Weltkrieg VI

Politik und Weltgeschehen
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Magdalena61
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Magdalena61 »

„Viele Menschen in westlichen Demokratien merken immer noch nicht, wie sehr sie zunehmend manipuliert werden, wenn sie auf ihr Smartphone schauen, Nachrichten hören, Talkshows sehen oder Filme auf dem Bildschirm konsumieren. Früher zählten Nachrichten und faktenbasierte Analysen. Heute geht es um Emotionen, um Haltung und allzu oft um Empörung über vermeintliche Verletzungen der politischen Korrektheit, die immer öfter künstlich erzeugt wird. Früher deckten Journalisten Skandale ohne Rücksicht auf politische Überzeugungen auf, heute kehren viele von ihnen Fakten unter den Teppich, wenn sie nicht ins Weltbild passen“, schreibt Clasen.

„Es sind vor allem die Massenmedien, die in den vergangenen zwanzig Jahren damit begonnen haben, den Meinungskorridor zu definieren, oft im Wechselspiel mit Politik, NGOs und Wissenschaft“, fügt er hinzu. Ziel seines Buches sei es, zu zeigen, „wie sehr vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch eine ideologische Überdrehung das Meinungsbild in Deutschland beeinflusst hat. Zudem geht es um die Frage, ob dieses Land nicht nur eine bessere Politik verdient, sondern auch bessere Medien. Und wer wird im KI-Zeitalter den öffentlichen Diskurs bestimmen – Tech-Giganten, staatliche Akteure wie verdeckte Zensoren oder die freie Presse?“
Quelle
In einer jahrzehntelangen historischen Entwicklung hat es sich ergeben, dass der politisch-moralische Filter, den der ÖRR über seine Betrachtung des Weltgeschehens und der Politik legt, immer enger und immer links-grüner geworden ist. Das Problem ist weniger die Gesinnung des einzelnen Journalisten. Das Problem ist, dass ein bestimmtes Gesinnungsspektrum dominiert und mit wachsender Intoleranz alles, was dazu nicht zu passen scheint, entweder ignoriert, oder, wo dies nicht gelingt, verteufelt und lächerlich zu machen versucht. Damit habe ich auch meine persönlichen Erfahrungen gemacht, die ich aber hier ausklammere.
Quelle
Uwe Krüger: Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-­Journalisten

Im empirischen Teil fokussiert eine Netzwerkanalyse zunächst die soziale Umgebung von 219 leitenden Redakteuren deutscher Leitmedien. Jeder Dritte unterhielt informelle Kontakte mit Politik- und Wirtschaftseliten; bei vier Außenpolitik-Journalisten von FAZ,Süddeutsche Zeitung, Die Welt und Die Zeit finden sich dichte Netzwerke im US- und NATO-affinen Elitenmilieu.

Europäisches Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung e.V.
...ist das Unbehagen am Journalismus längst keine Minderheitenposition mehr. 39 Prozent der Menschen in diesem Land, so belegt eine Allensbach-Umfrage des Jahres 2015, sind der Auffassung, dass Medien nicht objektiv berichten, Sachverhalte verdrehen oder verheimlichen. Andere Befragungen weisen nach, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk zwar nach wie vor bei vielen als glaubwürdig gilt, sich aber gleichzeitig "Anzeichen für eine Polarisierung" beobachten ließen. So meint jeder vierte Befragte, die Medien seien nur ein "Sprachrohr der Mächtigen" und würden den Menschen vorschreiben, was sie "zu denken hätten".
zeit.de (2017)
Besser ist es in den letzten 10 Jahren nicht geworden.
„Viele Mainstreammedien sind heute Sprachrohr der Mächtigen.“ Den Öffentlich-Rechtlichen wirft er „Volkserziehung“ vor. Spiegel Online ist für ihn ein „reines Verlautbarungsblatt des Kanzleramtes“

Klaus Kelle

pro medienmagazin
Von einer "ausgewogenen Berichterstattung" kann im ÖRR keine Rede sein.

Medienzensur in der EU -- wie "demokratisch" ist das denn?
Deutsche Medien greifen bei ihrer Berichterstattung über die Außen- und Sicherheitspolitik – insbesondere bei Themen wie dem Ukraine-Krieg oder der US-Innenpolitik – sehr häufig auf Analysen und Einschätzungen von US-amerikanischen Think-Tanks (Denkfabriken) zurück.

Rolle und Rezeption in deutschen Medien

Zentrale Quellen: Renommierte US-Denkfabriken wie das Institute for the Study of War (ISW), das Center for Strategic and International Studies (CSIS), die Brookings Institution oder der Atlantic Council dienen deutschen Redaktionen als wichtige Informations- und Einordnungshelfer.

