Gebt ihr ihnen ...

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Magdalena61
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Magdalena61 »

Abischai hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 23:25 Was sagen Euch diese Worte des Herrn Jesus, habt ihr verstanden, was er damit meinte?
...
Bist du gemeint, oder galt das einst anderen?
Man fühlt sich schon angesprochen, "prinzipiell" sozusagen, im Sinne von Lk. 3,11.
Was denkt Ihr, wenn Ihr jene Worte lest oder hört?
Es ist nicht anzunehmen, dass die große Menge, die bei Jesus ausharrte, um Ihm zuzuhören, aus Bettlern bestand, die sich nicht selbst ernähren konnten. Und es sind auch keine Beschwerden seitens der Zuhörer dokumentiert, dasss sie Hunger hätten und Versorgung erwarteten, sondern die Jünger wollten das Meeting beenden mit der Begründung, die Leute müssten etwas essen und sollten entlassen werden, damit sie sich etwas kaufen können.

Laut Mk. 6,37 hatten die Jünger offenbar Geld, sodass sie eine Speisung hätten organisieren können, 200 Silbergroschen. Es sei denn, die Frage der Jünger war hypothetisch gemeint. Ob die 200 Silbergroschen in einer Gemeinschaftskasse lagerten oder aus privaten Mitteln eingesetzt worden wären, darüber erfahren wir nichts.

In Mt. 14, 16-18 klingt das etwas anders:
Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht nötig, dass sie fortgehen; gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen zu ihm: Wir haben hier nichts als fünf Brote und zwei Fische. Und er sprach: Bringt sie mir her! 
In jedem Fall war es gut, dass die Jünger Jesus fragten bzw. dass sie bekannten, nicht über genügend Ressourcen zu verfügen, um Tausende Menschen zu speisen. Es werden wohl weit über Zehntausend gewesen sein.
LG
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Abischai
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 14:32 Der TE bedient sich dessen als Aufhänger um vielleicht etwas anderes anzusprechen.
Wenn ich hier eine Frage stelle, ist es in den meisten Fällen so, daß ich es wirklich wissen möchte und keine eigene fertige Ansicht dazu habe, sonst formuliere ich das anders. So auch hier, jetzt. Ich habe schon oft erlebt, und das quält mich ein wenig, daß ich großes Elend sehe, sei es in der eigenen Familie oder bei anderen und dann gern helfen würde. Und dann erinnere ich mich an die Zeiten Jesu damals und was da alles geschah, auch in der Prophetenzeit davor und der Zeit der frühen Gemeinda danach. Wenn es rein materiell ist, kann ich - sofern ich die Mittel habe - einfach geben, das ist gar nicht das Problem. Aber wenn es um Krankheit oder Zerrüttung geht, um Belastung und Zermürbung, dann ist es nicht so einfach zu geben, weil ich ja nicht Gott bin. Aber dennoch drängt sich mir dann ausnahmslos der Satz auf: "Gebt ihr ihnen zu essen !"
Ums tatsächliche essen geht es also selten, sondern darum, etwas zu geben, was ich eigentlich haben müßte, aber selbst anscheinend nicht habe. Ich weiß nur, wie der Name des Herrn lautet, das ist alles was ich habe.

Die anderen Aspekte die Ihr hier benannt habt, sind alle gut und richtig und partiell auch oft die angemessene Lösung. Aber wenn es um Dinge geht, die ich nicht kann, kann ich mich auch bloß an den Herrn wenden. Na ja, wie oft und wie umfangreich solche gewaltigen Dinge in Eurem Leben geschehen, weiß jeder selbst, bei mir selten, dennoch der stete Aufruf: "gebt ihr ihnen...".

Viele werden das Lied kennen: "Stern auf den ich schaue" und da heißt es an einer Stelle: "...nichts hab ich zu bringen, alles Herr, bist du..." Ich habe auch nichts zu bringen.

Das ist es, was mich bewegt, angesichts jenes kurzen einleitenden Wortes, und ich höre es in meinem Herzen allzuoft, wußte selbst gar nicht mal wo genau das in der Schrift steht, nur daß es dort steht.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Helmuth
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 18:39 Ums tatsächliche essen geht es also selten, sondern darum, etwas zu geben, was ich eigentlich haben müßte, aber selbst anscheinend nicht habe. Ich weiß nur, wie der Name des Herrn lautet, das ist alles was ich habe.
Wenn dem so ist, dann schlage ich vor, wir lassen die Brotvermehrung außen vor, denn diese passt so nicht zu deiner Frage. Man assoziiert den Text schon mit dem Wunder, das aber nur Gott allein vollbringen kann bzw. der Sohn Gottes, der über seine Schöpfung verfügt. Er sagt ja auch, dass Er das Brot ist, das vom Himmel kommt, das man essen muss. Da geht es also in der Tat nicht um Mehl, Hefe und Sauerteig.

