Ziska hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 10:21
Von diesen Personen ist doch in Römer 13 keine Rede!
Du verstehst schlicht das Prinzip nicht. Ich sagte, es ist egal, was ein Mensch tut, es setzt nicht außer Kraft, wer der Machtverleiher ist. Hast du also eine schlechte Obrigkeit, hast du zwar Pech, aber Gott hat ihr die Macht verliehen.
Ziska hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 10:21
Paulus spricht von Regierungen!
Ja auch, aber es geht um jede Art Obrigkeit. Paulus behandelt in Römer 13 auch spezifisch staatliche Macht und zeigt das Prinzip in seinen möglichen Auswirkungen. In 5. Mose 8 zeigt uns Mose, dass es nur einen Machtgeber gibt. Diese Prinzip formuliert nun Paulus mit seinem ersten Satz und dehnt es auf Obrigkeiten aus:
Römer 13:1 hat geschrieben: Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Obrigkeit, außer von Gott, diejenigen aber, die bestehen, sind von Gott eingesetzt.
Paulus definiert hier noch keine bestimmte Gewalt. Sie kann auch dein Ehemann sein, oder der Vater über seine Kinder. Die Aussage enthält keine Einschränkung. Paulus erklärt überdies, dass es keine Obrigkeit außer von Gott gibt. Im nächsten Satz erklärt er die grundsätzlichen Auswirkungen des Ungehorsams:
Römer 13:2 hat geschrieben: Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteil über sich bringen.
Auch hier erfolgt noch keine Einschränkung, da es eben ein Prinzip ist, wie Gott wirkt. Also es züchtig der gute wie der schlechte Vater seine Kinder. Ich rede nicht davon, wer richtig und falsch erzieht, weil das für das Prinzip selbst irrelevant ist. Aber das Kind, das nicht folgt, sprich sich dem Vater widersetzt, wird damit auch ein Urteil erhalten. Ich betonte daher die Blickrichtung von oben nach unten und nicht umgekehrt.
Erst ab Vers 3 geht Paulus auf staatliche Gewalten ein. An den Prinzipien ändert das nichts. Irgendwann steht auch der Machtausübende vor Gott und muss sich verantworten bzw. setzt er ihn vorzeitig ab und erhält sein Urteil, sei es zum Guten wie zum Bösen.
Gott hat dieser Schöpfung das Prinzip auferlegt, dass sein Ordnungsprinzip schon in der kleinsten Zelle, das ist jede einzelne Familie, seine Gültigkeit hat. Es spielt dabei keine Rolle, ob diese Familie gläubig ist oder nicht.