Kann Gott schuldig sein? Kann Er gegen sich selbst handeln?
Schuld lädt der Mensch auf sich, da er lieber eigene, seiner Weisheiten Lehre folgt.
Kann Gott schuldig sein? Kann Er gegen sich selbst handeln?
Da klagt Hiob, ob Gott ihn wegen einer für ihn nicht erkennbaren Sünde / Schuld aus seiner Jugend erst lange Zeit ahndet. Solches wäre für ihn total unverständlich, da es dann keinen direkten Zusammenhang gibt.
Nein, absolut nicht.
Da wird uns ja kein Mensch dahingestellt, der völlig sündlos ist. Gott macht Satan auf Hiob aufmerksam und sagt, daß er vollkommen, rechtschaffen, gottesfürchtig ist und das Böse meidet.
[Hiob 1,1] Es war ein Mann im Land Uz, sein Name war Hiob; und dieser Mann war vollkommen und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend.
....
[Hiob 1,6-8] Und es geschah eines Tages, da kamen die Söhne Gottes, um sich vor den HERRN zu stellen; und auch der Satan kam in ihrer Mitte. Und der HERR sprach zum Satan: Wo kommst du her? Und der Satan antwortete dem HERRN und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln auf ihr. Und der HERR sprach zum Satan: Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn seinesgleichen ist kein Mann auf der Erde, vollkommen und rechtschaffen, gottesfürchtig und das Böse meidend.
Es steht aber nicht da und von Hiob wird lediglich gesagt, daß er sich schuldlos fühlt. Und im Anbetracht seiner Umstände, die ihm nicht, aber dem Leser bekannt sind, muß man ihm doch wohl auch recht geben. Seine Notlage war auch keine Züchtigung, sondern eine Prüfung.Helmuth
Das gesamte Opfer Jesu wäre in Frage gestellt, da es dann doch möglich wäre schuldlos zu leben und man keinen Erlöser bräuchte. Soweit gingen selbst die Hellenisten nicht.
Es ist doch egal, ob Hiob in irgendeinem Buch der Bibel nicht genannt wird. Es gab einen Uz, der wird als Sohn Arams genannt 1 Mo 10,23, Uz, war auch ein Sohn des Nahor, dem Bruder Abrahams, in den Chroniken wird er unter den Nachfahren der Kinder Sems geführt, 1 Chr 1,17Helmuth
Es besteht dazu aber kein historischer Kontext, sondern nur ein geistlicher. In der Chronik taucht der Name Hiob überhaupt nicht auf, sondern nur das Land Uz, wo er gelebt haben soll und das wäre auch außerhalb der Heilslinine. Außerhalb dieser schreibt auch kein Mensch in der Schrift Heilsgeschichte.
Das Land Uz könnte nach Angabe der google KI in Edom gewesen sein. Die Geschichte spielt möglicherweise in der Zeit der Patriarchen, wo Sippenoberhäupter über Großfamilien geherrscht haben, ähnlich, wie wir es z. Bsp. von Abraham lesen können.[1. Chr 1,42-43] Die Söhne Ezers: Bilhan und Saawan und Jaakan. Die Söhne Dischans: Uz und Aran.
Und dies sind die Könige, die im Land Edom regiert haben, ehe ein König über die Kinder Israel regierte
[Hes 14,13-14] Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt, indem es Treulosigkeit begeht, und ich meine Hand gegen dasselbe ausstrecke und ihm den Stab des Brotes zerbreche und Hunger hinein sende und Menschen und Vieh darin ausrotte, und diese drei Männer wären in demselben: Noah, Daniel und Hiob – sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele erretten, spricht der Herr, HERR.
Es kommt eben darauf an, in welchem Licht man steht. Im Dämmerlicht dieser Welt, betrachten sich viele Menschen noch als ganz passabel, obwohl Gott längst nicht mehr mit ihnen einverstanden ist. Sie sind ja auch vorwiegend von dämonischen Geistern beherrscht und bewegen sich im Reich Satans. Apg 26,18HelmuthJa, diese Lehre könnte man daraus ziehen, dass jeder Mensch sich eingsteht ein Sünder zu sein und sich vor Gott niemand rechtfertigen kann.
Warum ist Gott zornig über die Freunde Hiobs, die ihn bei allem Leid noch mit Vorwürfen eingedeckt haben ? Die Antwort ist leichter, denn sie haben ihn manchmal ganz ordentlich runtergeputzt und hatten eben nicht recht.[Hiob 42,3-7] „Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Unverstand?“ Darum bekenne ich, dass ich habe unweise geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. „So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!“ Ich hatte von dir mit den Ohren gehört; aber nun hat mein Auge dich gesehen. Darum spreche ich mich schuldig und tue Buße in Staub und Asche.
