Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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Ziska
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Ziska »

Laut Jesu Prophezeiung soll in der Zeit des Endes dieses Weltsystems eine gute Botschaft oder Evangelium gepredigt.
Matthäus 24:14
14 Und die gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde
bekannt gemacht werden als Zeugnis für alle Völker,
und dann wird das Ende kommen.
Markus 13:10
10 Auch muss unter allen Völkern zuerst die gute Botschaft bekannt gemacht werden.
Wer die gute Botschaft oder Evangelium vom Königreich Gottes, und alles was damit zusammenhängt, verkündet, arbeitet mit Engeln zusammen.
Offebarung 14:6,7
Und ich sah einen anderen Engel am Himmel fliegen, und er hatte eine ewige gute Botschaft bekannt zu machen für die Bewohner der Erde, für jede Nation, jeden Stamm, jede Sprache und jedes Volk.  7 Er sagte mit lauter Stimme: „Habt Ehrfurcht vor Gott und gebt ihm die Ehre, denn für ihn ist die Stunde gekommen, Gericht zu halten. Betet also den an, der den Himmel, die Erde, das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“
Ein Evangeliumsverkündiger ist jemand, der eine gute Botschaft bekannt macht.

Jesus sagte:
Lukas 4:43
Doch er sagte zu ihnen: „Ich muss die gute Botschaft von Gottes Königreich auch in anderen Städten bekannt machen, denn dazu bin ich ausgesandt worden.“
Um dieses Königreich drehte sich Jesu Predigen und Lehren.

Genau das ist auch die Aufgabe jedes einzelnen Nachfolgers Jesu!
Die Liebe zu Gott und zum Nächsten drängt einfach dazu,
diese einzige Hoffnung für die Menschheit zu verkünden.
Jeden Tag versucht man nach passenden Gelegenheiten zu suchen.

Doch wenn Gott die Menschen nicht zu sich zieht, ist jede Anstrengung vergeblich.
Gott sieht nämlich ins Herz eines jeden auf der Erde.

Wenn er erkennt, dass da jemand ist, dem „bewusst ist, dass er Gott braucht“,
wird er dafür sorgen, dass dieser die gute Botschaft vom Königreich Gottes hört. :wave:

Danach liegt die Entscheidung bei jedem Menschen ganz allein!
Noch ist Zeit!
1.Petrus 3:9
Jehova ist nicht langsam, wenn es um sein Versprechen geht, wie manche meinen,
sondern er ist geduldig mit euch,
weil er nicht will, dass irgendjemand vernichtet wird, sondern dass alle zur Reue finden.
Liebe Grüße von Ziska
Kann der Mensch dem Krieg ein Ende machen?
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Mit der Intelligenz ist es ja so:
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Ziska »

Wie sollte die gute Botschaft, das Evangelium gepredigt werden?
Pauls gibt folgenden Rat:
Kolosser 4:5,6
5 Geht im Umgang mit Außenstehenden weiter den Weg der Weisheit
und macht das Beste aus eurer Zeit. 
6 Eure Worte sollen immer freundlich sein, mit Salz gewürzt.
Dann wisst ihr, wie ihr jedem antworten sollt.

Freundlichkeit ist das Stichwort! Das hat wirklich nichts mit „einschleimen“ zu tun.
Eine mit der richtigen Menge Salz gewürzte Speise wird jemand lieber essen,
als ein fades oder ein versalzenes Essen.

Wer sich bewusst ist, dass er Gott braucht, wird erst einmal zuhören.
Der Samen ist gesät.
Dann entscheidet er selbst, ob er weiter zuhören möchte,
um mehr über das Königreich zu erfahren.
Dann wird erkennbar, auf welchen Boden der Same gefallen ist.

Er beginnt Jehova und Jesus zu lieben und möchte so leben, wie es Jehova wünscht.
(Dazu gehört natürlich noch viel mehr, was aber den Rahmen sprengt)

Trotz Probleme und Anfeindungen von Verwandten, Freunden,
Schulkameraden, Arbeitskollegen, Nachbarn…

Der Same ist in diesem Fall auf den guten Boden gefallen.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Danke, Ziska. Das unterschreibe ich.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Zippo: Man muss unterscheiden zwischen "Insidern" und "Heiden", die nie eine Beziehung zum Gott der Bibel gehabt hatten; die also nie "das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt geschmeckt haben" Hebr. 6,5.
Dazu zählen auch jene, denen man vielleicht eine Kindertaufe hatte angedeihen lassen, an die sie sich nicht mehr erinnern können, und die in der Schule am Religionsunterricht teilnahmen, deren Herz aber nie wirklich offen war für Gott, weil alle Informationen an ihnen abperlten wie Wasser von geölter Haut.

