Prioritäten auf evangelisch.de

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Magdalena61
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Prioritäten auf evangelisch.de

Beitrag von Magdalena61 »

evangelisch.de schreibt in diesem Artikel:

Mit einer XXL-Regenbogenfahne durch Ulm :
Im Bauernkrieg 1525 führte der Theologe Thomas Müntzer bewaffnete Bauern an. Als Zeichen ihres Bundes mit Gott und als Symbol ihres Aufstandes trugen sie eine weiße Fahne mit einem Regenbogen.
evangelisch.de
Na, das war ja wohl im Bauernkrieg ein etwas anderer Hintergrund--

Da mir FB dieses Post zeigte und ich die Kommentare und Antworten (auch von evangelisch.de) gelesen hatte, war ich dazu genötigt, meinen Senf darunter zu setzen.

Ich suche solche Artikel nicht. Aber wenn sie mir vor Augen kommen, fühle ich mich in der Verantwortung, darauf zu reagieren; es könnte ja sein, dass in dieser Kirche noch einige Christen sind, und da möchte ich am Tag des Gerichts nicht von Gott gefragt werden, warum ich schwieg, anstatt denen Mut zu machen, die irgendwie "ein Gefühl haben, da stimmt etwas nicht", die jedoch nicht sehr bibelbewandert sind und sich in der Regel mit ihren Überzeugungen nach der Mehrheit richten.

Mein Kommentar: Wurde auf diesem Ausflug mit der Regenbogenfahne durch Ulm auch für Queere/ für alle Menschen gebetet, dass sie sich erretten lassen? Wurde Lobpreis praktiziert; wurde Gott die Ehre gegeben?

Ich lese von "Redebeiträgen, Musik und Comedy" (swr.de), und von "Drag Show" und "DJ"... also eine rein weltliche Veranstaltung... ohne jeden spirituellen Gewinn für Teilnehmer und Publikum? -

Queere können doch heute leben, wie sie wollen... für welche Rechte muss man denn noch demonstrieren? -- Gewachsene Überzeugungen in Kirchengemeinden und Volk werdet ihr mit einer solchen Parade nicht verändern können.

Was ist mit den Rechten der Nicht- Queeren? Dürfen sie eine andere Meinung haben, ohne stigmatisiert zu werden?

Um ehrlich zu sein: Vielen Bürgern, denen es absolut egal ist, was andere im Schlafzimmer treiben, gehen diese ständigen Zurschaustellungen sexueller Orientierungen einfach nur noch AUF DEN SACK.
Ich bitte darum, das zur Kenntnis zu nehmen.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
CoolLesterSmooth
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Re: Prioritäten auf evangelisch.de

Beitrag von CoolLesterSmooth »

Magdalena61 hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 16:21 Um ehrlich zu sein: Vielen Bürgern, denen es absolut egal ist, was andere im Schlafzimmer treiben, gehen diese ständigen Zurschaustellungen sexueller Orientierungen einfach nur noch AUF DEN SACK.
Störst du dich dann gleichermaßen an der ständigen Zurschaustellung heterosexueller Orientierung, die du gerade zu dieser Jahreszeit auf jedem Platz, in jedem Park, an mehr oder weniger jedem Ort der auch nur ein wenig belebt ist, in einem Ausmaß findest, dass du dich ihr kaum entziehen kannst?

Was bringt es, zu sagen
Queere können doch heute leben, wie sie wollen...
nur um direkt danach den inneren NIMBY raushängen zu lassen (bzw sich auf die inneren NIMBYs "vieler Bürger" zu berufen) und die Aussage damit wieder einzureißen?
Ja, Homosexuelle (et al.) können heute viel, viel offener und sicherer leben, als früher, keine Frage, aber haben in ihrem Alltag nur auf Grund ihrer Sexualität immernoch um ein vielfaches häufiger mit Anfeindungen - und sei es nur ein abfälliger Kommentar im Vorbeigehen, weil man händchenhaltend spazieren geht - zu tun, als Heterosexuelle und so lange das so ist, mag ein Satz wie der zitierte aus rechtlicher Sicht zwar zustimmen, aber die Lebensrealität ist für viele dann eben doch immer noch eine leicht andere.