Kriegs- und Krisenberichterstattung: Besonders intensiv ist die Nutzung von US-Think-Tanks in Konfliktlagen (wie dem Russland-Ukraine-Krieg), wo das ISW beispielsweise tägliche Lagekarten und Analysen liefert, die von ARD, ZDF und großen Printmedien regelmäßig zitiert werden.

Kritische Debatte: Medienwissenschaftler und Journalismus-Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Rezeption oft kritischer hinterfragt werden muss. US-Denkfabriken verfolgen teils spezifische politische Agenden, sind transatlantisch ausgerichtet oder durch Stiftungen und Regierungsnähe geprägt („Government in exile“). Ein unreflektiertes Übernehmen von deren Framing kann zu einer einseitigen Sichtweise in der Berichterstattung führen.

Vernetzung mit Deutschland
Deutsche Medienhäuser und hiesige Institutionen (wie die DGAP – Deutsche Gesellschaft für außenpolitische Politik oder das Aspen Institute Deutschland) arbeiten eng mit diesen amerikanischen Pendants zusammen, tauschen Experten aus und veranstalten gemeinsame Dialoge.
(Übersicht mit KI, Suchbegriffe: deutsche medien us thinktanks
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Magdalena61
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Magdalena61 »

Francesca Albanese, UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, fordert ein Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine. "Ich stimme denen zu, die der Meinung sind, dass wir die Waffenlieferungen an die Ukraine stoppen und die Diskussion wieder auf die politische Ebene verlagern müssen", sagte sie bei einer Podiumsdiskussion des Open-Festivals in Italien.

"Ich habe keine Lösung, um den Krieg zu beenden", fuhr sie fort, "aber ich bin überzeugt, dass die Situation in der Ukraine instrumentalisiert wird, um die schreckliche Behauptung zu rechtfertigen, wir befänden uns bereits im Krieg und es handle sich um einen hybriden Krieg."

Sie verglich den russischen Krieg dabei mit den israelischen Angriffen auf die palästinensischen Gebiete und forderte ähnliche Sanktionen wie gegen Russland auch gegen Israel.

t-online.de
... und damit der Leser die Information richtig einordnet, ist der Text überschrieben mit:

"Umstrittene UN-Sonderberichterstatterin fordert Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine"

Nun wissen wir, dass Frau Albanese "umstritten" ist, aber nicht, warum und ob wir diese Bewertung mittragen würden.
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jsc
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von jsc »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 21. Sep 2026, 14:07 Nun wissen wir, dass Frau Albanese "umstritten" ist, aber nicht, warum und ob wir diese Bewertung mittragen würden.
Holocaust Relativierung und Antisemitismus. Ob du dich damit identifizieren willst musst du selbst wissen 🤷🏼‍♂️
Wissenschaft ist, wenn man seine Meinung an die Daten anpasst.
Querdenken ist, wenn man die Daten an seine Meinung anpasst.
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Magdalena61
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Magdalena61 »

Sie scheint ja wirklich "umstritten" zu sein.

UNO-Sonderberichterstatterin Albanese: „Internationaler Gerichtshof misst mit zweierlei Maß“

Dokumentiert: In einem öffentlichen Brief solidarisieren sich 1000 Wissenschaftler mit der UN-Sonderberichterstatterin für Palästina

Macht man ihr diesen Satz zum Vorwurf:
Nach dem Holocaust sollten wir instinktiv wissen, dass Völkermord mit der Entmenschlichung des Anderen beginnt“
https://www.welt.de/debatte/kommentare/ ... haben.html
?
Die Lage in Palästina können wir ebenso wenig beurteilen wie die Realität in der Ukraine.
Es geht wohl mehr um politische Zielsetzungen.
LG
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Kingdom
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Re: Weltkrieg VI

Beitrag von Kingdom »

Magdalena61 hat geschrieben: ↑Mo 21. Sep 2026, 16:00
Es geht wohl mehr um politische Zielsetzungen.
Die Politische Zielsetzung in Israel ist ja im Moment keine Deals mit der Hamas, wenn sie eben nicht die Waffen niederlegt.

Ich halte das in Angesicht der Tatsache was die Hamas für Ziele hat und was sie am 7. Oktober 2023 taten für eine berechtigte Forderung von Israel.


Die Politik im Westen/Ukraine ist ja, wir wollen Russland in die Knie zwingen. Das halte ich Angesicht der Sachlage wieso dieser Krieg entstanden ist für Grössen Wahnsinnig.



Die Politische Zielsetzung in Russland, wir halten dagegen, nötigenfalls eben auch mit Atomwaffen und wenn es einen Deal gibt, gibt es das Angebot das schon auf dem Tisch lag am Anfang des Krieges.

Ob man es gut oder schlecht findet es ist so wie es ist. Angesicht der Tatsache wäre es wirklich an der Zeit das der Westen eben Putin versteht und anfängt mit Ihm zu sprechen. Es sei den man ist wirklich Happy über die Totale Eskalation.

LG Kingdom
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