Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Du redest fast nur vom "Zugang" zu Astralreisen durch esoterische Traumbeeinflussung. Und si, als sei das völlig harmlos. Von anderen esorerischen Zugängen redest du kaum. Aber es gibt so Einige, bis hin zur Meditation.
Seite 65, ganz klar gesagt, die Autoren Ankerberg und Weldon vertreten eine Dogmatik, in der Swedenborg und Sundar als getäuschte Spiritisten angesehen würden.
Ganz klar gesagt, eine solche Aussage habe ich auf Seite 65 überhaupt nicht gefunden. Ich hätte mich aber gefreut, eine Aussage über Sundar Singh zu finden. Ihre Aussagen zu Swedenborg sind gar nicht mal so, dass sie alles ablehnen würden. Allerdings bin ich es gewohnt, dass (bestimmte) Evangelikale Sundar Singh als Spiritisten bezeichnen.

Ah, ich verstehe, du meinst nur den Zustand des Menschen nach dem Tod als Dogma. Da brauchen die Beiden nicht weit zu suchen. Direkt vor ihrer Haustür lehren die Katholiken Anderes als sie, nämlich das, was Swedenborg und Sundar Singh auch lehren: Die Verstorbenen Menschen leben höchst lebendig in den Himmeln, dem Zwischenbereich oder befinden sich in der Hölle.

Solche Urteile der Evangelikalen werte ich wie ihre Sicht der Sintflut. Nahtoderlebnisse sind nicht alle Täuschungen, sagen sie aber auch. Nur kann man von Evangelikalen nicht erwarten, dass sie aufnahmefähig wären für Wirklichkeiten, die etwas anders sind, als Aussagen der Bibel. Da bin ich froh, dass es die Katholiken gibt, auch wenn sie anscheinend eine Tendenz zur Esoterk haben.

Aber die Beiden zeigen auf, was für ein Fantasiegespinst " Gott liebt alle Menschen so, dass er ihnen jede Untat vergibt" ist. Wenn man das als Überzeugung mitbringt, ist es fast wie eine Droge. Zumal es sich so auswirken kann. " Vor Nebenwirkungen wird gewarnt". Das Leben danach kann mit seinen Erfordernissen einem wie ein schlechter Traum vorkommen, auch das ist suchtartig, dass man sich in den Zustand zurücksehnt, und sogar der Ehepartner kann nun stören. Ich habe es jetzt mal krass formuliert.

Wenn man ihre Schriften liest, versteht man das Problem tiefer.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: ↑Mi 23. Sep 2026, 18:31 Aber die Beiden zeigen auf, was für ein Fantasiegespinst " Gott liebt alle Menschen so, dass er ihnen jede Untat vergibt" ist. Wenn man das als Überzeugung mitbringt, ist es fast wie eine Droge. Zumal es sich so auswirken kann. " Vor Nebenwirkungen wird gewarnt". Das Leben danach kann mit seinen Erfordernissen einem wie ein schlechter Traum vorkommen, auch das ist suchtartig, dass man sich in den Zustand zurücksehnt, und sogar der Ehepartner kann nun stören. Ich habe es jetzt mal krass formuliert.

Wenn man ihre Schriften liest, versteht man das Problem tiefer.
Sie zeigen vielleicht ein Problem, das manchen tief Religiöse haben, und das in dieser Zeit: das Bild eines dominierenden Strafgottes. "Tu dies und das nicht, Gott sieht alles und merkt sich alles", solche Drohungen haben viele Generationen seit ihrer Kindheit gehört, und besonders in den Buchreligionen Christentum und Islam. Was sind eigentlich Untaten? Alle Menschen leben mit Begierden, sie sind sogar erwünscht in einer wirtschaftlich ausgerichteten Gesellschaft. Bis zu einem definierten Grad sind sie sittlich, die anderen nicht akzeptierten Begierden versteckt der Mensch ins Heimliche, fühlt sich aber unwohl weil sie sein Gewissen belasten. Und die soll Gott dann bestrafen? Hat der nichts anderes zu tun? Aber mit solchen Vorstellungen wird heute noch gearbeitet.

Was aus den NT-Erfahrungen hervorgeht: Ja, wir haben gesündigt, aber wir wussten es nicht. Es fällt auf, dass sehr viele eine Lebensrückschau sahen, ganz normale Menschen ohne religiöse Prägung. Ich kannte jemanden, der sah seinen Lebensfilm, er beschrieb ihn wie eine blitzartige Bilderschau. Kein NT-Erlebnis, es geschah ihm in einem spirituellen Moment. Da ist kein Gott, der sagt, du böser Junge. Das Gericht, falls man es überhaupt so nennen kann, wird vom eigenen Gewissen aufgezeigt.

