Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

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Zippo
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Zippo »

Hallo zusammen,

was gehört denn jetzt zur Rahmengeschichte des Christentums ?

Es sind doch wahrscheinlich alle diese Gründe, weshalb der Christus leiden mußte.
[Lk 24,25-27] Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.
Und das fängt ja schon mit den ersten drei Kapiteln der Bibel an.

Was war zu Beginn der Schöpfung passiert ? Laut christlicher Botschaft hat Satan die Menschen verführt. Warum hat er das getan ?

Offensichtlich spielt bei der Opferbereitschaft Jesu auch die Tatsache eine Rolle, daß der Mensch von Satan verführt wird. 1 Joh 3,8

Interessanterweise brachte Magdalena eine Bibelstelle aus den Weisheiten, dieses Buch gibt es im Kanon der katholischen Einheitsbibel und ist von Salomo.
Weish 2 24 in der Gute Nachricht Bibel
Erst der Teufel brachte aus Neid den Tod in die Welt; und dem Tod verfallen alle, die auf seiner Seite stehen
Was für einen Neid wird der Teufel bzw. Satan gehabt haben, als er die ersten Menschen verführt hat ?

Das NT bezeugt, daß alle Schöpfung dem Erstgeborenen vor aller Schöpfung geschaffen wurde Kol 1,15-17. Er gilt meiner Einsicht nach als derjenige, der das Wort sprach, das zur Schöpfung geführt hat. Joh 1,1-3
[Kol 1,12-15] und danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht; welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, an welchem wir haben die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden; welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen.
[Kol 1,16-17] Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.
Satan gilt als mächtiges Geistwesen des Himmels und war offensichtlich bei der Schöpfung, wie auch andere Gottessöhne. Hiob 38,7
Könnte ihm der Neid bekommen sein, weil er den Erstgeborenen in gemeinschaftlicher Schöpfungstätigkeit mit dem Vater beobachtet hat ?

Der Erstgeborene hat bei Gott immer eine vorrangige Bedeutung und so kam es, daß der Erstgeborene, der wohl auch der Engel des HERRN war, in dem Gott sich in der Welt offenbart hat.
Auch das könnte Neid hervorrufen, denn manche Persönlichkeiten können sich mit einem untergeordneten Platz nicht zufrieden geben.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Larson
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 16:35 [Lk 24,25-27] Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! Musste nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.

Und das fängt ja schon mit den ersten drei Kapiteln der Bibel an.
Nur steht solches nicht in den Propheten, oder bei Mose, wie es Lukas darlegt. Und, was hatte denn Jesus wirklich dargelegt? Dies wäre wirklich interessant, aber darüber schweigt man und interpretiert dann später frei hinein, was da in der Tenach stehen soll.
Zippo hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 16:35 Satan gilt als mächtiges Geistwesen des Himmels und war offensichtlich bei der Schöpfung, wie auch andere Gottessöhne. Hiob 38,7
Das steht so nicht in Hiob. Da steht HaSatan, also ein Titel (Namen haben keinen Artikel). So kann Gott jedem Engelwesen punktuell seine solche Aufgabe oder Stellung zuteilen.
Zippo hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 16:35 Könnte ihm der Neid bekommen sein, weil er den Erstgeborenen in gemeinschaftlicher Schöpfungstätigkeit mit dem Vater beobachtet hat ?
Somit ist ein solcher Gedanke hinfällig.
Zippo hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 16:35 Der Erstgeborene hat bei Gott immer eine vorrangige Bedeutung
Und nach dem Erstgeborenen kommen weitere Geborene. So ist Israel der erstgeborene Gottes unter den Nationen, das bedeutet, dass Gott Besitzer aller Nationen ist. So wie auch bei den Söhnen, welche diese Titel tragen.

