Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

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Helmuth
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 20:13 Ich denke nicht, dass hier Jesus solches meint, sondern eher auf das
- lose Maul,
- üble Nachrede,
- schlecht reden über andere,
- falsches Zeugnis über andere geben (Falsch, Verleumdung ist alles, was man vom meint, vom anderen wissen zu wollen, aber es nicht weiss, sondern willkürlich den anderen so einschätzt…! Oder auch schon nur etwas Negatives zu sagen, auch wenn es stimmt, darzulegen, um den andern vor anderen schlecht zu machen (Beweggrund)) usw.

zielt.
Du hast es erfasst und Jesu Wort kann daher nur in dem Kontext stehen. Das war allerdings schon seit Beginn des Threads klar, denn der Thread steht im Zeichen der selbstkrtischen Betrachtung und sollte weniger der theologischen Erörtertung dienen.

Aber danke dennoch für die Klarstellung. Vielleicht wissen es einige immer nicht nicht und meinen ihre Sicht sei schon richtig. Sich selbst zu richten ist hingegen durchaus erlaubt, am besten vom Herrn, wie du ein Beispiel Davids gezeigt hast.

Was machst du, um andere nicht derart zu richten? Um es vielleicht auch im Sinne Davids zu handhaben? Dass die Form des üblen Richtens anderer Menschen, egal weleche, nicht der Wille JHWH's ist, dem wirst du hoffentlich zustimmen. Aber was tust du, um den Willen Gottes in der Hinsicht zu tun?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
Ziska
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Ziska »

Jedenfalls ist es nicht im Sinne Gottes, wenn man einer bestimmten Person ins Gesicht schleudert:
„Du wirst in der Hölle schmoren!“
„Du wirst für immer und ewig vernichtet!“
„Du wirst für immer aus dem Dasein ausgelöscht!“

:denken2:

So zu urteilen steht niemand zu!

Jesus gab den Auftrag die gute Botschaft vom Königreich Gottes zu predigen.
Jeder, der zuhört, entscheidet selbst, ob er unter Gottes Regierung möchte.
Oder eben nicht…

Auch wer sich erst dagegen entscheidet, hat immer noch die Möglichkeit seine Entscheidung zu revidieren.

Jesus Prophezeiung aus Matthäus 24:14 hat sich übrigens weltweit erfüllt!

Wie Gott im weltweiten Krieg von Armageddon über jeden Einzelnen urteilt, geht uns absolut nichts an!
Eins ist sicher! Gott richtet in Gerechtigkeit.
Liebe Grüße von Ziska

was sagt die Bibel: Wer kommt in die Hölle?
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Zippo
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 12:33
Zippo hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 11:49 Willst du nicht au immer erhaben wirken und alles besser wissen, wie andere ?
Das könnte dein Eindruck sein. Und falls du es auch glaubst, richtest du damit nicht? Das ist, was ich hier kritisch unter die Lupe nehme, dass wir unentweget anderen etwas unterstellen, ein Übel, das sich der Mensch kaum abgewöhnt.
Es ist eher eine Beobachtung, vielleicht auch ein Urteil, mit dem bewerten dieser Beobachtung wäre es auch ein Richterspruch. Daumen hoch oder Daumen runter.
Ich habe darüber nachgedacht, daß das richten auch im biblischen Sinne gar nicht verkehrt ist. Es wird erst verkehrt, wenn ich den sogenannten Balken im Auge habe, also z. Bsp. unwissend richte, ohne genaues zu wissen. Oder wenn meine Motivation nicht stimmt oder ich mich selbst in die Kritik nicht mit einbeziehe usw. Dann spricht der Herr Jesus von einem Balken im Auge.
Helmuth

Gut aber, dass du es als Frage stellst, denn damit lässt du offen, wie du es wirklich so meinst. Ich unterstelle mal gar nichts, sondern antworte ohne Vorbehalt: Nein, das will ich nicht. Ich will die Dinge um der Wahrheit willen verstehen, nicht aber um damit besser als andere zu sein.

