Leid ist nach meiner theologischen Auffassung immer die Folge eines Fehlverhaltens. Wer Gutes tut kann kein Leid verursachen, das ist ausgeschlossen. Woran deine Denkweise m.E. scheitert ist, dass dir nicht alle Gründe bekannt sind. Also auch wenn der andere der Verursacher ist, so ist genau er der Grund, warum du leidest. In dem Fall kennst du den Grund ja, weil ein anderer Böses bewirken will.
Und dennoch kann keiner die Rechnung ohne den Wirten machen. Man kann nicht beliebig böse sein. Es muss Gott sowohl das Böse als auch das damit verbundene Leid zulassen. Der eigentliche Leidzufüger ist nämlich Gottes selbst und nicht der Böse oder der Satan. Das klingt vielleicht sonderbar, aber so ist es, wie auch nur Gott Segen bzw. Fluch über dich kommen lassen kann, er allein. Das ist eine Sache der Allmacht, die nur er allein hat.
Der böse Mensch bzw. der Satan missbraucht hier nur eine ihm zugeteilte Macht, indem er dich verführt --> der Teufel als Vater, oder jemand seine Begierden tun nöchte --> ein Kind des Teufels. Der Beleg dazu ist Johannes 8:44.
Hingegen steuert Gott den Schmerz, er allein hat dazu auch die Kontrolle. Auch das muss man wissen, Ein Folterknecht schlägt dich, aber Gott ist es, der dich den Schmerz fühlen lässt. In der Hinsicht dürfen Gottes Kinder sorglos sein und Jesus bescheingt uns das auch:
Man nennt diese Macht auch delegiert. So es Gott zulässt, kann dir also ein Folterknecht Finger abhacken und es passiert rein gar nichts. Gott kann sie dir im nächsten Moment wieder wachsen lassen. Er hat diese Allmacht, der Mensch nur nach Maß und das in beider HInsicht, sei es zum Gebrauch als auch zum Missbrauch.Lk 10,19 hat geschrieben: Siehe, ich gebe euch die Gewalt, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und Gewalt über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie schaden.
Es steht einzig und allein in Gottes Allmacht, welchen Schmerzen er dich aussetzt bzw. dass er sie dir nimmt. Und ich ginge davon aus, bist du vor ihm etwas schuldig, erlaubt er daher ein gewisses Maß an Schmerz dir zur Läuterung. Du bist dir nur dessen nicht bewusst, daher bete ich, so mir solches zustößt, um Offenbarung meiner Schuld.
Das Beispiel der drei Helden unter Daniel zeigt wieder, wenn sie um Gottes Ehre zu verteidigen in einen brennenden Ofen geworfen wurden, wie Gott seine Allmacht zeigt, dass er die letzte Kontrolle innehat und nicht der König oder der Folterkencht. Er setzte in dem Fall erstens die Schmerzempfindung aus und auch die gesamte Wirkung der Feuers.
Der Teufel kann das also nicht erzwingen, diese Macht hat er nicht. Er ist aber ein Imitator und operiert Kraft der Verführung mit der Angst, d.h. er will deinen Unglauben.Dan 3,27 hat geschrieben: Und die Satrapen, die Befehlshaber und die Statthalter und die Räte des Königs versammelten sich; sie sahen diese Männer, dass das Feuer keine Macht über ihre Leiber gehabt hatte: Und das Haar ihres Hauptes war nicht versengt, und ihre Mäntel waren nicht verändert, und der Geruch des Feuers war nicht an sie gekommen.
Aus dem Grund halte ich die Hiob-Erzählung (die des Buches aus Kap. 1 und 2) für absurd und nicht einmal möglich, weil darin die Wesen Gott und Satan falsch dargestellt werden. Sie sind einfach anders. Ich kenne auch keinen, dem es wirklich mehr hefen könnte als das lebendige Wort Jesu, wie ich es z.B. oben zitiert habe. Glaube es und vertraue dem, der es sagt.