Jüngst gab es in den sozialen Medien ja wieder etwas Gerede über die mögliche Homosexualität eines deutschen Nationalspielers und ob das nun zutrifft oder nicht ist jetzt mal völlig egal, aber das war wieder so ein Moment, wo man sich vielleicht kurz fragen könnte, wieso es im Männerfußball statistisch auffällig wenige offen homosexuelle Spieler gibt (und wie wenig davon ihr Coming-Out während der aktiven Karriere haben) und dann liest man ein wenig quer durch die Kommentare zu den angesprochenen Gerüchten und merkt: Ach ja, deswegen.
Natürlich soll sich kein homosexueller Spieler gezwungen fühlen, sich zu aktiven Zeiten zu outen, es soll ja jeder handhaben, wie er möchte, aber genau das "wie er möchte" geht in der Realität ja nicht so einfach. Es ist ja z.B. gang und gäbe dass Spieler beim Feiern von Erfolgen ihre Partnerinnen auf den Platz holen und wenn ein schwuler Spieler das gerne in gleichem Maße machen würde, aber davon absieht, weil er sich durch das Dazuholen des Partners oder spätenstens dem per Kamera festgehaltenen Austausch von Zärtlichkeiten outen würde und als Person des öffentlichen Lebens gesichert noch am selben Abend in den sozialen Medien (neben unbestritten viel Zuspruch) eine Welle von Anfeindungen über ihn fegen würde, dann ist das eben ein Beispiel, dass man eben noch nicht so 100% richtig leben kann, wie man will und zwar bezogen auf etwas, was Heterosexuellen anstandslos zugestanden wird.

Du magst das für dich ablehnen, ja okay, you do you, aber die Haltungen 'Bitte nicht so, dass ich's sehen muss' und 'Was haben die denn, dürfen doch alles' gehen halt nicht so richtig zusammen.
Spannungsmeter:
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Magdalena61
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Beitrag von Magdalena61 »

CoolLesterSmooth hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:21
Magdalena61 hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 16:21 Um ehrlich zu sein: Vielen Bürgern, denen es absolut egal ist, was andere im Schlafzimmer treiben, gehen diese ständigen Zurschaustellungen sexueller Orientierungen einfach nur noch AUF DEN SACK.
Störst du dich dann gleichermaßen an der ständigen Zurschaustellung heterosexueller Orientierung, die du gerade zu dieser Jahreszeit auf jedem Platz, in jedem Park, an mehr oder weniger jedem Ort der auch nur ein wenig belebt ist, in einem Ausmaß findest, dass du dich ihr kaum entziehen kannst?
Da muß mir doch tatsächlich etwas entgangen sein. Wann und wo, bitte fanden oder finden Pride- Paraden für Heteros statt?
"Pride" = "Stolz".
CoolLesterSmooth hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:21Was bringt es, zu sagen
Queere können doch heute leben, wie sie wollen...
nur um direkt danach den inneren NIMBY raushängen zu lassen (bzw sich auf die inneren NIMBYs "vieler Bürger" zu berufen) und die Aussage damit wieder einzureißen?
Wozu gibt es ein GG, Art. 4.... ist der nur da, damit es gut aussieht? Gilt die Zusicherung der Gewissensfreiheit nur für ausgewählte Personengruppen?

Wenn's den Aktivisten nicht passt, ignorieren sie auch geflissentlich den Artikel 5 des GG "...jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten..." ? und diffamieren kritische Kommentare als "Hassrede" und so weiter? Die übliche Methode, um freien Bürgern das Maul zu stopfen.

Die Demokratie muss jetzt ja wohl für alles herhalten:
Denn wer queere Rechte angreift, greift die Demokratie an. Und wer Demokratie verteidigt, verteidigt auch queeres Leben.
gruene.de
Was meinen sie denn nur mit "queeren Rechten"?
CoolLesterSmooth hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:21Ja, Homosexuelle (et al.) können heute viel, viel offener und sicherer leben, als früher, keine Frage, aber haben in ihrem Alltag nur auf Grund ihrer Sexualität immernoch um ein vielfaches häufiger mit Anfeindungen - und sei es nur ein abfälliger Kommentar im Vorbeigehen, weil man händchenhaltend spazieren geht - zu tun, als Heterosexuelle und so lange das so ist, mag ein Satz wie der zitierte aus rechtlicher Sicht zwar zustimmen, aber die Lebensrealität ist für viele dann eben doch immer noch eine leicht andere.
Dafür bin doch nicht ich verantwortlich.
CoolLesterSmooth hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 18:21Jüngst gab es in den sozialen Medien ja wieder etwas Gerede über die mögliche Homosexualität eines deutschen Nationalspielers
-- und dagegen helfen "Pride- Paraden" oder, dass man mit einer überdimensionalen Regenbogenflagge durch Ulm spaziert?
Mir scheint, es ist eher das Gegenteil der Fall.

