Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Rund um Bibel und Glaube
Heinz Holger Muff

Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Heinz Holger Muff »

Zippo hat geschrieben: Mo 20. Mär 2023, 11:52 Hallo zusammen,
Sind nicht die Engel ganz entscheidend für das irdische Schicksal der Menschen ?
Gruß Thomas
Gem. Pauli Worte in Galater 6;7,8 sind nicht die Engel, sondern jeder Mensch für sich selbst seines eigenen Glückes Schmied Thomas:
Wir ernten, was wir säen
7 Macht euch nichts vor! Gott lässt keinen Spott mit sich treiben. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. 8 Wer auf den Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Wer dagegen auf den Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten.
:wave:
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Abischai
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:33 Die Macht Gottes entwickelt sich abhängig von der Größe unseres Glaubens.
Die Macht Gottes IST, die entwickelt sich doch nicht. Der Herr hat gesagt: "mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden". Da sehe ich keinen Success.

Daß die Engel Gottes "in action" mehr Befugnisse haben als wir ist ein anderes Thema, das hängt m.E auch nicht mit unserer sündigen Natur zusammen, sondern mit der Aufgabe, die jene haben und wir nicht. Unsere Stellung vor Gott ist höher als die der Engel, aber mit Machtbefugnis und Auftrag hat das nichts zu tun.

Aber bestimmt habe ich Dich mal wieder nur nicht exakt verstanden...
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
Heinz Holger Muff

Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Heinz Holger Muff »

Helmuth hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:33 Die Macht Gottes entwickelt sich abhängig von der Größe unseres Glaubens.
Gem. der Aussage des Bibelschreibers Jakobus in Jakobus 2;14-26 ist selbst der größte Glaube eines Menschen in sich mausetot, wenn er keine gottgefälligen Werke beinhaltet:
Neue evangelistische Übersetzung
Ein Glaube ohne Werke ist tot
14 Was nützt es denn, meine Brüder, wenn jemand behauptet, Glauben zu haben, aber keine Werke aufzuweisen hat? Kann solcher Glaube ihn etwa retten? 15 Stellt euch vor, jemand von euren Brüdern oder Schwestern hat nicht genug anzuziehen und zu essen. 16 Und dann sagt einer von euch zu ihnen: "Lasst es euch gut gehen! Hoffentlich könnt ihr euch warm anziehen und habt genug zu essen!", aber er gibt ihnen nicht, was sie zum Leben brauchen. Was nützt ihnen das? 17 Genauso ist es mit einem Glauben, der keine Werke aufweist. Für sich allein ist er tot. 18 Aber es könnte jemand sagen: "Der eine hat eben Glauben und der andere hat Werke." Zeig mir doch einmal deinen Glauben, wenn du keine Werke vorweisen kannst. Und ich werde dir meinen Glauben aus meinen Werken beweisen. 19 Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt. Gut! Aber die Dämonen glauben das auch – und zittern vor Angst. 20 Du gedankenloser Mensch! Willst du nicht begreifen, dass der Glaube ohne Werke unbrauchbar ist? 21 Wurde unser Stammvater Abraham nicht wegen seines Handelns als gerecht betrachtet – eben weil er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? 22 Du siehst also: Der Glaube wirkte mit seinem Tun zusammen. Erst durch das Tun wurde der Glaube vollendet. 23 Erst so erfüllte sich das Wort der heiligen Schrift: "Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet." Er wurde sogar "Freund Gottes" genannt. 24 Ihr seht also, dass ein Mensch durch seine Taten gerecht gesprochen wird und nicht aus Glauben allein. 25 Wurde nicht sogar die Hure Rahab aufgrund ihrer Taten gerecht gesprochen? Denn sie nahm die Boten auf und ließ sie auf einem anderen Weg entkommen. 26 Genauso wie der Körper ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
Zuletzt geändert von Reinhold am Do 6. Apr 2023, 20:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Helmuth
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 20:02 Die Macht Gottes IST, die entwickelt sich doch nicht. Der Herr hat gesagt: "mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden". Da sehe ich keinen Success.
Das ist jetzte Philosophie. Und zwar wegen des Wortes "entwickeln". Der TE sagt "entfalten", dann hättest du ihm schon sagen müssen, dass sich da nichts dergleichen tut, sondern "ist". Ich verstehe diese Begriffe synonym.

Aber es muss zuerst verstanden werden, was damit gemeint ist. Ich habe ihn auch gebeten "Schicksal" zu definieren. Ansonsten sind es nur schwammige Gebilde über die wir reden. Ich könnte z.B. unter "Entfaltung" die Stärkung meines Glaubens verstehen. Damit entwickelt sich dann eine immer größere Fähigkeit, mit der ich immer machtvoller agieren kann.

