Die Bedeutung des Gebets

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Helmuth
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Die Bedeutung des Gebets

Beitrag von Helmuth »

Ich nehme eine wunderbare Aussage zum Anlass um mich gerne mit Gebetserfahrungen mit euch auszutauschen. Ich finde, das ist es wert sich darüber mehr auszutauschen.

Der Zweck des Threads soll vermitteln, wie wichtig und unerlässilich ein Gebetsleben als Christ ist. Ein Leben ohne Gebet ist wie ein Auto mit platten Reifen. Man kann sich vorstellen wie so ein Auto fährt. Gar nicht, es humpelt nur daher. So darf die Luft darf nicht raus sein, in nicht einem der vier Räder. Schon ein Platter lähmt.

Das ist diesmal kein hochtheologisches Thema von meiner Seite, sondern soll eines sein, das auch die Auswirkung auf das eigene Leben und die damit gemachten Erfahrungen beinhalten soll, Oder es ist beides, wir besprechen Gottes Willen und auch die eigenen Erfahrungen. Zunächst diese bemerkenswerte Aussage:
Magdalena61 hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 00:39 Irgendwo habe ich einmal gelesen, man solle für diejenigen, die einem gegen den Strich gehen, beten und sie segnen lassen. Die Begründung war: Wenn ich (ernsthaft) für jemanden bete, dann kann ich den Zorn (Groll) nicht beibehalten, der muss dann weichen.
Das kann ich aus zig-facher Erfahrung bestätigen. So erkennt man auch, dass einem der Heilige Geist leitet, wenn dein Geist wieder zum Frieden kommt. Ich kann nicht meine Liebe zu Gott kundtun und dabei fluchen, lästern oder sogar Hasstöne loslassen. Das geht einfach nicht. Wenn ich das tue, dann bete ich nicht, ich beschwere mich nur, tue also genau das, was unser Ankläger Tag und Nacht macht.

Gebet beruhigt erst mal, nicht auf Knopfdruck, aber das ernst gemeinte Anrufen des Herrn lässt mich erst mal runterkommen. Es kommt in meinem Geist unweigerlich auch immer wieder diese Frage hoch: "Ja, und wie steht es mit mir? Bis ich denn so unschuldig, dass man sich meinetwegen niemals erzürnen könnte?" Dann bitte ich den Herrm, der er erstmal nicht zornig sei auf mich.

Das ist nicht nur etwas zu lesen, sondern kann man jedermann nur zur Nachahmung empfehlen. Gebet entwaffnet den Feind jeder Art. Mit der Zeit merke ich dann, dass ich bereit bin auch für andere Fürbitte zu leisten. Ich denke es ist dann auch der Heilige Geist selbst, der mir genau Jesu Worte in Erinnerung ruft:
Markus 11:25-26 hat geschrieben: Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Vergehungen vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird euer Vater, der in den Himmeln ist, auch eure Vergehungen nicht vergeben.
Der letzte Satz überzeugt mich dann restlos, denn wenn man an sich die Konsequenzen weiß, dann dringt das noch viel tiefer, da man sich auch seiner Vergehungen durchaus bewusst ist. Und es will ja wohl keiner, dass einem Gott nicht vergibt, ich jedenfalls nicht.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Johncom
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Re: Die Bedeutung des Gebets

Beitrag von Johncom »

Helmuth hat geschrieben: Mi 27. Mai 2026, 06:49 Gebetserfahrungen
Der Kern im Glaubensprozess. :thumbup:
Ich kann nicht meine Liebe zu Gott kundtun und dabei fluchen, lästern oder sogar Hasstöne loslassen. Das geht einfach nicht. Wenn ich das tue, dann bete ich nicht, ich beschwere mich nur, tue also genau das, was unser Ankläger Tag und Nacht macht.
Das Gebet ist eine leider kaum noch vermittelte Praxis in dieser heutigen (westlichen) Gesellschaft. Auch wenn es kurz und simpel war, bin ich doch froh, dass wenigstens meine Mutter das Gebet vorm Einschlafen mit mir durchführte. Ja, ganz richtig, im Gebet soll ich in den Frieden kommen, in die Dankbarkeit, vergeben haben .. allen und allem. Erst dann weicht "der Ankläger" von mir.
Gebet beruhigt erst mal, nicht auf Knopfdruck, aber das ernst gemeinte Anrufen des Herrn lässt mich erst mal runterkommen. Es kommt in meinem Geist unweigerlich auch immer wieder diese Frage hoch: "Ja, und wie steht es mit mir? Bis ich denn so unschuldig, dass man sich meinetwegen niemals erzürnen könnte?" Dann bitte ich den Herrm, der er erstmal nicht zornig sei auf mich.
Ich verstehe das als Demut, die immer nötig ist. Dennoch frage ich mich, warum manche diesen "Zorn des Herrn" so grundsätzlich voraussetzen. Und wer ist gemeint? Mein Schöpfer müsste über sich selber zornig sein, dass mich erschaffen hat. Mein Erlöser sieht mich ja in der Nachfolge und mein Bemühen.
Zorn an sich ist nicht göttlich. Der bildhafte Zorn Jesu im Vorraum des Tempels ging auf die Händler und Geldwechsler nieder und Meister Eckhart deutete es als Austreiben unseres Feilschens im Gebet, unser Handeln mit Gott: gib mir dies, ich gebe dir das.

