Der Sohn Gottes

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Zippo
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Lena hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 13:29
Joh. 1,10.11" hat geschrieben: Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt erkannte es nicht.
Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. 
Der Schöpfer der die Welt gemacht hat kam zu uns auf die Erde.
Wer ist denn nun der Eigentümer ? Der Schöpfer, der geschaffen hat oder derjenige, durch und um dessentwillen geschaffen wurde ?
Eigentlich handelt es doch um eine gemeinsame Aktion. Der Sohn, der in der Herrlichkeit Gottes war, sprach das Wort und der Vater hat diese Worte mit Kraft umgesetzt.
[Joh 1,1-3] Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist.
Eigentümer sind also beide, der Vater und der Sohn, der in der Herrlichkeit Gottes war. Joh 17,5 Aber ich gehe davon aus, daß mit Joh 1,11 eher der Sohn gemeint ist, der in Begleitung Gottes, also des Vaters kam, weil im Anschluß gesagt wird, daß so viele ihn aufnehmen zu Kindern Gottes werden, die nicht durch den Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
[Joh 1,11-14] Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.
Der Sohn Gottes wird aufgenommen, damit wird sein Werk bejaht und ein Bund geschlossen und damit zieht der Heilige Geist in den Menschen ein.
Joh 14,23
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Lena hat geschrieben: Sa 28. Mär 2026, 12:57
Jesus wird in der Bibel Wurzel und Spross genannt. Also Schöpfer vom König David und Nachkomme vom König David.

Bildlich stelle ich es mir mit Gott und Jesus so vor:

Tief in der Erde - unsichtbar für uns Menschen ist das Wurzelwerk. Es ist so gigantisch das es die ganze innere Erde umfasst. Aus der Wurzel spriesst ein Spross. Die Wurzel und der Spross gehören zusammen. Der Spross ist das was der Mensch wahrnimmt weil er ihn sieht und anfassen kann.

Oder das Wurzelwerk ist so gigantisch das es das ganze Universum erfasst und der Spross so klein das er auf Erden ist. Das sichtbare und das unsichtbare sind total eins und doch wird nur das kleine wahrgenommen - das sichtbare.
Der Sohn Gottes war, wie er sagt, vom Himmel herabgekommen Joh 6,38, um in das Fleisch eines Nachkommen Davids zu kommen. So war es verheißen und so wurde er von dem Volk Israel erwartet.
[Luther 1912: Jes 11,1] Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen,
Jer 23,5
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David ein gerechtes Gewächs erwecken will, und soll ein König sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten.
Joh 7,42
Spricht nicht die Schrift: von dem Samen Davids und aus dem Flecken Bethlehem, da David war, soll Christus kommen?
Wenn man irrtümlich die Verheißung aus Jer 23,5 nicht auf den Herr Jesus Christus deutet, liegt unter anderem daran, daß Israel nach seinem Erscheinen nicht sicher wohnen konnte, wie es im nachfolgenden Vers behauptet wird. Jer 23,6 Aber diese Prophezeiung wird sich auf Erden erfüllen, zu der Zeit, wenn der der Sohn Gottes mit Macht und Herrlichkeit auf dem Ölberg erscheint. Sach 14

Der Herr Jesus Christus wird Wurzel und Spross Davids genannt Off 5,5.
[Luther 1912: Off 22,16] Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches zu bezeugen an die Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts David, der helle Morgenstern.
Die Wurzel ist unsichtbar und wird nicht gesehen, sie ist auch der versorgende Teil des Baumes. Was heißt es, die Wurzel des Geschlechts Davids zu sein ? Wer ist der Herr Davids ? Ps 110,1