Das Volk Israel stand in einem Bund mit Gott. Ein Bund verpflichtet die Vertragspartner dazu, sich an die vereinbarten und von beiden Seiten bestätigten Regeln/ Bedungungen zu halten.

Das AT enthält eine Serie von Berichten über die Untreue Israels; darüber, dass das Volk den Bund wiederholt brach, dass es sich Götzen zuwandte und das Gesetz mißachtete oder uminterpretierte, sodass Gott immer wieder durch Propheten unter Androhung von Strafe zur Umkehr rief.

Die "Drohbotschaften" an das Volk Israel und dessen Nachfahren haben also einen konkreten Hintergrund.

Du kannst die Aussagen und Gerichtworte, die für "Insider" gelten nicht universal auf alle und jeden anwenden.

"Aller Welt" sollen wir das Evangelium predigen.
Das Evangelium ist keine Drohbotschaft.

Es ist schon schwierig genug, von einem Gott zu reden... da muss man auch erst einmal einige Hinweise geben, warum es denn sein könnte, dass tatsächlich ein Gott existiert. Und dann muss man kurz auf die Bibel reflektieren und erwähnen, dass man diese als authentisch einschätzt, was man gerne bei Gelegenheit und Interesse ausführlich begründen könne, aber man würde jetzt gerne zunächst zum Kern der Sache kommen, welcher da wäre... (Evangelium).
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Ich kann nicht nachvollziehen, dass man die wenigen Menschen, die vielleicht bereit sind, über dieses Thema zu sprechen, dadurch vergraulen will, indem man sie mit Schuldzuweisungen eindeckt und sie zu "schlechten Menschen", "durch und durch verdorben" sagen Calvinisten so gerne, was sie in Bezug auf die eigene Person ja wohl doch eher nicht wirklich ernst meinen...denn sie halten sich ja für errettet und damit für die besseren Menschen. Man sagt also dem Gegenüber, es sei in Gottes Augen ein A..... und verlangt, es solle diese Sichtweise übernehmen... zu einem Zeitpunkt, an dem es die Maßstäbe im Reich Gottes noch gar nicht realisiert hat und der Heilige Geist noch keine Gelegenheit hatte, mit dem Anwärter auf das Heil zu arbeiten.

Es ist, als kommst du in ein Land, dessen Sprache und Sitten dir nur in Fragmenten bekannt oder sogar gänzlich unbekannt sind. Du kommst da rein, und dann schnauzt man dich an, weil du (noch nicht) fähig bist, den Erwartungen der Einheimischen zu genügen und dich nach deren Regeln zu verhalten ... du weißt es einfach nicht, dass man das Trinkwasser nur aus einer bestimmten Quelle von vielen nehmen darf, dass es Zonen gibt, die nicht betreten werden dürfen und dass man die vielen Katzen, die da herumlaufen, weder streicheln noch füttern darf--. -

Jeder vernünftige Mensch wird einsehen: Regeln, die einem Neuling unbekannt sind, muss man zuerst erklären, bevor man mit Konsequenzen droht. Und dann muss man dem Neuling ausreichend Zeit lassen, um die Regeln zu verinnerlichen.
Vielleicht hat er dazu noch einige Fragen, vielleicht muss man aus säkularer Sicht erklären und begründen, um zu überzeugen. Die Gebote Gottes sind ja keine Spaßbremsen eines engstirnigen Gottes, sondern Gebote zum Leben; zur Optimierung des eigenen Lebens...das muss man herausarbeiten. Ich verwende gerne den Begriff "erfolgsorientiert leben"- das verstehen Weltmenschen, das ist ihre Sprache.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Ausgerechnet Christen meinen, sie könnten Gericht "predigen", um andere dazu bewegen, umzukehren und Gott ernst zu nehmen?

Wie strange ist DAS denn?

Weißt du, was dabei herauskommt?

Diejenigen, die sich, gemessen an den gesellschaftlichen Normen, nicht strafbar gemacht haben, werden sich zu Unrecht angegriffen fühlen und auf Ablehnung umschalten.

Bei anderen, die gesellschaftlich "unten durch" sind, ist es wahrscheinlicher, dass sie ein Sündenbewußtsein entwickelt haben.