Ich tue es aber womöglich unbewusst und das möge Gott aufdecken. Von Menschen lasse ich mir in der Hinischt aber nicht mehr so viel aufschwatzen, die ihre eigenen Balken nicht erkennen. Soweit kann man das schon beurteilen. Es hängt damit zusammen, dass man ein wenig die Geister unterscheiden kann. Ein aufrechtes Bemühen bleibt auch nicht verborgen.
Sprich ruhig auch, was du bei mir beobachtest, mir fällt dazu auch ein Ausspruch Salomos ein.
[ Spr 27,5] Besser offener Tadel als Liebe, die im verborgenen bleibt.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mo 10. Aug 2026, 11:49 Was sagt dir der Heilige Geist denn da ?
Hast du es noch nicht verstanden? Na das sagt der Heilige Geist: "Richtet nicht!" Das Wort ist an uns gerichtet, nicht dass wir es jedem entgegenwerfen: "Hey du, du sollst nicht richten!" Denn schon das ist erst wieder ein Richten. Und ich dachte, ich hätte mich klar genug ausgedrückt. Nun, so kann man sich irren. ;)
So verstehe ich das gar nicht, ich glaube es geht mehr um die Art und Weise, wie wir richten.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 11:29 Ich habe darüber nachgedacht, daß das richten auch im biblischen Sinne gar nicht verkehrt ist. Es wird erst verkehrt, wenn ich den sogenannten Balken im Auge habe, also z. Bsp. unwissend richte, ohne genaues zu wissen.
Gerade so hast du kein Anrecht andere zurechzuweisen. Das ist ja die Aussage. Ich denke du liest Jesu Wort nicht genau. Es geht nicht darum, dass du meinen Splitter nicht sehen könntest. Jesus sagt: "Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders." Du siehst ihn also. Es fallen dir meine Fehler auf und mir auch deine.

Doch wenn du jetzt anfängst mich zu richten, oder wenn ich anfange dich zu richten, dann ist das falsch, denn Jesus sagt weiter: "Den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr." Und so fällt man unter Jesu Urteil: "Du Heuchler ..."

Jesus richtet also auch, wenn er uns Heuchler nennt, aber er hat eben im Gegensatz zu uns keinen Balken, ja nicht einmal einen Splitter im Auge. Wenn er uns richtet, ist es auch gerecht. Doch wenn wir uns selbst richten würden, dann ersparen wir uns sein Gericht, das über Heuchler ergehen müsste.

Warum richtest du nicht zuerst dich selbst? Wie sähe das bei dir aus? Oder erkennst du weiter deinen Balken nicht? Der erste Schritt wäre die Bewusstmachung. Ansonsten wird man seinen Balken nie los. Und was ich hernach gesagt habe, kommt nicht einmal in die weitere Überlegung.
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Helmuth
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Ziska hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 09:16 Jedenfalls ist es nicht im Sinne Gottes, wenn man einer bestimmten Person ins Gesicht schleudert: „Du wirst in der Hölle schmoren!“
Das ist noch mehr als Richten, und zwar ein offen ausgesprochener Fluch und enspricht dem Gegenteil von dem, dass wir die anderen segnen sollten. Begnügen wir uns mit dem, was wir sonst noch so den anderen an Last aufbürden. Aber es wäre nicht falsch darauf hinzuweisen, dass für Gottlose die Hölle bestimmt ist.

Es ist sicher klüger nicht: "Du wirst ..." zu sagen. sondern lediglich daraufhinzuweisen, dass jeder, der nicht umkehrt, dort landen wird, alos ohne Ansehen der Person. Jesus redet m.E. darum in Gleichnissen. Er spricht dich nicht persönlich an, aber der Heilige Geist sollte das durch das Gleichnis tun. Und worin immer der Heilige Geist dich überführt, das ist ein gerechtes Gericht.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass die meisten Menschen die Wahrheit gar nicht ertragen können und vieles nur so auffassen, dass du sie hiermit persönlich angegriffen hast und dann zurückschlagen. Darin zeigt sich auch der Balken in anderen und man richtet sich gegenseitig. Der springende Punkt ist, in welchem Geist du zu anderen sprichst, wer also dein Antrieb ist.

