Weil der Autor meint, dass sie eben keine sind. Die Frage wird, wie ich es lese, rhetorisch gestellt. Der Autor denkt nicht daran, dass ein Engel jemals ein Sohn sein könnte. Er erwartet sich als Antwort auf seine Frage eigentlich kein klares: "Zu keinem!"ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 28. Aug 2026, 15:43 Hebräer 1,5 Denn zu welchem der Engel hat er je gesagt: »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt?« Und wiederum: »Ich will ihm zum Vater, und er soll mir zum Sohne sein?«
Warum wird hier die Feststellung getroffen, dass "Engel" gerade keine Söhne Gottes sind ?
Es ist für mich ohnehin wider die Schöpfungsnatur und das ist hier eine meiner Prämissen. Solches gibt es nur in Religionen, deren Götterwesen wir als Götzen bezeichen. Diese Vorstellungen werten wir doch als Hirnespinste, oder etwa nicht?
Hier wird ein Kurzschluss recht deutlich. Die Judas-Stelle spricht von Engeln, die Genesis-Stelle von Söhnen Gottes. Das Vermischen bzw. die Gleichstellung dieser doch unterschiedlichen Begriffe hat sich dennoch als Glaubensgut eingebürgert. An sich sollte es aber schon reichen, dass dies durch Hebräer 1:5 widerlegt ist. Werden wir Gehör finden?ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 28. Aug 2026, 15:43 Judas 1,6 widerspricht dem gerade nicht, denn hier haben die Engel offensichtlich die Behausung verlassen, die für sie bestimmt war und nicht eine, die sie sich selber suchten.
Mit Verlaub, auch das lasse ich als Prämisse nicht gelten, weil diese Aussage wieder nur eine Seite der Medaille zeigt. Sie ist allerdings auch nicht falsch, aber nur eine einseitige Beobachtung.ProfDrVonUndZu hat geschrieben: ↑Fr 28. Aug 2026, 15:43 Ein Sohn Gottes wird man nicht durch Bestimmung und Verordnung, sondern durch freiwillige Entscheidung von Herzen.
Ich gehe davon aus, Otto wird seine Theologie weiter verteidigen und unsere Argumente zu entkräften versuchen. Und letztlich gerät das ins Stocken, weil jeder von seinen Prämissen überzeugt ist, egal welche Vorbehalte man vorbringt, und seien sie biblisch noch so sattelfest untermauert.
Daher versuche ich den Weg von der Seite, zuerst zu analysieren, was einen Sohn Gottes kennzeichnet, und das sehr gründlich ohne gleich Schlussfolgerungen zu treffen. Und erst bei Klarheit setzen wir das ins Verhältnis zu anderen Dingen, oder es ist gar nicht mehr notwendig, was auch mein Ziel wäre.