Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6672
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Larson »

Magdalena61 hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 23:59 Und was, wenn ihr beide irrt?
Das was ich darlegte, darin irre ich mich nicht (weiter sprach ich ja von einer „Vermutung“, welche ich ja als Antwort auf eine andere „Vermutung“ gegeben hatte), Jesus ist nun mal kein Gott, denn der Ewige warnt ja vor solchen „Phänomenen“, welche es in verschiedenen Religionen gibt (soll man nun jeweils immer hin und her swappen?), und sagte, dass man die Prüfen soll, und zwar einzig allein aufgrund seiner Weisungen in der Torah.

Oder soll ich nun gar zu Maria und allen Heiligen beten, nach Lourdes pilgern, oder sonst weiss ich was. Dies alles ist nur die „Weiterentwicklung“ der falsch gestellten Weiche zu Beginn der Christenheit.
Denn:
Ps 119,105 Dein Wort ist Leuchte meinem Fuß und Licht für meinen Pfad.
Und dieses „Wort“ ist nicht „Jesus“, sondern
Ps 1,2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht!
Ps 19,8 Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig und macht weise den Einfältigen.
9 Die Vorschriften des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen.
(wie auch der Eckstein nicht Jesus ist, sondern eben diese Weisungen Gottes, wie ich es dargelegt habe)

Und genau an diesem „prüfen“ der NT-Lehre und was daraus gemacht wurde, liegt ausserhalt der Torah und den Propheten.
Schon der Beginn des MtEv, scheitert, mit diese „Jungfrauengeburt“ aus Jesaja 7 (war ja schon öfters das Thema). Dies entspricht keiner Wahrheit (oder man gibt sie sich, definiert sie selber), geschweige denn einer Verheissung, dass in Jesaja auf eine Geburt von Jesus hinweisen soll, und dann noch auf eine Jungfrauengeburt. Der Kontext und die Aussage wird schlichtweg gestrichen, denn nicht eine Geburt ist darin das eigentlich, sondern der Knabe, durch welchen es einen Zeitraum gibt, bis die zwei Bedrücker weg von Jerusalem sind. Denn dies war ja die Not, und dazu war das Zeichen.

Diese Umdeutungen ziehen sich sehr markant durch das NT, und deshalb schon will ja das NT nicht unbedingt Wahrheit vermitteln, sondern eine neue, der Tenach fremde Lehre, welche auf solchen, ich sage es mal hart, Missbrauch der Tenach Texte (welche ja jüdisches Erbgut ist) um irgendwie die neue Lehre zu „beweisen“, wo doch das bei einer Überprüfung dann durchfällt. Es wäre besser gewesen, wenn die Schreiber vim NT dies unterlassen hätten.

Weiter, wenn Jesus von Gott oder Seinem Geist gezeugt sein sollte, so stammt er nicht über David und Salomo ab, wie der Ewige es dem David verheissen hatte. Ebenso geben auch chr, Theologien zu, dass im NT von keinem Jesus-Gott geschrieben wird, sondern dies erst durch die Kirchengeschichte hochentwickelt wurde.

Es ist auch ein eklatanter Unterschied zwischen NT und der Tenach: In der Tenach spricht Gott, was im NT eigentlich fehlt, also Tenach ist direkte Lehre Gottes. In der Tenach gibt es ein Korrektiv, also Gott erzieht züchtigt, erbaut, reisst ab, usw, und dieses Korrektiv in der Lehre fehlt praktisch und auch selbst in der Christlichen Geschichte.

So mahnt selbst auch Jehoschua:
Jos 24,15 Und wenn es übel ist in euren Augen, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt, ob den Göttern, denen eure Väter gedient haben, die jenseits des Stromes wohnten, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN (JHWH) dienen!
Götter sind selbstgemacht Idole, welche man vor den Ewigen stellt. Und genau das macht doch das Christentum, Jesus wird als ewiger Mittler zwischen Gott und den Menschen gestellt, denn nur durch ihn geht und bleibt ja der Weg (Hebräer usw).
Dies widerspricht dem freien Zugang zu Gott, den Er jedem Menschen in der Tenach offen hält, auch dass man sich nicht direkt an Ihn wendet (wie Jesu eigentlich auch lehrte mit dem Unser Vater…) ist Unglaube gegenüber dem Ewigen, wie wenn Gott dazu Bedingungen gegeben hättet.

Nun, wenn Jesus der „Weg“ sein soll, so ist seine Lehre der Wegweiser zum Ewigen, also eine Mittel und nicht das Ziel. Dieses Mittel wird aber schon in der Tenach vermittelt, also es braucht dazu kein neues Gewand, Kleid, also keine neue Lehre, sondern das Erkennen dessen, was Gott in der Tenach (durch Mose und die Propheten) sagte.
Und auch hier, Jesus weigert sich, dies anders zu betrachten, warnte, auch nur ein Jud davon anders zu lehren, das heisst, umzudeuten, dazu zu dichten oder weglassen. Und diesen Weg hat doch selbst das NT spätestens nach dem LkEv verlassen.

