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Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 13:48
von Helmuth
Zippo hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 13:27 Ist es sinnvoll über den gemeinsamen Konsens zu sprechen ?
Ja, das macht auch unsere Bruderschaft aus. Mit mir alleine komme ich ja klar, ich muss es auch mit den Brüdern, die anders denken. Es werden niemals alle gleich denken. Eines Sinnes sein meint auch etwas anderes.
Zippo hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 13:27 Unterschiedliche Lehrauffassungen sind doch viel spannender und da ist auch Gesprächsbedarf.
Eben, genau darum der Thread. Aber mir geht es um mehr. Ich sehe es als Dienst am Herrn. Wer will Frieden unter Brüdern mehr als Jesus? Wir geben andere oft auf, weil sie anders denken, Jesus nicht, jedenfalls nicht, solange er in dir den Bruder sieht. Und was das betrifft, warnt er ausdrücklich vor Geringschätzung:
Mt 25,40 hat geschrieben: Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, insofern ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.
Du weißt, dass Jesus diese Aussage auch im umgekehrten Sinn meint und tätigt.
Zippo hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 13:27 Aber welcher Geist war in ihm ? War das nur ein normaler Menschengeist oder kam er vom Himmel und hatte dort schon in der Gemeinschaft Gottes gelebt ?
Wie wichtig ist das für deinen Glauben? Und wie wichtig ist es dir, dass ich gleich wie du denke? Bitte um ehrliche Antwort.
Zippo hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 13:27 Auf die Frage, wer der Herr Jesus im AT war, geben viele Christen die Antworten, daß er der Engel des HERRN war. Also dieser himmlische Botschafter, in dem sich der HERR offenbart hat.2 Mo 3,1.. Der wird auch Jakob begegnet sein.
Wie wichtig ist das für deinen Glauben? Und wie wichtig ist es dir, dass ich gleich wie du denke? Bitte um ehrliche Antwort.

Das wird hier vermutlich öfter die Standardfrage sein. ;)

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 14:02
von Abischai
Helmuth hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 06:46 Diese Auffassung ist aber nicht einmal der allgemeine Konsens unter Christen
Ich weiß, das war auch eine operative Antwort an einen Nichtchristen und nicht zur Diskussion vorgesehen. (Ich habe Dich ja auch nicht vorgeschickt: "Helmuth, erkläre du ihm das mal!", Du hättest das anders gemacht.) Ich habe in letzter Zeit keine Muße mich mit derart theoretischen Dingen zu befassen, ich flehe zu dem Herrn Jesus, der der Allmächtige ist, und ich danke dem Vater dafür daß er dem Herrn alles übergeben hat und wenn ich zu Gott bete, dann meine ich den Vater, dann meine ich ebenso den Sohn, da gibt es keinen für mich sinnvollen Unterschied. Der Vater war in der Weise wie der Sohn wohl nie hier auf der Erde sichtbar. Der dem Adam face to face zuwortete war Gott. Wer Zeit und Lust hat, kann darüber ja mal nachdenken, auch über die zahllosen Hinweise auf Jesus, wenn es eindeutig um JHWH geht. Ich mag darüber nicht derzeit nachsinnen. Ich bete nur ab und zu, daß der Herr mir diese theologischen Feilchen erklären möge, wenn nötig. Mir erscheint es eher unwürdig, über solches zu streiten. Eine Diskussion sollte klärend sein, alles andere ist Zeitverschwendung. Ich habe andere Probleme. Du solltest aber bedenken, daß unnötige Widerrede bei Worten Gottes an einen Nichtchristen ggf. nur kontraproduktiv sind. Es dürfte nicht notwendig sein, jenen vor meinen schlimmen Theologismen zu beschützen, das braucht er nicht, es geht um was anderes, wichtigeres. Ich bete häufig für viele Menschen die ich so kenne, für mich, für Dich und auch für Larson. DAS ist wichtig.

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 15:57
von luett-matten
Helmuth hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 11:14 Dogma 1) - Jesus ist der Sohn Gottes.
Dogma 2) - Jesus ist ein Engel.
Dogma 3) - Jesus wurde vor dem Menschen erschaffen.
Hallo und Gruß in die Runde,
zum Dogma 3 würde ich noch sagen wollen. Jesus ist Adam. Adam = Ebenbild Gottes.