Das kann ein Richten, muss aber keines sein, denn entweder stimmt deine innere Motivation, weil du deinen Balken entfernt hast, und warnst lediglich, wobei du innerlich so betest, dass der andere nur nicht Schaden nehmen möge.

Man kann das auch bekräftigen, indem man sagt: "Bei aller Güte, ich wünsche dir sicher nicht diese und jenes, aber ..." Es darf nur keine Floskel sein, die man sich eingelernt hat. Wenn Menschen z.B. zu allem ein: "Bei allem Respekt" voranstellen, egal was sie dem anderen sagen wollen, dann hat das auch seinen Geruch.

So gibt es Unzählige, deren Motivation nicht die Güte ist, sondern sie laden lediglich ihren eigenen Frust, den der Balken in ihnen erzeugt, auf andere ab, indem sie ihrem Gegenüber die ungerechten Taten, von denen sie wissen, vor Augen halten. Dann haben diese gerichtet, wobei sie damit ihr eigenes Urteil über sich abgegeben haben.

Also selbst wenn es wahr ist, was du anderen sagst bzw. es gegenüber Dritten nachsagst, es steht dir nicht zu, da du nicht der Richter über andere bist. Auch an dich die Frage: Wie gedenkst du deinen Balken abzulegen?
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Ziska »

Helmuth hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 06:53

Also selbst wenn es wahr ist, was du anderen sagst bzw. es gegenüber Dritten nachsagst, es steht dir nicht zu, da du nicht der Richter über andere bist. Auch an dich die Frage: Wie gedenkst du deinen Balken abzulegen?
Zum einen!
Ich hab dich nicht persönlich angesprochen! :wave:

Zum anderen!
Meiner Ansicht nach spielst du dich jetzt wieder als Richter auf!
Vorher noch groß erzählen : „Ohne Ansehen der Person!“

Woher nimmst du dir das Recht mir persönlich zu unterstellen,
dass ich einen „Balken vor Augen“ habe?

:denken2:

Du widersprichst dir laufend selbst…
Oder anders gesagt: Deine Hinweise gelten scheinbar nur anderen!
Aber nicht dir persönlich!
Liebe Grüße von Ziska

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Larson
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 06:47 Was machst du, um andere nicht derart zu richten? Um es vielleicht auch im Sinne Davids zu handhaben? Dass die Form des üblen Richtens anderer Menschen, egal weleche, nicht der Wille JHWH's ist, dem wirst du hoffentlich zustimmen. Aber was tust du, um den Willen Gottes in der Hinsicht zu tun?
Es ist ja meist die Frage: „WIE sage ich es dem Kinde…“.

Zum Beispiel die Bemerkung:
„Du bist einfach zu blöd um es zu verstehen…, du bist hartnäckig…., du bist verstockt…, kannst es schon gar nicht verstehen und erkennen….“
(Ok, die Sprache Jesus (auch die des Paulus’s) war auch nicht gerade zimperlich… mit Otterngezücht, Söhne des Teufels…das hat mit „Liebe“ nichts mehr zu tun)

Solches ist ehrverletzend und erniedrigt den anderen, es betrifft dann die Person, trifft die Seele, und nicht die Sache. Es ist nicht gewinnend, sondern es baut Mauern auf.

