Helmuth hat geschrieben:Otto, a wengl Intelligenz tät i dir schon zutrauen.

Nix für ungut, aber wenn ich schon erklärt hab', warum die ELB-CSV für mich die Referenz ist, dann hättest du Vers 6 dort entnehmen können. Aber bitte, man soll ja der Diener aller sein. Hier, dein g'schamster Diener:
Ach du armer.. du musst mich dienen…das tut mir ja sehr leid.Weil die Elberfelder für dich die Referenz ist, hatte die Antwort vorerst verweigert mit der Begründung:
Otto hat geschrieben:Um hier antworten zu können:
Helmuth hat geschrieben:Helmuth hat geschrieben:1) Welcher Geist spricht durch die Schrift, die Jakobus zitiert, der Geist des Menschen oder der Geist Gottes?
2) Wie erklärt sich der Bezugswechsel von Geist des Menschen zu Geist Gottes, falls Vers 5 über den Geist des Menschen redet?
…
muss erst die Version mit den 2 Fragezeichen diskutiert werden. Fragezeichen bei der Koine sind eine willkürliche Sache. DU gehst davor aus das es 2 sind. Weil DU gehst davor aus Jak 4,5 vom Geist Gottes spricht. DAVON ist auch die Elberfelder ausgegangen. Es sind voreinnahmen die dich dazu bewegten. Deine Entscheidung ist gefärbt…Reden wir erstmals über die 2xFragezeichen..

Vielleicht kommt auch unser Professor irgendwann zu Hilfe..
DAS ignoriertest du geschickt und reitest weiter auf deinen Lieblingspferd. Dann reite ich mal nur ganz kurz mit… Schau dir den unmittelbaren Anschluss in Vers 6 an:
"μείζονα δὲ δίδωσιν χάριν • διὸ λέγει..." .Streng griechisch übersetzt:
Größere aber gibt er Gnade; deshalb sagt er…
Ich mache so
als ob deine Referenz wahr wäre. „Kröten“ welche du runter schlucken musst sind:
1)
Das „Aber“ (δὲ)
Direkt nach der Diagnose des Neides in Vers 5 folgt das δὲ .Es ist ein kontrastives „aber“ oder „jedoch“. Es markiert den Gegensatz zwischen dem menschlichen Defizit (Vers 5: der neidische Geist) und dem göttlichen Eingreifen (Vers 6: die Gnade).Wenn Vers 5 nur eine rhetorische Frage wäre, die man mit „Nein“ beantwortet (der Geist neidet nicht),
dann gäbe es keinen Grund für ein „Aber“. Ein „Aber“ macht nur Sinn, wenn vorher ein negatives Problem festgestellt wurde.
2)Die „Größere Gnade“ (μείζονα χάριν)
Größer als was? Das Wort μείζονα ist ein Komparativ und bedeutet „größer“. Wenn Gott „größere“ Gnade gibt , im Vergleich zu was ist sie größer?Antwort: Sie ist größer als das Problem des Neides aus Vers 5! Gott gibt eine Gnade, die noch mächtiger ist als der zerstörerische Drang zum Neid, der in unserem Geist wohnt.
Wer Vers 5 als rhetorische Verneinung liest ("der Geist neidet gar nicht"), der raubt dem Wort "größere" jeden Bezugspunkt. Warum sollte die Gnade "größer" sein, wenn es gar kein großes Problem gibt?
3) „Deshalb sagt [er/sie/es]“ (διὸ λέγει)
Das Wörtchen διὸ bedeutet „darum“ oder „deshalb“.
Weil Gott diese überlegene Gnade gibt, zitiert Jakobus nun ein weiteres Schriftwort (aus Sprüche 3,34), um das Prinzip dieser Gnade zu erklären: „Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.
Eine kleine Zusammenfassung:
Das „Aber“: Wenn du Vers 5 als rhetorische Frage liest, die den Neid verneint, verliert das „Aber“ in Vers 6 seine Funktion. Ein ‚Aber‘ verbindet Gegensätze. Der Gegensatz ist: Unser Geist neidet (V. 5), aber Gott hilft (V. 6).
Der Komparativ „Größere“: Die Gnade ist ‚größer‘ als die Macht des Neides. In deiner Interpretation gibt es gar keinen Neid im Geist – die Gnade in Vers 6 wäre also eine Lösung für ein Problem, das laut deiner Lesart von Vers 5 gar nicht existiert.
Das „Deshalb“: Jakobus begründet das Handeln Gottes (Gnade für Demütige) mit der zuvor festgestellten Notlage. Wer Vers 5 mit zwei Fragezeichen neutralisiert, macht die gesamte Logik von Vers 6 kaputt.
Fazit: Vers 5 liefert das Warum für Vers 6. Nur weil unser Geist zum Neid drängt (V. 5), brauchen wir eine Gnade, die „größer“ ist als dieser Drang (V. 6).
Wie geschrieben, deine Referenz Übersetzung ist an ihren Wurzeln angreifbar, um dir den Gefallen zu tun, habe ich mit gemacht.