Larson hat geschrieben: ↑Di 23. Jun 2026, 16:33
Diese Kritik ist keine Selbstrechtfertigung, sondern Tatsachen, und zeigen die Schlagseite auf, so das dass Schiff demnächst mal kentern wird.
Man sagt also engagiert, was "die anderen" falsch machen.
Und was bringt das jetzt?
Was bringt es "den anderen", die es mit einiger Wahrscheinlichkeit sowieso nicht mitkriegen, wenn sich jemand in einem Forum ereifert? Oder was bringt es dir? Oder den Christen im Forum?
Ich fürchte, Gott wird dich und andere gleichermaßen Engagierte am Tag des Gerichts nicht danach fragen, was "die anderen" falsch gemacht haben. Sondern Er wird
dein Leben auseinandernehmen und du wirst Rechenschaft ablegen müssen darüber, womit du deine Lebenszeit verbracht hast. Was bewirkten deine Worte; was bewirkte deine Person im Leben anderer? Warst bzw. bist du eher negativ gepolt; bist du eher geneigt, Kritik zu üben, oder versuchst du, das Positive am anderen zu sehen und anzuerkennen, in der Absicht, dieses zu stärken?
Mir fehlt das ein bißchen hier... es sind so wenig positive Impulse. In Glaubenssachen muss man es anderen zugestehen, eine Erkenntnis zu haben, die von der eigenen abweicht. Das Spirituelle ist ein ganz anderes Feld als beispielsweise Politik, Impfkampagne, Ukrainekrieg und sonstige Ereignisse der Gegenwart.
Wiederholt gewinnt man den Eindruck, es soll eine neue Gesetzlichkeit aufgerichtet werden. Alle Mann in eine Linie... Hände an die Hosennaht und den Blick geradeaus.
Kopfwissen anstatt Herzensglaube.
Und diese Pauschalisierung sämtlicher christlichen Konfessionen ins Negative kann ich überhaupt nicht ab. Die Steine, die man blindlings wirft, um Kain zu treffen, könnten auch Abel erschlagen.
Die Entwicklung in den Kirchen und Gemeinden macht mich betroffen. Und wenn ich z.B. die Sache mit der Regenbogenflagge bei evangelisch.de im Forum thematisiere (bei FB hatte ich die Leute mit diesem Text
direkt angesprochen!); dann mit einer bestimmten Absicht:
Was erwartet der HERR denn von uns, wenn wir realisieren, dass in seiner Gemeinde Mißstände zu verzeichnen sind und einiges außer Kontrolle geraten ist?
Dass wir uns hinstellen, mit stolz geschwellter Brust, "Herr, ich danke dir, dass ich nicht so bin wie diese!"- ? (Sollen die anderen doch zur Hölle fahren; sollte ich meines Bruders Hüter sein?)
Da werden Menschen verführt! Die Kleinen im Glauben können vielleicht gar nicht analysieren und sich somit auch nicht positionieren; und junge, ungefestigte Menschen glauben vielleicht allen Ernstes, was abtrünnige Leader in Wort und Tat vorgeben--
Es wird ja wohl bei denen, die sich zum jüdischen Glauben halten, nicht anders sein als bei Christen: Die wissen das doch, dass Gott unvergebene Sünde strafen wird, die wissen das mit den Opfern und so. Hiob hat Opfer gebracht für seine Kinder,
falls diese gesündigt hätten... und Mose bat für das Volk, das es mit dem goldenen Stier getrieben hatte... dahinter stand die Fürbitte für Sünder; dass diese Einsicht erlangen und von ihren falschen Wegen umkehren mögen.
Hiob und Mose übernahmen Verantwortung für Menschen, die sich in Schuld verstrickt hatten.
Ich verstehe ja, dass man wenig Lust dazu hat, das zu tun.
Was das Volk um das goldene Kalb herum getrieben hatte, hatte mit Unzucht zu tun, mit irgendwelchen sexuellen Orgien. Sie praktizierten Götzendienst mit einem heidnischen Götzen, und das, nachdem sie während des Auszugs aus Ägypten die Fürsorge Gottes auf vielerlei Weise erfahren hatten. War die Wolken- / Feuersäule da eigentlich noch anwesend, als Mose auf dem Berg war? Ich weiß es gerade nicht.
Schlimmer, als mit einem ägyptischen Götzen zu huren, geht's ja wohl kaum noch?
Nur indem du nun auf (berechitge) „Kritiker“ schiesst, wird die Sache nicht besser, sondern zeigt Selbstrechtfertigung, indem man die Dine unter den Tisch wischt.
Wenn du dich dafür entschieden hast, den jüdischen Glauben zu leben, dann tue das.
Allerdings bist du dann nicht mehr Teil der Gemeinde Jesu. Du hattest Gründe, dich dagegen zu entscheiden, ein Mitglied einer christlichen Konfession zu sein, nehme ich an und lasse es so stehen.
Wer oder was, bitte, berechtigt dich dann aber dazu, eine Gemeinschaft zu kritisieren, der du nicht (mehr) angehörst? Hast du in deinem aktuellen Umfeld nicht genug zu tun? Du bist verantwortlich für die Gemeinschaft,
in der du lebst. Aus deiner Mitgliedschaft erwächst dir Verantwortung.
Du musst nicht ausziehen, um Christen davon zu überzeugen, deren Glaube sei falsch. Das ist, genau genommen, ziemlich übergriffig. Denn Christen wie ich sind einen langen Weg gegangen, und das, was sie glauben, ist gut/ nach bestem Wissen und Gewissen begründet.
Wenn einer sich überwiegend in Anklagen verliert, kommt mir immer unwillkürlich der Gedanke an
Offb. 12,10. Egal, ob jemand nun Christ ist oder nicht... wir müssen unsere Motivation ständig überprüfen. Und sicher stellen, dass wir mit dem, was wir wollen, sagen und tun, im Willen Gottes sind.
Das ist das Einzige, worauf es ankommt.
LG