Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Wir bitten darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
Benutzeravatar
Johncom
Beiträge: 8923
Registriert: Do 19. Aug 2021, 23:27

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Johncom »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 00:19 In diesem Fall und vielleicht auch in anderen Fällen, aber das heißt ja noch nicht, dass Dämonen nur daran erkennbar wären. Jesus und Johannes dem Täufer wurde auch vorgeworfen einen Dämon zu haben. Johannes, weil er nicht aß und nich trank und Jesus, weil sie meinten, er würde sich zum einzigen Gott erklären. Jesus weist dies zurück, indem er bekennt, seinen Vater zu ehren. Die Pharisäer hielten den Beelzeboul für den obersten Dämon. Daraus kann man sehr gut schließen, was damals darunter verstanden wurde.
Eine wichtige Perspektive. Wie dachte man damals, und wie denkt man heute. Die Bibel, x-fach übersetzt, kann nur "geistig", in der heutigen Situation verstanden werden. Dazu braucht es eigene geistige Reife. Wenn man alles wörtlich nimmt, steht man auf der Stufe der Damaligen, die dem damaligen Gesetz dem Buchstaben nach folgten. Käme Jesus zurück in der heutigen Zeit, wäre er genauso der Teufel, der Aufrührer, der Staatsfeind wie dazumal. Die Kirchen und die Medien würden ihn wahrscheinlich als Scharlatan oder Verführer darstellen, also "verteufeln". Die Zeiten ändern sich nicht. Damals ist wie heute.

Aber der Mensch ändert sich. Heute wird auch wissenschaftlich psychologisch geprüft. Man glaubt nicht mehr alles, man durchleuchtet. Wie hat man damals gedacht, was kann gemeint sein.
Benutzeravatar
ProfDrVonUndZu
Beiträge: 4697
Registriert: Do 11. Aug 2016, 08:16

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Johncom hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 01:46 Wenn man alles wörtlich nimmt, steht man auf der Stufe der Damaligen, die dem damaligen Gesetz dem Buchstaben nach folgten.
Da möchte ich die Damaligen etwas in Schutz nehmen. Ich meine nicht, dass sie das waren, was man schnell als Aberglauben abtut. Die Sprache über Dämonen und Götzen, wie sie im AT, aber auch in anderen antiken Texten benutzt wird, halte ich bereits für eine Reflexion von Erfahrungen mit höheren Mächten und eigenen Ohnmachten. Die Texte stellten diese Erfahrungen nicht her und waren nicht die Quelle von Volksglauben.

Man kann auch den Pharisäern nicht vorwerfen, dass sie an das Wirken von Dämonen glaubten, weil sie abergläubisch waren. Viel mehr bezeichnen sie bestimmte regelmäßige oder institutionalisierte Verhaltensweisen von Menschen als von Dämonen getrieben und damit dem Willen Gottes zuwider. Da geht es weniger darum, wer die Quelle davon ist, da geht es um Symptombeschreibung.

Jemand isst und trinkt nicht und zwar aus einer bestimmten Idee heraus, nicht weil er weder Hunger noch Durst hat, sondern irgendwelche Regeln und Konzepte damit verfolgt und sich für besser, beherrschter, einen Nasiräer oder sonst was hält. Sie meinten, bei Johannes eine Form der Selbsterhöhung zu erkennen. Solche Leute gab es sicher auch zu genüge, wie es sie auch heute gibt, aber von Johannes kannten sie ja den Hintergrund seiner Geburt nicht und wahrscheinlich auch nicht mal seine Herkunft.

Die Pharisäer gingen zunächst zu Johannes und wollten sich taufen lassen. Er aber wies sie ab und verlangte der Buße würdige Frucht. Das hat sie wohl gekränkt, dass sie dachten, Johannes hielt sich mit seiner Lebensweise für etwas Höheres. Wäre das so gewesen, hätten sie Recht mit ihrer Kritik und auch der Vorwurf, dass er einen Dämon hätte, wäre wahr gewesen.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19148
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen

Beitrag von Helmuth »

ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 00:19 In diesem Fall und vielleicht auch in anderen Fällen, aber das heißt ja noch nicht, dass Dämonen nur daran erkennbar wären.
Von einem „nur daran“ wäre die Anwesenheit von Dämonen erkennbar war auch keine Rede. Ich sagte dazu auch, dass uns der Fall keine weiteren Indizien liefert als wir schon haben. Wir sind noch nicht dort das aus dem derzeitigen Ermittlungsstand schon besprechen zu können.

