Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

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Zippo
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Di 14. Jul 2026, 12:06 Wenn uns das Gesetz ins Herz geschrieben ist, dann erfüllt man es auch, und in dem Sinn wurde auch der Neue Bund geschloss, der nicht mehr allein Israel gilt, sondern nunmehr allen Menschen. Jeder kann ihm beitreten und durch Jesu Blut gerettet werden.
Das möchte ich bezweifeln. Wer das Gesetz in das Herz geschrieben bekommt, wie es in Hebr 8,10 geschrieben steht, der muß es nicht erfüllen.
Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben mein Gesetz in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
Unser Bund ist mit dem Herrn Jesus Christus und der steht auf dem Fundament der Gnade. Der Heilige Geist erinnert aber an Gebote und legt aus, was im Gesetz geschrieben steht.
Helmuth

Die Gebote, zu deren Einhaltung man jeweils aufgefordert wird, sei es Jude oder Heide, wie sie Gott seit Adam und Eva gegeben hat, gelten für alle Menschen zu jeder Zeit gleich. Anders entspräche das keiner Gerechtigkeit, Gott aber ist in jeder Hinsicht gerecht.
Den Bund des Gesetzes hat Mose mit dem Volk Israel geschlossen. Dieses Volk sollte den Bund des Gesetzes halten, ist aber gescheitert.
Der Herr Jesus hat den Bund des Gesetzes erfüllt und lädt ein, in den neuen Bund zu kommen, der auf Gnade ruht.

Aber alle diese Aussagen des NT geben zu verstehen, daß Gott der Urheber des Gesetzes war und das es sich bei dem Gott des Mose nicht um einen anderen Gott handelt, wie bei dem Gott, den uns der Herr Jesus Christus verkündet hat.
Helmuth

Juden (korrekt Nachkommen Abrahams. Isaaks und Jakobs) wie Heiden müssen die Torah grundsätzlich einhalten, wiewohl es für Juden spezifische Gesetze gibt, da es auch mehrere Bünde gibt. Das auszuführen sprengt den Rahmen. Universal sind die moralischen Bestimmungen, die von keiner Herkunft abhängig sind und bloß vor dem Bund am Sinai noch nicht schriftlich formuliert waren.
Wir müssen nicht die Torah einhalten, wir müssen nach den Vorgaben des neuen Bundes leben.
[Röm 10,4-8] Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
Wer im neuen Bund lebt, der lebt in der Nachfolge Jesu und soll tun, was der Heilige Geist ihm sagt.
Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns gefangenhielt, also dass wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.
Helmuth

Ich versuche in der Hinsicht die Rechtsauffassung Jesu zu vertreten, denn er muss alle Dinge eines Tages auch richten. Keine leichte Aufgabe, aber er ist dazu imstande, dessen bin ich mir gewiss, da er die Fülle der Kraft des Heiligen Geistes dazu erhalten hat. Und er wird uns darin miteinbeziehen. In welcher Form, werden wir schon noch sehen. Es kann dann hart sein, über eigene heute noch Bekannte und Freunde zu richten, die man liebt.
Das Gericht ist dem Herrn Jesus übergeben worden, aber er sagt, daß er sich in allem dem Heiligen Geist fügt, der den Mensch ja ständig begleitet. Menschen werden kein Gericht halten. Wo steht das geschrieben ?
[Joh 5,25-30] Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hören; und die sie hören werden, die werden leben. Denn wie der Vater hat das Leben in ihm selber, also hat er dem Sohn gegeben, das Leben zu haben in ihm selber, und hat ihm Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum dass er des Menschen Sohn ist. Verwundert euch des nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, werden seine Stimme hören, und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Übles getan haben, zur Auferstehung des Gerichts. Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des Vaters Willen, der mich gesandt hat.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Philippus
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Re: Das verirrte Schaf und der verlorene Groschen

Beitrag von Philippus »

Sunbeam hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 09:55

Ich habe an dieser Stelle einmal eine Frage: Marcion als Begründer des so genannten Marcionismus, dieser postulierte im 2.Jahrhundert eine recht einflussreiche christliche Richtung, er meinte es gäbe einen "bösen" (Demiurg) und einen "guten" Gott, und forderte die Trennung von AT und NT.



Das ist eine gute Frage, wer ist für all das Böse im AT verantwortlich?
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Magdalena61
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Magdalena61 »

Helmuth hat geschrieben: Mi 15. Jul 2026, 17:59 Ich sehe erst darin, dass das Gesetz erst ins Herz geschrieben werden muss, die Erfüllung,
Wie gestaltet sich das in der Realität: "... ins Herz schreiben"? Und: Welches Gesetz?

