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Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Verfasst: Mo 1. Jun 2026, 17:58
von Zippo
Helmuth hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 19:51
Zippo hat geschrieben: So 31. Mai 2026, 18:19 Die Zusammenhänge zwischen AT und NT sorgen für weitere Glaubensgewissheit. Ich denke an die zahlreichen Begebenheiten, die man unter der Bezeichnung Heilsgeschichte führt, die zum Ausdruck bringen, wie sorgfältig Gott sein Heilswerk vorbereitet hat.
Dazu kann ich nur Amen sagen!
Nicht zu vergessen, die Prophetien des AT. Das sind Aussagen, auf die sich das NT stützt. Gott sagt vorher, was er tun wird. Und wenn es geschieht, erinnert der Heilige Geist an diese Worte.
Jes 42,9
Siehe, was ich zuvor habe verkündigt, ist gekommen; so verkündige ich auch Neues; ehe denn es aufgeht, lasse ich’s euch hören.
Jes 48,3
Ich habe es zuvor verkündigt, dies Zukünftige; aus meinem Munde ist’s gekommen, und ich habe es lassen sagen; ich tue es auch plötzlich, dass es kommt.
Amos3,7
Denn der Herr HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den Propheten, seinen Knechten.
Gruß Thomas

Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Verfasst: Di 2. Jun 2026, 06:34
von Rilke
Helmuth hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 17:56
Als Hauptzeugen des Textes sehe keinen Autor, sondern Adam. Er war anfangs in intimer Gemeinschaft mit Gott und Gott brachte ihm alles bei. So ist denkbar, dass sie weit mehr geredet haben als dokumentiert worden ist.

Ich halte es daher auch für denkbar, dass Gott so die 6-Tage-Erschaffung bzw seine eigene mitgeteilt hat. Adam gab dies dann mündlich weiter. Miteinander reden ist kein Inspirationsvorgang, man nennt es schlicht "sprechen". Und so wurden wir erschaffen. Im Kap. 2 war Adam dann auch schon Augenzeuge des Geschehens.
Alles klar, danke für die Erklärung. Für mich persönlich klingt das wie mit der Kirche ums Kreuz zu fahren, aber jedem das Seine. Zu Genesis wollte ich deine Ansicht wissen, um deine Sicht nachvollziehen zu können.
Helmuth hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 17:56 Soweit ich es zur Glaubensgewissheit für relevant sehe, gebe ich Antwort. Ich wiederhole eines, weil ich denke, das wurde noch nicht richtig erfasst und du forscht so in eine andere Richtung, die uns nicht die Antwort gibt: Wir müssen Glaubensgewissheit von Textsicherheit trennen. Feilen wir daran weiter, denn in die Richtung führt der Weg zum Ziel, zumindest denke ich das.
Ich denke meine Frage hängt stark mit dem Thema Glaubensgewissheit zusammen. Schließlich beziehst du deine Glaubensgewissheit auf die Leitung des Heiligen Geistes, richtig? Andere Christen behaupten das auch, kommen aber zu ganz anderen Auffassungen. Hier sprechen wir nicht von Kleinigkeiten, sondern von Themen mit Heilsrelevanz (zB: Ist die Taufe heilsrelevant? Manche sagen Ja, andere Nein).
Wenn Christen sich in ihrer Glaubensgewissheit auf den Heiligen Geist berufen und zu entgegengesetzten Auffassungen kommen, dann kann die bloße Berufung auf den Heiligen Geist nicht ausreichen. Woran prüfst du also, ob deine Glaubensgewissheit bezüglich deiner Auffassung zu Christus, seiner Natur (Gott oder nicht, zum Beispiel) tatsächlich vom Heiligen Geist kommt?

Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Verfasst: Di 2. Jun 2026, 08:38
von Otto
Rilke hat geschrieben:Wenn du das bejahst, dann frage ich dich, woran du objektiv erkennst, dass gerade deine nicht-dogmatische Position vom Heiligen Geist geleitet ist und nicht ebenfalls eine persönliche Prägung, ein "persönliches Dogma" sozusagen?
Die Antwort würde mich auch brennend interessieren, wurde aber leider vom Fragennehmer ignoriert…
Rilke hat geschrieben:Wenn Christen sich in ihrer Glaubensgewissheit auf den Heiligen Geist berufen und zu entgegengesetzten Auffassungen kommen, dann kann die bloße Berufung auf den Heiligen Geist nicht ausreichen.
Wenn man von der Existenz des Heiligen Geistes ausgeht, kann es logischerweise nur eine Wahrheit geben. Der Heilige Geist widerspricht sich schließlich nicht selbst. Das Problem ist: Menschen verwechseln oft ihre eigene, subjektive Überzeugung mit der Führung des Heiligen Geistes. Nur weil sich etwas für mich persönlich wahr anfühlt, ist es noch lange kein universelles Urteil des Heiligen Geistes. Der Glaube bleibt eben immer auch subjektiv

Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Verfasst: Di 2. Jun 2026, 08:59
von Helmuth
Otto hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 08:38 Die Antwort würde mich auch brennend interessieren, wurde aber leider vom Fragennehmer ignoriert…
Das wurde nicht ignoriert, sondern klar beantwortet. Es ist keine (!) Frage der Leitung des Geistes. Das ist m.E. eine klare Antwort. Weiteres kann nachgelesen werden. Das weiter zu vertirfen führt m.E. ins OT. Es gibt aber genug andere Threads von mir, die sich mit dem Heiligen Geist beschäftigen.

