Ich lese aus Petrus Text, dass er über die "göttliche Kraft" spricht, aber nicht von einer Vergottung oder Vergöttlichung. Ich halte den Begriff daher nicht zielführend. Er leitet m.E. zu Fehldeutungen. Wo wird er denn in der Schrift verwendet?
Die göttliche Kraft ist m.E nur ein anderer Ausdruck für die Kraft, die vom Heilige Geist ausgeht. Ich werde damit aber nicht zum Heiliger Geist, sondern mein Geist erfährt eine Heiligung und wird in seinem Sinn Jesus ähnlicher. Ziel ist eine Vollkommenheit, die ich z.B aus dem Wort Jesu entnehmen kann:
Mt 5,48 hat geschrieben: Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.
Oder wie Jesus zu diesem Jüngling geredet hatte:
Mt 19,21 hat geschrieben: Jesus sprach zu ihm: "Wenn du vollkommen sein willst, so geh hin, verkaufe deine Habe und gib sie den Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben; und komm, folge mir nach!"
Der Jüngling hat Jesu Einladung leider nicht angenommen, was Jesus bedauert hatte, weil er ihn schon liebgewonnen hatte. Ich hingegen habe seine Einladung angenommen. Ob er mich auch schon so liebgewonnen hat, weiß ich nicht. Ich hoffe es und bete darum, denn ich bin nicht vollkommen.
Aber selbst dann, wenn ich schon vollkommen wäre, so werde ich kein anderer. Ich bleibe der, der ich bin, so wie Jesus der bleibt, der er ist. Er ist schon vollkommen, ich muss es erst werden. Wir werden aber dann keine Götter, oder "Gott gleich" (das hat Lena m.E. gut erkannt), sondern haben Anteil am Geist Gottes, der unseren Geist verbessert, wenn wir Jesus nachfolgen. Soweit, was ich dazu sagen kann.