Gottes Segen! :)

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 17:25
von Lena
Abischai hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 14:02 Wer Zeit und Lust hat, kann darüber ja mal nachdenken, auch über die zahllosen Hinweise auf Jesus, wenn es eindeutig um JHWH geht.
Deine Signatur sagt schon alles. Denn wir wissen wer Himmel und Erde erschaffen hat.

Die Liebe untereinander ist das echt verbindliche und sie wird nie aufhören...

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 17:40
von Helmuth
Abischai hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 14:02 Ich weiß, das war auch eine operative Antwort an einen Nichtchristen und nicht zur Diskussion vorgesehen.
Das habe ich auch so verstanden, aber hier darf und soll diskutiert werden, auch mit bibelkritischer Denkweise, aber klarerweise ohne Zank. Ich bin eigentlich überzeugt, dass wir ein und denselben Herrn haben, aber in theologischer Hinsicht stoßen wir gelegentlich aneinander. Dabei wäre es m.E. völlig einfach.

Kennst du den mathematischen Ausdruck größter gemeinsamer Teiler (ggT)? Das ist das Gegenteil von einem kgV, dem kleinsten gemeinsamen Vielfachen. Die Ökumene versucht letzteres, aber das ist der falsche Weg. Ich denke das Gemeinsame zu finden ist der richtige Weg, da es heißt:
Eph 4,5 hat geschrieben: Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, …
So brauchen wir nicht mehrere Grundlagen, sondern die eine (!) Ich respektiere deine gegenwärtige Haltung, jeder hat sein Kreuz zu tragen. Das hat auch Vorrang. Du kannst aber auf Lesemodus schalten, schon das würde mich freuen als dein Bruder und dann antworten, wenn du wieder Muße findest.


luett-matten hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 15:57 zum Dogma 3 würde ich noch sagen wollen. Jesus ist Adam. Adam = Ebenbild Gottes.
Das sagt Dogma 3) zwar nicht aus, aber ich kann es als Dogma 4) setzen. Und das hat eine biblische Grundlage, wenn man „Adam“ gem. hebräischem Verständnis schlicht als „Mensch“ deutet. Hier zwei Aussagen bzgl. „Mensch“ und „Bild“:
1. Tim 2,5 hat geschrieben: Denn Gott ist einer, und einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus.
Kol 1,15 hat geschrieben: Der das Bild des unsichtbaren Gottes ist, der Erstgeborene aller Schöpfung.

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 19:04
von luett-matten
Helmuth hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 17:40 wenn man „Adam“ gem. hebräischem Verständnis schlicht als „Mensch“ deutet.
Schlicht als Mensch scheint mir für Adam etwas zu kurz. Adam ist Ebenbild Gottes, sein Gleichnis.

Mensch - adam אדם
Gleichnis - demut דמות
gleich - damah דמה
ich gleiche - edameh אדמה
Jesus Sirach 49 hat geschrieben:14 Niemand ist auf Erden geschaffen, der Henoch gleich wäre; denn er wurde von der Erde entrückt. 15 Und es gab keinen Mann wie Josef, der seine Brüder geführt und sein Volk erhalten hat. Seine Gebeine wurden wieder mit heimgebracht. 16 Sem und Set standen bei den Menschen in großen Ehren, über allem aber, was lebt in der Schöpfung, steht Adam.
Gottes Segen :)!

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 20:07
von Isai
luett-matten hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 19:04 Schlicht als Mensch scheint mir für Adam etwas zu kurz. Adam ist Ebenbild Gottes, sein Gleichnis.
Ja, Adam war das Ebenbild Gottes.
Daher brauchte es einen zweiten Adam, der Ihm genau entsprach, nur mit Gehorsam.

Lieben Gruß,

Isai

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: So 22. Mär 2026, 20:25
von luett-matten
Isai hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 20:07 Daher brauchte es einen zweiten Adam,
Die beiden sind "Eins". Es gibt keine Mehrzahl von Adam. Adam ist Einer.
1.Korinther 15 hat geschrieben: 44 Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. 45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, »wurde zu einem lebendigen Wesen«, und der letzte Adam zum Geist, der lebendig macht. 46 Aber nicht der geistliche Leib ist der erste, sondern der natürliche; danach der geistliche. 47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der zweite Mensch ist vom Himmel. 48 Wie der irdische ist, so sind auch die irdischen; und wie der himmlische ist, so sind auch die himmlischen. 49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.
Offenbarung 1 hat geschrieben:17 Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen nieder wie tot. Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.
Der, der sagt "Ich bin der erste und der letzte" ist Einer.

