Das Tier in der Offenbarung

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Larson
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Larson »

Zippo hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 10:52 Hier kommt dieser Ausdruck her, den der Herr Jesus für sich in Anspruch nahm und sich sehr oft so bezeichnete.
Du bist auch ein Menschensohn… wie ich und viele andere… es ist nichts mystisches oder übersinnliches dabei.

In Daniel steht כְּבַ֥ר אֱנָ֖שׁ (kᵉvar ʽĕnāsch) (aramäisch) also ein Bar Enosch, im Gegensatz zu dem Ben Adam in Hesekiel., wo "Ben Adam" steht.
Welchen willst du nun, den Ben Enosch oder den Ben Adam?
4.Mo 23,19 Nicht ein Mensch אִ֥ישׁ (ʽijsch) ist Gott, dass er lüge, noch ein Menschensohn בֶן־אָדָ֖ם (vën‾ ʽādām), dass er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun, und geredet haben und es nicht aufrecht halten?
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Helmuth
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 14:41 In Daniel steht כְּבַ֥ר אֱנָ֖שׁ (kᵉvar ʽĕnāsch) (aramäisch) also ein Bar Enosch, im Gegensatz zu dem Ben Adam in Hesekiel., wo "Ben Adam" steht.
Welchen Gegensatz meinst du? Es ist begrifflich nur eine verschiedene Sprache. Wäre Daniel 7 auf Hebräisch abgefasst worden, stünde dort „k‘ven adam“. Auf Deutsch ist beides „wie eines Menschen „Sohn“.

Und egal, wie es nun rein sprachlich definiert wird, dieser Menschensohn besiegt das 4. und letzte Tier, welche Macht auch immer das eines Tages sein wird. Das ist eine der zentralen Botschaften dieser Weissagungen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 16:40
Larson hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 14:41 In Daniel steht כְּבַ֥ר אֱנָ֖שׁ (kᵉvar ʽĕnāsch) (aramäisch) also ein Bar Enosch, im Gegensatz zu dem Ben Adam in Hesekiel., wo "Ben Adam" steht.
Welchen Gegensatz meinst du? Es ist begrifflich nur eine verschiedene Sprache. Wäre Daniel 7 auf Hebräisch abgefasst worden, stünde dort „k‘ven adam“. Auf Deutsch ist beides „wie eines Menschen „Sohn“.

Und egal, wie es nun rein sprachlich definiert wird, dieser Menschensohn besiegt das 4. und letzte Tier, welche Macht auch immer das eines Tages sein wird. Das ist eine der zentralen Botschaften dieser Weissagungen.
Es ist nicht nur sprachlich, denn den „ben Enosch“ (hebr) gibt es auch sonst, Enasch ist im aramäischen vom hebräischen „Enosch“ entlehnt.

z.B.:Ps 144,3 (im Vergleich zu Ps 8 mit Ben Adam)

In der Bedeutung von Enosch steht das Schwache, das Sterbliche voran אָנַשׁ (ʽānasch) unheilbar, tödlich.
„Ben Adam“ betont das Wesen des Menschen als Schöpfung. Adam, Erde, rötlich usw… der ganz im Sinne der Schöpfung - sprich Gottes lebt...

Also wenn in Daniel dort Bar Enasch steht, so handelt es sich deutlich um einen Sterblichen.