Mt 7,14 Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. 15 Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, innen aber sind sie reißende Wölfe.
Wer die Tenach dazu missbraucht, und eine andere Botschaft damit bestätigen will, zeigt sich als solcher Wolf im Schaftspelt. Und weil es so schön klingt, und auch „Wunder“ geschehen, so folgt solchen Menschen nach, ohne zu prüfen. Und heute haben wir gute Möglichkeiten zu prüfen, denn nicht die Wunder sind wesentlich, sondern die Lehre.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6672
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Larson »

Johncom hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 03:27 Bei allem Respekt für die Mysterien das AT wäre es auch irgendwie komisch für den neuzeitlichen Menschen, den absoluten Gott bzw "das Göttliche" auf einen Volks- oder Stammesgott zurückzuführen.
Das will das „AT“ ja gar nicht. JHWH ist da kein „Stammesgott“. Israel ist Werkzeug des alleinen Gottes für die ganze Menschheit. JHWH steht schon in Genesis 2 als Schöpfer des Menschen, somit der Menschheit.

Und das Christentum macht doch das, es gilt nur „ihr Gott“, ihre Lehre, das absolut Wahre und einziger Weg (und nur allein durch Jesus) zu Gott. Gott aber macht da keine Bedingung als allein in Demut vor Ihm zu kommen.

Johncom hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 03:27 Was die Wirkung der speziell christlichen Botschaft angeht, sehe ich schon etwas Erhabenes, was den anderen mangelt: die Gleichwertigkeit, den Respekt: ich, du, der andere, wir alle sind die eine Familie, Kinder des einen Gottes.
Nur grenzt eben dieses „christliche“ auch extrem aus und da schrieb mir hier jemand, dass ich nicht sein „Bruder“ sei… also nicht zur Familie gehöre…
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Benutzeravatar
Sunbeam
Beiträge: 3409
Registriert: Di 31. Dez 2019, 14:46

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Sunbeam »

Larson hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 14:13

Oder soll ich nun gar zu Maria und allen Heiligen beten, nach Lourdes pilgern, oder sonst weiss ich was. Dies alles ist nur die „Weiterentwicklung“ der falsch gestellten Weiche zu Beginn der Christenheit.
Warum nicht Maria!
Denn Maria ist schließlich zur Miterlöserin aufgestiegen.

Maria Miterlöserin und Mittlerin, die das Kreuz teilt und die Gnade verteilt.
https://catholicus.eu/de/maria-miterloe ... -verteilt/

Die Christen brauchen eben dringend eine Göttin, und sie haben eine bekommen!

Wann wird der Esel, auf dem Jesus geritten ist, nun endlich zum Mitterlöser?
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6672
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Larson »

Sunbeam hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 14:37 Wann wird der Esel, auf dem Jesus geritten ist, nun endlich zum Mitterlöser?
Genau, in diese Richtung hat es sich entwickelt…

Da wurden man über 10 Vorhäute (!!! wie kamen sie auch nur dazu) Jesu als Reliquien verehrt… usw.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Ziska
Beiträge: 6151
Registriert: Do 18. Apr 2013, 11:32

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Ziska »

Larson hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 14:42
Sunbeam hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 14:37 Wann wird der Esel, auf dem Jesus geritten ist, nun endlich zum Mitterlöser?
Genau, in diese Richtung hat es sich entwickelt…

Da wurden man über 10 Vorhäute (!!! wie kamen sie auch nur dazu) Jesu als Reliquien verehrt… usw.
Das ist Götzendienst und somit falsch!
Liebe Grüße von Ziska

„Ist Weltfrieden möglich?

Weltfrieden ist möglich. Er wird ganz sicher kommen – aber nicht so, wie es viele erwarten.“


:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6672
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Larson »

Ziska hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 15:34 Das ist Götzendienst und somit falsch!
Wie kommt man auch nur auf die absurde Idee, Reliquien, ob Holzsplitter vom Kreuz, oder Knochensplitter von Heiligen, zu verehren? Und dies schon in der frühen Kirche im 2. Jahrhundert.

Der Zweck heiligt die Mittel, da wird nicht lange nachgefragt.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Ziska
Beiträge: 6151
Registriert: Do 18. Apr 2013, 11:32

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Ziska »

Larson hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 15:42
Ziska hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 15:34 Das ist Götzendienst und somit falsch!
Wie kommt man auch nur auf die absurde Idee, Reliquien, ob Holzsplitter vom Kreuz, oder Knochensplitter von Heiligen, zu verehren? Und dies schon in der frühen Kirche im 2. Jahrhundert.

Der Zweck heiligt die Mittel, da wird nicht lange nachgefragt.
Vielen gibt es einen Halt.

Sie sind zufrieden mit ihrer Glaubensansicht.
Sie möchten sich auch nicht weiter informieren, ob das auch im Sinne Gottes ist.

Es muß jeder selber entscheiden, was er macht oder lieber unterläßt…


Wir müssen es ja nicht mitmachen….

