Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

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Larson
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Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von Larson »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Di 19. Mai 2026, 13:04 Sodass sich mir inzwischen der Verdacht aufdrängt, dass das Christentum aus einer riesigen Aneinanderreihung von Missverständnissen des jüdischen Glaubens resultiert.
Du sagst es.
Und nicht nur des jüdischen Glaubens, selbst allein schon der Worte, Sätze der Tenach, dem christlichen AT.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
(über das von Gott gegebenen "Zeichen" an Israel)
Sara Funkelstein
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Re: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von Sara Funkelstein »

1Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. 3Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
1. Mose 12, 1-3

Wie interpretiert ihr hier Gottes Wort?
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.

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Larson
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Re: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von Larson »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 22. Mai 2026, 16:50
1Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. 2Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. 3Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
1. Mose 12, 1-3

Wie interpretiert ihr hier Gottes Wort?
1.Mo 12, aus meinen Notizen

(V1) לֶךְ לְךָ֛ (lek l‘ka) „…gehe für dich…“. Weg aus:
1. (Vater-) Land, den bildenden Einflüssen,
2. Verwandtschaft, Geburtsort somit die bürgerliche Stellung,
3. Vaterhaus, der innigste und schützende Ort, wo man individuell erblühen kann. Ein Weggehen von allem, was einem binden will es ist nicht einfach eine Trennung, so von zu Hause weg, damit auch der Verwandtschaft und dadurch auch dem Vaterland. Es wird eine neue Blickrichtung gegeben, das Land, welches Gott zeigen wird.
לְךָ = „für dich / zu dir / dir“ (Dativ: „dir, für dich“) (ähnlich 1.Mo 22,2)

הָלַךְ (halak) verwandt mit חָלַ֜ק (chalaq) geteilt, teilen, nicht mehr in Verbindung stehen. Somit ein Lossagen, Trennen von einem Standpunkt: „..für sich gehen“. So auch gilt es für das Judentum, und auch für den Einzelnen, „geh mit Gott – allein“, auch wenn es nicht Zeitgemäss ist, inmitten von Babylon usw.
אַרְאֶֽךָּ (‚‘ar‘eka) zeigen, sehen. Es bedeutet nicht „anweisen“. Abraham bekam keinen Befehl, in welche Richtung er gehen sollte, somit einfach der Befehl, gehe fort… bis ich dir zeigen werde.

(V2) Was Abraham aufgeben soll, verlassen soll, wird ihm im reichen Masse wieder gegeben. Er gibt sozusagen seine Nationalität auf und wird für eine neue dazu bestimmt, nicht von etwas, was es schon gibt. וְאֶֽעֶשְׂךָ֙ (w’e’se‘ka) machen, Gott macht ihn zu einem grossen Volk und dazu braucht es eines gemeinsamen Bandes, der Gottesbund.

וֶהְיֵ֖ה בְּרָכָֽה (weH’jeh Brachah, werde du ein Segen (nicht du sollst..) imperativ, befehlend! Es beinhaltet den Gott wohlgefälligen Lebenswandel. Nicht um den Segen der Nationen zu gewinnen, denn jene wollen den Segen, Anerkennung. Israels Gösse als Volk (ein grosses Volk) wird somit vom Segen der Nationen abhängig gemacht (und dies wurde bis heute bekämpft).Wiederum wurde es den Nationen auch nicht zum Segen, wenn Israel anderen Göttern diente.

(V3) וּמְקַלֶּלְךָ֖ (iM’qalel’ka fluchen) קָלַל (calal) von קַל (qel) leicht machen, etwas wegnehmen, verringert.– אָרַר ( ‘arar) fluchen, verwerfen, ausdorren, also nicht bloss dem Materiellen, sondern der inneren Kräfte.
בְּרָכָֽה (b‘rachah) Segen, zur inneren und äusseren Entwicklung Kraft geben, beitragen.
Somit für die Nationen, nicht einfach nur huldigen oder nur den Besitz Israels fördern, sondern dessen Entwicklung auch im geistigen Bereich vorantreiben.
Ps 74,4 Als Deine Dränger haben sie da getobt im Innersten Deines Vereinigungsstiftes, haben ihre (eigenes) Zeichen als Zeichen aufgestellt
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SilverBullet
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Re: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von SilverBullet »

