ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Kommt drauf an, was du mit christlicher Theologie meinst. Die der RKK, die der Protestanten, Evangelikalen oder die der historisch kritischen Bibelwissenschaft ?
Oh, das beginnt schon im NT.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Unterscheidest du hier zwischen den Zitaten von Jesus und den eigenen Aussagen der Evangelisten ?
Ja, da sollte man schon unterscheiden.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Klar wollte Jesus keine neue Lehre auf die Beine stellen und auch keine neue Religion gründen. Er wollte aber auch nicht zur Buchstabenreligion der Pharisäer und Schriftgelehrten bekehren und schon gar nicht ein rabbinisch, talmudisches oder zionistisches Judentum antizipieren.
Somit wäre das Christentum ausserhalb seiner Lehre. Somit ist der Glaubensinhalt der christlichen Lehre nicht die Lehre Jesu.
Jesus lehrte aber „Buchstabengetreu“, den tiefen Sinn dieser Buchstaben (wenn man die Berglehre mal in Betracht zieht, ansonsten „lehrte“ Jesu indirekt in Gleichnissen)
Wie auch die Pharisäer nicht „Buchstabengetreu“ lehrten, sondern jeweils der Situation, in dessen Sinn, im Gegensatz den Sadduzäern.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Dass sie die Schrift anders verstanden als die Pharisäer und Schriftgelehrten, ist offensichtlich.
Ich würde das etwas konkretisieren, dass sie, die Apostel, die Schrift nicht nach ihrem ursprünglichen Sinn verstanden und weiter gaben, sondern sie zum eigenen Zweck gebrauchten, um eine Lehre zu untermauern, welche Jesus nicht lehrte.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Mit dieser Brille ist der Jesus des Paulus älter als die Evangelien
Sicher, die Schriften des Paulus sind / gehören zu den ältesten, aber nein, der Jesus des Paulus ist des Paulus Vision, nicht der historische Jesus.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Vielleicht meintest du das damit, dass die Autoren der Evangelien von späteren Lehren beeinflusst waren.
Die wurden von Paulus beeinflusst…. Und das JoEv dann noch mehr von der werdenden „Kirche“.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
1. Kyros war auch ein Menschensohn.
Genau, Menschen, also ist der Begriff „Menschensohn“ nichts mystisches, wie es vorher in einigen Beiträgen gerne dargestellt worden ist.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
2. Jesus ist auferstanden. Es war sein Weg, getötet zu werden. Er hätte versagt, wäre das nicht passiert. Petrus hatte es nicht verstanden und wollte ihn vor dem Tod bewahren. (Matthäus 16,21-23)
Sagte ich doch schon früher mal, er selber sah sich in diesem seinem Weg…
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Da nicht, aber in Daniel 9. Jesus hat oft genug darauf verwiesen, dass er nicht aus seinem Eigenen handelt.
Nun, jeder Gott-Gläubige Mensch sollte doch nicht aus seinem Eigenen handeln, denn wenn Gott „Herr“ ist, sollten wir ja nach seinem Willen walten.
Duz meintest wohl Daniel 10,16? Oder Dan 8,16, wo Daniel als Ben-Adam bezeichnet wird (dann kommt es noch ein paarmal im Plural vor)?
Vers 16 … einer, den Menschenkindern gleich… Plural, und Daniel spricht in mit dem menschlichen Adoni אֲדֹנִ֗י (ʽădonij) an, später Vers 18, dann ein anderer, der wie ein Mensch אָדָ֖ם (ʽādām) aussieht. Engelsgestalten in dem Menschen verständlicher Erscheinung.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Es ist Paulus der sagt:
Römer 8,14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne Gottes.
Wie schon gesagt, der Gott-Gläubige Mensch, wird sich von Gott leiten lassen, da ja der Gottesgeist in jedem Menschen ist.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Paulus spricht nicht vom Geist Jesu.
2.Kor 5,18 und Röm 5,8-10:
Gott versöhnt sich mit uns nicht durch „Jesus“, das ist des Paulus Aussage, aus der Luft gegriffen, und widerspricht doch der Lehre der Tenach.
Und das ist nicht die Liebe Gottes, wenn da Jesus (später dann als Gott verehrt) für unsere Sünden stirbt, sondern schlichtweg eine menschliche Gesinnung, welche Gott vorschreiben will, wie, auf welche Art er versöhnlich sei. Und durch das Blut Jesu wird niemand gerechtfertigt, sondern allein nur durch Umkehr zum allein-einzigen Gott JHWH, und dazu braucht es kein Blut. Versöhnung geschieht nicht durch den Tod (eines anderen) sondern indem man JHWH als seinen Herrn und Elohim annimmt, und sein Leben nach seinem Willen gestaltet.
Ps 16,4 Viele werden der Schmerzen derer sein, die einem anderen nacheilen; ihre Trankopfer von Blut werde ich nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Er sagt, dass Christus den Zorn der Menschen besänftigt und so ihre Feindschaft gegenüber Gott gelöst wird.
Also so direkt sagt Paulus das nicht.
ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 22. Mai 2026, 00:36
Wenn Menschen sich vom Götzendienst bekehren und vom Hass auf Gott oder seiner Leugnung abkehren, dann sind sie gerettet und ihre Sünden werden vergeben.
Sag ich doch schon die ganze Zeit… und dazu braucht es keiner christlichen Theologie.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)