Helmuth hat geschrieben: ↑Mi 2. Sep 2026, 09:11
Zippo hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 17:20
In Psalm 82 werden Menschen als "elohim" bezeichnet.
Ganz genau, und zwar wird hier Elohim dezidiert im Plural verwendet:
Psalm 82:6 - ELB-CSV hat geschrieben: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter, und Söhne des Höchsten ihr alle!
Es kann aber nicht mit "Götter" übersetzt werden, denn das ist ein glatter Unsinn seitens dieser ÜS der ELB-CSV. Wenn die Schrift unmissverständlich lehrt, dass es nur einen Gott gibt, wieso sind dann auf einmel "Götter" im Spiel? Wer denkt so blödsinnig? Ich würde es wie schon den Namen Gottes JHWH unübersetzt lassen und hieße -->
Ihr seid Elohim!
Insbesondere erklärt sie das Wort Gottes an dieser Stelle zu seinen Söhnen. Wir haben mit Pslam 82:6 den Schlüsselvers für unser Thema. Diese Elohim, die Menschen sind, können selbst wieder Söhne haben. So sind die
bnej ha-elohim die Söhne der von Gott ernannten Elohim, die Elohim davon die von Gott eingesetzten Obersten des Volkes, denen auch richterlche Gewalt zukommt.
Zippo hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 17:20
Elohim ist eine Bezeichnung für die Mächtigen der Himmelswelt, dazu zählt nicht nur Gott sondern auch die Engel, Ps 8,6
Warum schenkst du wieder in die andere Richtung? Wenn in
Psalm 82:6 unmissverständlich Menschen angesprochen werden -
Ihr seid Elohim, Söhne des Höchsten! - wie kann man es dann wieder uminterpretieren?
Gerade das will ich sagen, dass man nicht mittels einer Doktrine mal so und mal so auslegt. Es gibt dafür keinen Anhaltspunkt außer solche bereits Fehl-Übersetzungen wie "Götter". In Psalm 8:6 steht ebenfalls Elohim und hat seine Gültigkeit für hier auf Erden. Da steht nichts von einer Himmelswelt.
Das Wort elohim steht für Gott und alle die in seinem Auftrag stehen. Das sind eben auch die Engel, wenn sie Gottes Willen tun und auch Menschen. 1 Mo 1,26 Menschen spielen in diesem Zusammenhang doch eher eine untergeordnete Rolle.
Helmuth
Zippo hat geschrieben: ↑Di 1. Sep 2026, 17:20
Das Wort elohim wir auch für Richter gebraucht.
Eine guter Hinweis. Wie schon aus Psalm 82 hervorgeht, hatten diese Elohim in ihrer Funktion als Richter versagt und werden von Gott dafür zur Rechenschaft gezogen.
Wie sterbliche Menschen werden sie fallen, drückt der folgende Vers 7 aus. Es wird geradezu betont, dass diese Elohim Menschen sind.
2 Mose 21:6 und 2 Mose 22:7-8 und 27 sind dazu ebenfalls sehr klare Belegstellen, aber die beste ist m.E. diese hier, da wir es bei der mit einem Wort Gottes zu tun haben, dass direkt aus Gottes Mund an Mose gerichtet worden ist:
2. Mose 7:1 - ELB-CSV hat geschrieben: Und JHWH sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich dem Pharao zum Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.
Wieder verweise ich auch den Nonsens der ELB-CSV ÜS dies mit "Gott" zu übersetzen. Die Rede ist von
Elohim, zu dem Mose gesetzt wurde. Er wurde damit so auch zu Gottes Sprecher als Richter über den Pharao.
Mose ist ein gutes Beispiel für einen Menschen, indem Gott wirkt, um dem Volk Israel beizustehen. Solch ein Mensch ist also ein elohim, weil Gottes Geist in ihm wirkt und sein Wille zum Ausdruck kommt.
Aber wir sind ganz vom Thema abgekommen. Es ging doch darum, wer Sohn Gottes ist ? Das sind meines Erachtens alle Geschöpfe, die aus ihm hervorgegangenen sind, mit der besonderen Fähigkeit des Dialogs und freier Willensentfaltung. Dazu gehören Engel und Menschen.
Aber Otto meinte wohl in dem von dir eingangs zitierten Beitrag, den Sohn Gottes, der in den Propheten angekündigt Jes 9,5, Ps 2,7, 2 Sam 7,14, und in dem Menschen Jesus Christus auf die Welt kam. Neu ist für mich folgender Zusammenhang:
[Ps 89,27-28] Er wird mir zurufen: Mein Vater bist du, mein Gott, und der Fels meiner Rettung!
So will auch ich ihn zum Erstgeborenen machen, zum Höchsten der Könige der Erde.
Der Hebräerbrief spricht von DEM Sohn Hebr 1-2
[Heb 1,1-2] Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn, den er gesetzt hat zum Erben aller Dinge, durch den er auch die Welten gemacht hat;
Dieser Sohn war in der Welt, die durch sein Wort von Gott geschaffen wurde Joh 1,1-3 , er kam mit seinem Gott und Vater in das Fleisch des Menschen Jesus, er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf, heißt es in Joh 1,9.
Über diesen Sohn lohnt es sich, nachzudenken. Seine Gottssohnschaft war einzigartig und seine Worte und Werke sprachen für ihn, aber Glaube war nötig, ihn zu erkennen.
In Joh 10 kommt noch mal dieser Konflikt deutlich zum Ausdruck, weil die Juden sich daran störten, daß er Gott seinen Vater nannte.
[Joh 10,29-33] Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus der Hand meines Vaters rauben. Ich und der Vater sind eins.
Da hoben die Juden wiederum Steine auf, damit sie ihn steinigten. Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch von meinem Vater gezeigt; für welches Werk unter denselben steinigt ihr mich? Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.
Mit der Aussage, daß Gott sein Vater sei, was für die damalige Zeit ungewöhnlich war, bringt der Herr Jesus die Juden so in Rage, daß sie ihn steinigen wollten.
Sie hätten doch einfach bloß der Prophetie glauben sollen z. Bsp Ps 2,8 und dann wäre die Freude groß gewesen, stattdessen war Ärger über jemand, der Gott seinen Vater nannte.
Das ist doch ungewöhnlich. Und wieso sagen sie: "du machst dich selbst zu Gott" ?
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.