So hat Gott nicht durch einen Sohn erschaffen, sondern aus sich selbst, seine Hand hat Himmel und Erde ausgebreitet, Er selbst ist der Schöpfer, und keiner war da bei ihm zu Hilfe usw… so zumindest erklärt es die Tenach.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Hiob »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:36 Deine persönliche Einstufung von "böse" (=Hiob verliert alles). Damit orientierst du dich an deinem eigenen Maßstab.
Wichtig ist, die Grundlage dessen, was "böse" ist, zu definieren. Die kurze Antwort wäre: Die Selbstermächtigung des Ich, die es durch das Essen automatisch ergibt. "Böse" ist also im Wesen nicht Ausdruck einer Absicht, sondern einer Notwendigkeit. Das heißt nicht, dass der Mensch "unschuldig" wäre - auf der Basis, dass Schuld ebenfalls im Wesen nicht Ausdruck einer Absicht ist, sondern ebenfalls eine Notwendigkeit. Mir ist bewusst, dass ein solches Denken schwer vermittelbar ist in einer Zeit, die egozentriert denkt (und nicht gottzentriert).
Sara Funkelstein hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:36 Wenn es diese Auswahlmöglichkeit gibt, darf man sie auch wählen und sollte sich jedes Gejammer sparen.
Richtig - man wählt, oft im besten Wissen und Gewissen, und es geht gut oder schief. Im weltlichen Sinn ist es dann albern zu sagen, die Betroffenen seien selber schuld. Natürlich sind sie objektiv verantwortlich, aber das muss nicht heißen, dass sie etwas subjektiv falsch gemacht hätten.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:36 Darum geht es doch beim Glauben: Gott vertrauen, ohne zu wissen, was eigentlich los ist und eben nicht über den Baum der Erkenntnis.
Das klappt aber selten. Eigentlich sprichst Du hier Richtung Mystik (was ein Kompliment ist), aber das gibt es selten. Man findet es noch recht oft unter nicht-intellektuellen Menschen, meistens Frauen.
Sara Funkelstein hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:36 So nehme ich die Szene nicht wahr und ich denke, das liegt an dir
Man hat nur sich, um etwas zu interpretieren.
Gen. 3,6: Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und begehrenswert war, um klug zu werden.
Das sind alles Triebwörter. Das hat nichts mit Reflexion oder Entscheidungs-Willen zu tun.
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 14:50 Ach so, der Mensch ist das Mass der Dinge
So soll es gerade NICHT sein. Aber egozentrische Narrative der Bibelauslegung führen oft dazu, dass der Mensch als Mass der Dinge erscheint.
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Larson
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 17:46
Larson hat geschrieben: ↑23.03.2026, 14:50
Ach so, der Mensch ist das Mass der Dinge
So soll es gerade NICHT sein. Aber egozentrische Narrative der Bibelauslegung führen oft dazu, dass der Mensch als Mass der Dinge erscheint.
Du predigst, was gerade nicht so sein soll, aber eben anders.
Sicher, dein „aber“ lasse ich gerne stehen, betrachte ich da so christliche und freigeistliche Bibelausleger.
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Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 18:52 Sicher, dein „aber“ lasse ich gerne stehen, betrachte ich da so christliche und freigeistliche Bibelausleger.
Da ist keiner frei. - Mir fällt nur auf, dass Vertreter unterschiedlicher Denominationen ihre Schiene fahren und meinen, es seien ausgerechnet sie, die die Wahrheit vertreten. Deshalb mein Hinweis auf die Mystik, bei der das Erleben Gottes im Vordergrund steht - ohne jegliche Glaubenssysteme im Weg. - Eine erzkatholische Theologin hat mal zu mir gesagt: "Niemand darf sich zwischen Mensch und Gott stellen. Auch nicht die Kirche". - Was für die Kirche gilt, gilt auch für Denominationen
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Larson
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 19:37 Mir fällt nur auf, dass Vertreter unterschiedlicher Denominationen ihre Schiene fahren und meinen, es seien ausgerechnet sie, die die Wahrheit vertreten. Deshalb mein Hinweis auf die Mystik, bei der das Erleben Gottes im Vordergrund steht - ohne jegliche Glaubenssysteme im Weg. -
Aber gerade solche Mystiker, welche Marien-, Jesu- oder sonst spirituelle Erfahrungen oder Visionen hatten (wie auch Paulus) hatten, meinen dies sei nun die Wahrheit, die die Welt zu erkennen haben. Und ungeprüft mit der Tenach, was Gott durch Mose und der Propheten sagten wird dies dann als Heilslehre gepredigt.

Somit darf ein „Wrleben mit Gott“ (wer weiss denn schon, ob es wirklich ein Erleben mit Gott ist, oder man es wunschgemäss so interpretiert) nicht im Vordergrund stehen.
Eigentlich warnt Gott schon bei Mose vor Wundertätern und somit Mystikern, und meint, dass man alles zuerst prüfen soll.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 19:50 Somit darf ein „Wrleben mit Gott“ (wer weiss denn schon, ob es wirklich ein Erleben mit Gott ist, oder man es wunschgemäss so interpretiert) nicht im Vordergrund stehen.
Was denn dann? - Das, was Du oder ich meinen, aus der Bibel zu interpretieren?
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Larson
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 20:32
Larson hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 19:50 Somit darf ein „Wrleben mit Gott“ (wer weiss denn schon, ob es wirklich ein Erleben mit Gott ist, oder man es wunschgemäss so interpretiert) nicht im Vordergrund stehen.
Was denn dann? - Das, was Du oder ich meinen, aus der Bibel zu interpretieren?
Och, man muss nicht soooo viel aus der Tenach interpretieren, das meiste ist doch klar und verständlich, wenn man sich hineindenkt.

Aber jene, die sie umdeuten wollen, müssen den Texten Gewalt antun.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Hiob »

Larson hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 07:32 Och, man muss nicht soooo viel aus der Tenach interpretieren, das meiste ist doch klar und verständlich, wenn man sich hineindenkt.

Aber jene, die sie umdeuten wollen, müssen den Texten Gewalt antun.
Das sagen alle. - Kurt Tucholsky sagte einmal: "Jeder hat ja so recht". :lol:
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Re: Offener Austausch zur Rahmengeschichte des Christentums

Beitrag von Larson »

Hiob hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 10:15
Larson hat geschrieben: Di 24. Mär 2026, 07:32 Och, man muss nicht soooo viel aus der Tenach interpretieren, das meiste ist doch klar und verständlich, wenn man sich hineindenkt.

Aber jene, die sie umdeuten wollen, müssen den Texten Gewalt antun.
Das sagen alle. - Kurt Tucholsky sagte einmal: "Jeder hat ja so recht". :lol:
Tja, das wäre so seine Meinung, ist aber nicht relevant.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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