Bitte verbal abrüsten.
Aus dem Kommentar zum NT von William MacDonald zu
Mt. 7, 1-2:
Dieses Gebot, nicht zu richten, beinhaltet die folgenden Bereiche: Wir sollten nicht über die Motivation anderer richten, denn nur Gott kennt sie; wir sollten nicht nach dem Äußeren richten
(Joh 7,24; Jak 2,1-4);
...
Quelle
Israel und Gaza/ den Libanon betreffend haben wir bestenfalls Informationen aus zweiter Hand; möglicherweise sind die durch noch mehr Kanäle gelaufen und wurden zweckdienlich "aufbereitet".
Die Meinung Gottes dazu kennen wir
auch nicht.
Der Kommentar geht noch weiter:
Manchmal werden diese Worte von Menschen missverstanden, die aus ihnen herauslesen, dass alle Formen des Richtens verkehrt seien. Ganz gleich, was geschieht, sie sagen in ihrer Frömmigkeit: »Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!«
Aber Jesus lehrt nicht, dass wir nicht mehr unterscheiden sollen. Er wollte nie, dass wir unsere Fähigkeit, Dinge kritisch zu durchdenken und zu unterscheiden, aufgeben sollten. Das NT kennt viele Fälle von gerechtfertigtem Gericht über den Zustand, das Verhalten oder die Lehre anderer.
Außerdem
gibt es verschiedene Gebiete, auf denen dem Christ sogar geboten ist, eine Entscheidung zu treffen, zwischen Gut und
Böse oder zwischen dem Guten und dem Besten zu unterscheiden. Dazu gehören:
...
Quelle
Seite 56 und 57.
Bezüglich der Entscheidungen der Regierungen des Iran, Gaza, Libanon und Israel ist es uns
nicht geboten, eine Entscheidung zu treffen. Das Management der Konflikte liegt nicht in
unserem Verantwortungsbereich. Allenfalls sollten wir uns geistlich positionieren und auch etwas dafür tun. Aber wir müssen uns nicht von den Fürsten der Welt und deren Haltungsjournalisten in eine Position drängen lassen, die wir vor Gott gar nicht verantworten können-- wie war das noch einmal mit dem fremden Joch?
Gehen Menschen, die dem Gott der Bibel ungehorsam sind oder/und danach trachten, Israel auszulöschen, unter dem Joch Jesu?
Nein!
Die Gottlosigkeit betrifft wahrscheinlich auch Bürger von Israel, auch Soldaten... aber bei Weitem nicht
alle.
Das hier würde ich definitiv ERNST nehmen, gerade zu der oben genannten Thematik-- welcher denkende Mensch geht denn allen Ernstes das Risiko ein, aufgrund geframter oder vielleicht sogar konstruierter Berichterstattung Schuld auf sich zu laden?
7,2
Jesus warnte, dass ungerechtes Gericht auf gleiche Weise zurückgezahlt würde: »Denn mit welchem Gericht ihr
richtet, werdet ihr gerichtet werden.«
Dieses Prinzip, demzufolge man erntet, was man sät, findet sich in allen menschlichen Angelegenheiten und im ganzen Leben
wieder.
Quelle
Dass Juden in Deutschland wieder Angst haben müssen; dass jüdische Kinder in den Schulen drangsaliert und gemobbt werden und ihre Familien teilweise darüber nachdenken, das Land zu verlassen, sollte uns viel
mehr bekümmern. Denn politische Entscheidungen, die daran etwas ändern könnten, liegen durchaus auch in
unserem Verantwortungsbereich.
LG