Das als solches bezeichnete vierte Tier, das 4. Reich, ist nach Sach 12 dann eine Gemeinschaft aus Nationen, welche gegen Jerusalem ziehen.
Sach 12,3 Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich Jerusalem zu einem Laststein machen für alle Völker: alle die ihn aufladen wollen, werden sich gewisslich daran verwunden. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen dasselbe versammeln.
….
6. An jenem Tag werde ich die Fürsten von Juda machen wie ein Feuerbecken unter Holzstücken und wie eine Feuerfackel unter Garben; und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren. Und fortan wird Jerusalem an seiner Stätte wohnen in Jerusalem.
….
8. An jenem Tag wird der HERR die Bewohner von Jerusalem beschirmen; und der Stolpernde unter ihnen wird an jenem Tag wie David sein und das Haus Davids wie Gott כֵּֽאלֹהִ֔ים (keʽlohijm), wie der Engel des HERRN vor ihnen her.
9. Und es wird geschehen an jenem Tag, da werde ich alle Nationen zu vertilgen suchen, die gegen Jerusalem heranziehen.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Helmuth
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 19:05 Es ist nicht nur sprachlich, denn den „ben Enosch“ (hebr) gibt es auch sonst, Enasch ist im aramäischen vom hebräischen „Enosch“ entlehnt.
Damit bleibt es weiter ein "Sohn des Menschen". Diese Bedeutung ändert sich deswegen nicht.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 19:05 Also wenn in Daniel dort Bar Enasch steht, so handelt es sich deutlich um einen Sterblichen.
Jeder Mensch ist sterblich. Damit ergibt sich wieder kein Unterschied. Der Tod ist nicht das Ende des Menschen. Lesen wir Daniel 7 genauer, so spricht der Text nicht von einem Geschehen auf Erden und auch nicht vom Kommen des Sohnes des Menschen auf die Erde.
Daniel 7:13 hat geschrieben: Ich schaute in Gesichten der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie eines Menschen Sohn; und er kam zu dem Alten an Tagen und wurde vor ihn gebracht.
Der Sohn des Menschen wurde "vor ihn" (dem Alten an Tagen) hingebracht. Er kam also (an der Stelle) von der Erde in den Himmel und nicht umgekehrt. Dort verbleibt er für "Zeiten", wie lange weiß kein Mensch. Es sollte klar sein, dass er in dem Zustand nicht mehr sterblich sein kann, sonst verginge ja seine Herrschaft auch wieder.
Daniel 7:14 hat geschrieben: Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.
Dazu ist dieser eine bestimmte Sohn des Menschen bereits von den Toten auferstanden . Wir Christen kennen ihn und damit ist dieser Teil erfüllt. Aber es geht noch um die anderen Heiligen. So warten die, welche an seiner Herrschaft Anteil haben werden darauf, ebenfalls aus den Toten aufzuerstehen um dann mit ihm gemeinsam die ewige und unzerstörbare Herrschaft anzutreten.

Über die Zeitspanne des Wartens, bzw. welche noch auf Erden verbleibt, gibt uns Gottes Wort nur diesen Hinweis:
Daniel 12:6-7 hat geschrieben: Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oben über dem Wasser des Stromes war: Wie lange wird das Ende dieser wunderbaren Dinge dauern? Und ich hörte den in Leinen gekleideten Mann, der oben über dem Wasser des Stromes war, und er erhob seine Rechte und seine Linke zum Himmel und schwor bei dem, der ewig lebt: Eine Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit. Und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollbracht sein wird, dann werden alle diese Dinge vollendet sein.
Auch Daniel verstand es nicht. Die historische Dauer dieser Zeitspanne ist aber nebensächlich, denn nach jedem Ableben eines der Söhne des Menschen wird sie für denjenigen irrelevant. Dann zählt erst wieder der Zeitpunkt des Erwachses aus dem Sheol. So wurde es auch Daniel geweissagt:
Daniel 12:13 hat geschrieben: Du aber geh hin bis zum Ende; und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Los am Ende der Tage.
Daniel erhielt Gnade, dass er die Schrecknisse der letzten Tage, in der das 4. Tier seine Herrschaft ausübt nicht mitbekommt. Vielleicht muss ich sie auch nicht erleben, aber die letzten Generationen auf Erden werden in eine ungeheure Drangsal geraten.
Larson hat geschrieben: ↑Mo 5. Okt 2026, 19:05 Das als solches bezeichnete vierte Tier, das 4. Reich, ist nach Sach 12 dann eine Gemeinschaft aus Nationen, welche gegen Jerusalem ziehen.
Ja, und nach den Tier-Visionen ist diese Zeit schrecklich und grausam und der Zustand verzehrt die ganze Erde. So leidet nicht allein Israel darunter. Eine Biblestelle erklärt nicht alles. Man braucht das gesamte Bild, weshalb Daniel und auch Sacharja mehrere Visionen erhalten haben. desgleichen hatte Johannes viele Visionen erhalten.

Es hat aber keiner der Propheten jeweils das ganze Bild erhalten, sondern jeder einen Teil. Wirklich zusammensetzen kann ich es auch nicht, aber das befinde ich auch nicht wichtig. DIe zentrale Botschaft der Umkehr und Erlösung in Christus bleibt ja immer gleich.

