Larson hat geschrieben: ↑Fr 28. Aug 2026, 22:03
Abischai hat geschrieben: ↑So 23. Aug 2026, 00:39
Japhet war der Schreiber der Texte der Flut.
Mit etwas Recherche wird aber das ganze wegen dem Wort Toldot תּוֹלְדֹ֖ת (tolᵉdot) eine These gebildet, dass dieses Wort immer am Schluss einer Schrift steht, und somit quasi die Unterschrift sein soll.
Betrachtet man aber nun
1.Mo 5,1 Dies ist das Buch von Adams Geschlechtern.
So steht dies eher am Anfang eines Abschnittes, nicht am Ende, es bezeichnet nicht die Vorfahren, also Abstammung, sondern deren Nachkommen. usw
Darum heißt es These und die Vehemenz, mit der Abischai sie verteidigt, nenne ich religiösen Übereifer, der zur Schaumschlägerei gereicht. Da ich solches irgendwie schon riechen kann, gebe ich darauf nichts. So glaubt jeder, was in seinen Augen richtig ist und im Prinzip tue ich es nicht anders.
Aus einer These einen Beweis zu machen ist alledings ein grundlegender Fehler und zerbricht genau dort, wenn nur eine Schwachstelle, die du aufgezeigt hast, vorhanden ist und so kann die Tol'dot-These ruhigen Gewissens in den Kübel wandern.
Wisemans Intention finde ich dennoch gut, denn er ist m.E. schon auf der richtigen Spur, nur bringt es nichts mit unzulänglichen Mitteln etwas belegen zu wollen. Ich denke auch, dass unmöglich Mose der Autor sein kann, was Wiseman ja zeigen wollte.
Mose hatte nicht in der Zeit Noahs gelebt, also was möchte er denn berichten?. Die einzige Methode, ihn dennoch zum Autor zu machen, wäre die Inspirations-These, die noch unhalbarer ist.
Ich sehe es sinnvoller die Tol'dot-These durch eine Augenzeugen-These zu ersetzen, denn diese lässt sich jedenfalls nicht entkräften. Man kann sie zwar ebenfalls nicht beweisen, aber ebenso nicht widerlegen, denn es müssen Augenzeugen exisiteren, damit ein historischer Bericht zustande kommen kann. Ansonsten wäre es tatsächlich nur ein Mythos.
Hätte Mose das verfasst, wäre es also zum Mythos geworden, denn er hatte keine Kennntnis. Nun aber wird bestätigt, dass Gott zu Noah gesprochen hatte und das wagt ein Mann Gottes nicht einfach zu behaupten, denn Gott würde das auch sanktionieren. So muss man einer zuverlässigen Überlieferung vertrauen, als keine Heiden, sondern auserwählte Männer Gottes Berichte vorlegen.
Dass Mose möglicherweise solches Material gesammelt hatte, ist denkbar, aber das kann genauso ein anderer getan haben. In dem Fall ist die Hauptsache,
dass gesammelt wurde und dass kein Wort einem anderen widerspricht, das darauf Bezug nimmt, wie es redaktionell immer wieder überarbeitet worden ist. Man muss auch denen vertrauen.