Helmuth hat geschrieben: ↑Di 11. Aug 2026, 06:47
Was machst du, um andere nicht derart zu richten? Um es vielleicht auch im Sinne Davids zu handhaben? Dass die Form des üblen Richtens anderer Menschen, egal weleche, nicht der Wille JHWH's ist, dem wirst du hoffentlich zustimmen. Aber was tust du, um den Willen Gottes in der Hinsicht zu tun?
Es ist ja meist die Frage: „WIE sage ich es dem Kinde…“.
Zum Beispiel die Bemerkung:
„Du bist einfach zu blöd um es zu verstehen…, du bist hartnäckig…., du bist verstockt…, kannst es schon gar nicht verstehen und erkennen….“
(Ok, die Sprache Jesus (auch die des Paulus’s) war auch nicht gerade zimperlich… mit Otterngezücht, Söhne des Teufels…das hat mit „Liebe“ nichts mehr zu tun)
Solches ist ehrverletzend und erniedrigt den anderen, es betrifft dann die Person, trifft die Seele, und nicht die Sache. Es ist nicht gewinnend, sondern es baut Mauern auf.
Dagegen könnte man versuchen, dem anderen die Sachlage aufzuzeigen (Ursache, Begebenheit, Reaktion usw), dabei aber nicht mit der Tür ins Haus fallen. Versucht man die Sachlage zu klären, muss man dann selber zuerst mal denken, und eine Selbstprüfung derselben Sache, wenn man für sich selbst offen ist, geht dann sozusagen Hand in Hand, und so kann man denn selbst dem anderen mit dem eigenem Fehlverhalten, oder der Gefahr dessen, näherbringen.
Für sich, für mich selbst, sich vom Ewigen „richten“ zu lassen, also in steter Korrekturbereitschaft zu sein, ja mehr noch, nicht nur bereit zu sein, sondern mit festem Willen dies zu wollen (und nicht einfach in einer „Gefühls“-Liebe intuitiv, instinktiv zum Ewigen leben zu wollen), bedingt das Eintauchen in die offenbarte Lehre Gottes.
Psalm 26:
„… denn in meiner Lauterkeit habe ich gewandelt…“: Lauterkeit, Schlichtheit, Einfalt: Betonung auf „meiner“, aufgrund meines Erkennens und Vertrauen Deines Willens handelte ich …. Und darauf, deshalb werde ich nicht „+wanken…“,
aber trotzdem:
„… Prüfe mich, HERR, und erprobe mich; läutere meine Nieren und mein Herz!“ prüfe mich, versuche mich, stelle mich auf die Probe, damit das Herz und die Nieren geläutert werden. Das Herz (in der Tenach) beschreibt eher das Denken, das Wollen, die Nieren eher die Gefühle, das Instinktive. Dies soll „geläutert“ werden, verfeinert werden, damit das Edle im Menschen, das Silber oder Gold rein wird… Das bedeutet, die Fähigkeit dazu wäre schon vorhanden, denn der Ewige schuf ja den Menschen nach seinem Bilde…
Und so schreibt David weiter, dass er in Seiner Wahrheit wandelt und er sich die Güte Gottes vor Augen hält. Er achtet auf den Umgang mit den Mitmenschen, dass er nicht um der Gesellschaft willen gleichzieht (Hinterlistige, Übeltäter)…
Dann wäscht er seine Hände in Reinheit, sein Tatenleben (vorher läutert er sein Inneres), denn mit verschmutzen Händen kann man sich schlecht dem Altar Gottes nähern.
Es ist hier von
כַּפָּ֑י (kapāj: Hände): die Rede, also von der Besitz fassenden Hand: Nichts von dem was ich „mein“ nenne, darf mich anklagen, dass ich es nur besitze oder noch besitze!!!, weil ich den Geboten des Rechts und der Liebe den Gehorsam versagt.
Der Altar, die Huldigung Gottes, wo man den Ewigen erhebt.
Und so, un dnur so steht dann der Fuss auf der Geraden, auf der Ebene, in der Geradheit.
Nun stellt sich die Frage, wie dieses „läutern“ geschieht, damit das Leben in Geradheit geht.
Selbstkritik steht da zu Oberst, sich selbst hinterfragen, was sind meine Beweggründe und woran orientiere ich mich. Ist die Intuition, was gut und was schlecht ist (oder sein soll), als meine Richtschnur, oder ist es das, was der Ewige in seinen Weisungen darlegte für mich der Massstab (was ja auch Jesus als unumstösslich bezeichnet).
Ich weiss, Christen neigen da eher zum Ersteren, aber der Psalm 26, speziell Psalm 119 spricht dagegen (er ist ein einzigartiges, monumentales Liebeslied an das Studium der Torah, die Schätze der Tenach zu ergründen), wo es ganz speziell um die Lehre Gottes geht.
Das Leben hat damit nie ausgelernt.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.