David hat seine Salbung zum König durch den Propheten Samuel erhalten. 1 Sam 16,7-13 Der HERR hat ihn dazu angeleitet. Und der Engel des HERRN hat David begleitet und ihn beschützt und mit Kraft versorgt.
[Luther 1912: Ps 34,7] 8 Der Engel des HERRN lagert sich um die her, so ihn fürchten, und hilft ihnen aus.
Dieser Engel des HERRN wird wahrscheinlich als Herr Davids in Ps 110,1 genannt, dazu sind ja auch die Worte Jesu im Matthäus Evangelium interessant:
[Mt 22,41-46] Da nun die Pharisäer beieinander waren, fragte sie Jesus und sprach: Wie dünkt euch um Christus? wes Sohn ist er? Sie sprachen: Davids. Er sprach zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: „Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis dass ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße“? So nun David ihn einen Herrn nennt, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage an hinfort, ihn zu fragen.
Der Engel des HERRN kann somit auch als Wurzel Davids bezeichnet werden, weil er David gesegnet hat.
Und dieser Engel des HERRN wird auch in der Person Jesu gewesen sein, abgesehen vom Vater, der ihn begleitet hat. Unsichtbar und nur für die geistige Welt sichtbar.

Gruß Thomas
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Zippo
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 14:54
Zippo hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 14:38 Wenn du mal ehrlich bist, ....
Wenn du mal ehrlich bist, so ist das zitierte in Hebräer 2,7 nicht Jesus, da das Zitat aus dem Psalm total umgedeutet wird, und somit zweckentfremdet und demnach nicht zu gebrauchen, da der Schreiber etwas sagt und behauptet, was nicht so geschrieben ist...
Ich spreche aus Überzeugung und der ganze Zusammenhang meint den Sohn Gottes bzw. den Menschensohn Hebr 2,6. Das ist eine Bezeichnung für den Messias und das ist der Herr Jesus, den du nicht anerkennen willst.

Ich kann aber ehrlich erkennen, daß hier von dem Herrn Jesus Christus die Rede ist, dazu werden Psalmzitate als Prophetie erkannt und verwendet.
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 14:24
Larson hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 14:54
Zippo hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 14:38 Wenn du mal ehrlich bist, ....
Wenn du mal ehrlich bist, so ist das zitierte in Hebräer 2,7 nicht Jesus, da das Zitat aus dem Psalm total umgedeutet wird, und somit zweckentfremdet und demnach nicht zu gebrauchen, da der Schreiber etwas sagt und behauptet, was nicht so geschrieben ist...
Ich spreche aus Überzeugung und der ganze Zusammenhang meint den Sohn Gottes bzw. den Menschensohn Hebr 2,6. Das ist eine Bezeichnung für den Messias und das ist der Herr Jesus, den du nicht anerkennen willst.

Ich kann aber ehrlich erkennen, daß hier von dem Herrn Jesus Christus die Rede ist, dazu werden Psalmzitate als Prophetie erkannt und verwendet.
Tja, dann gehst du fehl mit deiner Überzeugung zum Psalm. Mit aus dem Kontext gelösten Satzteilen kann man natürlich alles behaupten.
„Hebräer“ sagt ja noch einiges, was nicht stimmt.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Lena hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 19:35
Zippo hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 13:22 Der König ist Gott der Vater und der Sohn ist der Sohn Gottes und da muß man doch Vater und Sohn wieder unterscheiden.
Schau wer König aller Könige ist:
Off. 19, 13-16 hat geschrieben: Und er war angetan mit einem Gewand, das in Blut getaucht war, und sein Name ist: Das Wort Gottes. Und ihm folgten die Heere im Himmel auf weißen Pferden, angetan mit weißer, reiner Seide. Und aus seinem Munde ging ein scharfes Schwert, dass er damit die Völker schlage; und er wird sie regieren mit eisernem Stabe; und er tritt die Kelter, voll vom Wein des grimmigen Zornes Gottes, des Allmächtigen, und trägt einen Namen geschrieben auf seinem Gewand und auf seiner Hüfte: König aller Könige und Herr aller Herren. 
Und ja, es ist Gott unser Vater der Herr Jesus Christus.
Gott der Vater hat den Sohn Gottes zum Gott über die Welt gesetzt, damit ist er natürlich auch König aller Könige und Herr aller Herren.
Im Korintherbrief steht, daß der Sohn Gottes herrschen soll:
[1. Kor 15,25-28] Er muss aber herrschen, bis dass er „alle seine Feinde unter seine Füße lege“. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod. Denn „er hat ihm alles unter seine Füße getan“. Wenn er aber sagt, dass es alles untertan sei, ist’s offenbar, dass ausgenommen ist, der ihm alles untergetan hat. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles untergetan hat, auf dass Gott sei alles in allen.
Danach will auch der Sohn dem untertan sein, der ihm alles untergetan hat, wie erklärst du dir diesen Zusammenhang ?