Den theologischen Grundsatz dazu habe ich dir nun unterbreitet. Schritt zwei wäre: Und wie nun praktisch umsetzen?
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Abischai
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 20:16 Den theologischen Grundsatz dazu habe ich dir nun unterbreitet. Schritt zwei wäre: Und wie nun praktisch umsetzen?
Wir geben einander Zeugnis von dem, was wir mehr oder weniger echt mit dem Herrn erleben. Eine andere Variante weiß ich nicht. Dann wird das theoretische Wissen des Einzelnen durch (echte!!) Zeugnisse Anderer interessant, und man "ahmt" das Gute nach. Das ist der/ein Sinn von Gemeinschaft, finde ich.
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Oleander
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Oleander »

Abischai hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:20 versucht der Satan immer und immer noch ein Haar in der Suppe zu finden (vgl. Hiob!)
Kann ich der Hiobserzählung nicht entnehmen.
Er suchte nicht nach einem Haar in der Suppe, sondern Gott fädelte das Gespräch ein und stellte ihn Fragen.
Spoiler: anzeigen
Und der HERR sprach zum Satan:
Hast du achtgehabt auf meinen Knecht Hiob?
Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden – ein Mann, so rechtschaffen und redlich[6], der Gott fürchtet und das Böse meidet!
9 Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Ist Hiob ⟨etwa⟩ umsonst so gottesfürchtig?

10 Hast du selbst nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, rings umhegt? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Besitz hat sich im Land ausgebreitet.

11 Strecke jedoch nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht flucht!
Man könnte das damit vergleichen: Gute (wahre) Freunde erkennt man leichter, wenn das Leben schwer wird.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von renato23 »

Zippo hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:07 Ist nicht Satan Schuld an dem meisten Elend auf Erden ?

Gruß Thomas
Ja, seine Macht wird leider Gottes viel zu stark unterschätzt. Wesen Werke man tut, dessen Knecht ist man.
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Oleander
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Oleander »

renato23 hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 21:38
Zippo hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:07 Ist nicht Satan Schuld an dem meisten Elend auf Erden ?

Gruß Thomas
Ja, seine Macht wird leider Gottes viel zu stark unterschätzt. Wesen Werke man tut, dessen Knecht ist man.
Dazu gehören die Werke des "Fleisches".
Wenn ich meinen Begierden nachgebe oder bewußt Scheiße baue, weil ich...
Kann ich auch ned sagen, der Satan ist schuld (ist in mich gefahren).
Siehe Judas.... der wußte schon, was er tat.
Der hatte seine Vorstellungen und Geld war ihm wohl auch wichtiger.

Oder man wird Opfer der eigenen Dummheit oder Selbstverblendung.
Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben ...
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Helmuth
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 20:40 Dann wird das theoretische Wissen des Einzelnen durch (echte!!) Zeugnisse Anderer interessant, und man "ahmt" das Gute nach.
Das war auch meine Frage. Nachdem wir den theologischen Grundsatz durch Glauben erörtert haben, die zweite Frage nochmals: Wie machen wir das nun praktisch? Hast du eine Idee? Oder sitzt der Grundsatz noch nicht?


Oleander hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 21:48 Oder man wird Opfer der eigenen Dummheit oder Selbstverblendung.
Mal ein wahres Wort und damit dämmt man die Entfaltung der Macht Gottes ein. Anders ausgedrückt, der HG erhält nicht ausreichend Zugriff auf dein Leben. Ein gutes Bild ist ein Kraftwerk. Wenn man seinen Zuleitung infolge Sünde abschneidet, dann kann man mit der eigenen Buffer-Batterie eine Zeit lang auskommen, bis dein Akku leer ist. Und danach beginnt ein Verfallsprozess.

Oder vielleicht gefällt einem das Bild mit einem Wasserwerk besser. Ich kann bei mir zu Hause jede Menge Wasser haben und wir Wiener haben ein sehr gesundes Wasser. Es hängt nur von der Größe meiner Zuleitung ab und Gott verrechnet keine Tarife. Sie sind frei. Seine Quelle kann weder versiegen noch überlastet werden. Jesus redet von lebendigem Wasser.

