Re: Du sollst deinen Gott lieben ....
Verfasst: Di 18. Aug 2026, 16:45
Danke, Lea. Das ist ein gutes Thema. Brot für die Seele.
Bei mir war es so ähnlich wie bei dir. Eine Ambivalenz zwischen: "Gott liebt dich!" (was gefälligst nicht in Frage zu stellen ist... aber innerlich spürt man es nicht) und: "Du genügst nicht, du musst dir die Akzeptanz Gottes durch Leistung erarbeiten; du musst Gott durch Gehorsam zeigen, dass du Ihn liebst" (ansonsten kommst du nicht in den Himmel).
Wenn ich auch nachvollziehen kann, dass es gut gemeint ist mit den Aufforderungen zum Gehorsam... so finde ich dennoch, dass da in dieser Zusammenstellung irgendetwas nicht stimmt.
Wenn ich einen Menschen liebe, dann nehme und liebe ich ihn doch so, wie er ist. Mit seinen Fehlern und Schwächen, die ich möglicherweise absolut nicht bejahren kann. Ich versuche, fürsorglich für ihn zu denken, und es ist mir ein Anliegen, dass es ihm gut geht und dass er möglichst seine Ewigkeit auf der angenehmen Seite verbringen wird.
Wenn ich antrete mit Bedingungen: Du musst dich ändern, damit ich dich liebe... dann konstruiere ich mir ein Wunschbild zusammen, dem der Mensch zu entsprechen hat.
Liebt Gott uns bedingungslos?
Falls ja: Wie passt das dann zusammen mit: Wer die Gebote nicht hält, was mit "nicht glauben" identifiziert wird, der wird verdammt werden?
LG
Das wird ja heute noch so gelehrt; vielleicht etwas abgemildert und in anderen Worten. Mindestens in konservativen Freikirchen ist das so, aber mir scheint, die Katholiken sehen es auch immer noch so.Lea hat geschrieben: ↑Mo 17. Aug 2026, 11:33Ich bin aufgewachsen mit dem Anspruch, Gottes Forderungen zu erfüllen, IHM gehorsam zu sein, weil ER uns liebt. Der Anspruch wurde untermauert mit der Folgerung, wenn man das nicht befolgt, dass man dann von Gott verstoßen würde, nach dem Ableben auf der Erde.
Bei mir war es so ähnlich wie bei dir. Eine Ambivalenz zwischen: "Gott liebt dich!" (was gefälligst nicht in Frage zu stellen ist... aber innerlich spürt man es nicht) und: "Du genügst nicht, du musst dir die Akzeptanz Gottes durch Leistung erarbeiten; du musst Gott durch Gehorsam zeigen, dass du Ihn liebst" (ansonsten kommst du nicht in den Himmel).
Wenn ich auch nachvollziehen kann, dass es gut gemeint ist mit den Aufforderungen zum Gehorsam... so finde ich dennoch, dass da in dieser Zusammenstellung irgendetwas nicht stimmt.
Wenn ich einen Menschen liebe, dann nehme und liebe ich ihn doch so, wie er ist. Mit seinen Fehlern und Schwächen, die ich möglicherweise absolut nicht bejahren kann. Ich versuche, fürsorglich für ihn zu denken, und es ist mir ein Anliegen, dass es ihm gut geht und dass er möglichst seine Ewigkeit auf der angenehmen Seite verbringen wird.
Wenn ich antrete mit Bedingungen: Du musst dich ändern, damit ich dich liebe... dann konstruiere ich mir ein Wunschbild zusammen, dem der Mensch zu entsprechen hat.
Liebt Gott uns bedingungslos?
Falls ja: Wie passt das dann zusammen mit: Wer die Gebote nicht hält, was mit "nicht glauben" identifiziert wird, der wird verdammt werden?
LG