Re: Bundestag beschließt Selbstbestimmungsgesetz
Verfasst: Sa 18. Mai 2024, 16:18
Zu diesem Aspekt frage ich mich schon, wer das Recht haben sollte, anderen "zu ihrem Wohl" Vorschriften zu machen.
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Zu diesem Aspekt frage ich mich schon, wer das Recht haben sollte, anderen "zu ihrem Wohl" Vorschriften zu machen.
Kommentar von Christian Matz zum Selbstbestimmungsgesetz
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In der Praxis ist der Kreis derjenigen, die das Gesetz ganz persönlich betrifft, zwar klein. Doch die Signalwirkung, und damit auch mögliche Befürchtungen von Nicht-Betroffenen, ist groß. Die Bedenken gilt es ernst zu nehmen. Fatal wäre es, wenn das Gesetz als Zeichen aufgefasst würde, das Wechseln des Geschlechts sei künftig beliebig; deshalb müssen die weitergehenden Vorstöße, schon 14-Jährigen eine Änderung ohne Zustimmung der Eltern zu erlauben, gestoppt werden.
Es ist absurd, Jugendlichen in der Pubertät eine solch weitreichende Entscheidung zu ermöglichen, während etwa das Autofahren und das Wählen an die Volljährigkeit gekoppelt sind. Zudem sind in Schutzräumen für Frauen Konflikte zu erwarten, wer künftig rein darf, auch wenn die Regierung dies kleinredet und auf das Hausrecht verweist.
https://www.presseportal.de/pm/65597/5586891
Von wegen tolerant: Das neue deutsche Selbstbestimmungsgesetz ist ein Angriff auf die Lebensrealität der Mehrheit
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Während sich Kinder nicht gegen die Erzählung vom Leben im «falschen Körper» wehren können, haben auffallend viele Frauen in Deutschland gegen das Gesetz protestiert, unter ihnen prominente Feministinnen wie Alice Schwarzer. Sie warnen unter anderem vor der Gefahr, dass biologische Männer die neue Rechtslage ausnutzen könnten, um in bisher geschützte Räume von Frauen und Mädchen einzudringen.
Der deutsche Gesetzgeber hat das Problem gelöst, indem er es kurzerhand in den privaten Bereich verschoben hat. Anbieter von Frauenparkplätzen oder Frauensaunen sollten im Zweifel ihr Hausrecht geltend machen und den Eintrag des Geschlechts auf dem Amt ignorieren können, heisst es. Man darf gespannt sein, wie die Sache ausgeht.
Es gibt inzwischen etliche Berichte aus anderen Ländern, wo sich Frauen über Männer in ihren Umkleidekabinen empören und Trans-Aktivisten zum Boykott von Einrichtungen aufrufen, die Transfrauen keinen Einlass gewähren wollen.
Das deutsche Gesetz enthält weitere Fragwürdigkeiten, etwa ein angedrohtes Bussgeld für die Offenbarung des biologischen Geschlechts und früheren Vornamens eines Menschen in Höhe von bis zu 10 000 Euro. Wenn das Verbot, die behördlich besiegelte Vergangenheit eines Menschen auch nur auszusprechen, kein Angriff auf die Redefreiheit sein soll, was dann? Befremdlich wirkt auch der Hinweis, dass für Männer im Kriegsfall «die rechtliche Zuordnung zum männlichen Geschlecht» bestehen bleibt.
https://www.nzz.ch/meinung/deutsche-sel ... ld.1826128
Das Gemeinwesen kümmert sich nicht um das Individuum, sondern um sich selbst, also das Gemeinwesen. Das Individuum kümmert sich um seine eigenen Interessen, deren Rahmen vom Gemeinwesen vorgegeben ist.Jakobgutbewohner hat geschrieben: ↑So 19. Mai 2024, 13:52 Läßt eine Gruppe, eine Gesellschaft in Form aller möglichen Instanzen ein Individuum eigene Ansichten ausleben oder versucht sie dem nach eigenen Maßstäben "zum Wohl des Individuums" entgegenzuwirken?
