Rilke hat geschrieben: ↑Do 2. Jul 2026, 07:19
Sehr interessant, ja. Dieses "Durchs-Herz-Dringen" ist eine Wirkung der Wahrheit auf den Menschen. Nachdem ihr Innerstes mit der Wahrheit des Evangeliums konfrontiert wurde, entsteht ein Drängen ihres Gewissens, würde ich sagen.
Man kann es so sehen, in dem Fall als Überführung der Sünde durch Gottes Heiligen Geist, der durch Petrus wirkte. Es wird das Gewissen demnach auf mehrere Weise angeregt. Die Juden haben tatsächlich den Herrn des Lebens gekreuzigt. Als ihnen dies in Erinnerung gerufen wurde, belastete das nun das Gewissen vieler.
Rilke hat geschrieben: ↑Do 2. Jul 2026, 07:19
Aber gleichzeitig denke ich nicht, dass das Gewissen hier wieder nur als nonverbales, externes Warnsignal verstanden werden kann.
Anfangs doch, denn sie fragten, was sie nun tun sollten. Ihr Gewissen regte sich, aber sie waren zunächst ratlos. In dem Fall kam es nicht zu einem inneren Denkprozess, denn Petrus zeigt ihnen bereits eine Lösung:
Apg. 2:38 hat geschrieben: Petrus aber spricht zu ihnen: "Tut Buße, und jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen."
Diejenigen, die dem Aufruf nachgekommen sind, erlebten in der Folge ihre Neugeburt im Geist. Die anderen blieben ungläubig oder manche änderten noch später ihre Gesinnung. Kommen wir nun zu den Prozessen, die du nicht außen vor lassen willst, was ja berechtigt ist, das ist der Widerstreit im Inneren. Ich gehe Schritt für Schritt vor. Tätige ich sie nicht einzeln, passiert das Vermischen.
Gott regt also etwas in dir nonverbal an und bringt dich in einen inneren Unruhezustand. Ich denke nicht, dass dies jemals erschöpfend erforscht werden kann, aber ein Prinzip lässt sich erkennen. Gott will, dass jeder umkehrt von seinen bösen Wegen, also ist er der Initiator der Dinge dein Gewissen betreffend.
Mit dem von Gott hervorgerufenen inneren Unruhezustand musst du dich auseinandersetzen. Da gibt es also etwas, das Gott wirkt und etwas, was du wirkst als eine Reaktion darauf. Darum sehe ich diese analytische Unterscheidung wichtig, dass man weiter die Äpfel und Birnen auseinanderhält, in dem Fall was Gottes wirkt und das, was der Mensch wirkt.
Es reagiert dabei nicht jeder gleich, denn das hängt davon ab, wie dein Herz bisher gefüllt war, d.h. die daraus erfolgten Entscheidungen können unterschiedlich ausfallen. Das zeigt uns dieses Ereignis zuvor, wo Lukas über zwei unterschiedliche Reaktionen berichtet:
Apg. 2:12-13 hat geschrieben: Sie gerieten aber alle außer sich und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll von süßem Wein.
Die einen blieben noch ratlos, d.h. sie konnten sich auf das Geschehen und was sie damit sichtlich verunsichert hatte, noch keinen Reim bilden, wiewohl jeder in seiner Muttersprache verstanden hatte, was gesprochen wurde. Die anderen hingegen hatten schon rasch ihre Eintscheidung getroffen: De san olle au'g'soff''n.
Bei dem Schritt stoppe ich wieder, um zu hören (lesen), was du dazu sagst.