Das lehrt übrigens auch die Bibel:
Zöllner, Prostituierte und sonstige Sünder waren eher bereit, den Worten Jesu zu glauben als die religiösen Pharisäer (Gutmenschen). Letztere taten ja einiges "für Gott"; sie waren darauf bedacht, dem Gesetz des Mose wieder Geltung zu verschaffen und machten sich damit viel Mühe... allerdings in ihrer speziellen Interpretation; teilweise instrumentalisierten sie das Gesetz, um Privilegien und Macht zu erringen und zu behalten.

Wenn du es mit entkirchlichten Menschen zu tun hast, die sogar Gutes tun, sich für bedürftige Nächste und für Recht und Gerechtigkeit engagieren und nicht nur ihren Ego bedienen, wirst du mit pauschalen Schuldzuweisungen nur erreichen, dass sie dich für einen Psychopathen; für einen fanatischen Spinner halten und deine Gesellschaft meiden werden.

Wie wirken denn diese Demos "Wir wollen hier ein Kalifat!" oder "From the River..." auf dich?
Strange, nicht wahr?

Man würde diese Demonstranten lieber außerhalb der eigenen Landesgrenzen sehen-- man empfindet sie als kulturfremd; als bedrohlich... und ihre Botschaft als abstoßenden Fanatismus unter Ignoranz der Menschenrechte und der Haltung Deutschlands gegenüber Israel (Staatsraison). Euer Geld nehmen wir, was ihr denkt oder glaubt, ist uns egal, wir spucken auf euch Ungläubige ... = ein widerlicher Hochmut.

Wenn Christen doch nur realisieren würden, dass sie dem Heiligen Geist im Weg stehen mit diesem Drang, das Gericht Gotters zu "verkünden". Sie nehmen dem Geist Gottes die Gelegenheit, mit dem Menschen zu kommunizieren, den Gott erreichen will- weil dieser nämlich "zumacht". Das Gleiche passiert, wenn mal wieder sexueller und geistlicher Mißbrauch bekannt und öffentlich thematisiert werden und das Publikum nicht differenziert.

Das Gericht wird kommen, o ja, mit Sicherheit wird es das. Aber wer kontraproduktiv "verkündete" und sich nicht davon abbringen ließ, der wird als erster vor Gericht stehen und kann sich möglicherweise eines Mühlsteins erfreuen.
LG
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 05:00
Zippo hat geschrieben: Mo 9. Feb 2026, 16:55 Für die 2 Seiten der Medaille hätte ich einen besseren Vers:
Man kann mehrere Aussagen dazu zitieren, Mk 16:15-16 gehört jedenfalls dazu. Aber das wäre nicht unbedingt Gegenstand der Verkündigung, sondern dient uns als Wegweiser für den Auftrag das Evangelium zu predigen. Um zum Glauben zu kommen, muss zuerst der Bußauftrag gepredigt werden (siehe unter "Was ist das Evangelium")

Nun bitte diskutieren wir nicht forgesetzt über das Wort Buße. Unsereins im Herrn sollte doch verstehen was das bedeutet, denn wir haben den Prozess schon durchlaufen, es sei denn wir hätten gar keine Umkehr vollzogen. Dann könnten wir auch nichts verkündigen, weil wir gar nicht den Heiligen Geist hätten und nur Mitläufer unter den Christen wären. Unsere Neugeburt setzen wir voraus, ansonsten wäre der Thread nichtig.
Du hast verstanden, was Buße ist, hast es auch getan. Ich habe es auch getan, obwohl mir zu Beginn nur über die Lippen kam, daß ich wohl ein Sünder bin und nicht immer alles richtig gemacht habe.
Es gab auf dem Prospekt zur Stiftshüttenbesichtigung der Bibelschule Breckerfeld 5 Punkte, wie sie auch auf vielen Traktaten zu finden sind. Diese habe ich im Gebet mit einem Bibelstudenten durchgegangen.
Dann kam einige Zeit später zuhause ein Moment, wo mir alle Sünden der Vergangenheit plötzlich wieder einfielen. Da bin ich nochmal auf die Knie gegangen und habe Buße getan.
Rö 2,4
Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet?
Helmuth
Es geht um einen Aufruf zur Abkehr von verderbenbringenden Wegen und Taten, womit Unbußfertige eines Tages umkommen werden. Dazu sagte ich, ist es gut situativ zu reagieren. Im Zuge eines Gesprächs kann eine Situation entstehen, die eine klare Ansage verlangt.
Der Weg des normalen Weltenmenschen führt geradewegs in das Gericht Gottes, wo er sich für sein Leben verantworten muß.
[Pred. 12,13-14] Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote; denn das ist der ganze Mensch. Denn Gott wird jedes Werk, es sei gut oder böse, in das Gericht über alles Verborgene bringen.
Und der Herr Jesus will uns davor bewahren:
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen.
Helmuth
Und so führt. m.E. der Heilige Geist ein Gespäch und will es auf den Punkt bringen. Oder er tut es nicht, dann bleibt es bei normalen Gesprächen, auch den Glauben betreffend. Es gibt für alles eine Zeit, sagt Salomo, auch das ist biblisch.