Was den Bildern gemeinsan ist, das ist ihre eschatologische Perspektive. Es geht dabei um eine Zeit, die noch aussteht, denn derzeit üben immer noch sündhafte Menschen die Herrschaft über alle irdischen Reiche aus. Das aber wird nicht so bleiben.
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Larson
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 07:39 Damit bleibt es weiter ein "Sohn des Menschen".
Schade, dass du die Nuance nicht erblickst…
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 07:39 Dort verbleibt er für "Zeiten", wie lange weiß kein Mensch.
Für Zeiten? Was meinst du damit? Dass es nicht steht, wie lange diese Gestalt vor Gott war?
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 07:39 Es sollte klar sein, dass er in dem Zustand nicht mehr sterblich sein kann, sonst verginge ja seine Herrschaft auch wieder.
…
Dazu ist dieser eine bestimmte Sohn des Menschen bereits von den Toten auferstanden .
Nun, das geht nicht so klar aus Daniel 7,14 hervor. Es steht nur, dass sein Königtum nie zerstört werden wird. Es besagt dabei nicht, dass, wie in Hesekiel, der Fürst dieses Königtums Kinder und Erben haben wird, und dass auch gestorben wird.
Und es steht auch nicht in diesem Vers, dass dieser von den Toten auferstanden sei. Es ist ein Ensoch, ein sterblicher, und ein Auferstandener würde ja nicht mehr sterben…
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 07:39 So warten die, welche an seiner Herrschaft Anteil haben werden darauf, ebenfalls aus den Toten aufzuerstehen um dann mit ihm gemeinsam die ewige und unzerstörbare Herrschaft anzutreten.
Auch solches steht nicht in Daniel, das ist „Paulus“, ohne jeglichen Rückhalt aus der Tenach.

Nun ja, Daniel wird auferstehen, auferweckt (Dan 12,13) ebenso auch schon daselbst in Vers 2, wo von dem „Erwachen“ gesprochen wird, entweder zur Schade oder als „Glanz der Himmelsfeste“, wie Sterne.
(V3) „…welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben,…“ da ist natürlich keine paulinische Gerechtigkeitslehre gemeint...
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 07:39 Vielleicht muss ich sie auch nicht erleben, aber die letzten Generationen auf Erden werden in eine ungeheure Drangsal geraten.
…
Ja, und nach den Tier-Visionen ist diese Zeit schrecklich und grausam und der Zustand verzehrt die ganze Erde. So leidet nicht allein Israel darunter. Eine Biblestelle erklärt nicht alles.
Vielleicht stehen wir näher daran, an diesen „letzten Tagen“. Und ja, die Drangsal wird erdrückend sein.
Sicher wird die ganze Welt in dieses Schicksal mit hineingezogen. Der 2. Weltkrieg zeigte es ja auf, wie solches zustande kommt, sollte als Warnung für heute dienen. Aber der Stolperstein wird wieder Zion sein, und da meint es die Menschheit besser zu wissen, als das, was der Ewige beabsichtigt.
Und dann erst werden die Nationen erkennen (es gibt aber sicher schon eine geringe Zahl, welche es heute schon erkennt), wenn sie in ihren Ideologien scheitern, dass:
Ps 83,19 und erkennen, dass du allein, dessen Name HERR ist, der Höchste bist über die ganze Erde!

Jes 37,16 HERR der Heerscharen, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Helmuth
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:06 Für Zeiten? Was meinst du damit? Dass es nicht steht, wie lange diese Gestalt vor Gott war?
Mit den "Zeiten" meine ich, wie lange der Messias im Himmel verweilen muss, ehe er wiederkehrt. Ich lege das so aus, dass wir heute in diesen "Zeiten" leben, aber kein Mensch weiß, wann diese enden. Es kann das Ende auch schon morgen kommen. Jesus lehrt daher, dass wir allezeit bereit sein sollen:
Lukas 21:36 hat geschrieben: Wacht aber, zu aller Zeit betend, damit ihr imstande seid, all diesem, was geschehen soll, zu entfliehen und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.
Er kommt also wieder, der Sohn des Menschen und es ist ein ganz bestimmer. Vor ihm müssen wir bestehen bzw. vor dem Gericht, das über uns abgehalten wird, um in sein Reich zu gelangen --> Daniel 7:10. Der danach erscheinende Sohn ist der, der in Daniel 7:13 erwähnt ist.
Larson hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:06 Nun, das geht nicht so klar aus Daniel 7,14 hervor. Es steht nur, dass sein Königtum nie zerstört werden wird. Es besagt dabei nicht, dass, wie in Hesekiel, der Fürst dieses Königtums Kinder und Erben haben wird, und dass auch gestorben wird.
Nach der Auferstehung zeugt kein Sohn mehr Kinder. Wir werden dann in einem neuen Äon sein. Die Tier-Visionen bilden mit dem 4. Tier eine eschatologische Schau für den Übergang vom Irdischen ins Himmlische bzw. vom zeitlichen zum für immer ewigen Reich.