Vielleicht sollten wir darüber reden. Weil es offenbar Leute gibt, die es nicht verstehen. Und es nützt nichts, zu reden, wenn Worte nicht die Herzen erreichen.

Ich meine, es sind die Prinzipien des "Gesetzes" (der göttlichen Ordnung) gemeint, und zwar basieren diese auf dem Gesetz des Mose. Liebe zu Gott und dem Nächsten, Wahrhaftigkeit, Treue... auch die Frucht des Heiligen Geistes beinhaltet Gehorsam gegenüber dem Gesetz.

Siehst du das auch so? Sehen es die anderen auch so?
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Johncom
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 16. Jul 2026, 18:58 Ich meine, es sind die Prinzipien des "Gesetzes" (der göttlichen Ordnung) gemeint, und zwar basieren diese auf dem Gesetz des Mose. Liebe zu Gott und dem Nächsten, Wahrhaftigkeit, Treue... auch die Frucht des Heiligen Geistes beinhaltet Gehorsam gegenüber dem Gesetz.
Man kann es so sagen, man kann alles zusammen kleben. Der heilige Geist untersteht keinem Gesetz und der, der ihn empfängt, ebenso. Der heilige Geist IST Gott. Er führt "von innen".

Zu Liebe zu Gott und dem Nächsten kann gemahnt werden, sich dahin zu entwickeln, aber sie kann nicht gesetzlich befohlen werden. In der göttlichen Ordnung hat alles Platz, auch das scheinbar Ungesetzliche. Wenn wir die chaotische Unordnung nicht erlebt haben, wie können wir dann zur heiligen Ordnung gelangen? Es braucht doch die Gegensätze damit wir aus freiem Willen :!: in die Ordnung kommen. Der nur Gehorchende ist nicht wahrhaftig. Nur meine Meinung.
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Magdalena61
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Magdalena61 »

... freiwillig gehorchen. Weil man die Werte gut findet und innerlich ein Ja dazu hat.

Es ist das höhere Leben, das Christus uns schenken will. Man fühlt sich insgesamt wohler; besser. Getragen.
LG
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Johncom
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Johncom »

Magdalena61 hat geschrieben: Fr 17. Jul 2026, 00:21 ... freiwillig gehorchen. Weil man die Werte gut findet und innerlich ein Ja dazu hat.

Es ist das höhere Leben, das Christus uns schenken will. Man fühlt sich insgesamt wohler; besser. Getragen.
Ja absolut. Gehorchen kommt von Hören. Das gut finden kommt aus der riesigen Erleichterung, getragen zu sein.
Nur denke ich nicht, dass man Christus "prüfen" oder belegen muss anhand früherer Gesetze von Propheten, die ausschließlich an ein bestimmtes Volk gerichtet waren.

Zumal dieses Volk dann auch Christus nicht nur ablehnte, sondern ....
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Helmuth
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Helmuth »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 16. Jul 2026, 18:58 Wie gestaltet sich das in der Realität: "... ins Herz schreiben"? Und: Welches Gesetz?
Danke für diese Frage. Deine letzte Antwort zeigt aber, du hast es m.E. eh verstanden. Ich versuche meine Antwort an einem Beispiel zu illustrieren, denn sonst ist es wie ein theologischer Teig, der hin und hergeknetet wird. Das ist oft mein Problem mit Zippo. Er theologisiert viele Dinge bis zum Umfallen, dass ich nicht mehr weiß, was wir überhaupt besprechen. Viele Worte machen vieles nicht besser.

Ich denke mir in dem Fall, es sollte doch einfach zu verstehen sein, was "ins Herz geschrieben" bedeutet, wie das prophetische Wort Gottes spricht, aber dann verstehe ich wieder nicht, was Zippo sagen will. Manche denken für meine Begriffe zu kompliziert, was die Sache nicht verständlciher macht.

Darum ein Beispiel: Ich nehme das Gebot "Du sollst nicht ehebrechen." Das kannst du genau so lesen, wie es in 2 Mose 20:14 geschrieben steht, aber damit ist es noch nicht ins Herz geschrieben, es steht vorerst weiter nur am Papier geschrieben.

Üblicherweise kann man ein Gebot halten oder missachten. Reden wir über Christen. Wenn du es nur aus Pflichtgefühl einhältst, dann weil dir entweder das Gewissen darin zusetzt, oder du die Konsequenzen fürchtest. Z.B. stand früher darauf die Todesstrafe, oder es könnte auch die Schande sein, die damit verbunden ist, wie man dich heute in der Gemeinde für Ehebruch meiden würde.

