Larson hat geschrieben: ↑Mi 1. Jul 2026, 08:39
Zippo hat geschrieben: ↑Di 30. Jun 2026, 12:07
Aber immer wieder gab es Menschen, die von Gott als Gerechte angesehen wurden, im NT werden sie allerdings nicht als vollkommen angesehen.
…
Nichts konnte die Gerechten des AT vollkommen machen. Auch das Gesetz war dazu nicht in der Lage:
Daran erkennt man die Schieflage im NT, aber hast ja ganz passend / korrigierend 5.Mo 18,13 zitiert. Nur, Vollkommen wie Gott (Mt 5,48) wird kein Mensch sein, denn der Ewige macht keine Fehler.
So ist der Mensch auch heilig, welcher den Weg mit dem Ewigen geht (steht auch schon in Mose).
Wenn der Ewige jemanden als Gerecht betrachtet, wer will es da wagen dies nicht als Vollkommen, als Ganzes, als Vollständig zu sehen? (Nun, sooo „Vollkommen“ sind ja Christen auch wiederum nicht) Vollkommen im absoluten Sinn wird wohl kein Mensch, aber Gerechtigkeit, Gottes Gerechtigkeit zu üben, kann man täglich.
So müsste zuerst mal betrachtet werden, was dieses „Vollkommen“ umfasst und bedeutet, denn wie Gott wird der Mensch nicht sein,
Vollkommen: untadelig, ohne Fehl, Lauterkeit, der Wahrheit und dem Gesetz, dem Willen und den Weisungen Gottes verpflichtet. Usw.
Dies kann nur durch das eigene Leben geübt werden, denn es steht „DU sollst…. sein“ (und nicht irgend ein andere wird für einem das bewirken, auch Jesus macht den Menshcen nicht "vollkommen", denn
wer es tut, der ist es....)
Die Schieflage besteht weniger im NT, auch nicht durch das Gesetz, sondern der Mensch ist das Problem. Er kann, wie du auch selber sagst nicht vollkommen sein, das hat schon Salomo so erkannt:
Pred 7,20
Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, dass er nur Gutes tue und nicht sündige.
Also finden die Worte Jesu schon eine Berechtigung, als er von jemand gefragt wird, wie er ewiges Leben haben könne:
[Mt 19,16-22] Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, dass ich das ewige Leben möge haben? Er aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter;“ und: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Da sprach der Jüngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf; was fehlt mir noch? Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm und folge mir nach! Da der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt von ihm, denn er hatte viele Güter.
Vollkommenheit kann nur entstehen, wenn Gott das Leben eines Menschen auf ein Fundament der Gnade stellt, darauf sollen die Werke des Menschen aufbauen.
[1. Kor 3,11-15] Einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. So aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Silber, edle Steine, Holz, Heu, Stoppeln, so wird eines jeglichen Werk offenbar werden: der Tag wird’s klar machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden; und welcherlei eines jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewähren. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird selig werden, so doch durchs Feuer.
Die Vollkommenheit entsteht durch den Glauben an das Werk Jesu, aber sie verpflichtet auch zur Nachfolge. In dieser Nachfolge kann der Mensch seinen Glauben zum Ausdruck bringen.
[Off 3,17-20] Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weißt nicht, dass du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß. Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchläutert ist, dass du reich werdest, und weiße Kleider, dass du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Blöße; und salbe deine Augen mit Augensalbe, dass du sehen mögest. Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.
Larson
1.Mo 6,9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah war ein gerechter, vollkommener Mann unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott.
1.Mo 17,1 Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige; wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen.
Wie es auch bei den Opfern dann steht, vollkommen, ohne Fehl soll das Opfer sein.
Diese Männer wurden gerecht und vollkommen genannt, bevor das Gesetz existiert hat.
Noah war ein gerechter Mann, der tat was Gott von ihm verlangte und sein Glaube war wirklich überwältigend. Aber meinst du, daß er keinen Fehler gemacht hat ? 1 Mo 9,20-23
Abraham wird vor allem wegen seines Glaubensgehorsams gelobt:
1 Mo 15,6
Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
Aber auch er hatte seine Fehler, z. Bsp. als er mit deser Halbwahrheit kam, daß seine Frau, seine Schwester sei. 1 Mo 20,1-3...
Sind sie nicht auch alle in der scheol gelandet, aus der es kein Entrinnen gibt ? Erst der Herr Jesus hat durch sein Werk, dem Tod die Macht genommen und die Rechnung der Gerechten des AT beglichen, hat sie durch sein Werk vollkommen gemacht und aus der scheol befreit.
[Hos 13,14-15] Von der Gewalt des Scheols werde ich sie erlösen, vom Tod sie befreien! Wo sind, o Tod, deine Seuchen? Wo ist, o Scheol, dein Verderben? Reue ist vor meinen Augen verborgen. Denn er wird Frucht tragen unter den Brüdern.
[Joh 11,25-26] Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies?
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.