Danach kommt kein weiteres irdisches Reich mehr an die Macht. Es gibt nur mehr noch die Erlösten. Alle anderen kommen in den Gerichten Gottes um, was nicht nur das NT lehrt. Das AT beschreibt auch das in vielen Visionen.

Und auch da: Es gibt nicht nur eine Vision, es sind viele, wie auch Jesus mehrere Arten der Vorschau gegeben hatte. Man muss nicht alles bis zum letzten "Jod" auslegen können. Das geht gar nicht und hielte ich auch für verfehlt. Wichtiger ist das Evangelium.
Larson hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:06 Und es steht auch nicht in diesem Vers, dass dieser von den Toten auferstanden sei. Es ist ein Ensoch, ein sterblicher, und ein Auferstandener würde ja nicht mehr sterben…
Das führt zu einer Logikfrage: Wie kann ein Sterblicher für immer und ewig regieren? Es hätte sein Königtum dann erst wieder ein Ende. Kehren wir nochmals zurück zu einer Schlüsselstelle aus Daniel:
Daniel 7:14 hat geschrieben: Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.
Die Herrschaft wird nicht vergehen. Meine Logik sagt, dass man dazu unsterblich sein muss. Man hat damit den Tod überwunden. Ebenso wird das Königtum nicht mehr durch böse Mächte zerstört werden, weil alles Böse vernichet worden ist.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Larson
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Larson »

Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:59 Mit den "Zeiten" meine ich, wie lange der Messias im Himmel verweilen muss, ehe er wiederkehrt.
….
Er kommt also wieder, der Sohn des Menschen und wir müssen vor ihm bestehen.
Der Text sagt ja nicht aus, dass da der „Messias“, also der Fürst, respektive dieser Bar Enasch, gestorben sei, in den Himmel geht und wieder zurückkommt, sondern vielmehr, womit dieser Fürst ausgezeichnet ist und welche Stellung er vor dem Ewigen hat.

Wir müssen auch nicht vor dem Menschensohn „bestehen“, sondern vor dem Ewigen.
Jer 17,5 So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf den Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz von dem HERRN weicht!
….
7. Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen Vertrauen der HERR ist!
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:59 Nach erfolgter Auferstehung zeugt kein Sohn mehr Kinder. Wir sind dann in einem neuen Äon.
Nun, das passt aber überhaupt nicht zu den letzten Kapiteln von Hesekiel, sondern es ist die Lehre des Paulus, welche aber nicht in der Tenach verwurzelt ist.

Das Leben geht auch in der kommenden Welt weiter:
Jes 65,20 Und dort wird kein Säugling von einigen Tagen und kein Greis mehr sein, der seine Tage nicht erfüllte; denn der Jüngling wird als Hundertjähriger sterben und der Sünder als Hundertjähriger verflucht werden.
Davon sprechen die Propheten in der Tenach, es ist das irdische Gottesreich, wozu Gott ja auch diese Erde und den Menschen geschaffen hat, um dies dann zu verwirklichen. Etwas anders ist aber die himmlische Welt.
Selbst das NT, resp. Offenbarung spricht doch von diesem 1000jährigen Reich, bis der Teufel wieder losgebunden wird.
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:59 Man muss aber nicht alles bis zum letzten "Jod" auslegen können. Das geht gar nicht und hielte ich auch für verfehlt.
Da pflichte ich dir bei, alle diese Puzzleteile zusammensetzen zu wollen, da wird man wohl, wenn man ehrlich ist, nicht zustande bringen, oder aber man quetsch die Teile zum Bild, welches man sich vorstellt.
Und das ist wohl auch Absicht so, denn so lässt sich der Tag auch nicht „berechnen“, aber wir können die Zeit vielleicht darin finden, dass sich gewisses erfüllt, wie zum Beispiel, dass sich Israel wieder ihr Land hat, sich auch zurückbesinnt usw.