Dagegen könnte man versuchen, dem anderen die Sachlage aufzuzeigen (Ursache, Begebenheit, Reaktion usw), dabei aber nicht mit der Tür ins Haus fallen. Versucht man die Sachlage zu klären, muss man dann selber zuerst mal denken, und eine Selbstprüfung derselben Sache, wenn man für sich selbst offen ist, geht dann sozusagen Hand in Hand, und so kann man denn selbst dem anderen mit dem eigenem Fehlverhalten, oder der Gefahr dessen, näherbringen.


Für sich, für mich selbst, sich vom Ewigen „richten“ zu lassen, also in steter Korrekturbereitschaft zu sein, ja mehr noch, nicht nur bereit zu sein, sondern mit festem Willen dies zu wollen (und nicht einfach in einer „Gefühls“-Liebe intuitiv, instinktiv zum Ewigen leben zu wollen), bedingt das Eintauchen in die offenbarte Lehre Gottes.

Psalm 26:
„… denn in meiner Lauterkeit habe ich gewandelt…“: Lauterkeit, Schlichtheit, Einfalt: Betonung auf „meiner“, aufgrund meines Erkennens und Vertrauen Deines Willens handelte ich …. Und darauf, deshalb werde ich nicht „+wanken…“,
aber trotzdem:
„… Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!“ prüfe mich, versuche mich, stelle mich auf die Probe, damit das Herz und die Nieren geläutert werden. Das Herz (in der Tenach) beschreibt eher das Denken, das Wollen, die Nieren eher die Gefühle, das Instinktive. Dies soll „geläutert“ werden, verfeinert werden, damit das Edle im Menschen, das Silber oder Gold rein wird… Das bedeutet, die Fähigkeit dazu wäre schon vorhanden, denn der Ewige schuf ja den Menschen nach seinem Bilde…

Und so schreibt David weiter, dass er in Seiner Wahrheit wandelt und er sich die Güte Gottes vor Augen hält. Er achtet auf den Umgang mit den Mitmenschen, dass er nicht um der Gesellschaft willen gleichzieht (Hinterlistige, Übeltäter)…

Dann wäscht er seine Hände in Reinheit, sein Tatenleben (vorher läutert er sein Inneres), denn mit verschmutzen Händen kann man sich schlecht dem Altar Gottes nähern.
Es ist hier von כַּפָּ֑י (kapāj: Hände): die Rede, also von der Besitz fassenden Hand: Nichts von dem was ich „mein“ nenne, darf mich anklagen, dass ich es nur besitze oder noch besitze!!!, weil ich den Geboten des Rechts und der Liebe den Gehorsam versagt.
Der Altar, die Huldigung Gottes, wo man den Ewigen erhebt.

Und so, un dnur so steht dann der Fuss auf der Geraden, auf der Ebene, in der Geradheit.


Nun stellt sich die Frage, wie dieses „läutern“ geschieht, damit das Leben in Geradheit geht.

Selbstkritik steht da zu Oberst, sich selbst hinterfragen, was sind meine Beweggründe und woran orientiere ich mich. Ist die Intuition, was gut und was schlecht ist (oder sein soll), als meine Richtschnur, oder ist es das, was der Ewige in seinen Weisungen darlegte für mich der Massstab (was ja auch Jesus als unumstösslich bezeichnet).
Ich weiss, Christen neigen da eher zum Ersteren, aber der Psalm 26, speziell Psalm 119 spricht dagegen (er ist ein einzigartiges, monumentales Liebeslied an das Studium der Torah, die Schätze der Tenach zu ergründen), wo es ganz speziell um die Lehre Gottes geht.

Das Leben hat damit nie ausgelernt.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Helmuth
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Ziska hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 07:28 Meiner Ansicht nach spielst du dich jetzt wieder als Richter auf!
Und wer richtet nun wen? :mrgreen:
Ziska hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 07:28 Woher nimmst du dir das Recht mir persönlich zu unterstellen, dass ich einen „Balken vor Augen“ habe?
Ich nehme mir das Recht heraus Fragen zu stellen, wir sind hier auch im Gesellschaftsforum. Als Glaubensforum besprechen wir dabei unseren Glauben. Dazu gehören auch Fragen. So fahre ich fort.