Hier erfahren wir, wie wir ins Reine kommen:
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst«
https://www.bibleserver.com/de/verse/Lukas10,27
Liebe Gott, den anderen und dich. Das ist eine Gleichung. Liebe dich, den anderen und liebe Gott. Mal ne Frage: Wenn du Gott liebst, dich selber und deinen Nächsten (auch den "bösen" Nächsten), warum glaubst, dass du für deine Untaten bestrafst wirst? Wenn du dir und anderen verzeihst, wird dir Gott nicht verzeihen?
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: ↑Mi 23. Sep 2026, 18:31 Ah, ich verstehe, du meinst nur den Zustand des Menschen nach dem Tod als Dogma. Da brauchen die Beiden nicht weit zu suchen. Direkt vor ihrer Haustür lehren die Katholiken Anderes als sie, nämlich das, was Swedenborg und Sundar Singh auch lehren: Die Verstorbenen Menschen leben höchst lebendig in den Himmeln, dem Zwischenbereich oder befinden sich in der Hölle.
Ich weiß nicht so genau, was Katholiken heute lehren. Ich lerne selbst aus eigener Erfahrung und dem, was Erfahrene sagen können, die ich persönlich kenne. Große Kirchen formulieren ihre Lehre etwas diplomatisch, so das es die Masse möglichst nicht mehr abstößt in der heutigen Vielfalt. Diese Menschen, die in die anderen Welten hineinschauen, und das passiert Religiösen wie nicht Gläubigen gleichermassen, geben insgesammt einen viel breiteren und verständlichen Eindruck.

Wenn du sagts, Katholiken lehren so und so, dann bist du doch als Kölner am richtigen Ort (vor deiner Haustür) um genaueres zu erfahren.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Was soll ich denn Genaueres erfahren über Katholiken ? Ich sagte doch, was sie lehren. Außerdem war ich als Kind ein eifriger katholidcher Kirchgänger. Das genügt nicht ?
Liebe Gott, den anderen und dich. Das ist eine Gleichung. Liebe dich, den anderen und liebe Gott. Mal ne Frage: Wenn du Gott liebst, dich selber und deinen Nächsten (auch den "bösen" Nächsten), warum glaubst, dass du für deine Untaten bestrafst wirst? Wenn du dir und anderen verzeihst, wird dir Gott nicht verzeihen?
Ich mir verzeihe ? Danke für den Rat Herr Psychologe.
Man muss sich wohl alles nur selber verzeihen, um Seelenfrieden zu haben. Das lehren doch die Psychologen. Und: Freunde dich mit deinen dunklen Seiten an.

Es ist wohl schlecht möglich, völlig sündlos zu leben.Das wird auch nicht besser, wenn ich mich selber liebe und mir alles verzeihe. Deshalb muß man ja zu Anderen gut sein, wie man zu sich selber gut ist. Und Gott lieben. Und trotzdem ist Sündenvergebung eine Gnade von Gott. Dazu braucht es, dass ich meine Sünden vor Gott bereue und damit immer wieder umkehre. Vergeben kann nur Gott.

Was du formulierst, ist eine esoterische New Age Denkweise.

Hat Jesus nur geplappert, als er sagte: Gehe, aber sündige nicht mehr !
Diese Menschen, die in die anderen Welten hineinschauen, und das passiert Religiösen wie nicht Gläubigen gleichermassen, geben insgesammt einen viel breiteren und verständlichen Eindruck.
Einen breiteren Eindruck, indem sie im Himmel einen engen Tunnelblick haben ? Gott verzeiht mir alle Sünden. Er erhebt mich bedingungslos zu sich im den Himmel. Sünden haben keine Bedeutung für Gott ?
Die Geschichte mit dem zweifachen Mörder hat dir also gar nichts vermitteln können.

Die eigenen Sünden selbst unter den Teppich kehren macht ja so sauber und sündlos.

.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: ↑Do 24. Sep 2026, 02:22 Man muss sich wohl alles nur selber verzeihen, um Seelenfrieden zu haben. Das lehren doch die Psychologen. Und: Freunde dich mit deinen dunklen Seiten an.