Hier thematisiere ich die Glaubensgewisseheit. Dazu legt der Heilige Geist das Zeugnis in unser Inneres selbst. Ich habe das in meinem Beitrag an Rilke nicht biblisch belegt, da mein Beitrag ohnehin schon zu lange war. Ich kann es nun tun. Der Autor des 1. Joh-Briefes kommt zu dieser Erkenntnis:
1. Johannes 2:27 hat geschrieben: Und ihr, die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, dass euch jemand belehrt, sondern wie dieselbe Salbung euch über alles belehrt und wahr ist und keine Lüge ist und wie sie euch belehrt hat, so bleibt in ihm.
Dazu meine Auslegung: Da der Heilige Geist (hier als Salbug beschrieben) selbst das Zeugnjis in uns legt, ist es nich nätig, dass uns andere darüber belehre, ja das können si gar nicht. So muss und kann es jeder auch nur für sich selbst wissen. Da kannst also andere darin ebenso nicht belehre, was nur der Heilige Geist selbst bewirken kann.

Er erklärt auch den Heiligen Geist damit als obersten Lehrer. Das entmündigt damit nicht das Lehren durch andere Menschen, denn sie können druchaus korrigierenden eingreifen, aber er sagt klar aus, dass deine innere Salbung darüber steht und alles lehrt.

Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Verfasst: Di 2. Jun 2026, 09:10
von Otto
Helmuth hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 08:59
Otto hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 08:38 Die Antwort würde mich auch brennend interessieren, wurde aber leider vom Fragennehmer ignoriert…
Das wurde nicht ignoriert, sondern klar beantwortet. Es ist keine (!) Frage der Leitung des Geistes. Das ist m.E. eine klare Antwort. Weiteres kann nachgelesen werden.
Ich meine @Rilke hat auch keine Antwort erkannt, sonst hätte er nicht weiter gefragt:
Rilke hat geschrieben:Woran prüfst du also, ob deine Glaubensgewissheit bezüglich deiner Auffassung zu Christus, seiner Natur (Gott oder nicht, zum Beispiel) tatsächlich vom Heiligen Geist kommt?
:)

Außerdem finde ich nirgends eine direkte Antwort auf dieses Zitat:
Rilke" hat geschrieben:Wenn du das bejahst, dann frage ich dich, woran du objektiv erkennst, dass gerade deine nicht-dogmatische Position vom Heiligen Geist geleitet ist und nicht ebenfalls eine persönliche Prägung, ein "persönliches Dogma" sozusagen?
;)

Re: Wie erhalten wir Glaubensgewissheit?

Verfasst: Di 2. Jun 2026, 09:39
von Helmuth
Otto hat geschrieben: Di 2. Jun 2026, 09:10 Ich meine @Rilke hat auch keine Antwort erkannt, sonst hätte er nicht weiter gefragt:
Rilke hat geschrieben:Woran prüfst du also, ob deine Glaubensgewissheit bezüglich deiner Auffassung zu Christus, seiner Natur (Gott oder nicht, zum Beispiel) tatsächlich vom Heiligen Geist kommt?
:)
Ich kann mich selbst immer wieder überprüfen, ob ich noch im Glauben stehe, denn ich könnte auch im Begriff sein davon abzufallen Aber die Gewissheit muss ich schon haben. Die ist nicht prüfbar, weil sie gottgegeben ist. Da gibt es nur ein: Habe ich denn auch Glauben oder habe oder habe ich ihn nicht? Mein Antwort ist ein klares "Ja". Und nur ich und Gott können das an mir beurteilen.

Das unterscheidet die durch den Heiligen Geist neugeboren Gläubigen von anderen, die es nur im Kopf haben und quasi im Leib mitlaufen, aber an sich gehören sie zur Spreu. Das wollen sie dann bloß wahrhaben.

Es sind aber deren Verhaltenmuster auffällig und sie sind es auch, die immer alles bewiesen haben wollen, weil sie gar nicht vom Heiligen Geist dazu fähig gemacht worden sind wirklich zu glauben. Liferst du einen Beweis, kommt das nächste : Ja, aber ..." In der Hinsicht können wir von den Erkenntnissen der Apostel profitieren wie uns Paulus lehrt:
Epheser 2:8-9 hat geschrieben: Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittels des Glaubens; und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.
Also schon der Glaube selbst ist nach Paulus' Erkenntnis eine Gabe Gottes. Zum Glauben gelangt man in erster Linie nicht durch Denken, sondern durch unsere Unterwerfung unter Gott, weil man ein Sünder ist. Und was mit dir dann gescheiht, wie du erlebst, dass Gott dich daraus befreit, ist ein Zeugnis, dass sich sehr in dir festigt. Und das kannst nur du erlebt haben.

Das Sündenbekenntnis ist ein Kriterium, das m.E. oft fehlt. So schwadronieren solche um das Thema herum ohne sie demütig bekennen zu können. Buße bzw. Umkehr als nötige Voraussetzung lehrt die Schrift mehrfach bezeugt unmissverständlich.