Will ich mehr, drehe ich den Wasserhahn einfach nicht ab und halte auch die Rohre instand. Diese Abdrehen oder die Verstopfung der Rohre ist was Sünde macht und dann trocknet man aus und stirbt. Man hat das daher in seiner Hand durch den Glauben. Gott beschränkt es also nur infolge der Sünde. Dazu ein Wort aus Johannes:
Joh 3,34 hat geschrieben: Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß.
Dies maßlose Gabe ist nicht aber auf Jesus beschränkt, aber er hatte auch einen völlig anderen Glauben als wir. Aber auch klar, er war sündlos, diese begrenzt uns daher in allem. Bei Jesus gibt es nicht die geringste Einengung der Rohre oder den defekten Wasserhahn. Aber er ist auch der Klemptner aller unserer Seelen von Gott gesandt.

Ein für mich biblisch schönes prophetisches Bild ist das aus Hesekiel 47. Der Strom wird immer größer, stärker und tiefer. Dabei fing es mit einem kleinem Bächlein an und danach speist der Strom das ganz Land.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Wie entfaltet sich die Macht Gottes ?

Beitrag von Zippo »

Abischai hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:20
Zippo hat geschrieben: Do 6. Apr 2023, 19:07 Ist nicht Satan Schuld an dem meisten Elend auf Erden ?
Ich glaube hier muß man ganz genau differenzieren. Der Satan ist nicht "schuldig", sondern (genau das ist seine Funktion) der klagt die Schuldigen an wo immer möglich. Wenn Gott vergeben möchte, versucht der Satan immer und immer noch ein Haar in der Suppe zu finden (vgl. Hiob!)
Ist der Satan von Gott eingesetzt worden, um Menschen zu versuchen und anschließend zu verklagen ?
Ich denke, Satan hat sich das freiwillig so vorgenommen und Gott integriert es in ein System der Auslese. Wer Satan folgt, wird aussortiert. Mt25,41...

Neulich habe ich ein ingeressantes Erlebnis gehabt. Ich hatte einem Auländer gesagt, er solle doch in seine Heimat zurückkehren. Es war. nicht sehr nett und ich habe mich auch entschuldigt, aber er bestand darauf, die Polizei zu holen und das Ende vom Lied war, daß ich für 1 Jahr Hausverbot bekam. Das Ganze spielte sich nämlich in einem Schwimmbad ab, wo zunehmend Ausländer beschäftigt werden, die zunehmend bestimmender werden und einen kleinen Vorfall nutzen um Einheimische zu verdrängen. Da habe ich mich auch gefragt, in welchem Land und welcher geistigen Umgebung ich lebe ?

Da gibt es doch allerhand Schicksalsmächte, die auf das Leben der Menschen einwirken. In Eph 6,12 werden sie "Herren der Welt" genannt, "Fürsten und Gewaltige".
Abischai

In Gestalt der Schlange hat dieses (selbe) böse Wesen das Weib betrogen, sodaß es aß. Aber das war nicht das eigentliche Problem, es war einfach nur Sch****, mehr nicht. Als aber der Mann aß, bracht das Unheil los, denn ER hatte sich verschuldet, weil ER getan hat, was IHM verboten worden war.
Zwar wird die "Belobigung" der Schlange auch ausführlich berichtet, aber entscheidend für die Menschheit war, was Adam (der Mann) getan hatte, nicht die Tat des Weibes und nicht die der Schlange.
Satan hat über die Schlange und über das Weib den Adam betrogen. Er wußte, daß man es auf diesen Wege machen kann. Außer Satan wurden alle bestraft. Aber Adam als das Haupt der Frau bekam die Hauptschuld. 1 Kor 11,3

Interessant , daß der Christus, der das Haupt des Mannes ist, sich auch eine Schuld auflädt. Er hat ja laut Kol 1,15-17 die Schöpfung gewollt, und deswegen stellt ihn Gott der Vater mitten in das Leid der Welt. Die Frage wird immer laut: Warum macht er das ?

Und darüberhinaus läßt sich Gott, der das Haupt Christus ist direkt mitbestrafen. 2 Kor 5,19-21. Er will sich mit Menschen versöhnen, ist es nicht so, daß er meint, eine Mitverantwortung zu haben. Und er ersinnt einen Plan, die Werke Satans zu zerstören.
1 Joh 3,8; Joh 3,14

Der Herr Jesus wählt den unteren Weg und läßt sich für unsere Sünden bestrafen, um anschließend den Sieg in einer neuen Schöpfung davonzutragen.
Das ist sicher nur eine Möglichkeit, der Welt bzw. der Menschheit zu helfen, denn man hätte auch Satan daran hindern können, diese furchtbaren Dinge zu treiben, mit denen er und seine dämonischen Kräfte außerordentlich viel Unheil getrieben haben.

Was aber spricht aber für diesen unteren Weg ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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