Deshalb auch immer wieder der Ruf Gottes, sich allem IHM anzuvertrauen.
Helmuth hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 09:59 Das führt zu einer Logikfrage: Wie kann ein Sterblicher für immer und ewig regieren? Es hätte sein Königtum dann erst wieder ein Ende. Kehren wir nochmals zurück zu einer Schlüsselstelle aus Daniel:
Daniel 7:14 hat geschrieben:
Und ihm wurde Herrschaft und Herrlichkeit und Königtum gegeben, und alle Völker, Völkerschaften und Sprachen dienten ihm; seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königtum ein solches, das nie zerstört werden wird.
Die Herrschaft wird nicht vergehen. Meine Logik sagt, dass man dazu unsterblich sein muss. Man hat damit den Tod überwunden. Ebenso wird das Königtum nicht mehr durch böse Mächte zerstört werden, weil alles Böse dazu vernichet worden ist.
„Ewig“ bedeutet in der Tenach nicht immer „Ewig“, also unendlich, wie auch „alle - alles“ nicht immer alles oder alle umfasst.
Hes 37,24 Und mein Knecht David wird König über sie sein, und sie werden allesamt einen Hirten haben; und sie werden in meinen Rechten wandeln und meine Satzungen bewahren und sie tun.
25. Und sie werden wohnen in dem Land, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe, worin eure Väter gewohnt haben; und sie werden darin wohnen, sie und ihre Kinder und ihre Kindeskinder, bis in Ewigkeit; und mein Knecht David wird ihr Fürst sein ewiglich.
Eine sehrt klare und unmissverständliche Aussage Gottes, dass David dieser König sein wird, dieser Fürst.
Und… Jesus ist nicht David.
Demnach Jesus in die Kapitel von Daniel hineinzuinterpretieren, dass nun Jesus dieser Fürst sein soll, widerspricht dann Hesekiel, was aber auch in Daniel nicht steht.

Aber wie „wörtlich“ soll nun dies verstanden sein?

לְעוֹלָֽם (lᵉʽolām) für immer / ewig. Ich denke, dass du es selber weisst, dass עוֹלָם (ʽolām) nicht nur das unendlich „Ewige“ meint, sondern es ist das, was noch verborgen ist, was unserer Wissen der Zeit verhüllt ist.

Und auch hier, wenn von Kindeskindern die Rede ist, so gibt es Nachkommen usw.

Und so werden Menschen auch in der kommenden Welt Fehler machen, und Sündopfer darbringen, der Fürst auch für sich selbst. Hesekiel ab Kapitel 40 beginnend mit dem 3. Tempel.
Es ist nicht die perfekte Welt, denn auch die Nationen können sich weiterhin weigern, um dem Ewigen die Ehre zu erweisen, und so wird ihnen der regen entzogen.
Jes 65,20 Und dort wird kein Säugling von einigen Tagen und kein Greis mehr sein, der seine Tage nicht erfüllte; denn der Jüngling wird als Hundertjähriger sterben und der Sünder als Hundertjähriger verflucht werden.


Jes 65,17 (Jes 66,22) wird vom neuen Himmel und neuer Erde gesprochen, also in dieser kommenden Welt wird weiterhin geboren und gestorben.
J
es 65,23 Nicht vergeblich werden sie sich mühen, und nicht zum jähen Untergang werden sie zeugen; denn sie sind die Nachkommenschaft der Gesegneten des HERRN, und ihre Sprösslinge werden bei ihnen sein.
Gott will dann dies verwirklichen, was Er mit der Schöpfung der Erde, und besonders des Menschen beabsichtigte, dass der Mensch in Eigenverantwortung in Gerechtigkeit vor Gott lebt. Der Wolf und das Lamm werden wider beisammen sein usw…
Jes 37,16 JHWH Zebaoth, Gott Israels, der du zwischen den Cherubim thronst, du allein bist es, der der Gott ist von allen Königreichen der Erde; du hast den Himmel und die Erde gemacht.
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Re: Das Tier in der Offenbarung

Beitrag von Helmuth »

Larson hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 11:08 Nun, das passt aber überhaupt nicht zu den letzten Kapiteln von Hesekiel, sondern es ist die Lehre des Paulus, welche aber nicht in der Tenach verwurzelt ist.
Die Lehre des Paulus ist hier weder Gegenstand noch sonst wie maßgeblich. In dem Fall schießt du deine Pfeile ins Leere. Bei Hesekiel hat man wiederum, wie schon zuvor gesagt, zu beachten, dass es eine zeitlich historische und eine eschatologische Perspektive gibt.