Gruß Thomas
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 12:39 Wer ist denn nun der Eigentümer ? Der Schöpfer, der geschaffen hat oder derjenige, durch und um dessentwillen geschaffen wurde ?
Der Eigentümer ist immer noch der Schöpfer, und er hat sie für die Menschheit, den Menschen erschaffen, und nicht um einen „Messias“. Da wäre ja dem Messias der Himmel lieber gewesen, wo er herkommt. Ebenso meinte Jesus zu sagen, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei.

Du willst doch wohl nicht diesen hellenistischen Prolog im JoEv als Massstab nehmen, wo unter und für Griechen der jüdische Monotheismus aufgeweicht wurde (wie auch bei Philo) um den von den Griechen betrachtete minderwertigen Monotheismus schmackhaft zu machen.
Johannes, der wohl zwischenzeitlich Jesus in den Himmel hob, und wiederum Jesus fest erdete, um Jesus dem Gott unterzuordnen, wie der Mensch auch allein Gott untergeordnet ist.

Der Eigentümer bleibt allein der alleine einzige Gott.
2.Mo 19,…. so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein; denn die ganze Erde ist mein;
Da können Menschen, wie auch ein Johannes noch lange dagegen schreiben.
Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 12:39 Der Sohn Gottes wird aufgenommen, damit wird sein Werk bejaht und ein Bund geschlossen und damit zieht der Heilige Geist in den Menschen ein.
Was für ein Bund sollte geschlossen worden sein? Nein, nirgends hat der allein wahre Gott in jener Zeit einen Bund weder mit Israel noch mit den Nationen gemacht.

Leider wird mit dem „Gottesgeist“ alles gerechtfertigt, was aber für alles kein Beleg ist.
Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 12:39
Joh 14,23
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebt, der wird mein Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
Und nein, wenn die Christenheit die Lehre Jesu verdreht, aus dem Menschen einen Gott machen, dann lieben sie Jesus nicht. Jesus lehrte keine neue Religion mit neuen Glaubensinhalten.
Joh 8,31 Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn gläubig geworden waren: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger,
Und genau dies passt auf die christliche Lehre. Hier wird von gläubigen Juden gesprochen, also von Menschen, die an ihn glauben, wie auch Christen an Jesus glauben.
So spricht Jesus sehr hart zu diesen „bekehrten“ Menschen, weil sie etwas anderes in Jesus sahen, als er gelehrt hatte. So will sich die Christenheit als wahre Söhne Abrahams betrachten (V33 und andere) doch Jesus widerspricht dem, dass nicht Abraham ihr Vater sei, sondern der Teufel (V44), weil sie seine Rede nicht verstehen (V43).

So lehrte Jesus keine neue Religion, von Trinität, einem Gott-Gottessohn usw. Da ist so viel fremdes in die Lehre Jesu eingeflossen, was er nie gelehrt hatte, und alles wird dann mit dem Gottesgeist geglättet, und man betrügt sich selbst damit.

Also bitte Zippo, wer ist nun der Ungläubige, der die Worte und Lehre Jesu (welche auf der Lehre Mose und der Propheten beruht) durch heidnische Philosophie verdreht, oder jener, der gerade solches ablehnt?
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 15:06 Gott der Vater hat den Sohn Gottes zum Gott über die Welt gesetzt, damit ist er natürlich auch König aller Könige und Herr aller Herren.
Nein, der Sohn ist nicht „Gott über die Welt“. Der kommende Fürst (was ja dem Begriff „Sohn Gottes“ gleichgesetzt ist) wird es selbst auch nicht sein.
Und ebenso ist auch Satan nicht Herr dieser Welt.