Es ist wohl schlecht möglich, völlig sündlos zu leben.Das wird auch nicht besser, wenn ich mich selber liebe und mir alles verzeihe. Deshalb muß man ja zu Anderen gut sein, wie man zu sich selber gut ist. Und Gott lieben. Und trotzdem ist Sündenvergebung eine Gnade von Gott. Dazu braucht es, dass ich meine Sünden vor Gott bereue und damit immer wieder umkehre. Vergeben kann nur Gott.
Ja. Nur dass Gott nicht fern ist, und damit tuen sich manche schwer.
Das Negative in uns selbst, das sollte man schon erkennen und bekennen, also wenn man gegen sich selbst Feind ist, dann ist man eigentlich auch Gott gegenüber feindlich, denn der ist der Schöpfer von allem, und auch der Widerstände, an denen wir wachsen können. Das kann man natürlich auch ganz anders sehen, aber dann macht man es sich schwer.
Diese Menschen, die in die anderen Welten hineinschauen, und das passiert Religiösen wie nicht Gläubigen gleichermassen, geben insgesammt einen viel breiteren und verständlichen Eindruck.
oTp hat geschrieben: ↑Do 24. Sep 2026, 02:22Einen breiteren Eindruck, indem sie im Himmel einen engen Tunnelblick haben ? Gott verzeiht mir alle Sünden. Er erhebt mich bedingungslos zu sich im den Himmel.

Sünden haben keine Bedeutung für Gott ?
Ich würde jetzt mal ganz direkt sagen, viele strenggläubige Menschen nehmen sich selbst furchtbar wichtig, vor allem ihre Sünden. Und der Schöpfer des Universums hat nichts anderes zu tun, als sich die ganzen Marotten der Menschen, jedes Einzelnen zu merken? Und wenn Jesus vergeben hat, dann glauben sie es nicht.

Von den NT-Erfahrenen hört man, sie sehen alles, verstehen alles. Das geschieht mit einem Mal und in einem hier nicht vorstellbaren Wachzustand. Meine "kleine" Erfahrung: Ja, es gibt ganz andere Wachzustände. Dieses Leben hier, die etwas hellen und die dunkleren Seiten, interessieren dann nicht mehr.

Nein, Sünden haben relativ wenig Bedeutung für Gott. Nur für den sich in seiner Unerlöstheit rumquälenden Erdenmenschen. Deshalb sagt Jesus, dir ist vergeben. .. wenn du bereit bist.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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Hast du beachtet, dass sogar im Hinduismus und im Buddhismus gesagt wird, dass, sobald man handelt, dadurch schwerwiegendes Karma erzeugt wird ?

Erleuchtung wird deshalb gesucht und quasi absolutes Nicht-Handeln.

Wenn Gott nach deinerer "Nahtoderlebnis-Religion" handeln würde, wäre sogar Karma und damit schier endlose Reinkarnation unnötig bis unsinnig: Gott setzt dann jeden Mensch gleich zu sich auf den Thron ?


( Und wegen dem Karma setzen sich Gott und der Verstorbene dann zusammen an einen gemütlichen Tisch und planen gemeinsam die nächste Inkarnation )

Damit bringst du Nahtoderlebnisse tatsächlich in den Bereich von einer Berauschtheit, meint Illusion. Und das Erwachen nach dem richtigen Tod würde den Ernst deiner Lage sichtbar machen. Spätestens dann ist dieser Rausch, diese Illusion dann nämlich geplatzt als Täuschung.

Oder ist meine Überlegung unlogisch ?

Unlogisch wäre dann allerdings sogar die Karma-Lehre und natürlich Jesu Aussagen über das Getrenntsein von Gott, Derjenigen, die Gott ungehorsam waren.

Dann würde ich auch verstehen, wieso dann Gott im AT hart gegen die ist, die seinem Willen nicht tun. Allerdings ist Jesus auch nicht gerade der Weichspüler, der sagen würde: Gott vergibt alle Schuld: Das gilt nur bei Umkehr vor dem Tod.

Man kann natürlich die Psychologen zu Herren der Lösung persönlicher Schuldgefühle machen. Der Psychologe vergibt dir sofort, wenn du dir selber vergibst. Ganz ohne dafür Gott zu brauchen.