In dem Fall gilt schlicht das Schriftzeugnis, dass der Mann einen Dämon hatte und dass Jesus diesen austrieb als Tatbestand für dessen Wahrheit. Dazu bezeugt auch das Lk-Ev das Ereignis, womit durch zwei Zeugen auch juristisch eine Rechtssicherheit besteht.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 00:19 Jesus und Johannes dem Täufer wurde auch vorgeworfen einen Dämon zu haben. Johannes, weil er nicht aß und nich trank und Jesus, weil sie meinten, er würde sich zum einzigen Gott erklären. Jesus weist dies zurück, indem er bekennt, seinen Vater zu ehren. Die Pharisäer hielten den Beelzeboul für den obersten Dämon. Daraus kann man sehr gut schließen, was damals darunter verstanden wurde.
Dies bildet absolut keinen Grund einen anderweitigen Tatsachenbestand zu widerlegen. Das Motiv dieser Anschuldigung ist auch zu offensichtlich, um damit Jesu Sendung an Gottes Statt zu verlästern.

Wir sind hier noch nicht bei der Beurteilung woran Besessenheit erkannt werden kann bzw. ob keine vorliegt. Es sollten noch weitere Fälle beleuchtet werden um noch mehr Material diesbezüglich zu sammeln.

Ich leite das Thema schon. Man möge mir auch etwas zutrauen, dass ich das schon noch angehen werde. Was ich weniger schätze ist dies:
Lukas 11:23 hat geschrieben: Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
oTp und Aslan sammeln mit mir, ich hoffe andere auch noch. Johncom und du zerstreuen. Das bremst den Fortschritt. Ich will euch aber noch nicht ignorieren, überlege aber es tun, wenn ihr weiter gegen biblische Tatsachen redet. Im Bibelforum gelten diesbezüglich andere Maßstäbe.
Zuletzt geändert von Helmuth am Do 21. Mai 2026, 06:37, insgesamt 2-mal geändert.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
Beiträge: 12626
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Helmuth,
von unserem Standpunkt aus phantasieren ProfDrVonUndZu und Johncom nur munter weiter ohne Ende.
Ob die meinen , wir verheddern uns in ihren argumentatorischen Sackgassen ?

Es reicht wirklich, was sie über Dämonen philosophieren und phantasieren.

Und sie meinen noch, im Sinne der menschlichen Vernunft zu denken, obwohl sie nichts begreifen, was alles durch Erlebnisse verifiziert werden kann.

Genau hier setzt Kurt E. Koch an und benutzt reichlich Erfahrungstatsachen. Trotzdem wurde er sicher attackiert von Menschen, denen es nicht passte, was er logisch nachgewiesen hat.

Wir sind bei dem Beispiel des stummen Besessenen ?

Da fehlen tatsächlich alle Verdachtsmomente, dass dessen Stummheit dämonisch verursacht wurde. Da können die Schlauen dann dazu sagen: Seht ihr, man hatte damals keine Ahnung und schrieb die Stummheit einer Besessenheit zu.
Zuletzt geändert von oTp am Do 21. Mai 2026, 07:07, insgesamt 3-mal geändert.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19148
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 06:30 Wir sind bei dem Beispiel des stummen Besessenen ?
Ja, und was wäre dazu deine Stellungnahme? Oder darf ich davon ausgehen, dass du mir zustimmst, wenn du keinen Einwand vorbringst? Dann könnten wir zum nächsten Fall voranschreiten.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
Beiträge: 12626
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Ja, und ich habe weiter oben ergänzt.

Zwischendurch:
Anselm Grün versteht Besessenheit nicht als übernatürliches Phänomen, sondern deutet den Begriff psychologisch und spirituell als Verlust der inneren Freiheit. Der bekannte Benediktinermönch unterscheidet dabei zwischen verschiedenen modernen Formen der Besessenheit
Und das glaubt und verbreitet diese "christliche Leitfigur". Obwohl Pater Amorth den Katholiken wieder auf die Sprünge geholfen hat. An solchem geistigen Junkfood fehlt es dem Dämonen-Ignorierern eben keineswegs.
Zuletzt geändert von oTp am Do 21. Mai 2026, 07:15, insgesamt 1-mal geändert.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19148
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 06:45 Ja, und ich habe weiter oben ergänzt.
Freut mich. Ich stelle fest, dass auch ich manchmal zu rasch vorpresche und dir dann Dinge vorwerfe, die ich zurücknehmen müsste. Seite an Seite zu gehen ist der bessere Weg. Knöpfen wir uns den Epileptiker vor:
Lukas 9:38-39 hat geschrieben: Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief laut und sprach: Lehrer, ich bitte dich, sieh meinen Sohn an, denn er ist mein einziger; und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er zerrt ihn unter Schäumen hin und her, und mit Mühe weicht er von ihm, wobei er ihn aufreibt.
Der Beschreibung nach klingt es nach einem epileptischen Anfall. Es fallen hier keine Worte, sondern abnormale körperliche Zustände begleiten das Verhalten des damit Befallenen.