Du implizierst in die Frage bereits die Unterstellung. Das ist die typische Reaktion, von der ich geschrieben habe. Meiner Erfahrung nach richtet jeder, also auch ich, und er es hat jeder Mensch seinen Balken im Auge. Man muss ihn bloß erkennen. Dann kann man ihn auch herausziehen.

Es ist meine Auffassung zu Mt. 7:1-5, dass keiner eine Ausnahme ist und es tut mir leid, da es dich gerade trifft. Aber das ist wie die Frage: "Bist du ein Sünder?" Und als Antwort kommt: "Woher nimmst du dir das Recht mir das zu unterstellen!" und reagiert mitunter sogar erbost. Oder ist man gar kein Sünder? Dann bräuchte Jesus uns auch nicht erlösen. Nur ist das leider nicht die Wahrheit, sonder wir brauchen quasi tagtäglich unsere Reinigung nach dem Wort:
1. Johannes 1:8-10 hat geschrieben: Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.
Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
Dies beschreibt den Reinigungsprozess, oder eben nicht. Wenn nicht, dann bleibt weiter der Balken im Auge, was ja auch ein Blid für geistliche Blindheit ist. Durch Beswusstmachtung wird er uns aber gezeigt, also fahre ich fort.

Die Problematik beim Richten ist m.E. die: Man fasst Fragen schon von Vornherein als Unterstellungen auf. Man räumt gar nicht ein, dass der andere gar keine böse Absicht hat. Er muss sie haben, sonst würde er nicht fragen. In etwa so läuft das im Herzen ab, und glaub mir, ich kenne es von mir doch auch selbst. Und der Balken muss raus.

Aber ich mache es mir bewusst und kann ich offen darüber reden. So sehe ich den Umgang unter Brüdern, die sich nicht gegenseitig immer was vormachen, als hätte keiner einen Fehler. Ansonsten sind es viellleicht gar keine Brüder, die dir ein Leben vormachen ihr Glaube wäre besser. Das kann ich schon nicht mehr hören.

Soweit meine Analyse. Ich habe schon anfangs klargestellt, dass ich keine Ausnahme bin. Ich bin nur offener und kein Heuchler, der nicht einmmal weiß, dass er einer ist. Ich kann von mir nur sagen, ich arbeite daran meinen Baklen zu entfernen. Aber ich rege auch andere dazu an. Ob das ein Fehler ist?
Ziska hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 07:28 Oder anders gesagt: Deine Hinweise gelten scheinbar nur anderen! Aber nicht dir persönlich!
Und wieder war die Richterin Ziska am Wort. :mrgreen:

Das war nun eine ironische Ansage, aber wahr ist sie ja trotzdem, auch wenn es schmerzt. Es geht hier um eine selbstkritische Betrachtung. Wenn du das nicht erträgst, bist du hier im Thread falsch und solltest nicht teilnehmen. Ich beantworte gerne auch Fragen, aber es sollte Fragen sein, keine Unterstellungen.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mi 12. Aug 2026, 09:55, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: Mi 12. Aug 2026, 08:43 Dagegen könnte man versuchen, dem anderen die Sachlage aufzuzeigen (Ursache, Begebenheit, Reaktion usw), dabei aber nicht mit der Tür ins Haus fallen.
Das war nicht die Frage. Du beschreibst, wie du anderen aufrichtig helfen willst. Das ist sehr legitim, aber die Frage war: Wie machst du dir deinen eingen Balken im Auge bewusst? Dabei geht es nicht um den anderen, sondern um dich --> sprich Selbstkritik, denn wenn wir das tun, dann wird uns dieses in Aussicht gestellt:
1. Korinther 11:31 hat geschrieben: Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet.
Das ist mein Ziel, und ich denke es ist auch Gottes Ziel, wenn er in uns den Erlösungsprozess gestartet hat. Der ist klarerweise auch Voraussetzung bzw. gelangt man dorthin, wenn man sich selbst aufrichtig analysiert. Anderen kann man ja eine bestimmte Zeit lang etwas vormachen, aber was bringt es sich selbst zu betrügen? Gott sieht ja, was Sache ist, und keiner entkommt ihn.