Gottes Segen! :)

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: Mo 23. Mär 2026, 03:35
von Johncom
Helmuth hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 06:46 Was ich nicht mehr mache: Meinen Sonderglauben auf Biegen und Brechen bezeugen. Wenn ich mein Bekenntnis aber auf die formale Schrift stütze, dann nehme ich jedem den Wind aus den Segeln, denn darauf stützt sich ja jeder. Es wird dann hart gegen den Stachel auszuschlagen.
Nein, nicht jeder richtet ein Bekenntnis aus auf die "formale Schrift". Die Warnung Jesu, die Schriftgelehrten eben nicht zu ehren, war zeitlos gemeint. Aus keiner formalen Schrift kommt Heil. Aus keiner kirchlich kanonisierten Schrift wie auch aus den früheren. Die Verantwortung des Christen aller Zeiten war, dem zu folgen und das zu leben, was er auch mit Herz und Gewissen vereinbaren kann. Sonst würde er nur gehorchen, einem Gesetzbuch folgen.
Du musst dich nicht herumschlagen mit anderen. Nur leben, was du glaubst, so will es Gott, also Gottes Willen vollziehen.
Für andere können wir beten und ihnen das Evangelium bringen, aber dann ohne Theologiekram, denn genau das treibt viele weg. Also nicht Jesus treibt sie weg, sondern wie wir ihn bringen, das vertreibt sie.
In dieser Überzeugung, das sind die anderen und das sind wir, hinter der steckt ein Wahn. Aber gut. Du willst anderen helfen. Bist du fähig, kannst du heilen?
Man kann sich auch mal zurückhalten, anderen was zu bringen. Einfach darauf warten, dass dass die rechte Eingebung kommt. Man muss auch für sich selber beten. Was man empfängt, gibt man anderen sowieso und auch ohne Worte zu machen.
Ziel der Diskussion ist nicht ein Match der Bekenntnisse, sondern der Konsens. Also wie können Christen in Einheit kommen?
Wie kann der Christ in seine innigste Einheit kommen mit Gottes Willem. Ab dann regiert führt der heilige Geist alle zusammen. Aber nicht weil sein Kopf und mein Kopf einen Plan hatten.

Re: Das christliche Bekenntnis als Konsens

Verfasst: Mo 23. Mär 2026, 04:58
von Helmuth
Johncom hat geschrieben: Mo 23. Mär 2026, 03:35 Nein, nicht jeder richtet ein Bekenntnis aus auf die "formale Schrift".
Nicht jeder, das ist mir bekannt, aber meines basiert auf Basis der Schrift. Und das sollte es bei jedermann sein, denn mit "Schrift" meine ich nicht jedes geschriebene Wort, sondern Gottes Wort. Jesu Wort steht dabei auf einer Stufe mit seinem Vater, da er uns lehrt, was er von ihm erhalten hat:
Joh 7,16 hat geschrieben: Da antwortete ihnen Jesus und sprach: "Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat."
Ich kann mich mit allem identifizieren, was er sagt, sogar dass ich sein Fleisch essen und sein Blut trinken soll und bekenne es damit. Die Frage ist für mich eine andere. Wie geht man mit denen um, die andere Bekennntnisse formulieren? Manches weicht mir von seinem Wort doch zu viel ab.

Was ich wichtig finde ist, dass wir Jesus als den Sohn Gottes gemeinsam annehmen, denn das bezeugt die Schrift im Klartext und nicht nur einmal, sondern an viele Stellen. Ein klares Beispiel:
1. Joh 4,15 hat geschrieben: Wer irgend bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott.
Solche Dinge teile ich. Ich teile nicht, was erst durch theologische Schlussfolgerung erarbeitet werden muss, manches sogar komplex, und sich dann doch mit anderen Stellen der Schrift spießt, ja sogar mit Gottes Wort.

Mir kann jeder Bruder sein, der an die Erlösung in Jesu Blut glaubt, denn auf dieser Basis werden wir gerettet, egal was man sonst noch für ungemein wichtig hält. Solange er die Grundlage nicht verlässt, bewahrt ihn Gott schon. Dazu sagt Paulus:
Röm 14,4 hat geschrieben: Wer bist du, der du den Hausknecht eines anderen richtest? Er steht oder fällt seinem eigenen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten.