Propheten
5.Mo 13,2-4
2 Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Träume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder;
3 und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sprach: Lass uns anderen Göttern nachgehen, die du nicht gekannt hast, und ihnen dienen;
4 so sollst du nicht hören auf die Worte dieses Propheten oder auf den, der die Träume hat; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, liebt mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele.
Der Text sagt hier nicht, dass diese falschen Propheten „teuflisch / dämonisch“ seien, sondern bleibt „neutral“, es geschehen Wunder, Visionen. Träume, aber sie sind ein Prüfstein für das Volk.
מְנַסֶּ֞ה (mᵉnasëh) נָסָה (nāsāh) versuchen, (etwas auf die Probe stellen, zu testen)
Somit legitimieren Zeichen, Wunder, Visionen nicht das, was dann der Prophet sagt.
Kleiner Exkurs: So zum Beispiel gab Jesaja (Jes 7) explizit für Ahas das Zeichen dieser Geburt eines Knaben und den Zeitraum bis zur Befreiung Jerusalems, und es wurde auch zu jener Zeit erfüllt, ansonsten Jesaja aufgrund 5.Mo ein falscher Prophet gewesen wäre. Das Zeichen war für Ahas, nicht für eine Jahrhundert spätere Zeit.
Zurück zum Text:
Also,
woran soll nun „Prophetie“ geprüft werden? Wie viele meinen von sich sagen zu können: „Der Herr hat mir gesagt…“, „Der Heilige Geist zeigte mir…“
So warnt auch Jeremia durch das Wort Gottes:
Jer 29,8 Denn so spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels (יְהוָ֤ה צְבָאוֹת֙ אֱלֹהֵ֣י יִשְׂרָאֵ֔ל (JHWH tsᵉvāʽot ʽĕlohê jisᵉrāʽel)): Lasst euch von euren Propheten, die in eurer Mitte sind, und von euren Wahrsagern nicht täuschen; und hört nicht auf eure Träume, die ihr euch träumen lasst.
9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.
Also es sind auch hier durchaus „fromme“ Leute (in Seinem Namen), die dann aufgrund ihrer Vision, falsche Schriften und Lehren verbreiten. Sie verkünden ihre eigenen Träume, ihrer eigenen Trance (was es in jeder Religion gibt, ob Islam, Naturreligionen usw)
Aber wie, womit soll nun etwas geprüft werden?
Dazu gab Gott die Torah, denn weshalb und wozu hätte Er sie denn geben sollen?
So erscheint auch die Maria nur solchen, wo die Menschen an die Maria glauben… dazu neigen, an sie zu glauben. die röm. katholische Kirche bejaht es andere verneinen es…
Die Menschen denken, dass die persönliche Offenbarung sei das, was zählt.
Deshalb sollte man sich keine Doktrin auf der Grundlage seiner persönlichen Offenbarung bilden, denn wozu braucht man eine Tenach?
Warum fragt man nicht Gott, was die Wahrheit ist? Und was auch immer dann Gott sagt, was geschrieben steht, die subjektive Erfahrung bleibt die „Wahrheit“, welche über das Wort Gottes gestellt wird.
Die aus der eigenen Erfahrung (Vision) resultierenden Lebensveränderungen beweisen nicht dass es wahr ist (nicht zu sündigen, mit dem Rauchen aufhören usw…). Solche persönlichen Veränderungen geschehen in jeder einzelnen Religion, ob Christ, Muslim, Buddhist oder Naturreligionen.
Und deshalb steht in der Torah, man soll nichts hinzufügen und nichts wegnehmen.
5.Mo 4,2 Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.
5.Mo 13,1 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun.
Wiederholt und wiederholt wird darauf hingewiesen, diesem Seinem in der Torah gegeben Worte etwas darüber zu stellen, sondern alles muss dieser untergeordnet sein.
Deshalb sollte man nie
zum Gott seines Geschmackes, der Theologie , der Vision sagen: "wenn es wahr ist, zeig es mir!". Denn du (und ich) bist kein Prophet!
Dann betet man um Weisheit, man bittest den
Gott Israel um Weisheit und schaust im Tenach nach 5.Mo 13,4.
Die Torah sagt nicht, dass dies alles nur Gaunerei oder Träumerei sei, es sei alles falsch und unecht usw. Auch Götzenanbeter konnten Wunder vollbringen, wie die Magier des Pharao.
Und so steht, höre nicht auf diesen Propheten, sondern folge Gott nach….
Wie können nun „falsche“ Wunder geschehen? Deshlab: „Ich prüfe euch um zu sehen, ob ihr mich liebt!“
Zum Beispiel die falschen Propheten in Jeremja, Jer 5,31, Jer 6,13 שֶׁקֶר (schëqër) Lügner, Falschheit (ein grosses Thema in Jeremia)
Jer 8,8 Wie mögt ihr sagen: Wir sind weise, und das Gesetz des HERRN ist bei uns? Ja, siehe, zur Lüge hat es gemacht der Lügengriffel der Schriftgelehrten.
9 Die Weisen werden beschämt, bestürzt und gefangen werden; siehe, das Wort des HERRN haben sie verschmäht, und was für eine Weisheit haben sie?
Eine verfälschte Lehre. Sie schreiben falsche Pamphlete, eigene Schriften, das bedeutet aber nicht, dass es sich bei der Torah um eine
falsche Torah handelt, also dass die Torah falsch sei.
Und diese Propheten kamen zu Jeremia und behaupteten, dass Gott zu ihnen gesprochen habe. Und leichtgläubige Menschen glaubten ihnen.
Jeremia weht ihnen aber Jer 29,8-9: sie verursachen ihre Träume selbst!
Und so steht die ausdrückliche Mahnung:
5.Mo 13,1 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu tun; du sollst nichts hinzufügen und nichts davontun.
Dabei auch immer wieder, nicht anderen / fremden Göttern und somit fremden Theologien dienen, sich vor ihnen niederzuwerfen (anbeten/beten) (5.Mo 13,7ff) denn Gott ist Einer, JHWH allein ist Gott, und kein Gott ist da neben ihm.
5.Mo 5,6-10
6 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich herausgeführt habe aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft.
7 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
8 Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, irgendein Gleichnis dessen, was oben im Himmel, und was unten auf der Erde, und was in den Wassern unter der Erde ist.
9 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen und ihnen nicht dienen; denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Ungerechtigkeit der Väter heimsucht an den Kindern, ja, am dritten und am vierten Glied derer, die mich hassen;
10 und der Güte erweist, auf Tausende hin, an denen, die mich lieben und meine Gebote beobachten.
Somit gibt es keine Veranlassung, keinen Grund und ebenso keine Berechtigung, sich von einer anderen Religion den Gott und den Weg des Heils diktieren zu lassen, denn:
1.Sam 15,23 Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, und der Eigenwille wie Abgötterei und Götzendienst. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich verworfen, dass du nicht mehr König seist.
5.Mo 30,11-14
11 Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und ist nicht fern.
12 Es ist nicht im Himmel, dass du sagen könntest: Wer wird für uns in den Himmel steigen und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?
13 Und es ist nicht jenseits des Meeres, dass du sagen könntest: Wer wird für uns jenseits des Meeres hinüberfahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?
14 Sondern sehr nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, um es zu tun.
Es muss niemand „vom Himmel kommen / zu Himmel gehen“ um es von dort zu bringen / holen, es ist auch nicht jenseits des Meeres, in einer anderen fremden Kultur… sondern es liegt vollumfänglich in und auf der Hand.
Der Tanach sagt, was man glauben soll. Egal, welche Erfahrungen gemacht wurden, es bedeutet nichts, denn wichtig allein ist nur, die Lehre Gottes, was in der Tenach steht.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.