Sohn des Verderbens

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Zippo
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Sohn des Verderbens

Beitrag von Zippo »

Magdalena
Zippo hat geschrieben: ↑Sa 12. Sep 2026, 13:49
[2. Thes 2,3-12] ...Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur dass, der es jetzt aufhält, muss hinweggetan werden; und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen,
Wer muß hinweggetan werden ? Ist es der Boshafte, den der Herr Jesus mit dem Geist seines Mundes umbringen wird ?
Vorsicht. Derjenige, der das umfassende Wirken der Bosheit noch aufhält, ist nach Einschätzung vieler Christen der Geist Gottes.
Für den Gedanken, dass der Heilige Geist in der Kirche der Zügelhalter ist, spricht die Tatsache, dass der Zügelhalter sowohl als Sache als auch als Person (Maskulinum) bezeichnet wird, je nach Vers und Bibelübersetzung. Außerdem muss die Macht, die Satans Masterplan zur Enthüllung seines falschen Messias aufhält, von Gott sein. Es macht viel mehr Sinn zu sagen, dass der Heilige Geist den Teufel im Zaum hält in Gegensatz zu einer politische Instanz oder gar einem Engel. Der Heilige Geist Gottes ist die einzige Person mit ausreichender (übernatürlicher) Macht, um diese Zurückhaltung zu bewirken.
Quelle
Ich denke auch, daß es der Heilige Geist ist, der die Offenbarung des Boshaften zurückhält. Über seine Allmacht könnte man noch gesondert sprechen. Sicherlich hält er Fäden in der Hand, wenn es um die Realisierung der Pläne Gottes geht.
Für den Aufbau der Gemeinde Gottes hat er die Autorität bekommen und er wird auch das Signal zum Ende geben, wenn der Herr Jesus Christus am Tage der Entrückung kommt, um den Rest der Gemeinde in den Himmel zu holen.
Dann wird seine Arbeit beendet sein und er wird wieder in den Himmel aufgenommen werden. Die Arbeit an der Menschheit wird von Gott und den himmlischen Heerscharen weitergeführt, die ja das Haupt für die Entfaltung göttlicher Macht auf Erden darstellen. 1 Petr 3,22

Aber vorher kommt eben der Sohn des Verderbens, eine Person, die ich zunächst mit dem zweiten Tier in Off 13 in Verbindung bringen möchte, weil sie große Wunder und Zeichen tut.
[Off 13,11-13] Und ich sah ein anderes Tier aufsteigen aus der Erde; das hatte zwei Hörner gleichwie ein Lamm und redete wie ein Drache. Und es übt alle Macht des ersten Tiers vor ihm; und es macht, dass die Erde und die darauf wohnen, anbeten das erste Tier, dessen tödliche Wunde heil geworden war; und tut große Zeichen, dass es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor den Menschen;
[2. Thes 2,8-10] und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür dass sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf dass sie selig würden.
Der Sohn des Verderbens begibt sich aber auch in den Tempel Gottes und behauptet, daß er Gott sei und das trifft auf die erste Tiergestalt zu, der in Off 13 wie einem Gott Anbetung zuteil wird.
Off 13,4 und sie beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich, und wer kann mit ihm kriegen?
...
[Off 13,12-13] Und es übt alle Macht des ersten Tiers vor ihm; und es macht, dass die Erde und die darauf wohnen, anbeten das erste Tier, dessen tödliche Wunde heil geworden war; und tut große Zeichen, dass es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor den Menschen;
[2. Thes 2,3-4] Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also dass er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott.
Wer ist also der Sohn des Verderbens ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Sara Funkelstein
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Sara Funkelstein »

Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Der Sohn des Verderbens begibt sich aber auch in den Tempel Gottes und behauptet, daß er Gott sei...
Das liest sich wie das, was aus der "Figur Jesus" gemacht wurde. Zu wem betest du? Wer ist wie Gott?