Sara Funkelstein hat geschrieben: Fr 22. Mai 2026, 16:50Wie interpretiert ihr hier Gottes Wort?
Hier soll wohl über Abraham eine "grosse Nachkommenschaft bzw. Anhängerschaft" gestartet werden.
Was die Disziplin "Segnen" sein und was sie bewirken soll, ist mir unklar, denn so dolle ist es im "Nahen Osten" nicht gelaufen (vielleicht habe ich aber auch etwas übersehen).

Nüchtern betrachtet schreibt sich hier wieder einmal ein Volk (abstammungstechnisch) zu den "best of the best" hinauf.
Naja, warten wir einfach noch "einwenig", bis das irgendwann bei irgendeinem Volk funktioniert – bisher war es jedenfalls nirgendwo beeindruckend.
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Larson
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Re: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von Larson »

SilverBullet hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 09:41 Naja, warten wir einfach noch "einwenig", bis das irgendwann bei irgendeinem Volk funktioniert – bisher war es jedenfalls nirgendwo beeindruckend.
5.Mo 7,6 Denn ein heiliges Volk bist du JHWH, deinem Gott; dich hat JHWH, dein Gott, erwählt, ihm zum Eigentumsvolk zu sein aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.
1.Sam 12,22 Denn JHWH wird um seines großen Namens willen sein Volk (Israel) nicht verlassen; denn es hat JHWH gefallen, euch sich zum Volk zu machen.
Vielleicht ist ja unsere Sichtweise über das Volk Israel und seine Führung durch Gott etwas trübe, einseitig christliche belastet, dass man ein perfektes Volk sich vorstellt, es versagt hat und dem man die Verheissung wegnehmen will, und es wird immer wieder Weltweit von Regierungen und Organisationen mal die kleinsten Fehler verurteilt, man geht mit Israel 10mal härter ins Gericht, als mit Terroristen wie Hamas usw.

Denn speziell auch durch die Irrwege vom Volk Israel hätten, könnten die Völker, also auch jeder einzelne Mensch, lernen, über diesen Gott Israels, welcher sich wunderprächtig an ihnen offenbart hatte.

Es geht in der Tenach nicht darum, dass die Nationen „jüdisch“ werden sollten, sondern dass die Nationen, oder auch der individuelle Mensch, in ihrer Freiheit diese ethischen göttlichen Grundsätze erkennen sollten, und sich danach richten und so ihr Staatswesen aufbauen. Nun, das steht nicht direkt so in der Tenach, aber es trifft auf diesen „Segen“ in 1.Mo 12. Wie generell es in der Tenach weitgehen um das Zwischenmenschliche geht, womit man schon den „grössten Wunsch“ Gottes erfüllt. Klar, das ist alles auch der Sicht der Tenach (Gottes)...

Christen wollen ja gerne diesen „Segen“ „…in dir sollen gesegnet“ allein auf Jesus beziehen, dass Jesus dieser Segen für die Welt sein soll, nur schiesst dies dem Kontext der Tenach vorbei (und es funktionierte auch bei ihnen nicht).
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Re: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von SilverBullet »