Ich selbst steuere es nicht in diese Richtung, denn dann würde ich es aus eigener Kraft bewerkstelligen wollen. Früher tat ich das so im Übereifer meines Glaubens. Das war aber ineffektiv. Letzten Endes will Gott, dass wir umkehren, ich bin dann lediglich sein Sprachrohr als sein Prophet.
Mir ist das ähnlich ergangen. Früher hatte ich viel mehr Eifer, Traktate und Bücher zu verteilen. Die kleinen Bibeln von den Gideons fand ich auch gut zum verteilen, da sind auch verschiedene Anleitungen beschrieben. Eine zeitlang war ich ja auch Gideon, aber es war auf Dauer nichts für mich.
Neunkirchener Kalender haben wir kartonweise verteilt, weil sie kostenlos zu haben waren, die mußten wir nur abholen.

Heute warte ich auch mehr auf eine Gelegenheit, es passiert nur selten, daß ich evangelistisch tätig bin.
Helmuth

Heute genügt meine Anwesenheit in einer Runde. Wo man mich bereits als Nachfolger Jesu kennt, sind es die Bekannten selbst, die immer wieder eine Anspielung machen und so den rechten Anlass schaffen. Dann liegt es an mir darauf zu reagieren oder nicht. Auch mich zwingt Gott nicht, denn ich bin keine Maschine, aber er kennt mein Herz, dass es für ihn brennt.
In erster Linie hängt es bei mir davon ab, ob ich meine Pappenheimer schon gut genug kenne, dass ich weiß, welche Art Bodenklasse sie (gemäß Jesu Sämnanngleichnis) sind. Es ist interessant, dass sie als Mensch freundlich sein können, geht es aber um die Sache Jesu wendet sich das Blatt und sie zeigen dass sie Bodenklasse I, sprich der harte Weg sind und werden zum Satan.

Bei anderen Reaktionen, das wäre Bodenklasse II - IV, die ich aber nicht unterscheiden kann, weil ich ja nicht tiefer ins Herz schauen kann, versucht man den Samen zu platzieren und hofft auf Frucht. Hier kann man erleben, dass auch hartgesottene Männer zu weinen beginnen, wenn man sie später alleine kontaktiert, also nicht coram publico. Dann wird der Acker weiter bearbeiet unter Gebet.
Da sagen alle gleich: Na, da kommt der Moralapostel ! Na, für die Bodenklasse bist du nicht verantwortlich. Ist klar, daß bei der Evangelisation geistige Fronten gegeneinander streiten. Deswegen muß um Beistand gebetet werden, da kommst du nicht gegen an. Sogar Paulus bat um Gebet, um das rechte Wort zur rechten Zeit zu reden.
[Kol. 4,2-4] Verharrt im Gebet und wacht darin mit Danksagung; und betet zugleich auch für uns, damit Gott uns eine Tür des Wortes auftue, das Geheimnis des Christus zu reden, um dessentwillen ich auch gebunden bin, damit ich es offenbare, wie ich es reden soll.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Helmuth
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Helmuth »

Zippo hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 17:50 Heute warte ich auch mehr auf eine Gelegenheit, es passiert nur selten, daß ich evangelistisch tätig bin.
Ich denke, es ist nicht jeder für den öffentlichen Dienst der Verkündigung geeignet. Auch das ist eine Gabe, wie Paulus von Evangelisten spricht:
Eph 4,11-12 hat geschrieben: Und er hat die einen gegeben als Apostel und andere als Propheten und andere als Evangelisten und andere als Hirten und Lehrer, zur Vollendung der Heiligen, für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes des Christus.
In meiner alten Gemeinde gab es eine solche Person. Das erwies sich dadurch, dass durch seine Hände Gott vielerlei Heilungen geschehen ließ. Die Menschen, die ihn predigen bzw. beten gehört hatten, waren nicht einmal direkt anwesend, sondern hörten ihn durch die Medien und meldeten sich danach bei ihm. Gott geht nicht selten ungewöhniche Wege, da gibt es kein Schema F.

Die Verkündigung innerhalb der eigenen Familie und des engsten Bekanntekreises erweist sich hingegen oft viel schwieriger. Diesbezüglich sollte man dieses Wort unseres Herrn Jesus beachten:
Mk 6,4 hat geschrieben: Und Jesus sprach zu ihnen: "Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seiner Vaterstadt und unter seinen Verwandten und in seinem Haus."
Durch dieses Wort hat mich der Heilige Geist gelehrt, dass ich nicht zu proaktiv, sondern mehr reaktiv arbeite. Wie ich sagte, war das ein Anfängerfehler. Wenn z.B. ein Gebet erhört wurde (es muss nicht einmal meines gewesen sein), dann kann man daran ansetzen, oder wie ich zuletzt gesagt habe, dass jemand aus der Runde dazu Raum schafft.

Doch meist erfolgt dann die Reaktion gemäß Jesaja 6:9-10. Darum handhabe habe ich das vorsichtig, aber wenn schon, dann kompromisslos. Beleidigungen und Beschimpfungen sind dann quasi sogar Programm von oben. Doch letzten Endes musst du z.B. selbst deinem eigenen ungläubigen Vater irgendwann mal sagen, dass man ohne Jesus verloren ist. So ist das eine heikle Sache.

Vielleicht sehen wir uns bei der Gelegenheit verschiedene Formen der Verkündigung an. Darin sehe ich zwei prinzipielle Unterschiede und Wirkungsweisen, die sich auf den Dienst auswirken:

1) DieVerkündigung in einer Phase, in der der Heilige Geist ausgegossen ist
2) Die allgemein angeordnete Verkündung als Dienst in der Nachfolge Jesu
So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigartigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe. - Johannes 3:16
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 17:38 Ich kann nicht nachvollziehen, dass man die wenigen Menschen, die vielleicht bereit sind, über dieses Thema zu sprechen, dadurch vergraulen will, indem man sie mit Schuldzuweisungen eindeckt und sie zu "schlechten Menschen", "durch und durch verdorben" sagen Calvinisten so gerne, was sie in Bezug auf die eigene Person ja wohl doch eher nicht wirklich ernst meinen...denn sie halten sich ja für errettet und damit für die besseren Menschen.
Gott behauptet, daß wir Menschen Sünder sind und nicht die Herrlichkeit Gottes erreichen.
[Röm. 3,22-23] Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes
Das wir wohl jeder Mensch einsehen, daß er in seinem Leben Fehler gemacht hat. Und manche Menschen sehen wohl auch ein, daß Gott nicht einfach darüber hinwegsehen kann.

Ich kenne diese Aussprüche, daß der Mensch "durch und durch verdorben ist" und fand sie auch immer ein wenig übertrieben. Das kommt sicher aus der Passage, wo Paulus die Psalmen zitiert, in denen König David seine gottlosen Zeitgenossen beschreibt.
[Röm. 3,10-18] wie geschrieben steht: „ Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht. Alle sind abgewichen, sie sind allesamt untauglich geworden; da ist keiner, der Gutes tut, da ist auch nicht einer.“ „Ihr Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen handelten sie trügerisch.“ „Schlangengift ist unter ihren Lippen.“ „Ihr Mund ist voller Fluchen und Bitterkeit.“ „Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt.“ „Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.“
In der bibelkommentare Studienbibel sind die Psalmverweise angegeben.
Es gibt wohl Menschen, vor denen man sich auch sehr in acht nehmen muß, weil Satans Geist ganz besonders aktiv ist und das kann solch ein Verhalten und auch Reden hervorbringen.

Bei den meisten Menschen ist es aber versteckter und sie haben vielleicht auch in ihrem Gewissen oft die richtige Entscheidung getroffen.
[Röm. 2,14-15] Denn wenn Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur die Dinge des Gesetzes ausüben, so sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz, solche, die das Werk des Gesetzes geschrieben zeigen in ihren Herzen, wobei ihr Gewissen mitzeugt
Das wird man wohl dem Heiligen Geist überlassen müßen, diese Sünden beizeiten zur Anklage zu bringen, um den Wunsch nach Buße und Vergebung zu wecken. Das passiert wohl oft nachts, wie im Buch Hiob geschrieben steht.
[Hiob 33,14-18] Doch in einer Weise redet Gott und in zweien, ohne dass man es beachtet.
Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf die Menschen befällt, im Schlummer auf dem Lager: Dann öffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt die Unterweisung, die er ihnen gibt, um den Menschen von seinem Tun abzuwenden und damit er Übermut vor dem Mann verberge, dass er seine Seele zurückhalte von der Grube, und sein Leben vom Rennen ins Geschoss.
Aber wenn man ein Fehlverhalten kennt, weil man mit der Person vertraut ist, kann man doch mal zu verstehen geben, daß man etwas nicht richtig findet ?

Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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