Gott zu sein, bedeutet ganz grundsätzlich, selbst über Gut und Böse zu entscheiden. Mit dem Essen vom Baum des Wissens hatte der Mensch das ohnehin erreicht.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
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Helmuth
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Wer ist also der Sohn des Verderbens ?
Der wohl letzte Gewaltherrscher auf Erden. Der erste war Nimrod. Mehr lässt sich nicht sagen, da die Zeit noch nicht gekommen ist. Heute sind m.E. andere Dinge relevant, wo Jesus von den Zeichen der Zeit redet, auf die wir achten sollen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Abischai
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Abischai »

"Der jetzt noch aufhält"... ist interessant, weil das die Dimension umreißt, um die es geht. Was soll denn, bzw. was wird denn aufgehalten?
Ich verstehe das ziemlich einfach und weltlich in den Lagern der Systeme die sich gegenüberstehen und miteinander in Widerstreit liegen, also nicht generell das Reich Gottes gegen das Reich der Finsternis, sondern ein Weltreich gegen das andere, eines ist schlimmer als das andere, daher hält sich das immer noch in Waage, eine Einrichtung, die Gott seit Babel (dem Turm zu...) installiert hat, damit das niemals umkippt, sonderen immer schön auspendelt.

Und hier verstehe ich ein politisches System, welches zwar auch Weltsystem ist, aber etwas näher an der Ordnung Gottes dran ist als andere das sind. Und dieser eine Kräfteblock muß hinweggetan werden, damit das System dann doch umkippt im Schweinsgalopp und in den Abgrund rasen kann und noch viele Menschen mitreißen.

Wäre "der jetzt noch aufhält" der Heilige Geist, so müßte der ja "hinweggetan" werden, wie denn?
a.) Durch die ausnahmslose Entrückung sämtlicher Gläubiger, denn wenn auch nur ein Christ verbliebe, wäre der Heilige Geist nicht weg von der Erde. Oder wie wäre es, wenn
b.) alle Christen umgebracht würden? Dann müßten es aber auch wiklich konsequent alle sein, wie vormals genannt.

Daher glaube ich nicht mehr (früher sah ich das auch so, heute nicht mehr), daß es der Heilige Geist ist, sondern jemand oder etwas, das große Macht hat und der übderbordenden Bosheit irgendwie noch im Wege steht und nicht so richtig mitziehen will, also irgendwelche echte Obrigkeit, von Gott eingesetzt, die das Schwert trägt und Gute belohnt und Böse bestraft, das aber keinen "Gottesstaat" darstellt, sondern selbst nicht fest in Gott gegründet ist, aber als sein Werkzeug willig kämpft.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Galahad
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Galahad »

Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Ich denke auch, daß es der Heilige Geist ist, der die Offenbarung des Boshaften zurückhält.
1️⃣ Die Übersetzungen dieser Verse, wie auch einiger anderer Verse, gestaltet sich sehr schwierig.

Was dann manchmal passiert ist, daß Übersetzer sich den Text so "hinbiegen" wie er für sie sinnvoll erscheint. (Das ist nicht unbedingt verwerflich.) Man erkennt solche Verse daran, daß die unterschiedlichen Übersetzungen sehr weit auseinandergehen. Wie das hier der Fall ist…

Man übersetzt den zweiten Teil von Vers 7 eben so gut man kann. Die griechischen Worte sind aber niemandem so richtig klar. Paulus fängt an in Vers 5 mit "Erinnert Ihr euch was ich sagte?" und unser Problem ist, wir waren nicht dabei. Und dadurch bleibt Vers 7 unklar.

Z.B. wird oft übersetzt "der, der zurückhält" - aber das muß kein "der" sein, genausogut könnte man auch übersetzen "was, das zurückhält" - also eine unpersönliche Kraft oder Situation.

Also das ist beim Übersetzen schon Interpretationssache.

2️⃣ Dann gehen wir mal an die Sache, ohne uns zu sehr von bestehenden Übersetzungen einengen zu lassen, aber freilich auch möglichst ohne die heidnische Mythologie heranzuziehen, wie das leider zu viele machen und gemacht haben.

Jetzt überleg mal. In Vers 7 am Anfang schreibt Paulus: das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am arbeiten.
Vers 7 hat geschrieben:Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden;
Das heißt schon damals, als Paulus schrieb, regte sich das Geheimnis der Bosheit. Es ist nicht so, daß es nicht arbeitete und aufgehalten wurde. Das ist unlogisch. Das Geheimnis der Bosheit war aktiv. Ist aktiv.

Man muß jetzt nicht auf die Sache gehen <<Wann>> beginnt das Geheimnis der Bosheit zu arbeiten?

