Re: Der Wahnsinn der Kopftuch-Debatte
Verfasst: Sa 18. Nov 2017, 15:06
Dieses Post hatte eine bestimmte Würze, von daher kann ich nicht sagen wie explosiv der Geschmack ist.
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Wer eine eigene Identität besitzt, braucht sich nicht hinter den Symbolen irgendwelcher Gruppierungen zu verstecken.Rembremerding hat geschrieben:Kreuz, Kopftuch, AfD-Fahne, BVB-Wappen, Fleisch, Ehe Mann/Frau, Ausländern, Atheisten ...
ist eine typische Reaktion tiefer Verunsicherung, weil der eigene Standpunkt, die eigene Identität fehlt.
Wenn jemand ein Kreuz um den Hals trägt, um dadurch etwas legerer zu wirken und mehr Frauen abzuschleppen, dann ist das ein akzeptabler Beweggrund. Wenn jemand ein Kreuz um den Hals trägt, um das liebe Jesulein als anbetungswürdigen fehlerfreien Übermenschen und die eigenen Mitmenschen als minderwertigen gottlosen Abschaum zu stilisieren, dann ist das nicht akzeptabel.Wer sich von einem Menschen in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt, der ein Kreuz um den Hals trägt, ein Kopftuch trägt oder von einem Kreuz an der Wand, lebt in einer tiefen Selbstverknechtung.
Oh, so schnell wird mir diese tiefe Verunsicherung schon bestätigt:Wenn jemand ein Kreuz um den Hals trägt, um das liebe Jesulein als anbetungswürdigen fehlerfreien Übermenschen und die eigenen Mitmenschen als minderwertigen gottlosen Abschaum zu stilisieren, dann ist das nicht akzeptabel.
Er projiziert seine negativen Gefühle und Vorurteile, seine Angst und Verunsicherung auf den anderen und rechnet damit, dass dieser danach handelt.
Da stimme ich sofort zu,allerdings wäre das auch eine Haltung die eines nicht wäre:christlich.JackSparrow hat geschrieben: Wenn jemand ein Kreuz um den Hals trägt, um das liebe Jesulein als anbetungswürdigen fehlerfreien Übermenschen und die eigenen Mitmenschen als minderwertigen gottlosen Abschaum zu stilisieren, dann ist das nicht akzeptabel.
Musste ich grade übelst feiern.JackSparrow hat geschrieben:Wenn jemand ein Kreuz um den Hals trägt, um dadurch etwas legerer zu wirken und mehr Frauen abzuschleppen, dann ist das ein akzeptabler Beweggrund.
Ich habe Dich nicht falsch zitiert sondern darauf hingewiesen,dass ich eine "Änderung" vornehme.SamuelB hat geschrieben:Sicherlich meine ich damit, dass die Frau selbst schuld ist, wenn sie ein Symbol der Unterdrückung trägt. Egal, welche Religion dafür vorgeschoben wird. Hier bei uns sind Mann und Frau gleichgestellt. Zumindest soll es so sein.
Ich glaube, es ist einigen gar nicht bewusst, dass sie genau das tun. Sobald man sich von deren Glauben abwendet, wird es aber deutlich. Viele wollten mit mir plötzlich nichts mehr zu tun haben, von denen ich dachte, das sind meine Freunde.JackSparrow hat geschrieben:Wenn jemand ein Kreuz um den Hals trägt, um das liebe Jesulein als anbetungswürdigen fehlerfreien Übermenschen und die eigenen Mitmenschen als minderwertigen gottlosen Abschaum zu stilisieren, dann ist das nicht akzeptabel.
Natürlich! Du hast meine Aussage verändert! Das habe ich nicht so gern. Nachher versteht das jmd falsch und schon kommen Gerüchte auf. Wäre schön, wenn du das lassen würdest. Ansonsten werde ich diese Unterhaltung beenden.Catholic hat geschrieben:Ich habe Dich nicht falsch zitiert sondern darauf hingewiesen,dass ich eine "Änderung" vornehme.
Es kommt darauf an, aus welchen Gründen das getragen wird. Das christliche Kopftuch ist selbstverständlich auch ein Symbol der Unterdrückung. Es zeigt, dass die Frau noch ein Haupt über sich hat: den Mann. Also ihren Ehemann oder Vater. Was denkst du denn, warum verheiratete Frauen im Mittelalter eine Haube trugen? Genau deshalb nämlich.Catholic hat geschrieben:Wenn eine Frau,die Kopftuch trägt ein Symbol der Unterdrückung trägt,dann heisst das logischerweise auch,dass z.B. eine griechische Frau, die in Griechenland,z.B. auf Kreta oder in Thessaloniki,ein Kopftuch trägt,unterdrückt wird und dass das ebenfalls für Frauen in den hochmittelalterlichen Städten Deutschlands galt.
Aus dem selben Grund warum unverheiratete Frauen im Spätmittelalter auch ausserhalb der eigenen vier Wände eine Kopfbedeckung trugen,regional auch schon im Hochmittelalter.SamuelB hat geschrieben: Das christliche Kopftuch ist selbstverständlich auch ein Symbol der Unterdrückung. Es zeigt, dass die Frau noch ein Haupt über sich hat: den Mann. Also ihren Ehemann oder Vater. Was denkst du denn, warum verheiratete Frauen im Mittelalter eine Haube trugen? Genau deshalb nämlich.