Es war auch Fakt, dass Philippus nichts hatte, weil das Brot von Gott kam und nicht aus den Backstuben der umliegenden Dörfer. An das dachten aber die Jünger. Dass sich Jesus oft bedeckt hält und nicht sofort verständliche Ansagen macht, das denke ich lernten die Jünger mit der Zeit. Ich brauchte da auch einige Jahre des Lesens und es gibt heute noch die Stellen "Bahnhof"!

Diese Begebenheit ereignete sich nach meiner Forschung im ersten Jahr des öffentlichen Dienstes in Galiläa, sodass die Jünger noch nicht alle Tricks kannten, die Jesus auf Lager hatte. Jesu schalt sie dennoch wegen ihres Kleinglaubens.

So meine ich müsstest du die Frage anders formulieren: Was soll ich tun, wenn ich nichts in der Hand habe, aber dennoch mich gedrängt fühle oder genötigt werde etwas zu tun (zu geben)? Ich weiß zwar nicht was, aber ich sollte was geben.

Da lautet meine erste Spontanantwort: Gutes Zureden und Gebet. Was bitte tat denn Jesus? Was genau war seine Tat in vielen solchen Fällen? Worte sprechen und Gebet! Das war's! Denn das eigentliche Tun bewirkt der Vater und sonst keiner. Wir bitten lediglich darum oder wie befehlen es ihm an, je nach Glaube und Vollmacht.

Und wenn es um Dienstleistungen geht, dann ist es Sache der Gabe oder Begabung bzw. Ausbildung. Von einem KFZ-Mechaniker erwarte ich keine Herz-OP und von einem Chirurgen keine Autoreparatur. Gott verteilt diese Rollen auch nach seinem Willen.

Bist du aber der Typ, der meint, er müsse immer etwas tun? Etwa ein Christian Workoholic? Dann bist du mehr eine Gefahr als eine Hilfe, denn solche überschätzen sich bloß. Das meine ich ernsthaft und kenne ich zu gut von meinem Ex-Pastor. Der laugte mich so auch einige Jahre aus. Ich hoffe aber, du kennst deine Gaben.

Ich habe gelernt, dass es Zeiten gibt, da bin ich gefordert und auch, da bin ich das letzte, das man sich wünschen könnte. Ich bin dann einfach nicht berufen etwas zu tun ohne mich deswegen minderwertig zu fühlen. Klarerweise ist das kein Dauerzustand, aber auch nicht selten der Fall. Beten aber kann man immer.

Es kann die Antwort auch heißen, die mir dann an Gottes Stelle ein Mitmensch gibt: "Helmuth, tritt zur Seite, denn jetzt kommen die Profis. Danke aber für deine Einsatzbereitschaft und das Gebet." Vielleicht trudelte gerade aufgrund des Gebets die Hilfe ein? Weißt du es? Gott weiß es. Wenn ich etwas kann, stellt sich die Frage aber nicht. Dann ist das Gebet auch kurz und dient mehr dazu keine dummen Fehler zu machen.
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Hoger
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Hoger »

Abischai hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 18:39 Aber wenn es um Krankheit oder Zerrüttung geht, um Belastung und Zermürbung, dann ist es nicht so einfach zu geben, weil ich ja nicht Gott bin. Aber dennoch drängt sich mir dann ausnahmslos der Satz auf: "Gebt ihr ihnen zu essen!“
Da fallen mir Exerzitien, seelsorgerliche Gespräche, die Krankensalbung, aber vor allem die Beichte und die Lossprechung ein
Abischai hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 18:39 Ums tatsächliche essen geht es also selten, sondern darum, etwas zu geben, was ich eigentlich haben müßte, aber selbst anscheinend nicht habe. Ich weiß nur, wie der Name des Herrn lautet, das ist alles was ich habe.
So eine Aussage macht mich schon perplex: "Ich weiß nur, wie der Name des Herrn lautet, das ist alles was ich habe" = ist das nicht doch ein bisschen wenig?