Die Antwort ist klar: schon damals, zu Paulus Zeiten arbeitete das Geheimnis der Bosheit (oder Gesetzlosigkeit).

3️⃣ Was ist dann das mit dem <<zurückhalten>>? Ja, irgendwas wird es wohl sein. Wie gesagt, so richtig klar sind die Worte niemandem und da braucht auch keiner so tun als ob er es zweifellslos kapiert.

Aber wir gehen soweit daran, wie möglich, hier mal ein erster Schritt.
Vers 7 hat geschrieben:Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden;
Diese Übersetzung schreibt "der es jetzt aufhält" aber im Vers vorher…
Vers 6 hat geschrieben:Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit.
…ist es jetzt plötzlich ein "was" - "was es noch aufhält."

Von meinen eigenen Studien her gehe ich aber von einem ganz anderen Sinnzusammenhang aus, der meines Erachtens eher dem Urtext zu entnehmen ist.

Paulus schreibt eben nicht widersprüchlich. Sondern, er schreibt zunächst "das Geheimnis der Gesetzlosigkeit" ist am arbeiten, aber jetzt ist der, der es zurückhält ebenfalls am arbeiten. (Anders als halt vorher.)

Das Neue war ja nicht, daß das Geheimnis der Gesetzlosigkeit arbeitet. Dies tut es seit Adams Entscheidung für die Sünde. Das Neue war, daß durch die Geburt der Kirche, der (oder das) was es aufhält, d.h. zurückdrängt angefangen hatte zu arbeiten.

Wir müssen beim Evangelium bleiben und uns nicht den heidnischen Fabeln zuwenden.

Das ergibt erstmal folgendes Bild (bis hierhin soweit):

0️⃣ Das Geheimnis der Gesetzlosigkeit arbeitet seit dem Sündenfall im Garten Eden.
1️⃣ Der, der es zurückdrängt ist jetzt auch am arbeiten. Seit der Geburt der Kirche.

Das letzte Wort in Vers 7 im Urtext ist μέσου welches etwa mit "Mitte" oder "Mittelpunkt" übersetzt werden kann.

Das ist in der Betrachtungsweise der Autoren des NT (und nicht unbedingt späterer Theologen und Übersetzer) ein Hinweis auf die Kirche, den innersten Kreis der Kirche.

Die meisten Übersetzungen skippen das Wort einfach oder übersetzen es mit mittels der Formulierung "aus dem Wege" oder "dem Wege" oder so ähnlich.

Weil sie den Gesamtkontext nicht verstehen, wie oben beschrieben.

2️⃣ Wer oder was hält dann zurück? Aus der Mitte der Kirche träfe dann auf den Heiligen Geist zu. Das ist sicherlich richtig, daß etwas, was das Geheimnis der Gesetzlosigkeit zurückdrängt vom Heiligen Geist gesalbt sein muß und nicht irgendwie außerhalb des Heiligen Geistes steht. Aber hier einfach nur den Heiligen Geist einzusetzen ist auch sehr oberflächlich und allgemein gehalten.

Um das besser zu verstehen, muß man in der Bibel lesen und zwar dort, wo von dem Geheimnis der Gesetzlosigkeit etc die Rede ist. Die Bibel legt sich selbst aus. Herumdoktorn an einem einzelnen Vers hilft nicht.

Was auch nicht hilft ist im antichristlichem Geiste zu stehen und nur auf das Geheimnis der Gesetzlosigkeit zu starren und es so zu erhöhen.

Die Bibel redet primär vom Geheimnis Christi und dem gegenüber gestellt dem Geheimnis der Gesetzlosigkeit.

Man wird nicht umhinkommen das Geheimnis Christi zu klären, bevor man das Geheimnis der Gesetzlosigkeit versteht.

Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Aber vorher kommt eben der Sohn des Verderbens, eine Person, die ich zunächst mit dem zweiten Tier in Off 13 in Verbindung bringen möchte, weil sie große Wunder und Zeichen tut.
1️⃣ Diese Verbindung zwischen dem Mensch des Verderbens aus dem Thessalonicherbrief und den Tieren aus dem 13. Kapitel der Offenbarung ist ja nichts neues. Das findet man ja in der einschlägigen Literatur sehr häufig. Die älteste Quelle dieser Machart, die mir vorliegt ist in Irenäus bekanntem "Gegen die Häresien"
Irenäus zu Lyon hat geschrieben:
Daher sagt auch der Apostel: „Weil sie die Liebe Gottes nicht aufnahmen, um gerettet zu werden, deshalb wird sie Gott auch in das Wirken der Lüge schicken, daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht glaubten, sondern der Ungerechtigkeit beistimmten“2 . Das wird nämlich geschehen, wenn jener kommt und aus eigenem Entschluß in sich die Apostasie rekapituliert und aus freiem Willen und Gutdünken all das wirkt, was er wirken wird, und in dem Tempel Gottes sitzt, um sich von den von ihm Verführten als den Christus anbeten zu lassen, weshalb sie auch gerechter Weise in den Feuerpfuhl geworfen werden3 , wohingegen Gott in seiner Vorsehung alles vorausweiß und zur rechten Zeit den schickte, der ein solcher sein mußte, damit sie dem Falschen glaubten und alle gerichtet würden, die „der Wahrheit nicht glaubten, sondern der Ungerechtigkeit beistimmten.“ Seine Ankunft verkündete Johannes in der Apokalypse mit den Worten: „Und das Tier, das ich sah, war einem Pardel ähnlich, und seine Füße waren wie die eines Bären, und sein Mund wie der Mund eines Löwen, und es gab ihm der Drache seine Kraft und seinen Thron und seine große Macht.

https://bkv.unifr.ch/de/works/cpg-1306/ ... isions/897
Du wirst bemerkt haben, Irenäus stellt die handelsübliche Verbindung zum Tier aus dem Meer her, während Du von dem zweiten Tier schriebst.

Wie auch immer, diese Verbindung herzustellen muß man natürlich irgendwie auch begründen können, mit der Bibel, wohlgemerkt.

Kann ich bisher nicht erkennen.

2️⃣ Vom Propheten Daniel wissen wir, daß die Tiere in Offenbarung 13 sich auf jeweils ein großes Kollektiv beziehen, wie zum Beispiel das Perserreich. Diese Tiere repräsentieren nicht eine individuelle Einzelperson. Auch die einzelnen Köpfe des Tieres repräsentieren keine Einzelperson. Insofern muß ich Irenäus Lehre als Häresie brandmarken und ablehnen.


3️⃣ Der Mensch des Verderbens ist ebenfalls ein Kollektiv und keine Einzelperson.

Vergleiche dazu auch z.B. Epheser Zwo:
Epheser 2, 15 hat geschrieben:nämlich das Gesetz, so in Geboten gestellt war, auf daß er aus zweien einen neuen Menschen in ihm selber schüfe und Frieden machte
Einen neuen Menschen. Mehrere, die zusammen einen neuen Menschen in Christus sind.

Davon redet das NT eine ganze Menge. Der neue Mensch in Christus, ein Kollektiv.

Und dem gegenübergestellt dann das Bild des Menschen des Verderbens, einem weiteren Kollektiv.

Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Der Sohn des Verderbens begibt sich aber auch in den Tempel Gottes und behauptet, daß er Gott sei und das trifft auf die erste Tiergestalt zu, der in Off 13 wie einem Gott Anbetung zuteil wird.
(Nein, Anbetung zuteil wird in Offb 13 dem ersten Tier, nicht dem zweiten.)

1️⃣ Hier haben wir wieder die Kirche als den "Ort" des Verbrechens. Es wird klar angezeigt, "im Tempel Gottes", und was ist der Tempel Gottes im NT? Die Kirche.

Vergleiche dazu z.B.
2. Korinther 6, 16 hat geschrieben:Was hat der Tempel Gottes für Gleichheit mit den Götzen? Ihr aber seid der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: "Ich will unter ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.


Der Wirkungsort der Menschen des Verderbens ist also die Kirche selber. Wenn wir wissen wollen, wer der Sohn des Verderbens ist, dann müssen wir uns der Kirchengeschichte zuwenden und ein kirchliches Kollektiv ausmachen.