Aus diesen und weiteren Gründen bin ich aus der Kirche ausgetreten.
Liebe Grüße von Ziska

„Ist Weltfrieden möglich?

Weltfrieden ist möglich. Er wird ganz sicher kommen – aber nicht so, wie es viele erwarten.“


:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
Benutzeravatar
Johncom
Beiträge: 9089
Registriert: Do 19. Aug 2021, 23:27

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Johncom »

Larson hat geschrieben: Mo 22. Jun 2026, 14:26
Johncom hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 03:27 Bei allem Respekt für die Mysterien das AT wäre es auch irgendwie komisch für den neuzeitlichen Menschen, den absoluten Gott bzw "das Göttliche" auf einen Volks- oder Stammesgott zurückzuführen.
Das will das „AT“ ja gar nicht. JHWH ist da kein „Stammesgott“. Israel ist Werkzeug des alleinen Gottes für die ganze Menschheit. JHWH steht schon in Genesis 2 als Schöpfer des Menschen, somit der Menschheit.
Nun kann man nicht wegwischen, dass es noch viel ältere Kulturen gibt, und in jenen Zeiten höher entwickelt, die davon nichts mitgekriegt haben.
Und das Christentum macht doch das, es gilt nur „ihr Gott“, ihre Lehre, das absolut Wahre und einziger Weg (und nur allein durch Jesus) zu Gott. Gott aber macht da keine Bedingung als allein in Demut vor Ihm zu kommen.
Dass nur EIN Gott gilt (was heißt eigentlich gelten?) .... ist eine Vorstellung, die haben die 3 abrahamitischen Religionen gemein. In allen dreien wird die Messias-Erwartung gepflegt.
Nur grenzt eben dieses „christliche“ auch extrem aus und da schrieb mir hier jemand, dass ich nicht sein „Bruder“ sei… also nicht zur Familie gehöre…
Ist ja normal in Gruppierungen, die sich Buchstaben-genau ein Gottesbild machen, die das Symbolhaft Beschriebene nicht verstehen. Und man kann nicht verstehen, wenn man nicht fühlt, sieht, hört.
Benutzeravatar
Larson
Beiträge: 6672
Registriert: Do 30. Sep 2021, 13:49
Wohnort: CH

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Larson »

Johncom hat geschrieben: Di 23. Jun 2026, 01:23 Nun kann man nicht wegwischen, dass es noch viel ältere Kulturen gibt, und in jenen Zeiten höher entwickelt, die davon nichts mitgekriegt haben.
Sicher gab es das, das bestreitet auch niemand. Die Frage ist aber, was „höher entwickelt“ beinhaltet. Gross und herrlich an Macht? Weisheit in Städtebau, und Götzendienst?

Johncom hat geschrieben: Di 23. Jun 2026, 01:23 Dass nur EIN Gott gilt (was heißt eigentlich gelten?) .... ist eine Vorstellung, die haben die 3 abrahamitischen Religionen gemein.
Naja, im Christentum ist es nicht einfach „EIN Gott“, obwohl man diese drei „Gottheiten“ zusammenfügen will. Denn Sitzt da im Himmel Gott neben Gott?
Johncom hat geschrieben: Di 23. Jun 2026, 01:23 Ist ja normal in Gruppierungen, die sich Buchstaben-genau ein Gottesbild machen, die das Symbolhaft Beschriebene nicht verstehen. Und man kann nicht verstehen, wenn man nicht fühlt, sieht, hört.
Im Tenach, also in jüdischer Sichtweise, lässt sich Gott nicht „buchstabengenau“ definieren, deshalb wird häufig vom Namen Gottes (JHWH) gesprochen.
Oder wie soll man es in Buchstaben fassen, wenn in Psalm 139 beschrieben wird, dass Gott überall ist, „Geist“, also „ruach“ Wind, Hauch ist? Oder wenn er sich als der „Seiende“ bekundet. usw
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Ziska
Beiträge: 6151
Registriert: Do 18. Apr 2013, 11:32

Re: Warum haben Christen nur so einen schlechten Ruf?

Beitrag von Ziska »

Er sagt aber auch:
Jesaja 42:8
Ich bin Jehova. Das ist mein Name.
Meine Herrlichkeit gebe ich niemand anderem
und meinen Ruhm keinem Götzenbild.
2.Mose 3:15
Dann sagte Gott noch einmal zu Moses:
„Sag zu den Israeliten: ‚Jehova, der Gott eurer Vorfahren,
der Gott Abrahams, der Gott Isaaks
und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.‘

Das ist mein Name für immer,
und so soll man mich von Generation zu Generation in Erinnerung behalten.
Der allmächtige Gott legt also großen Wert darauf, dass jeder seinen Namen kennt!
Zuletzt geändert von Ziska am Di 23. Jun 2026, 14:21, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße von Ziska

„Ist Weltfrieden möglich?

Weltfrieden ist möglich. Er wird ganz sicher kommen – aber nicht so, wie es viele erwarten.“


:Herz2: “Jehova hat die Menschen erschaffen,
weil er die Freude am Leben mit anderen teilen wollte.“
:Herz2:
Antworten