Mir helfen da die festen Gebetszeiten, regelmäßiger Gottesdienstbesuch (ich kann dreimal die Woche zu einer Eucharistifeier gehen), aber auch gezielte Novennen oder Heilungsgebete allein oder in der Gemeinschaft
Die tägliche Glaubenspraxis halt - für mich und für andere
Christus, der menschgewordene Sohn Gottes, ist das vollkommene, unübertreffbare, eingeborene Wort des Vaters. In ihm sagt der Vater alles, und es wird kein anderes Wort geben als dieses (Katechismus der RKK Nr. 65)
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Zippo
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Zippo »

Hoger hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 16:45
Zippo hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 16:43 Christen sollen das sicher auch tun, jeder, wie es ihm aufs Herz gelegt wird. Es wird sonst im Weltgericht zur Last gelegt.
Mt. 25,35-36] Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich getränkt. Ich bin Gast gewesen, und ihr habt mich beherbergt. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
Eigentlich wird es doch darauf hinauslaufen, Geld zu spenden ? Welche Organisationen wären da derzeit empfehlenswert ?
Gibt es keine Menschen in deiner Nähe die Not leiden?
Siehst du es nicht? Hast du keine Zeit?
Ehrenamt ist heute kein Problem

Jesus meinte deine Nächstenliebe - nicht deinen Geldbeutel
Ich habe weder die Kraft noch den Fingerzeig Gottes für irgendwelche notleidenden Menschen. Es werden in der Gemeinde Begabungen verteilt. Eine zeitlang habe ich mal jemand geholfen, der solch eine Begabung hatte.
Dann habe ich nur noch einige Menschen besucht und verschiedene christliche Kreise.

Warum soll man nicht Menschen mit Geld unterstützen, die diakonische Dienste leisten ?

Im alten Bund hat Gott von dem Volk Israel verlangt, den Zehnten abzugeben, diese Sitte haben auch heute noch viele Christen und genießen die Verheißung, die damit verbunden ist.
Mal 3,10
Bringet aber die Zehnten ganz in mein Kornhaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüfet mich hierin, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.
Und haben die Apostel nicht auch zur Geldspende aufgerufen ?
[2. Kor. 9,5-7] So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, dass sie voranzögen zu euch, fertigzumachen diesen zuvor verheißenen Segen, dass er bereit sei, also dass es sei ein Segen und nicht ein Geiz.
Ich meine aber das: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeglicher nach seiner Willkür, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
Was machst du denn ?
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Abischai
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Mo 2. Feb 2026, 20:17 wir lassen die Brotvermehrung außen vor, denn diese passt so nicht zu deiner Frage.
Sehe ich nicht so. Es kommen ja viele Ideen auf den Tisch, wer sich darunter was vorstellt, und das war meine Frage. Darum habe ich den Grund, warum ich das hier thematisiert habe nicht gleich zu Anfang benannt.

Zentral scheint mir aber eben, daß der Herr Dinge anspricht, ob nun rhetorisch gefragt oder wirklich als Frage, auf die er eine Antwort haben will, egal. Aber er spricht Dinge an, die die anderen peinlich berührt, weil sie sofort erkennen, daß sie das gar nicht können. Über fast 2.000a hinweg haben wir uns bestimmte Haltungen dazu bereitgelegt und Standardanworten wie: "du kannst nicht die ganze Welt retten" und sowas, alles i.O.

In mir bleibt aber die Sehnsucht und die Hoffnung, das Brot, daß der Herr vom Himmel sendet, gemeinsam mit den anderen Jüngern auszuteilen an die, die sich darüber wundern sollen und Gott dafür die Ehre geben.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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Hoger
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Hoger »

Zippo hat geschrieben: Di 3. Feb 2026, 15:31 Was machst du denn ?
Zwei caritative ehrenamtliche (also ohne verdienst) Tätigkeiten im obdachlosen und Migrationsbereich.
Bis vor 2 Jahren war ich mit "Kirche in Not" in verschiedenen Krisengebieten
Dafür bin ich jetzt zu alt
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Magdalena61
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Magdalena61 »

Abischai hat geschrieben: Di 3. Feb 2026, 15:51 Es kommen ja viele Ideen auf den Tisch, wer sich darunter was vorstellt, und das war meine Frage.
So mache ich das auch manchmal, wenn auch eher nicht im Forum: Mir geht ein Bibelwort im Kopf herum... oder ein Gedanke... ich googele, um zu sehen, was dabei herauskommt: Nicht immer das, was ich in diesem Moment gerne sehen möchte. Aber mit etwas mehr Abstand --- ist Gott immer derjenige, der Recht behält, und das dann auch mit meiner Zustimmung.
In mir bleibt aber die Sehnsucht und die Hoffnung, das Brot, daß der Herr vom Himmel sendet, gemeinsam mit den anderen Jüngern auszuteilen an die, die sich darüber wundern sollen und Gott dafür die Ehre geben.
Die Jünger gaben Jesus, was sie hatten. "Es ist ein Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische" Joh. 6,9. Wie konnten die Jünger das wissen? Hatten sie Tausende von Leuten abgefragt, oder war der "Knabe" einer von ihnen?