Toll, dämonische Angriffe als ausschließlich innerseelische Kinflikte zu sehen. Und Schuldgefühle, Unrechtsbewußtsein nur als als gestörtes Gleichgewicht. Aber was will man von diesen Psychologen sonst erwarten ? Und man müsse nur sich selber verzeihen. Wie gottlos. Friede entsteht nur da, wo man mit Gott im Reinen ist. Und ein Gewissen hat, darauf hört.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: ↑Fr 25. Sep 2026, 20:09 Hast du beachtet, dass sogar im Hinduismus und im Buddhismus gesagt wird, dass, sobald man handelt, dadurch schwerwiegendes Karma erzeugt wird ?
Das stimmt, es ist eine sachliche Aussage wenn du das Wort "schwerwiegend" weg lässt. Einfach Karma, so wie man es auch im Leben hier beobachten kann, wenn einem Gutes oder weniger Gutes widerfährt. Irgendwo vermutet man eine Ursache, manche denken an frühere Leben. Die Menschen dachten immer schon, dass sich alles ausgleicht.
Erleuchtung wird deshalb gesucht und quasi absolutes Nicht-Handeln.
Im christlichen Raum betont man das selbstlose Handeln. Also ohne Ich-Identifikation, ohne "Sünde".
Damit bringst du Nahtoderlebnisse tatsächlich in den Bereich von einer Berauschtheit, meint Illusion. Und das Erwachen nach dem richtigen Tod würde den Ernst deiner Lage sichtbar machen.
Ist nicht verständlich, was du meinst. Das Erwachen und damit der Tod der Illusion kann genauso in diesem Leben geschehen. Danach ist nichts mehr ernst.
Unlogisch wäre dann allerdings sogar die Karma-Lehre und natürlich Jesu Aussagen über das Getrenntsein von Gott, Derjenigen, die Gott ungehorsam waren.
Ich glaube, das Bild eines Gehorsam erwartenden Gottes kann heute nicht mehr viele erreichen. Jesus: Ich und der Vater sind eins. Aber es ist einfacher, ein Idol anzubeten, als Jesus nachzufolgen.
Man kann natürlich die Psychologen zu Herren der Lösung persönlicher Schuldgefühle machen. Der Psychologe vergibt dir sofort, wenn du dir selber vergibst. Ganz ohne dafür Gott zu brauchen.
Ich wußte nicht, das Psychologie so plump ist.
Toll, dämonische Angriffe als ausschließlich innerseelische Kinflikte zu sehen. Und Schuldgefühle, Unrechtsbewußtsein nur als als gestörtes Gleichgewicht.
Ich weiß nicht, wer das so sieht. Du übertreibst nach oben wie nach unten. Also wenn man ein gestörtes Gleichgewicht hat, sollte man das wieder in Ordnung bringen, oder? Und Angriffe sind ja nur gefühlte Angriffe, oder vermutete. Man kann nicht zur Polizei gehen und einen Dämonen anzeigen. Man kann selbst klarer werden, wenn man sich mit vertrauten Menschen ausspricht. Früher war es üblich, zu beichten, was eigentlich sinnvoll ist. Psychologie kam später auf, als die Kirche Einfluss verlor. Die Seelsorger-Ausbildung heute schließt Psychologie mit ein.

Angriffe. Wer greift mich an und warum. Ich könnte ja den Angreifer fragen, was er braucht, was er von mir will. Ich meine das nicht zum Spaß sondern denke ganz logisch.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

"Unsere wahre Identität ist unsere Spiritualiät."
Ein spanischer Chirurg schreibt, nachdem er sein halbes Leben den NT-Erfahrungen seiner Patienten zugehört hat. Sein eigenes Modell, wie er ewige Identität versteht:



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oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Ich denke, es geht wirklich darum, was uns zur Wahrheit über Himmel und Hölle verhilft.

Den einzigen Modellfall, den ich ernsthaft dabei erwägen kann, ist eindeutig, was Sundar Singh in den Himmeln erlebt hat. Das waren keine eingeübten, selbst bewußt gewollten Astralreisen und auch keine Nahtoderfahrungen, sondern man könnte sie Entrückungen nennen, wobei der Geist quasi aus den Begrenzungen des Körpers und den damit verbundenen sehr beschränkten Sinneswahrnehmungen befreit ist. Ähnlich, wie das beim Tod geschieht. Damit kommt es zu gewaltigen, überwältigenden Wahrnehmungen in der geistigen Welt.
Ob seine Erlebnisse trotzdem esoterischer Spiritismus waren, also im Grunde Täuschungen, kann man schwierig ergründen. Fest steht allerdings, dass er in angemessener Weise von Erlebnissen mit Christus berichtet. Und bibelkonform über Aufnahme in die Himmel oder aber Höllenschiksalen von Verstorbenen redet.

Das macht ihn zu einer Art Maßstab, um die Vielzahl der Nahtoderlebnisse zu beurteilen.

Zudem ist für mich denkbar, das der Apostel Paulus Ähnliches erlebt hat wie Sundar Singh: Sein Bekehrungserlebnis, als Christus sich ihm offenbarte, später seine Entrückung in die Himmel. Nur redet er nicht davon, was er dort erlebt hat. Es wäre wohl auch ein zu unverdauerlicher Brocken für das Verständnis des entstehenden Christentums gewesen.

Aber da sind die Muster ähnlich, dass man annehmen könnte, beide hatten ähnliche Wesensmuster. Und die gehen über das gewöhnlicher Menschen hinaus.

Sundar Singh gilt durch seine unbedingte völlige Christusnachfolge als evangelischer Heiliger.

Außer ihm als wichtiges Beispiel zur Beurteilung von Nahtoderlebnissen käme nur noch Swedenborg in Betracht. Zumindest kann man seine Erlebnisse gleich mit untersuchen.

Jedenfalls kenne ich keine anderen Orientierungsmöglichkeiten für die Bewertung von Nahtoderlebnissen, als Sundar Singh. Er ist dem heimatlichen Yogasystem mit Reinkarnation nicht verbunden, hat Jesus als zentral im Himmel erlebt, wobei Gott der Vater in seiner Gänze nicht erfasst werden kann. Er erkennt, dass bösartige Menschen es nicht mal im Himmel aushalten können, im Gegenteil vor Gottes Licht und Liebe in die Finsternis, die Gottferne, in die Hölle fliehen.

Nahtoderlebnisse sind oft zu realitätsfremd positiv. Geradezu ein euphorisches Erlebnis von Liebe, völliger Entgrenzung und Freiheit auch von Sünde. Sehr ähnlich dem Erleuchtungserlebnis der Gurus im Hinduismus und Buddhismus. Womit sie sich völlig identizieren. Es fehlen dabei konkrete Erlebnisse in den Himmeln, wird nur ab und zu vage darpber etwas geäußert. Das sieht mir eher nach Nichtwissen aus. Grund genug, die ach so positiven Nahtoderlebnisse ebenso kritisch zu besehen, wie die Erlebnisse von Gurus, die es mit der Reinkarnation und dem Glauben an die eigene absolute Gottgleichheit verbinden.

Wovon auch Sundar Singh nichts wissen will, er es falsch findet.

Zu Astralreisen kann es nach einer christlichen Deutung durch Mitwirkung von Leitgeistern kommen. Die es demjenigen ermöglichen. Wäre das bei yogischen Erleuchtungen ebenfalls so, wären wir mitten drin in esoterischen Täuschungsmöglichkeiten. Es hat jedenfalls den Anschein, als würde die yogische Erleuchtung ähnlich falsch interpretiert wie absolut positive Nahtoderlebnisse. Es ist undenkbar, dass ein sündiger Mensch sich quasi total im Himmel befinden kann. Es sei denn Gott interessiert keine Sünde. Bei Nahtoderlebnissen geschieht es spontan, ohne jede Arbeit am sich. Beim Yoga übt man neben Meditation auch rechten Denken und Verhalten. Wodurch beim Yoga eine Veredelung des Menschen beabsichtigt wird. Fas ist dann a
wohl eigentlich nicht Voraussetzung für die mystische Erleuchtung, macht sie aber zu einem edlen Bemühen um Heiligkeit. Möglicherweise macht ihn das stärker gegen Geister-Einwirkungen. Esoteriker können das auch ohne Heiligungsbemühungen.

Wobei die yogischen Erklärungsmuster schon durch die uralte Erfahrungstradition verführerisch wahr klingen. Und durch Reinkarnation und Karma alternative Erklärungsmuster zu Folgen der Sünde anbietet. Ein perfektes, geschlossenes System für den, der es so deuten möchte.
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: ↑Sa 26. Sep 2026, 08:47 Ich denke, es geht wirklich darum, was uns zur Wahrheit über Himmel und Hölle verhilft.
Es geht darum, Wahrheit zu erfahren. Das ganze Leben ist eine Lern-Landschaft für den, der genau hinschaut. Was in Büchern steht, oder heute, in Video-Interviews gesagt wird, ist nicht die eigene Wahrheit, aber man kann alles zur Kenntnis nehmen und mit dem vergleichen, was man selbst erlebt.