Ein Normalo
16. April 2024 um 17:35
Dass es Mut braucht gegen den ideologischen Wahnsinn Stellung zu nehmen ist entlarvend. Wir brauchen mehr Mutige, die sich den Bestrebungen irrgeleiteter und irreleitender Aktivisten entgegenstellen, so wie Sie – statt den Mund zu halten und sich einschüchtern zu lassen.
trauma-and-prostitution.eu
Nun scheinen zumindest in Großbritannien erste Zweifel an Geschlechtstransitionen aufzutauchen:
https://archive.is/jQcuL
https://www.zeit.de/gesellschaft/2024-04/london-tavistock-klinik-cass-bericht-trans-behandlung
„(…) Am vergangenen Freitag war in England die Cass Review erschienen, ein Prüfungsbericht über die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Geschlechtsinkongruenz, also einer Abweichung der Geschlechtsidentität vom biologischen Geschlecht. In Auftrag gegeben hatte ihn der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) im September 2020.
Zuvor war bekannt geworden, dass in Englands damals einzigem geschlechtsmedizinischen Behandlungszentrum für Kinder und Jugendliche, der Londoner Tavistock-Klinik, wahrscheinlich in Hunderten Fällen ohne hinreichende Prüfung pubertätsblockierende Hormone verschrieben worden waren. Viele dieser Kinder und Jugendlichen, so stellte sich später heraus, waren nicht transident, sondern homosexuell oder autistisch, hatten schwere Missbrauchserfahrungen hinter sich, kamen aus zerrütteten Familien oder waren in der Schule schikaniert worden.
Eben diese wichtige Unterscheidung bei den Ursachen für einen Wunsch nach einer Geschlechtsangleichung, zwischen einem Leidensdruck aufgrund einer Geschlechtsinkongruenz einerseits und psychischen Erkrankungen oder sozialem Druck andererseits, sei in Englands Gesundheitssystem nicht gründlich genug getroffen worden. Das stellt der mehr als 300-seitige Cass-Bericht jetzt in großer Ausführlichkeit fest. (…)
Die Leitautorin des Berichts ist die angesehene Kinderärztin Hilary Cass, und einer ihrer Kernsätze darin lautet: „Für die meisten jungen Menschen ist ein medizinischer Pfad nicht der beste Weg, um mit ihrem genderbezogenen Unbehagen umzugehen. Für diejenigen jungen Menschen, für die ein medizinischer Pfad angezeigt ist, reicht es nicht, diese Option anzubieten, ohne dass zugleich breitere mentale und/oder psychosozial herausfordernde Probleme in den Blick genommen werden.“
Quelle
Die Markierungen sind von mir.„“Die Toxizität der Debatte ist außergewöhnlich“, schreibt auch die Kinderärztin Cass in ihrem Bericht. „Es gibt kaum andere Gebiete des Gesundheitswesens, in denen das Fachpersonal so viel Angst hat, Ansichten öffentlich zu äußern, in denen Menschen auf Social Media verunglimpft und Beschimpfungen in schlimmster Einschüchterungsmanier geäußert werden. Das muss aufhören.“ Nicht nur, sagt Cass, weil es den Jugendlichen selbst schade, die eine Geschlechtsdysphorie oder psychische Probleme inmitten eines diskursiven Wirbelsturms bewältigen müssten. Die Diffamierungen erschwerten auch die Forschung, die es noch brauche, um diesen jungen Menschen am besten helfen zu können. (…)“
Quelle
Die hätten sich mal besser früher zu Wort gemeldet.In einer eigenen Resolution hat sich nun auch die Bundesärztekammer dem Chor der Kritiker am Transwahn der Ampel angeschlossen. Die Regierung wurde darin aufgefordert, Eingriffe bei Kindern und Jugendlichen, die Zweifel an ihrem biologischen Geschlecht äußern, zu limitieren und das „Selbstbestimmungsgesetz“ zu ändern.