Jedenfalls hatte er sich etwas Proviant mitgenommen. Dieser "Knabe" (bei Luther ist der erwachsene Isaak mit mehr als 30 Jahren auch ein "Knabe", deshalb die Anführungsstriche)-- gab im Vertrauen auf Jesus.

Ansonsten hätte er seine Brote ja auch behalten und sich vom Acker machen können, da es nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen war, mit fünf Broten und zwei Fischen den Hunger von Tausenden von Menschen zu stillen.

Anspruchsvoll waren die ja nicht. Trockene Fladen und getrocknete Fische--

Fürbitte kann ein Auffangnetz bauen.
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Helmuth
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Helmuth »

Abischai hat geschrieben: Di 3. Feb 2026, 15:51 In mir bleibt aber die Sehnsucht und die Hoffnung, das Brot, daß der Herr vom Himmel sendet, gemeinsam mit den anderen Jüngern auszuteilen an die, die sich darüber wundern sollen und Gott dafür die Ehre geben.
Gut, lassen wir das Brot nicht außen vor, aber ich setzte es als geistliche Speise, in Ordnung? Oder meinst du, du teilst Brot (gemeint normales aus der Bäckerei) an deine MItmeneschen aus? Ein wenig deppert muss ich reden, weil du für meine Begoirffe auch nicht selten verkorkst daherkommst, indem du Dinge verkomplizieren willst.

Dann meine ich nun in das: Du erfüllst dein Anliegen am besten, in dem du das Evangelium in Reinkultur predigst. Also du predigst nicht Weißbrot mit Wasser, sondern gutes Vollkornbrot mit Wein. Das ist das Kreuz und warum es sein musste, und davon verstehst du ja nicht weniger als ich. Und je mehr Widerstand man dir entgegenbringt umd so klarer und reiner tust du das. Das ist der Check, denn die Mehrheit nimmt es nicht an.

Dennoch: Damit gibst du das beste, das der Herr zu bieten hat und es ist sein Anliegen an alle Nachfolger. Du machst Sein Anliegen zu deinem und dieses hast du immer im Gepäck, Tag und Nacht. Und wenn du Mut aufbringen kannst, dann bete nicht wie ein Bettelweib um Hilfe, wenn jemand in Not ist, sondern mit Glaube, dass der Herr fähig alles umzukehren um wieder Leben einem Sünder einzuhauchen.

Doch bringe ebenso den Mut auf, falls dich eine Situation überfordert, dass du genauso wie ich die Füße still hältst, weil du der Situation nun mal nicht gewachsen bist, sprich, es ergeht dann kein Ruf an dich. Da lass andere ran, ohne dass dein Selbtwertgefühl deswegen darunter leidet. Jesus berief 12 Apostel und nicht einen einzelnen für diesen Dienst. Warum wohl?

Ich schätze dich so ein, dass du nicht der Dienstleister bist, der das natürliche Brot verteilt, was man wohl auch braucht. Das kann der natürliche Beruf sein, wie Petrus und Andreas Fischer waren, aber für den Herrn sollten sie Menschen fischen. Das war ihre Zuteilung von oben. Meine Einschätzung wäre so: Du bist eher wie ich ein Mann des Wortes. Die Tische mögen die bedienen, denen es auch gegeben wurde. Oder irre ich?

Was mich betrifft, war ich nie der erste und auch nicht der zweite, sonst wäre ich heute Pastor. Ich bin der fünfte oder sechste, siebente, das aber zu 100%. Im Grunde habe ich dir damit dasselbe gesagt wie in meinem letzten Beitrag, nur mit anderen Worten. ;)
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Abischai
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Re: Gebt ihr ihnen ...

Beitrag von Abischai »

Helmuth hat geschrieben: Mi 4. Feb 2026, 08:10 Im Grunde habe ich dir damit dasselbe gesagt wie in meinem letzten Beitrag, nur mit anderen Worten.
Na ja, nicht ganz, denn das vorige habe ich gar nicht verstanden, dieses jetzt sagt mir aber schon einiges mehr, und ich bin dem HERRN dankbar für diese Deine Worte !
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]
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