Da nun der HERR diese Worte mit Hiob diese geredet hatte, sprach er zu Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmt über dich und über deine zwei Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
Das sehe ich auch so. Manchmal kann man gar nicht verstehen, warum etwas passiert. Bei Hiob waren es Vorgänge zwischen Gott und dem Satan, von denen Hiob keine Kenntnis hatte. Aber am Ende geschieht nichts ohne Gottes Zustimmung.
Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir hilft ebenfalls, mir bewusst zu machen, dass Gott mich genau in dieser Situation haben will. Und: Ich kann es jetzt lassen oder ich kann ein Beispiel werden für die Menschen und Engel, die möglicherweise auch beobachten und den Satan beeindrucken.Larson hat geschrieben: ↑So 12. Apr 2026, 08:38 Selber finde ich dies sehr tröstlich, denn es gibt ja im Leben Situationen, wo man nicht mehr zurechtkommt, alles in Frage stelle, bezweifelt und sich sozusagen nur an einem „Strohhalm“ festhält, welches sich aber dann stärker als beste Kette sich erweist, des Vertrauen in den Ewigen.
Leid ist sehr oft die Folge von Fehlverhalten, das ist schon richtig. Und da muß man natürlich auch das Fehlverhalten anderer Menschen mit einrechnen.Helmuth hat geschrieben: ↑So 12. Apr 2026, 10:55Leid ist nach meiner theologischen Auffassung immer die Folge eines Fehlverhaltens. Wer Gutes tut kann kein Leid verursachen, das ist ausgeschlossen. Woran deine Denkweise m.E. scheitert ist, dass dir nicht alle Gründe bekannt sind. Also auch wenn der andere der Verursacher ist, so ist genau er der Grund, warum du leidest. In dem Fall kennst du den Grund ja, weil ein anderer Böses bewirken will.
Und dennoch kann keiner die Rechnung ohne den Wirten machen. Man kann nicht beliebig böse sein. Es muss Gott sowohl das Böse als auch das damit verbundene Leid zulassen. Der eigentliche Leidzufüger ist nämlich Gottes selbst und nicht der Böse oder der Satan. Das klingt vielleicht sonderbar, aber so ist es, wie auch nur Gott Segen bzw. Fluch über dich kommen lassen kann, er allein. Das ist eine Sache der Allmacht, die nur er allein hat.
Die Welt ist Mächten unterworfen, die sich in zwei Lager teilen. Off 12,1-17 Die Einen folgen Satan und der greift Menschen an, insbesondere diejenigen, die Gott gefallenen. Gott dagegen schützt und bewahrt mit den Mächten und Gewalten, die ihm treu sind. So konnte der Satan bei Hiob nicht alles machen.Hiob 1,12
Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan aus von dem HERRN.
2,6
Der HERR sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand; doch schone seines Lebens!
Gruß Thomas[Jes 46,9-10] Gedenket des Vorigen von alters her; denn ich bin Gott, und keiner mehr, ein Gott, desgleichen nirgend ist, der ich verkündige zuvor, was hernach kommen soll, und vorlängst, ehe denn es geschieht, und sage: Mein Anschlag besteht, und ich tue alles, was mir gefällt.
Das sehen wir gleich, daran scheitert es auch nicht. Mein Einwand gilt auch nicht den Anklägern, sondern dass man nicht sagen könnte, man erfahre Leid zu Unrecht. Den sog. juristischen Beleg für eine derartige Entlastung findet man so nicht. Man findet aber Gottes Schutz für Gerechte.Otto hat geschrieben: ↑Mo 13. Apr 2026, 13:07 Dass ein Mensch vor Gott als "gerecht" gelten kann, ohne sündlos zu sein, sehen wir perfekt am Beispiel Abraham. Gott nennt ihn seinen "Freund" und "gerecht", obwohl Abraham nachweislich gelogen und gezweifelt hat. Brauchte Abraham Jesus als Erlöser? Ja, absolut! Nicht weil er ein "schlechter Mensch" war, sondern weil er ein Mensch ist.
2. Kor 6,14 hat geschrieben: Seid nicht in einem ungleichen Joch mit Ungläubigen. Denn welche Genossenschaft haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis?