Wenn man ins Gebet geht, sollte man leer sein, so ist es gemeint. Nichts wünschen, nichts hoffen, nicht rumjammeren über Alltagsprobleme, einfach sich selber aufgeben für eine bestimmte Zeit, hinhören. Es wird keine Stimme zu hören sein, nicht in meiner Sprache ( .. falls doch, dann lieber mal zum Arzt gehen). Aber Antworten können sicher irgendwann kommen, im Alltagsleben, Situationen, Gegebenheiten, gute "Einfälle", andere die einem weiterhelfen. So erlebe ich das ständig.
Markus 11:25-26 hat geschrieben:
Und wenn ihr dasteht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Vergehungen vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird euer Vater, der in den Himmeln ist, auch eure Vergehungen nicht vergeben.
In der Art wird es von Jesus mehrfach gelehrt. Und in der heutigen Sprache und Denkart ist das "Ich" mehr im Blickpunkt, das heißt, dem anderen vergeben schließt ein, sich selbst zu vergeben. Beides läuft kongruent.
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Helmuth
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Re: Die Bedeutung des Gebets

Beitrag von Helmuth »

Johncom hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 00:59 Zorn an sich ist nicht göttlich.
Das ist leider nur einseitig gedacht, aber für sich ein anderes Thema. Meist ist es aber menschlicher Zorn und der ist in der Tat nicht nach dem Willen Gottes. Doch es geht gerade um diesen, der durch das Gebet weichen kann. Wer ernsthaft betet, der legt ihn zumindest durch das Gebet ab. Wer jedoch zornig ins Gebet geht und es noch zorniger beendet, der war wohl nicht im Heiligen Geist.
Johncom hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 00:59 Wenn man ins Gebet geht, sollte man leer sein, so ist es gemeint.
Das muss ich hinterfragen, wie es gemeint ist. Wie oft betest du, muss ich da auch fragen? Lesen wir nur mal die Psalme Davids, von denen sehr viele Gebete sind. David war alles andere als leer, aber im Gebet konnte er sein ganzes Herz ausschütten. Ja, sogar seinen Hass sprach er offen aus. Ich finde das beachtlich.

So bin ich Gott dankbar, dass David so offen und aufrichtrig vor Gott war und seine Gebete auch niedergeschrieben hatte. Ich meine, es ist egal in welchem Zustand wir vor Gott treten, ob sündhaft verdreckt oder gereinigt, wenn wir unser Herz zu ihm wenden, so hört er und wenn wir Buße tun, so reinigt er uns. So betete z.B. einst David nach schwerer Verfehlung:
Psalm 51_12-13 hat geschrieben: Schaffe mir, Gott, ein reines Herz, und erneuere in meinem Innern einen festen Geist! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und den Geist deiner Heiligkeit nimm nicht von mir!
Wir können im AT nachlesen, dass Gott ihm diese BItte auch erfüllt hatte.
Johncom hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 00:59 In der Art wird es von Jesus mehrfach gelehrt. Und in der heutigen Sprache und Denkart ist das "Ich" mehr im Blickpunkt, das heißt, dem anderen vergeben schließt ein, sich selbst zu vergeben. Beides läuft kongruent.
Jesus sagt aber, dass der Vater im Himmel uns vergibt, und korrekt sagst du, so lehrt er. Nicht anders könnte es funktioneren, denn Jesu Wort ist wie Gottes Wort. Die Redeweise sich selbst zu vergeben halte ich für eine säkulare Methodik, die m.E mehr einer Beruhigungspille oder Selbstrechtfertigung glechkommt denn eine wirklich befreiende Maßnahme wäre. Vielleicht bestätigen Ausnahmen die Regel.

Die Art wie Ungläubige Probleme lösen oder das Gebet auf eine säkularen Weise praktizieren, findet hier keine weitere Aufnahme zu diskutieren. Um ernsthaft beten zu können muss man auch glauben oder zumindest glauben wollen, wenn man erst vor seiner Bekehrung steht. Ansonsten findet das m.E. kein Gehör.

Heiden denken oft, dass man dazu bestimmte Rituale und Wortformulierungen benötigt, damit es als Gebet gilt. All das ist Schmontzes, weil sie Gott schlicht nicht kennen. Ich bete wie mir der Schnabel gewachsen ist, am Klo ebenso wie mit anderen gemeinsam und habe dennoch, egal wie, wo und wann Ehrfucht vor seiner Heiligkeit.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Ziska
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Re: Die Bedeutung des Gebets

Beitrag von Ziska »

Für mich ist das Gebet sehr wertvoll!
Ich darf mit einem allmächtigen Gott sprechen. Zu jeder Zeit!