Es wird aber davon ausgegangen, dass es sich um einen unreinen Geist handelt, weil Jesus dem nicht widersprach, sondern dem Geist auch befahl den Jungen zu verlassen und er tat es. Soweit der Bericht.

Wir sehen, dass auch hier keine Worte des Besessenen fallen, vermutlich weil er, wie wir das heute sagen würden, „medizinisch“ in der Situation dazu nicht in der Lage war. Er war ansonsten aber normal, wenn wir der Beschreibung seines Vaters folgen. In den Momenten der Besitzergreifung stand er aber auch mehrmals schon in akuter Lebensgefahr.

Sollte es sich tatsächlich um einen epileptischen Anfall gehandelt haben, wäre es ein Indiz wir sehr die heutige Schulmedizin in ihrer Diagnostik versagt. Dann hätten die Menschen ohne unsere Medizin in dem Fall eine höhere Erkenntnis gehabt, indem sie den Fall als dämonische Besitzergreifung diagnostiziert haben.

Doch wie auch immer man das zu deuten versucht, Jesus bezeugt durch seine Taten und Worte, dass ein Dämon am Werk war und hatte ihn auch ausgetrieben und den Knaben wieder gesund seinem Vater übergeben. Das bleibt ein Tatsachenbestand.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
Beiträge: 12626
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Einer unserer Ältesten war der Meinung, Epilepsie kann grundsätzlich dämonisch verursacht werden. Normalerweise verursacht das eine Gehirnverletzung. Deshalb halte ich auch hier den Nachweis für schwierig.

Hätte die Bibel in diesem Fall von Reaktionen des Jungen berichtet, als Jesus dem Dämon befahl, auszufahren, hätten wir einen Beweis. Weil Dämonen sich oft wehren oder jammern.
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Benutzeravatar
Helmuth
Beiträge: 19148
Registriert: So 5. Jun 2016, 12:51
Wohnort: Wien

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: Do 21. Mai 2026, 07:19 Hätte die Bibel in diesem Fall von Reaktionen des Jungen berichtet, als Jesus dem Dämon befahl, auszufahren, hätten wir einen Beweis. Weil Dämonen sich oft wehren oder jammern.
Aber das war ja auch der Fall:
Markus 9:25-27 hat geschrieben: Als aber Jesus sah, dass eine Volksmenge zusammenlief, gebot er dem unreinen Geist ernstlich, indem er zu ihm sprach: „Du stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: Fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn.“ Und schreiend und ihn sehr hin und her zerrend, fuhr er aus; und er wurde wie tot, so dass die meisten sagten: Er ist gestorben. Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stand auf.
Wir erfahren nicht wie lange ihn der Dämon noch hin- und hergezeigt hatte, aber er hatte sich damit ja vehement gewehrt ehe er ausgefahren ist. Aber die Frage: Welche Art Beweis ist das nun für dich? Epilepsie ist dämonisch?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
oTp
Beiträge: 12626
Registriert: Mo 24. Mai 2021, 10:33

Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Stimmt, diese Bibelstelle hatte ich also nicht mehr detailliert im Gedächtnis. Damit ist es doch ein deutliches Beispiel.
Gibt es irgendwo eine kurze Zusammenstellung der biblischen Besessenheitsfälle ?
Mir fällt gerade auf, dass Jesus recht häufig Leute von bösen Geistern befreite. Es muß also sich sehr rumgesprochen haben.

Die bequeme KI sagt:
Die Bibel nennt keine genaue Gesamtzahl, berichtet aber von etwa 12 konkreten Einzelfällen, in denen Jesus Menschen von Dämonen befreit. Darüber hinaus erwähnen die Evangelien mehrfach pauschal, dass er „viele“ Besessene heilte und Dämonen austrieb.
Zu den bekanntesten und wichtigsten Heilungen zählen:

Der Besessene von Gerasa: Jesus befreit einen gefährlichen Mann, der in Grabhöhlen hauste, von einer Vielzahl an Dämonen (die daraufhin in eine Schweineherde fuhren).
Der stumme Besessene: Jesus treibt einen Dämon aus einem stummen Mann aus, woraufhin dieser wieder sprechen kann.
Der besessene Knabe: Jesus heilt einen Jungen von einem Geist, der ihn oft ins Feuer oder ins Wasser stürzte.
Maria Magdalena: Von ihr trieb Jesus laut dem Lukasevangelium sieben Dämonen aus.

Neben diesen Einzelfällen war die Dämonenaustreibung ein zentraler Teil seines Wirkens, der in den Evangelien oft als Zeichen für das Kommen des Reiches Gottes gedeutet wird. Die Berichte lassen sich im Bibelserver nachlesen.
https://www.youtube.com/watch?v=X_Pcr8025HM
Dämonen – ein Thema, das uns alle betrifft? | Jens Koslowski
Du darfst nicht alles glauben, was du denkst
Antworten