Deine Behauptung widerspricht dem biblischen Befund. Die Schrift führt Hiob an zwei Stellen explizit als historische Person in einer Liste mit anderen realen Gestalten auf. Es gibt kein einziges Wort in der Bibel, das besagt, Hiob sei fiktiv. Die Überzeugung, dass Hiob real war, stützt sich also auf biblische Zeugen; die Behauptung, er sei fiktiv, ist eine rein menschliche Interpretation ohne Schriftbeleg. Hier sind die zwei Zeugen:Helmuth hat geschrieben:Was immer du denkst, du widersprichst m.E. den Worten Gottes bzw. seiner Propheten und stützt dich auf die Krücke des Buchs Hiob, den Gott nicht zum Propheten gesetzt hat, ja wie auch, wenn die Figur fiktiv ist! Für mich steht das Buch damit auch im Widerspruch zu den soeben zitierten Worten
Hier stellt Gott Hiob auf eine Stufe mit Noah und Daniel. Wenn Hiob fiktiv wäre, würde der Vergleich mit den historischen Figuren Noah und Daniel seine Kraft verlieren.Hes 14,13-14 hat geschrieben:Und das Wort Jehovas geschah zu mir also: 13 Menschensohn, wenn ein Land gegen mich sündigt, indem es Treulosigkeit begeht, und ich meine Hand wider dasselbe ausstrecke, und ihm den Stab des Brotes zerbreche und Hunger darein sende, und Menschen und Vieh darin ausrotte,(Hesekiel 5.16) 14 und diese drei Männer wären in demselben: Noah, Daniel und Hiob - sie würden durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele erretten, spricht der Herr, Jehova
Jakobus verweist nicht nur auf Hiob als Person, sondern bestätigt ausdrücklich die Historizität des gesamten Buchverlaufs. Er spricht vom „Ende“ und der konkreten „Belohnung“, die Gott Hiob geschenkt hat. Ein fiktives Ende einer erfundenen Figur könnte niemals als realer Beweis für das tatsächliche „Mitgefühl und Erbarmen“ Gottes dienen, das Jakobus hier seinen Lesern als Trost zuspricht.Jak 5,11 hat geschrieben:11 Ihr wisst ja, dass wir die glücklich preisen, die durchhalten. Von der Standhaftigkeit Hiobs habt ihr gehört und gesehen, wie der Herr ihn am Ende belohnt hat. Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen
Er kann aber Kräfte in die Welt entlassen, die gegen ihn und seine Vorhaben arbeiten. Im AT findet sich das in Dan 10,13, da kämpft der HERR mit seinen Engeln gegen Engelfürsten von Persien.
Es gibt auch viel Verführung in der Welt, denn die Geister Satans gehen nicht nur mit Gewalt vor, sie verstellen sich auch als Engel des Lichts, um mit falscher Lehre zu verblenden und wenn möglich gegeneinander aufzuhetzen. Denn jede der Parteien beansprucht für sich, recht zu haben.[Off 12,7-12] Und es erhob sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen; und der Drache stritt und seine Engel, und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Himmel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführt, und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklagte Tag und Nacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis an den Tod.
Darum freuet euch, ihr Himmel und die darin wohnen! Weh denen, die auf Erden wohnen und auf dem Meer! denn der Teufel kommt zu euch hinab und hat einen großen Zorn und weiß, dass er wenig Zeit hat.
Schuld entsteht, wenn man Gott nicht gehorcht.Larson
Schuld lädt der Mensch auf sich, da er lieber eigene, seiner Weisheiten Lehre folgt.
Ich denke auch nicht, dass Hiob eine fiktive Person war. Es steckt schon eine alte „Geschichte“ dahinter (aufgrund der Namen, Orte, der Gottesbegriffe wohl in der Zeit Abrahams bis Mose), auch wenn das Buch literarisch aufge- bearbeitet wurde. Denn es ist sehr prosaisch, poetisch, die Schilderungen, die langen „Monologe“ welche da Hiob unter grössten Qualen darlegte.
Warum sollte er das?
Wer sprach da wirklich zu Daniel? Gott oder ein Bote Gottes? Da steht auch nichts von einem „Engelfürsten Persiens“. Da legst du deine Interpretation darüber.Dan 10,13 Aber der Fürst des Königreichs Persien stand mir 21 Tage entgegen; und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen, und ich trug dort den Sieg davon bei den Königen von Persien.
NT ist für mich nicht relevant, da es zu viele Ungereimtheiten gibt, da kann ich auch sonstige Apokryphen lesen.
Sie oben, die Ungereimtheiten im NT, welche verblenden…
Nein, HaSatan prüfte nichts.