Guido Westerwelle war akzeptiert, Alice Weidel ist akzeptiert... Jens Spahn, Anne Will, Hendrik Streeck... vielleicht sollten sich die Jünger der Regenbogenflagge einmal überlegen, ob die gesellschaftliche Akzeptanz nicht doch auch vom Auftreten eines queeren Menschen abhängt.
Olivia Jones ist ebenfalls akzeptiert... diese Drag- Queen hat wirklich was drauf und wird nicht primitiv/ ausfallend. Elton John, Klaus Wowereit... Anne Will... Hape Kerkeling... Tom Neuwirth (Conchita Wurst)...

Menschen, denen das natürliche Schamgefühl noch nicht ganz abhanden gekommen ist, haben es SATT, ständig mit sexualisierten Inhalten bombardiert zu werden.
Du magst das für dich ablehnen, ja okay, you do you, aber die Haltungen 'Bitte nicht so, dass ich's sehen muss' und 'Was haben die denn, dürfen doch alles' gehen halt nicht so richtig zusammen.
Thema verfehlt.

Feiert man "queer" auf diesen Paraden, oder warum macht man das?
Irgendwie kriege ich das goldene Kalb nicht aus dem Kopf.
LG
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Larson
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Re: Prioritäten auf evangelisch.de

Beitrag von Larson »

Magdalena61 hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 16:21 Mit einer XXL-Regenbogenfahne durch Ulm :
Da fühle ich mit dir.... aber vielleicht will man auf solche Wese den "Ruf der Christens verbessern...".
Orientierungslose (pauschal im kollektiv die "Kirche") wollen Orientierungslosen den Weg zeigen, was Sache bei Gott sei.

Und denen, welche dies ein Dorn im Auge ist, treten dann aus, und die Kirche jammert und sucht die nächsten „weltlichen“ Events in die Kirche zu holen.
Da gab es auch mal einen „Hundegottesdienst“….
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Johncom
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Re: Prioritäten auf evangelisch.de

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 16:21 Mein Kommentar: Wurde auf diesem Ausflug mit der Regenbogenfahne durch Ulm auch für Queere/ für alle Menschen gebetet, dass sie sich erretten lassen? Wurde Lobpreis praktiziert; wurde Gott die Ehre gegeben?
Ich denke, die Kirchen fühlen keinen Auftrag, Menschen zu "erretten".
Sie nehmen einen gesellschaftlich-sozialen Auftrag wahr, und immer in Absprache mit dem Staat, den akademischen Thinktanks usw ... In der christlichen Lehre fühlt man, jedenfalls heute, den Auftrag, sich besonders um Minderheiten zu kümmern. Und der Staat sagt: Kirche, mach du das!
Dann noch ein anderer Faktor: die Zahl der Aktiven in beiden Kirchen ist rasant geschwunden, und die Frage steht im Raum: wo, an welchem Rand dieser Gesellschaft kann man neue Zielgruppen ansprechen. Männliche, weibliche Homos und diverse andere Gruppen waren lange Zeit tatsächlich ausgegrenzt, also die Jahrhunderte vorher und haben sich oft in Scheinehen verborgen.
Ich denke, es ist ein Marketing-Motiv, wenn jetzt Kirchen auf der Regenbogen-Welle mitmachen. Man hat eine Zielgruppe ausgemacht, der man sich annähern will. Die Homos und Queeren sind ja teilweise auch Suchende, manche bringen sich ein in Kirchenarbeit, bringen also neues "Leben in die Bude" womit sich die Kirche als Institution gestärkt und gerechtfertigt sieht.

Aber andere Homos fühlen sich zu stockkonservativer Kirche hingezogen, auch das gibts.
Ich finde, von Staats-Kirchen erwarten, dass sie missionieren und "erretten", das führt zu Enttäuschung. Die funktionieren marktgerecht, die versuchen dem Zeitgeist zu entsprechen. Damals haben sie den Kaiser gesegnet, dann dem Führer, dann der "Demokratie" gehuldigt und heute versuchen sie, sich dem neuesten Trend anzupassen.
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