Otto hat geschrieben: ↑Di 2. Jun 2026, 19:25
Den Willen des Vaters tun (so wie Jesus es auch tat) ist der Maßstab. Nicht das Einfache meinen, vom Heiligen Geist geleitet zu werden.
Meine Zustimmung. Gewissheit kann man zwar haben, man kann sie sich aber auch einreden. Dann fehlt das wahre Zeugnis in dir, das allein der Heilige Geist in dich legt und wird zum Selbstbetrug durch das eigene Herz. Von Zeit zu Zeit kann eine Selbstprüfung nicht schaden. Ich habe auch schon von den Mitläufern im Leib Christi gesprochen.
Und es geht wohl kein Weg daran vorbei die Gebote zu halten. Daher denke ich gibt es eine zweite Gruppe, die Jesus mit
Mt. 7:21-23 insbesondere anspricht, dass er sie so schroff von sich weist.
Es sind Menschen, die sich um die Gebote nicht scheren. Sie agieren gewissermaßen wie die Mafia, haben Gott stets auf den Lippen, sind aber Gesetzlose. Sie erfüllen ein Gebot, wenn es ihnen in den Kram passt, und wenn nicht haben sie ihre eigene Auslegung, damit es dem entspricht, was ihrem Willen entgegenkommt.
Rilkes Problem betrifft aber, wie ich ihn verstehe, mehr die Lehre. Er will sich der Lehre zu 100% gewiss sein und sucht sie in der Textsicherheit. Doch das funktioniert so nicht, denn ich denke, auch den erhält man nur durch den gehorsamen Wandel.
Gott schenkt ohne den Wandel im Geist keine Erkenntnis, was damit konformgeht den Willen Gottes zu tun. Paulus nennt es Wandel im Geist. Der Geist trachtet danach, dass wir uns in allem an Gottes Denken, Handeln und Fühlen orientieren und so erst formt uns der Geist allmählich in das Bild seines Sohnes um.
Jesus macht für mich dazu eine Schlüsselaussage:
Johannes 7:17 hat geschrieben: Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.
Hier zeigt uns Jesus eigentlich in einem Wort wie man auch Lehrgewissheit erhält.