Larson hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 10:46Vielleicht ist ja unsere Sichtweise über das Volk Israel und seine Führung durch Gott etwas trübe, einseitig christliche belastet
Nein, schau dir das Zeugs im 1.Jhd. an.
Ich verorte da noch nicht einmal ein Christentum und ganz allein aus der Idee "Gottes auserwähltes Volk zu sein", ist die Sache maximal in die Hosen gegangen (man musste danach die Hosen wegwerfen, Waschen war keine Option mehr).
Glaube knallt auf Realität - ach, man kennt es.
Larson hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 10:46...es versagt hat und dem man die Verheissung wegnehmen will, und es wird immer wieder Weltweit von Regierungen und Organisationen mal die kleinsten Fehler verurteilt, man geht mit Israel 10mal härter ins Gericht, als mit Terroristen wie Hamas usw.
Willst du jetzt schon wieder Opfer sein? - na das ging aber schnell.
Larson hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 10:46Denn speziell auch durch die Irrwege vom Volk Israel hätten, könnten die Völker, also auch jeder einzelne Mensch, lernen, über diesen Gott Israels, welcher sich wunderprächtig an ihnen offenbart hatte.
Vergiss diese Lern-Idee.
Gerade eben wurde Nachkriegsdeutschland, also die klare Distanzierung von Krieg, einfach mal so beendet.
Die Motivation, zu lernen, war eindeutig da, aber irgendwie ist nach zwei Generationen Schluss mit Vernunft.
So ist das dann halt und da hilft auch kein religiöses Bildchen à la "Piep, Piep, Piep, Gott hat uns alle lieb (also sein auserwähltes Volk - klar, es gibt ja auch dort nationale Unterschiede)".
Larson hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 10:46Denn speziell auch durch die Irrwege vom Volk Israel hätten, könnten die Völker, also auch jeder einzelne Mensch, lernen, über diesen Gott Israels, welcher sich wunderprächtig an ihnen offenbart hatte.
Also wenn ich mir die jahrzehntelange Suppe da unten im Nahen Osten anschaue, dann würde ich sagen: dieser Gott hat definitiv ein Hobby.
Larson hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 10:46Es geht in der Tenach nicht darum, dass die Nationen „jüdisch“ werden sollten, sondern dass die Nationen, oder auch der individuelle Mensch, in ihrer Freiheit diese ethischen göttlichen Grundsätze erkennen sollten, und sich danach richten und so ihr Staatswesen aufbauen. Nun, das steht nicht direkt so in der Tenach...
Ja genau, man ist ja frei, sich so allerlei auszuschmücken - besonders rund um Grossartigkeits-Phantasien.
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Larson
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Re: Jüdisches Leben gehört zu Deutschland

Beitrag von Larson »

SilverBullet hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 11:46 Willst du jetzt schon wieder Opfer sein? - na das ging aber schnell.
Wo habe ich von mir geschrieben? Aber es ist Realität.
SilverBullet hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 11:46 Vergiss diese Lern-Idee.
Lernst du nicht auch gerne?
Meist hält es nur für sich selber, aber kaum über Generationen hinweg.
Das ist auch anderweitig manchmal so, der „Vater“ baut auf, der Sohn kann es erhalten und der Enkel verschleudert es…
SilverBullet hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 11:46 So ist das dann halt und da hilft auch kein religiöses Bildchen à la "Piep, Piep, Piep, Gott hat uns alle lieb (also sein auserwähltes Volk - klar, es gibt ja auch dort nationale Unterschiede)".
Also dass Gott nicht nur „lieb“ ist, zeigt er ja besonders am Volk Israel.
SilverBullet hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 11:46 Also wenn ich mir die jahrzehntelange Suppe da unten im Nahen Osten anschaue, dann würde ich sagen: dieser Gott hat definitiv ein Hobby.
Macht nun Gott diese Suppe oder der Mensch, der nicht zu Seinen Werten umkehren will?
SilverBullet hat geschrieben: Sa 23. Mai 2026, 11:46
Larson hat geschrieben: ↑23.05.2026, 10:46
Es geht in der Tenach nicht darum, dass die Nationen „jüdisch“ werden sollten, sondern dass die Nationen, oder auch der individuelle Mensch, in ihrer Freiheit diese ethischen göttlichen Grundsätze erkennen sollten, und sich danach richten und so ihr Staatswesen aufbauen. Nun, das steht nicht direkt so in der Tenach...
Ja genau, man ist ja frei, sich so allerlei auszuschmücken - besonders rund um Grossartigkeits-Phantasien.
Das war keine Ausschmückung, auch nicht Phantasie, aber trotzdem der, oder ein Grundgedanke der Tenach.
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