Helmuth hat geschrieben: ↑Fr 15. Mai 2026, 06:10
Zippo hat geschrieben: ↑Do 14. Mai 2026, 09:47
Die Liebe ist des Gesetzes Erfüllung, heißt es an mehreren Stellen im NT. Rö 13,10
Hast du damit nicht die Generalantwort auf deine Themenanfrage? Es ist nun mal die Liebe das Um und Auf. Um sie dreht sich alles in der Beziehung mit Gott. Wie man das auslassen könnte, um eine rein theologische Abhandlung abzufassen, wäre mir schleierhaft. Sicher sollen wir auch in der Erkenntnis wachsen und brauchen dazu auch Theologie, aber was ist alle Erkenntnis ohne die Liebe? Dazu schreibt Paulus:
1. Korinther 13:2 hat geschrieben: Und wenn ich Weissagung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so dass ich Berge versetze, aber nicht Liebe habe, so bin ich nichts.
Es heißt zwar, daß die Liebe die Erfüllung des Gesetzes ist, aber das heißt doch bloß, daß die Liebe die Grundmotivation der Reden und Handlungen eines jeden Christen sein sollte.
Wer liebt, der tut dem anderen nichts Böses, damit hat man den Sinn vieler Gebote verstanden. Die Liebe möchte Gott und dem Nächsten Freude machen und Gutes tun. Sogar den Feind sollen wir lieben, sagt der Herr Jesus in der Bergpredigt. Das ist ja auch alles gut und richtig und der Heilige Geist wird dabei helfen, aber unsere Bemühungen, und mögen sie noch so großartig sein, können doch nicht ausreichen, um Gottes Gerechtigkeit zu befriedigen.
Es ging mir auch gar nicht so sehr darum, wie wir mit Liebe Gottes Anspruch erfüllen können, sondern welche Liebe der Herr Jesus Christus für strauchelnde Menschen hat. Nicht wir, sondern er hat doch das Gesetz erfüllt, nicht nur in der Weise, daß er als Einziger so gelebt hat, wie es das Gesetz fordert, sondern vor allem, weil er diese Dinge, die Paulus als einen Schatten des Zukünftigen beschreibt, in die Tat umsetzt. Kol 2,17, Hebr 8,5
Hebr 10,1..
Denn da das Gesetz einen Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es nimmer mit denselben Schlachtopfern, die sie alljährlich ununterbrochen darbringen, die Hinzunahenden vollkommen machen.
Da wird auch klar, warum Israel eine Zeit der Knechtschaft in Ägypten hatte und warum der Herr Jesus als Lamm Gottes bezeichnet wird und ausgerechnet an einem Passahfest gekreuzigt wurde.
Du betonst immer, daß wir Menschen doch das Gesetz nicht erfüllen können und das stimmt ja auch, weil wir fehlbar und schwach sind. Der Christus mußte für die Verfehlungen der Menschen bestraft werden und sterben, um so die Gerechtigkeit Gottes zu befriedigen.
Mt 5,17
Ihr sollt nicht wähnen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.
Der Christus erfüllt alle die Gerechtigkeit Gottes, damit ein sündiger Mensch Frieden findet. Der heilige Gott und Richter aller Menschen kann keinem Menschen einfach Sünde vergeben, das will in ein menschliches Denken nicht so einfach hinein. Obwohl wir das ja aus unseren irdischen Gerichtssälen ja auch kennen. Da wird ja auch nicht einfach so vergeben.
Was wir am Kreuz sehen, das ist doch die einfache Wahrheit, daß Gott über unsere Fehltritte und Lieblosigkeiten nicht einfach hinwegsehen kann, ja, daß er sie bestrafen muß.
Wenn er jemand verschonen und ihm vergeben will, dann muß er die Strafe verlagern und er ist sogar bereit sich selber zu strafen. Nur so kann er Menschen aus der Anklage Satans befreien und ihnen einen Neuanfang geben.
[Off 12,10-11] Und ich hörte eine laute Stimme in dem Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte. Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!
Der Heilige Geist hilft auf diesem Lebensweg und führt in alle Wahrheit. Dazu gehört doch auch der tiefere Sinn der Handlungen und Rituale im Gesetz, die der Christus erst wahrhaftig erfüllt hat.
[Röm 8,1-4] Also ist jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes. Denn das dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, tat Gott, indem er, seinen eigenen Sohn in Gleichgestalt des Fleisches der Sünde und für die Sünde sendend, die Sünde im Fleisch verurteilte, damit das Recht des Gesetzes erfüllt würde in uns, die nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist wandeln.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.