2️⃣ Dieses kirchliche Kollektiv ist jemand, der alle diese Dinge tut, wovon da die rede ist. Wer könnten diese sein?
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Galahad
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Galahad »

Abischai hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 19:25 "Der jetzt noch aufhält"... ist interessant, weil das die Dimension umreißt, um die es geht. Was soll denn, bzw. was wird denn aufgehalten?
Ich verstehe das ziemlich einfach und weltlich in den Lagern der Systeme die sich gegenüberstehen und miteinander in Widerstreit liegen, also nicht generell das Reich Gottes gegen das Reich der Finsternis, sondern ein Weltreich gegen das andere, eines ist schlimmer als das andere, daher hält sich das immer noch in Waage, eine Einrichtung, die Gott seit Babel (dem Turm zu...) installiert hat, damit das niemals umkippt, sonderen immer schön auspendelt.
Das biblische Bild dafür ist das Meer. Die Wogen. Das mit dem Pendel ist ein Bezug zum Magnetismus. Der Mond (in der Offb das Gesetz im guten Sinne) bewirkt Ebbe und Flut. Das Tier aus dem Meer, das andere auf dem Land. Mehr Gesetz, mehr Ebbe? Nur so ein Gedanke.

Deine Beschreibung ist zwar klar, aber Pendel ist mir im Vergleich zu Meer doch zu geordnet und stabil.

Ich würde Gott auch nicht verantwortlich machen für die Bosheit der Systeme bzw. der Menschen.

Abischai hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 19:25 Wäre "der jetzt noch aufhält" der Heilige Geist, so müßte der ja "hinweggetan" werden, wie denn?
a.) Durch die ausnahmslose Entrückung sämtlicher Gläubiger, denn wenn auch nur ein Christ verbliebe, wäre der Heilige Geist nicht weg von der Erde. Oder wie wäre es, wenn
b.) alle Christen umgebracht würden? Dann müßten es aber auch wiklich konsequent alle sein, wie vormals genannt.
Eben, es ist so nicht gut übersetzt. Du entlarvst die Unlogik der Übersetzer. Siehe mein vorheriger Beitrag.
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Zippo
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Zippo »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 15:15
Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Der Sohn des Verderbens begibt sich aber auch in den Tempel Gottes und behauptet, daß er Gott sei...
Das liest sich wie das, was aus der "Figur Jesus" gemacht wurde. Zu wem betest du? Wer ist wie Gott?
Es ist ein Unterschied, ob man von Gott in diese Würden eingesetzt wird oder ob man sich selbst anmaßt, Gott zu sein.So etwas gab es seit der Römerzeit nicht mehr, da haben die Kaiser sich gottgleich dargestellt.

Gott hat seinen Sohn Jesus mit auf seinen Thron gesetzt Off 7,16-17, Hebr 2,7 und darf von gläubigen Christen auch angerufen werden, denn durch den Heiligen Geist werden Vater und Sohn gleichermaßen vertreten. Joh 14,14.23
Ich bete zu dem Herrn Jesus, wenn es um bestimmte Dinge in der Nachfolge geht und auch mit dem Vater im Himmel, wenn es um Weisheit geht, das tägliche Leben zu gestalten.

Der Sohn des Verderbens macht sich selbst zum Gott und laut Offenbarung hat er auch einen Propagandaminister, der dafür sorgt, daß dieser Mann angebetet wird. Off 13...
SF
Gott zu sein, bedeutet ganz grundsätzlich, selbst über Gut und Böse zu entscheiden. Mit dem Essen vom Baum des Wissens hatte der Mensch das ohnehin erreicht.
Das ist mir zu wenig. Vielleicht hat sich der Mensch dem Griff nach dem Baum der Erkenntnis eine göttliche Qualität bekommen 1 Mo 3,22, aber es geht ja letztlich um mehr.
Bei dem wahren Gott geht es um denjenigen, der die ganze Schöpfung geschaffen hat.
Dann hat er aber auch das recht, jemand göttliche Autorität zu verleihen, wie es beim Engel des HERRN war 2 Mo 3,1...

