Abischai hat geschrieben: ↑Mo 2. Feb 2026, 18:39
Ums tatsächliche essen geht es also selten, sondern darum, etwas zu geben, was ich eigentlich haben müßte, aber selbst anscheinend nicht habe. Ich weiß nur, wie der Name des Herrn lautet, das ist alles was ich habe.
Wenn dem so ist, dann schlage ich vor, wir lassen die Brotvermehrung außen vor, denn diese passt so nicht zu deiner Frage. Man assoziiert den Text schon mit dem Wunder, das aber nur Gott allein vollbringen kann bzw. der Sohn Gottes, der über seine Schöpfung verfügt. Er sagt ja auch, dass
Er das Brot ist, das vom Himmel kommt, das man essen muss. Da geht es also in der Tat nicht um Mehl, Hefe und Sauerteig.
Es war auch Fakt, dass Philippus nichts hatte, weil das Brot von Gott kam und nicht aus den Backstuben der umliegenden Dörfer. An das dachten aber die Jünger. Dass sich Jesus oft bedeckt hält und nicht sofort verständliche Ansagen macht, das denke ich lernten die Jünger mit der Zeit. Ich brauchte da auch einige Jahre des Lesens und es gibt heute noch die Stellen "Bahnhof"!
Diese Begebenheit ereignete sich nach meiner Forschung im ersten Jahr des öffentlichen Dienstes in Galiläa, sodass die Jünger noch nicht alle Tricks kannten, die Jesus auf Lager hatte. Jesu schalt sie dennoch wegen ihres Kleinglaubens.
So meine ich müsstest du die Frage anders formulieren: Was soll ich tun, wenn ich nichts in der Hand habe, aber dennoch mich gedrängt fühle oder genötigt werde etwas zu tun (zu geben)? Ich weiß zwar nicht was, aber ich sollte was geben.
Da lautet meine erste Spontanantwort: Gutes Zureden und Gebet. Was bitte tat denn Jesus? Was genau war seine Tat in vielen solchen Fällen? Worte sprechen und Gebet! Das war's! Denn das eigentliche Tun bewirkt der Vater und sonst keiner. Wir bitten lediglich darum oder wie befehlen es ihm an, je nach Glaube und Vollmacht.
Und wenn es um Dienstleistungen geht, dann ist es Sache der Gabe oder Begabung bzw. Ausbildung. Von einem KFZ-Mechaniker erwarte ich keine Herz-OP und von einem Chirurgen keine Autoreparatur. Gott verteilt diese Rollen auch nach seinem Willen.
Bist du aber der Typ, der meint, er müsse immer etwas tun? Etwa ein Christian Workoholic? Dann bist du mehr eine Gefahr als eine Hilfe, denn solche überschätzen sich bloß. Das meine ich ernsthaft und kenne ich zu gut von meinem Ex-Pastor. Der laugte mich so auch einige Jahre aus. Ich hoffe aber, du kennst deine Gaben.
Ich habe gelernt, dass es Zeiten gibt, da bin ich gefordert und auch, da bin ich das letzte, das man sich wünschen könnte. Ich bin dann einfach nicht berufen etwas zu tun ohne mich deswegen minderwertig zu fühlen. Klarerweise ist das kein Dauerzustand, aber auch nicht selten der Fall. Beten aber kann man immer.
Es kann die Antwort auch heißen, die mir dann an Gottes Stelle ein Mitmensch gibt: "Helmuth, tritt zur Seite, denn jetzt kommen die Profis. Danke aber für deine Einsatzbereitschaft und das Gebet." Vielleicht trudelte gerade aufgrund des Gebets die Hilfe ein? Weißt du es? Gott weiß es. Wenn ich etwas kann, stellt sich die Frage aber nicht. Dann ist das Gebet auch kurz und dient mehr dazu keine dummen Fehler zu machen.