Für unsere Tierdeutung hat das keine Relevanz, weil z.B. Hesekiel 40-48 von keinen Kriegen spricht, falls du darauf anspielst. Andere Stellen aus Hesekiel gehen auf die konkrete Zerstörung Jerusalems ein.

Diese stehen im historischen Kontext der Eroberung durch Nebukadnezar. Und so auch der Wiederaufbau in der Zeit von Esra. Rein eschatolgosch sind nur Teile Hesekiels für unsere Betrachtung relevant und das muss man tunlichst auseinnanderhalten, sonst gibt es keine Klarheit für die Deutung, und es entsteht ansonsten eine Irrlehre.
Larson hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 11:08 Selbst das NT, resp. Offenbarung spricht doch von diesem 1000jährigen Reich, bis der Teufel wieder losgebunden wird.
Ja, wiewohl ich beim Buch Offenbarung trotz allem ein wenig vorsichtig bleibe. Da halte ich es tatsächlich mehr mit dem AT. So spreche ich von einer Übergangszeit vom Irdischen ins Himmlische. Die Menschen werden sich dem Kommen des Messias wiedersetzen, werden aber durch den Messias niedergerungen, wobei Gott und die Engel mit den Gerichtswehen tatkräftig mithelfen.

Ich kann aber nicht alles deuten, d.h. die visionären Bilder aus AT wie NT in eine chronologische Abfolge bringen geht nicht. Das ist bei Jesu Endzeitreden auch so. Er gibt uns mehrere Bilder, die man nicht alle lückenlos zur Deckung bringt.

Zu Jesaja 65:20 z.B. kann ich nur mutmaßen. Es könnten solche als verflucht gelten, wie es in den Büchern (siehe Daniel 7) bereits steht, die darin schon ihr Urteil gefunden haben. So erreichen sie nach erfolgter Auferstehung auch nicht die ersten 100 Jahre. Das gehört dann zu ihrer Verurteilung ewiger Verdammnis.

So kann man Jesaja 65 vielleicht deuten, aber das ist dann keine korrekte Exegese mehr, sondern öffnet einen zu großen Raum für theologische Spekulationen und damit Irrlehren, worin sich z.B. die ZJ total verrennen. So kann dieses Deuten schon aus dem Grund gar nicht der Sinn sein.

Wir kommen wieder zu dem zurück, dass es nicht das Ziel Gottes ist Historiker biblischer Prophetie zu werden, die alles lückenlos aufarbeiten können, sondern dass man tunlichst nicht zu den Verfluchten gehört, da Gott keinen Gefallen am Tod der Gottlosen hat.

Mit dem Wort erklärt Gott seinen Willen und welche Anforderung das an uns hier und heute stellt, sagt er an anderer Stelle bzw. heute durch seinen Sohn, den er dazu gesandt hat. Für uns ist er der Messias und Menschensohn. Wenn man das untersucht, dann deckt sich das ganz ausgezeichnet mit Daniel.
Larson hat geschrieben: ↑Di 6. Okt 2026, 11:08 „Ewig“ bedeutet in der Tenach nicht immer „Ewig“, also unendlich, wie auch „alle - alles“ nicht immer alles oder alle umfasst.
Das weiß ich, aber das ist nicht der springende Punkt, sondern dass das Reich nicht vergehen wird, was ich extra unterstrichen habe. Wie kann man dieses auf vergänglich, sprich sterblich umdeuten? Das ist unlogisch.

Es exisitert dann auch kein "Tier" mehr. Diese Bilder stehen in den Visionen nicht für Heilige, sondern für Gottlose oder gottlose Systeme bzw. Mächte. In der Offenbarung findet das "Tier", das vielleicht auch bloß sinnbildlich für jede Art menschlicher Gottlosigkeit steht, im Feuer sein Ende:
Offenabrung 19:20 hat geschrieben: Und das Tier wurde ergriffen und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen vor ihm tat, womit er die verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten – lebendig wurden die zwei in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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