Und im NT macht er den Auferstandenen Jesus Christus zum Gott über die Schöpfung, die er sich von seinem Vater erbeten hat, weil er auch bereit war, sich mit seinem Leben für sie einzusetzen. Hebr 1,7-9, Kol 1,15-17 Er kam in das Fleisch eines Menschen und hat mit Hilfe seines göttlichen Vaters die Gerechtigkeit erstritten, die nötig war um den Menschen aus der Anklage Satans zu befreien. Off 12,9-10

Der Sohn des Verderbens ist doch nur ein Mensch, der sich anmaßt Gott zu sein, weil Satan ihm die Autorität dazu gibt.
[Off 13,1-2] Und ich trat an den Sand des Meeres und sah ein Tier aus dem Meer steigen, das hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Häuptern Namen der Lästerung. Und das Tier, dass ich sah, war gleich einem Parder und seine Füße wie Bärenfüße und sein Mund wie eines Löwen Mund. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Stuhl und große Macht.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 17:13
Zippo hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 13:03 Wer ist also der Sohn des Verderbens ?
Der wohl letzte Gewaltherrscher auf Erden. Der erste war Nimrod. Mehr lässt sich nicht sagen, da die Zeit noch nicht gekommen ist. Heute sind m.E. andere Dinge relevant, wo Jesus von den Zeichen der Zeit redet, auf die wir achten sollen.
Der Sohn des Verderbens geht der Ankunft und Wiederkehr Jesu voraus, deswegen ist das doch ein Zeichen, dem Beachtung geschenkt werden soll, sagt Paulus. Außerdem ist es eine Mahnung, wachsam zu sein, weil eine sehr raffinierte Verführung zum Abfall verführen wird. 2 Thess 2,3, 9-12
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Zippo »

Abischai hat geschrieben: ↑Sa 19. Sep 2026, 19:25 "Der jetzt noch aufhält"... ist interessant, weil das die Dimension umreißt, um die es geht. Was soll denn, bzw. was wird denn aufgehalten?
Man könnte denken, daß der Sohn des Verderbens die Ankunft des Herrn Jesus Christus zurückhält, weil er ihm vorangehen soll.
2 Thess 2,3
Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, dass zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens,
Aber dagegen spricht, daß der Herr Jesus Christus kommen wird, bevor dieser Sohn des Verderbens sein Ende findet.
[2. Thes 2,7-8] Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur dass, der es jetzt aufhält, muss hinweggetan werden; und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der Herr umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen,
Das entspricht doch folgendem Ereignis: Jes 11,4
[Off 19,20-21] Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die Zeichen tat vor ihm, durch welche er verführte, die das Malzeichen des Tiers nahmen und die das Bild des Tiers anbeteten; lebendig wurden diese beiden in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte. Und die anderen wurden erwürgt mit dem Schwert des, der auf dem Pferde saß, das aus seinem Munde ging; und alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.
Aber der Heilige Geist bestimmt, wann die Arbeit an der Gemeinde beendet wird, zu dessen Zweck er ja in die Welt gesandt wurde. Wenn seine Arbeit getan ist, wird er wieder in den Himmel aufgenommen.

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Sohn des Verderbens

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: ↑So 20. Sep 2026, 14:49 Der Sohn des Verderbens geht der Ankunft und Wiederkehr Jesu voraus, deswegen ist das doch ein Zeichen, dem Beachtung geschenkt werden soll, sagt Paulus. Außerdem ist es eine Mahnung, wachsam zu sein, weil eine sehr raffinierte Verführung zum Abfall verführen wird. 2 Thess 2,3, 9-12
Wenn er da ist, dann ist es ein Zeichen. Nun aber ist er noch nicht da. Und ein weiteres Zeichen für dessen Ankunft wurde uns nicht gegeben. Unabhängig davon sollen wir allezeit wachsam sein.

Was ihn noch aufhält, mit der Aussage fange ich nichts an. Die ersten Christen glaubten an eine vorzeitige Wiederkehr Jesu. Selbst Paulus dürfte das anfangs noch geglaubt haben, was er später, und zwar mit dem 2. Brief an die Thesallonicher korrigiert hatte.

Ich vermute daher, dass es bei dem „Zurückhalten“ um etwas Damaliges gehandelt hatte, das für uns heute irrelevant geworden ist, ansonsten hätte er es ja allgemein erklären müssen. Damals wusste man Bescheid. Paulus schreibt:
2. Thess. 2:6 hat geschrieben: Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? [6] Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit offenbart wird.
Das ist keine allgemeine Aussage, sondern eine spezifische an die Ortsgemeinde. Den Thessallonichern war klar, was gemeint war. Darum meine ich geht es dabei gar nicht etwas, was die heutige Zeit betrifft, oder es müssen Klügere an die Stelle ran, denn mir sagt das nichts.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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