Ich frage dich nochmals. Was tust du, um dir bewusst zu werden, ob nicht der Balken in deinem Auge ist? Ich frage auch nicht nach David, was er getan hat, sondern nun dich persönlich.
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Re: Richtet nicht! - Matthäus 7:1-5

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 12:07
Zippo hat geschrieben: Di 11. Aug 2026, 11:29 Ich habe darüber nachgedacht, daß das richten auch im biblischen Sinne gar nicht verkehrt ist. Es wird erst verkehrt, wenn ich den sogenannten Balken im Auge habe, also z. Bsp. unwissend richte, ohne genaues zu wissen.
Gerade so hast du kein Anrecht andere zurechzuweisen. Das ist ja die Aussage. Ich denke du liest Jesu Wort nicht genau. Es geht nicht darum, dass du meinen Splitter nicht sehen könntest. Jesus sagt: "Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders." Du siehst ihn also. Es fallen dir meine Fehler auf und mir auch deine.

Doch wenn du jetzt anfängst mich zu richten, oder wenn ich anfange dich zu richten, dann ist das falsch, denn Jesus sagt weiter: "Den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr." Und so fällt man unter Jesu Urteil: "Du Heuchler ..."
Im Gegenteil, ich lese die Worte Jesu immer genauer und lasse mir das richten nicht verbieten. Das tue ich eben und der Herr Jesus will eigentlich nur, daß ein gerechtes Gericht sprechen. Dazu muß ich natürlich wissen, was ich da verurteile und warum ich das mache ?
Wenn du Mesu Wirte genau lesen willst, dann darfst du nicht nur "richtet nicht" lesen, sondern auch den Nachsatz mit dem Balken.
Joh 7,24
Richtet nicht nach dem Ansehen, sondern richtet ein rechtes Gericht.
Ich wäre ein Heuchler, wenn ich sage, daß ich es nicht tue, aber egal was ich das richte, gerecht soll es sein.
Helmuth

Jesus richtet also auch, wenn er uns Heuchler nennt, aber er hat eben im Gegensatz zu uns keinen Balken, ja nicht einmal einen Splitter im Auge. Wenn er uns richtet, ist es auch gerecht. Doch wenn wir uns selbst richten würden, dann ersparen wir uns sein Gericht, das über Heuchler ergehen müsste.

Warum richtest du nicht zuerst dich selbst? Wie sähe das bei dir aus? Oder erkennst du weiter deinen Balken nicht? Der erste Schritt wäre die Bewusstmachung. Ansonsten wird man seinen Balken nie los. Und was ich hernach gesagt habe, kommt nicht einmal in die weitere Überlegung.
Ein Herr Jesus hatte die richtige Motivation, wenn er sprach und er kannte die Gedanken der Menschen.
Mt 9,4
Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so arges in euren Herzen?
Sich selbst zu richten, bedeutet, immer mal wieder eine ernsthaft Selbstbetrachtung zu haben. Das hat bei mir zugenommen, seid ich gläubig wurde.
Aber ich richte auch andere Menschen aus meiner Umgebung, aus Gesellschaft und Politik.

Eigentlich wird doch alles, was wir wahrnehmen, von uns eingeschätzt, verglichen, beurteilt und auch manchmal gerichtet. Das geschieht doch automatisch und der Herr Jesus will uns das auch nicht abgewöhnen. Denn es bedeutet ja auch z.Bsp. Gefahren wahrzunehmen, zu reagieren und am gesellschaftlichen Dialog teilzuhaben. Ich glaube, der Herr Jesus will nur, daß wir dabei gerecht sind.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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