Mit solchen Ideen entfernt man sich vom alleinen einzigen Gott, wie es auch Jesus bezeugte.
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 15:06 Danach will auch der Sohn dem untertan sein, der ihm alles untergetan hat, wie erklärst du dir diesen Zusammenhang ?
Tja, dann geht etwas schief, denn der Fürst (alias Sohn Gottes) ist immer dem Ewigen untertan, denn nach Paulus ist Gott das Haupt Jesu, das macht nun Jesus nicht Gottgleich, ansonsten würde der Mann Jesusgleich sein, da der Christus das Haupt des Mannes ist, usw…..
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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Zippo »

Larson hat geschrieben: Mo 30. Mär 2026, 14:41
luett-matten hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 19:45 Warum begrüßt man Jesus mit Palmwedel und Hosanna, was doch eigentlich in den siebten Monat gehört?
Zu den Festtagen gingen fromme Juden nach Jerusalem und rund um die Stadt hatte es (Bade-) Stätten, wo man sich reinigte, damit man schon zum hohen Fest gereinigt nach Jerusalem einziehen konnte. Und um sich aber nicht doch noch zu verschmutzen, ritt man auf einem Esel, und man, das Volk, legte sogar Tücher auf den Weg und das Volk jubelte diesen Pilgern zu.

Soweit ist nicht sauffälliges oder besonderes.
Hosanna, „Rette uns“ יָשַׁע (jāschaʽ) Retten, Helfen, ist wohl wegen der Unterdrückung der Römer, denn darauf setzte das Volk die Hoffnung, befreit zu werden. Denn dies ist war die Erwartung von einem Erlöser. Ein ungelöstes „Sündenproblem“, oder Vergebungsfrage gab es nicht in dem Sinn.
Bei dem Einritt Jesu in Jeruslaem, ging es auch um eine Prophetie die im Propheten Sacharja steht.
Sach 9,9
Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin.
[Mt 21,1-11] nun nahe an Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Ölberg, sandte Jesus seiner Jünger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ihr Füllen bei ihr; löset sie auf und führet sie zu mir! Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer; sobald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: „Saget der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin.“ Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! Und als er zu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und sprach: Wer ist der? Das Volk aber sprach: Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus Galiläa.
Es wird Palmsonntag genannt, weil das Volk Zweige von Bäumen abhieben, mit dem Laubhüttenfest hat es doch eigentlich nichts zu tun.

Der König Salomo war schon auf diese Art zu seiner Krönung geritten:
[1. Kön 1,32-35] Und der König David sprach: Rufet mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und da sie hineinkamen vor den König, sprach der König zu ihnen: Nehmet mit euch eures Herrn Knechte und setzet meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führet ihn hinab gen Gihon. Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn daselbst zum König über Israel. Und blaset mit den Posaunen und sprecht: Glück dem König Salomo! Und ziehet ihm nach herauf, und er soll kommen und sitzen auf meinem Stuhl und König sein für mich; und ich will ihm gebieten, dass er Fürst sei über Israel und Juda.
Das war damals so üblich, daß Könige in Israel auf Eseln und Maultieren in die Stadt einritten, wenn sie als gerechte und demütige Herrscher kamen und nicht als Eroberer. Google KI

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Re: Der Sohn Gottes

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 16:41 Bei dem Einritt Jesu in Jeruslaem, ging es auch um eine Prophetie die im Propheten Sacharja steht.
Und da geht es dann weiter:
Sach 9,10 Und er wird die Kriegswagen aus Ephraim ausrotten und die Rosse von Jerusalem; und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden; und er wird den Völkern Frieden gebieten; und seine Herrschaft wird reichen von einem Meer zum anderen und vom Strom bis an die Enden der Erde.
Und nichts davon hat Jesus getan….. also man pflückt wieder etwas aus dem Kontext. Um etwas „beweisen“ zu wollen, was ein klein bisschen anders steht. Also alles noch offen.

Zippo hat geschrieben: Di 31. Mär 2026, 16:41 Das war damals so üblich, daß Könige in Israel auf Eseln und Maultieren in die Stadt einritten, wenn sie als gerechte und demütige Herrscher kamen und nicht als Eroberer.
Nicht nur Könige, auch fromme Pilger.

Also grundsätzlich sagt die Passage über den Einzug Jesu in Jerusalem wenig aus, da die Bezüge zu den Kontexten in der Tenach fehl.
Kaum wird eine Lüge entlarvt, hat sie schon mehrere Kinder geboren, weil sie sehr fruchtbar ist.
Da hat es die Wahrheit schwerer. Es gibt sie nur einmal. Wie soll sie sich vermehren?
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