Beide Beschlüsse wurden bei der Hauptversammlung des Deutschen Ärztetags am Freitag in Mainz gefällt. Der Einsatz von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen sei „eine Form experimenteller Medizin an Kindern, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Eingriffe in den kindlichen Körper anschließen, wie die Amputation von Brust oder Penis“, heißt es darin. Es handele sich um irreversible Eingriffe an dem menschlichen Körper bei physiologisch primär gesunden Minderjährigen. Diese beeinflussten auch die menschliche Psyche, gerade bei Minderjährigen in der Entwicklung. Die meisten, die Hormone erhielten, wünschten später eine Geschlechtsoperation. Deshalb dürften Pubertätsblocker, Hormontherapien oder Operationen nur im Rahmen „kontrollierter wissenschaftlicher Studien und unter Hinzuziehen eines multidisziplinären Teams sowie einer klinischen Ethikkommission und nach abgeschlossener medizinischer und insbesondere psychiatrischer Diagnostik und Behandlung eventueller psychischer Störungen“ gestattet werden.
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Aus ärztlicher, psychotherapeutischer und sexualwissenschaftlicher Sicht sei eine Änderung des Personenstandes „nicht das richtige Instrument, um die Selbstbestimmung der von Geschlechtsinkongruenz betroffenen Menschen zu gewährleisten und vor Diskriminierung zu schützen“, so der Resolutionstext.
Quelle
Stand 12.4.2024.Union will Ampel-Gesetz teils rückabwickeln
12.04.2024
Wer sein Geschlecht ändern will, kann das bald jährlich beim Standesamt tun. Das hat der Bundestag beschlossen. Die Union kündigt an, die Regeln ab 2025 teils wieder zu ändern.
Die Union will im Falle eines Siegs bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr das sogenannte Selbstbestimmungsgesetz der Ampel teils wieder zurücknehmen. Das hat die stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende, Andrea Lindholz (CSU), im Gespräch mit ZDFheute angekündigt
CSU: Untertauchen leichter gemacht
Lindholz kritisiert, dass künftig jede Person einmal im Jahr zum Standesamt gehen und dort das eigene Geschlecht wechseln könne. Diese Daten würden allerdings nicht an Sicherheitsbehörden weitergeleitet. Das könne jemand nutzen, um unterzutauchen:
Damit meine ich nicht, das Transsexuelle das Gesetz missbrauchen. Sondern damit meine ich, dass Menschen, die es darauf absehen, ihre Identität zu verschleiern, hier jetzt beste Möglichkeiten haben.
Andrea Lindholz, CSU
"Das ist aus meiner Sicht ein handfester Skandal", so Lindholz. Diese Regelung werde die Union "ganz als Erstes dringend" wieder ändern, sollte sie Teil der nächsten Bundesregierung werden.
zdf.de
Ich stimme dir zu, das was Einzelne tun, hat Auswirkungen in ein Gemeinwesen hinein.
Wobei Christen einen solchen Rahmen ja auch nicht sklavisch respektieren.Das Individuum kümmert sich um seine eigenen Interessen, deren Rahmen vom Gemeinwesen vorgegeben ist.
Deine Reaktion setzt offenbar stilschweigend soetwas wie eine christliche Herrschaft des betreffenden Gemeinwesens voraus? In der Realität sehe ich, daß Versuche andere einzuschränken von allen Seiten und aus allen Geisteshaltungen vorkommen. Ein pluralistischer Konsens könnte sich einig darin sein auf soetwas zu verzichten.Es geht um den Schutz der Allgemeinheit.
Magdalena hat ja vergessen worin genau ihre Comedy Tour besteht. Vielleicht mag sie ja jemand erinnern?jsc hat geschrieben: ↑Do 16. Mai 2024, 08:55Diese Comedy Tour läuft ja schon seit Jahren und scheint nicht langweilig zu werden...CoolLesterSmooth hat geschrieben: ↑Do 16. Mai 2024, 00:57 Du verbreitest Unsinn über ein Gesetz dessen Entwurf du nicht gelesen hast und das du auf Basis dessen was du darüber gelesen hast nicht verstanden hast und attestierst anderen Linientreue und einen Tunnelblick? Genau mein Humor.![]()
Wann genau hätte sich denn seit der Sitzung vom 12.4. daran etwas ändern sollen?Magdalena61 hat geschrieben: ↑So 19. Mai 2024, 14:35 Ich hatte hier gefragt, ob es inzwischen ein Update gibt bezüglich der Sicherheitsbedenken und meine, die Antwort mit Quellenangabe steht noch aus.
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