Es ist sicher besser ein Gebot zumindest einzuhalten als es zu missachten, aber so wandelst du noch lange nicht im WIllen Gottes, da es dir nicht ins Herz geschrieben ist. In Wahrheit begehrst du z.B. deines nächsten Frau weiter und übertrittst damit nicht nur das 7., sondern auch das 10. Gebot.

Irgendwann kommt es auch zum Übertritt, das ist wie das Amen im Gebet, aber das würdest du nie zugeben. Du wandelst in der Sache nicht anders wie die Pharisäer als ein Heuchler, die äußerlich alle Gebote sogar penibel befolgen, innerlich aber tut die Sünde weiter ihre Werke, ohne dass sie es merken.

Ist es dir aber ins Herz geschriebbe, dann muss dich der Heilge Geist gar nicht mehr auf die Einhaltung ermahnen, denn du befolgst das Gebot nicht aus reinem Pflichtbewusstsein oder Kadavergehorsaem wie ein Soldat, sondern aus Liebe. Du erhältst damit ein wesentlich tieferes Verständnis, warum Gott dieses Gebot auch erlassen hat. Es erfüllt sich dieses Wort:
Johannes 7_17 hat geschrieben: Wenn jemand seinen Willen tun will, so wird er von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist oder ob ich von mir selbst aus rede.
Du beginnst Gottes Lehre auch zu verstehen als Segensgabe. Es geht dann gar nicht mehr um dich, wie du deine sexellen Gelüste zügeln musst, denn sie kommen in dem Fall nicht mehr hoch, sondern weil du aus Liebe zu deinem Nächsen dessen Ehe auch segnest.

Es geht dir also nicht mehr um dich, sondern um deines Nächsten willen hältst du seine Ehe auch in Ehren und wünscht ihm dazu alles Glück auf Erden und das von Herzen. Du tust nun Gottes Willen, weil es dir ins Herz geschrieben wurde. Das segent Gott und macht aus dir einen besseren Menschen, der sich Jesus angleicht.
Magdalena61 hat geschrieben: Do 16. Jul 2026, 18:58 Vielleicht sollten wir darüber reden. Weil es offenbar Leute gibt, die es nicht verstehen. Und es nützt nichts, zu reden, wenn Worte nicht die Herzen erreichen.
Es gibt m.E. grundsätzlich zwei Arten des Nichtverstehens: Das Nichtkönnen und nicht das Nichtwollen. Beim Nichtkönnen ist es ein Mangel der Gabe, beim Nichtwollen eine Herzenhaltung, die sich weigert die Wahrheit anzunehmen.
Magdalena61 hat geschrieben: Do 16. Jul 2026, 18:58 Siehst du das auch so? Sehen es die anderen auch so?
Meine Sichtweise habe ich versucht anhand eines Beispieles zu geben, wie ich diesen inneren Wandel an mir selbst erfahren habe. Wie andere etwas sehen, liegt nicht in meinem Bereich. Ich freue mich, wenn andere mit mir das Wort Gottes teilen. Ich wünschte, ich täte das in allen Bereichen, denn auch ich habe noch meine Altlasten.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Lea
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Re: Das Gesetz des Mose ist ... von welchem Gott?

Beitrag von Lea »

Magdalena61 hat geschrieben: Do 16. Jul 2026, 18:58 Wie gestaltet sich das in der Realität: "... ins Herz schreiben"? Und: Welches Gesetz?
Ich möchte das mal ganz einfach so ausdrücken: Was Gott in (mein) Herz schreibt, ist dann Bestandteil meines Herzens. Das bedeutet dann, dass ich es auch genau so tun will. Es ist dann nicht mehr ein Bestandteil einer "Liste", die man abarbeiten (erfüllen) muss, sondern ein natürliches Bedürfnis zur Qualität des Lebens.

Ich denke, es ist vergleichbar mit einer Pflanze, die auf Dauer Wurzeln schlägt und wächst - Frucht bringt. Nicht durch Erfüllung der einzelnen Vorgaben des "Gesetzes", sondern aus der Quelle heraus, aus welcher es ins Herz geschrieben wurde (verwurzelt ist).
Glauben (an Gott) funktioniert nicht, indem man "über" den Glauben redet, sondern indem man Glauben LEBT.
Sichtbar werden die Spuren indem sie hinführen zu Gott. Denn Gott findet man nur bei Gott selbst.
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