die Wurzel bildet.
Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass Buber in seiner Übersetzung unterscheidet zwischen: Eine Person oder Sache ist "heilig" oder "geheiligt". Kannst Du den Unterschied aus deinen Quellen ermitteln?
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Larson
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:19 Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass Buber in seiner Übersetzung unterscheidet zwischen: Eine Person oder Sache ist "heilig" oder "geheiligt". Kannst Du den Unterschied aus deinen Quellen ermitteln?
Heiligen, weihen (welcher Sache auch immer) hat die selber Wortwurzel. Der Kontext bestimmt dann die deutsche Übersetzung.
2.Mo 29,43 (B&R) Dort begegne ich den Söhnen Jissraels, (und) es ist geheiligt durch meine Erscheinung.

Dort steht das Wort וְנִקְדַּ֖שׁ (wᵉNiqdasch: Konjunktion (und); nifal (passiv oder reflexiv) 3.p,m,sg): קָדַשׁ (qādasch) heiligen
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
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Magdalena61
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Re: Heilig, heilig, heilig

Beitrag von Magdalena61 »

Vielleicht bringt es uns weiter, wenn wir den Begriff "geheiligt" anschauen.

Auf der Seite Got Questions findet man dazu gute Gedanken:
"...von der Sünde abgesondert und für Gottes Verwendung reserviert"

Wie muss man dann:
"Geheiligt werde dein Name"--
sehen?

Gott ist heilig und kann wohl kaum noch "heiliger" werden.
Ich würde die Betonung auf "dein" legen.

Der Name Gottes/ der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs soll über allem sein, nicht irgendwelche anderen Götter.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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