Zippo hat geschrieben: ↑Mi 1. Apr 2026, 12:58
Nehmen wir mal den ganzen Zusammenhang aus der ElbÜ:
Das hast du vorgenommen, aber nicht mehr auf meinen Einwand geantwortet. Da du darauf nicht geantwortet hast, warum auch immer, werde ich das vornehmen. An sich beginnt die ÜS-Problematik bereits mit Vers 4 und zieht sich dann wie ein roter Faden bis hin zum Vers 14.
Joh 1,4 hat geschrieben: In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
Es beginnt mit "in ihm". Auch hier die Frage nach dem Bezug. Worauf bezieht sich "in ihm"? Dazu nun auch die ersten Verse, denn darauf muss sich das "in ihm" ja beziehen:
Joh 1,1-3 hat geschrieben:
1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
2 Dieses war im Anfang bei Gott.
3 Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eins, das geworden ist.
Dazu bietet sich im Grunde nur Vers 1 an, denn Vers 3 enthält kein Nomen und Vers 2 ist eine Wiederholung des Verses 1. Ich denke, dass die meisten sagen würden, dass es um "das Wort" geht. "Gott" ginge auch, aber der Bezug zum Wort bildetet den Kern dieser Rede. Und jetzt vergesse man einmal jede theologische Assoziation, sondern was genau der Text aussagt.
Also in ihm, dem Wort war das Leben. Für ein gutes Deutsch halte ich das zwar nicht, aber sprachlich möglich. Danach kommt der Einschub bzgl. des Lichts, worauf auch der Prophet Johannes hinweist. Danach Vers 10:
Joh 1,10 hat geschrieben: Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht.
Diese Aussage bezieht sich wieder auf den Anfang, denn es gibt hier keinen erkennbaren Bezug zum Einschub über Johannes. Wenn wir weiter nur die Möglichkeiten zwischen "Wort" und "Gott" haben, wäre der Bezug zum "Wort" falsch, denn im Deutschen ist "das Wort" sächlichen Geschlechts, sodass man dafür keine männlichen Pronomen einsetzt.
Wird der Sachverhalt nun etwas klarer oder nicht?