Wir haben in unserem Leben Himmel und Hölle genug, wenn auch nicht so dramatisch wie es übernatürliche Schauungen darstellen. Ja, jeder kann sich fragen, ob er mehr zu Himmel und Hölle neigt: habe ich heute verziehen, habe ich dem anderen Gutes getan? Oder war ich neidisch, unverzeihlich, selbstsüchtig. Alles, was Jenseits-Kundige beschreiben, kann keiner wirklich nachvollziehen, und sie sagen es auch. Es ist alles "too much". Man kann im vertieften Gebet einen Hauch abbekommen, dann "weiß" man schon ein bisschen aus eigener Erfahrung. Oder wenn man jemanden gut kennt, der von seinem NT-Erlebnis erzählt. Oder seiner außerkörperlichen Erfahrung, oder einer Begegnung im Traum, die nicht von dieser Welt war. Das sind oft nur kurze Berührungen mit der höheren Welt, aber man sieht dann vieles anders.
Den einzigen Modellfall, den ich ernsthaft dabei erwägen kann, ist eindeutig, was Sundar Singh in den Himmeln erlebt hat. Das waren keine eingeübten, selbst bewußt gewollten Astralreisen und auch keine Nahtoderfahrungen, sondern man könnte sie Entrückungen nennen, wobei der Geist quasi aus den Begrenzungen des Körpers und den damit verbundenen sehr beschränkten Sinneswahrnehmungen befreit ist. Ähnlich, wie das beim Tod geschieht. Damit kommt es zu gewaltigen, überwältigenden Wahrnehmungen in der geistigen Welt.
Sundar ging nicht mit der Absicht, Astral-Visionen zu erleben, in die Berge. Saddhus verlassen das gesellschaftliche Gehäuse, die ganzen Pflichten, um ganz frei zu werden im Geist. Dann kann, wenn Gott will, auch Entrückung geschehen. Gut formuliert: "aus den Begrenzungen des Körpers und den damit verbundenen sehr beschränkten Sinneswahrnehmungen befreit". Während so eines, ganz auf die spirituelle Entwicklung ausgerichteten Lebenswegs werden sehr oft übernatürliche Erfahrungen gemacht.
Ob seine Erlebnisse trotzdem esoterischer Spiritismus waren, also im Grunde Täuschungen, kann man schwierig ergründen. Fest steht allerdings, dass er in angemessener Weise von Erlebnissen mit Christus berichtet. Und bibelkonform über Aufnahme in die Himmel oder aber Höllenschiksalen von Verstorbenen redet.
Andere sehen das anders, für die steht fest, das muss ein "Spiritist" gewesen sein, denn auch Spiritisten erzählen über Erlebnisse mit Christus. Es ist, wie du sagts, schwierig zu ergründen. Was jeder selbst "ergründen" kann ist das eigene Leben, wo und wann erlebe ich Gott, die Heiligkeit und auch das Teuflische in mir und um mich selbst. Ich behaupte, genau in diesem Leben, hier und jetzt, ist alles offenbar. Man nennt das heute Bewusstseins-Erweiterung, das Geistige in sich, im anderen, in der Natur wieder finden. Irgendwann werden die Täuschungen immer weniger. Wenn Jesus sagt, "wahrlich", dann sagt er, das hier die Richtung, wo keine Täuschung mehr ist.
Zudem ist für mich denkbar, das der Apostel Paulus Ähnliches erlebt hat wie Sundar Singh: Sein Bekehrungserlebnis, als Christus sich ihm offenbarte, später seine Entrückung in die Himmel. Nur redet er nicht davon, was er dort erlebt hat. Es wäre wohl auch ein zu unverdauerlicher Brocken für das Verständnis des entstehenden Christentums gewesen.
Wir wissen nicht, was er alles sagte. Wir lesen nur, was übrig blieb, was die römischen Bibel-Herausgeber aufnahmen. Es könnte sein, damals war die Vorstellung einer Himmels-Hirarchie Allgemeinwissen, zB das griechische Modell. Es gibt vieles, was später nicht mehr zuträglich war, was nur noch "geheim" weiter gelehrt wurde.
Aber da sind die Muster ähnlich, dass man annehmen könnte, beide hatten ähnliche Wesensmuster. Und die gehen über das gewöhnlicher Menschen hinaus.
Was heute "frisch" an die Öffentlichkeit kommt, sind zB diese NT-Erlebnisse, und ganz frei von kirchlichen Dogmen. Es ist jedem freigestellt, solche Berichte für sich persönlich einzuordnen. Oder abzuwehren, das gibts auch.
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