Ich kann einen kurzes „Jehova hilf mir“ sagen oder ihn in einem sehr langen Gebet alles anvertrauen.
Er hört immer zu! Auch wenn in der selben Sekunde Millionen zu ihm sprechen.

Obwohl er ja schon weiß, was ich sagen möchte, wartet er geduldig auf das,
was ich ihm sagen möchte.

Wenn ich Abends den Tag mit einem Gespräch mit Jehova ausklingen lasse, gibt es mir innere Ruhe.

Vor dem Bibellesen ist es auch wichtig Gott um Unterstützung
durch seinen heiligen Geist zu bitten.

Für andere beten gehört auch dazu.

Hab ich mit jemanden Stress, was mal vorkommt, kann ich mit Jehova über die positiven Eigenschaften meines Bruders oder meiner Schwester sprechen.

Dann beginne ich, Dank Jehovas Unterstützung, immer mehr die guten Eigenschaften zu sehen.
Und mein Unmut verfliegt allmählich.
Das, worüber ich mich geärgert habe, wird immer belangloser.

Was dann noch übrig bleibt überlasse ich Gott.

Es gibt sehr vieles worum man beten kann.
Gott erhört aber nicht alle Gebete!
Er hört sie, nimmt sie zur Kenntnis, aber er erfüllt nicht diese Bitte.
Liebe Grüße von Ziska

„Warum gehen Jehovas Zeugen nicht in den Krieg?“

Schreib mir PN! :wave:

:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
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Johncom
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Re: Die Bedeutung des Gebets

Beitrag von Johncom »

Helmuth hat geschrieben: Do 28. Mai 2026, 07:32 Wer jedoch zornig ins Gebet geht und es noch zorniger beendet, der war wohl nicht im Heiligen Geist.
Da sehe ich auch so. In einem Gebet können wir unseren Eigensinn abgeben, unserer Wünsche, Ängste .. so wird uns wieder Frieden Zuteil. Wir wurden "erhört". Wir sollten glauben, das wir erhört werden, dann ist es so.
Also mit "wir" meine ich nicht, wir sollen, wir müssen .... es ist nur, wie ich es sehe. Glauben und vertrauen, das gehört zusammen.
Wie oft betest du, muss ich da auch fragen?
10 Stunden in der Woche stille Meditation seitdem ich in Rente bin.
Ich meine, es ist egal in welchem Zustand wir vor Gott treten, ob sündhaft verdreckt oder gereinigt, wenn wir unser Herz zu ihm wenden, so hört er und wenn wir Buße tun, so reinigt er uns.
Und wahrscheinlich kommt es zu einer Wandlung, dass wir uns weniger verdrecken.
.. denn Jesu Wort ist wie Gottes Wort. Die Redeweise sich selbst zu vergeben halte ich für eine säkulare Methodik, die m.E mehr einer Beruhigungspille oder Selbstrechtfertigung glechkommt denn eine wirklich befreiende Maßnahme wäre.
Ich denke, es geht um einen Prozess, in dem die Grenzen geöffnet werden: Gott, ich und der andere Mensch, das andere Geschöpf. In dem Gebot „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ ... ist eine Gleichung angedeutet: wie dich selbst. Wer Gott liebt kann auch sich selbst lieben (moderner gesagt: sich selbst annehmen). Wer sich selbst und Gott liebt, kann auch den anderen lieben, annehmen. Man kann natürlich auch sagen, ich nehme mich selber an, weil Gott es tut. Man kann es noch ganz anders sagen, aber wichtig ist ja, dass es geschieht, dass sich "etwas" befreit. Dass auch ich frei werde.
Die Art wie Ungläubige Probleme lösen oder das Gebet auf eine säkularen Weise praktizieren, findet hier keine weitere Aufnahme zu diskutieren.
Wen auch immer du für ungläubig hälst, ist dir überlassen.
Heiden denken oft, dass man dazu bestimmte Rituale und Wortformulierungen benötigt, damit es als Gebet gilt.
Oder wen du als Heide hälst. Jesus macht einen konkreten Vorschlag: Matthäus 6:9-13
Ich denke, was als Gebet gilt, darüber machen wir uns zuviel den Kopf, und ob man Formulierungen und Rituale braucht, und irgendwann nicht mehr braucht, das ist bei jedem anderes. Aber es sollte ein Prozess in Gang kommen, also sozusagen, man findet seinen schmalen Weg, auf dem alles sichere und gesegneter wird.
.. Ehrfucht vor seiner Heiligkeit.
in mir, in dir, in uns, in allem. In allem atmet der eine Gott.
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