Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Philippus
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von Philippus »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:17
Ich glaube, dass dieser Hype vorbei ist.


Interessant, dass je nach gerade aktuellem Zeitgeist bestimmte Verse in der Bibel komplett ignoriert werden und andere heraus gehoben werden.
Der Zeitgeist ändert sich ständig. Bei uns am Einkaufszentrum stand zum Beispiel neulich eine Anzeige, sinngemäß so:
"praktizierende Hexe nimmt sich ihrer Probleme an und nimmt noch Aufträge entgegen, bei Bedarf rufen sie bitte Nummer so undso an..."

Was noch vor wenigen Jahrhunderten oder fast Jahrzehnten ihren sicheren Tod bedeutet hätte, publiziert sie jetzt völlig angstfrei in aller Öffentlichkeit.
Keine Ahnung, was heutige Hexen so praktizieren, ich habe mich nicht auf die Werbung hin gemeldet, so neugierig war ich auch wieder nicht.
Nackig bei Sonnenaufgang im Wald tanzen.....hatte ich mal gerüchteweise gehört...wie erotisch, da gleich auch wieder das Moment des Zauberns, Männeraugen wären so sicherlich schnell verzaubert.
Warum "Zauberei " hier im Mosebuch so negativ gesehen wird, habe ich immer noch nicht verstanden, mich hat einst auch schon mal eine Frau verzaubert, dann waren wir verlobt und später ordnungsgemäß mit kirchlicher Trauung vor dem Priester und standesamtlicher Trauung verheiratet, was ist so verwerflich daran?

Zauberin ist ja nur ein anderes Wort für "Hexe" und da hat das Mosebuch über viele Jahrhunderte hinweg viel Not und Leid über die Frauenwelt gebracht.
Mal davon abgesehen, dass es oft missbraucht wurde um an das Erbe oder Gehöft oder Vermögen der Frau zu kommen -das muss der Ankläger halt mit seinem eigenen Gewissen abmachen-, wie will man das beweisen, ob die Frau wirklich einen Schadenszauber verursacht hatte?
Ich kannte mal einen, der hat gern Hasen gezüchtet, für die Kinder zum Spielen und auch ab und zu als Sonntagsbraten. Eine Tages kam ich wieder mal dahin und fragte den Mann ...na, was machen denn jetzt die Hasen.??
...die sind mir leider alle eingegangen an der Hasenpest...kam die Antwort.

Früher hätte man gesagt, da war bestimmt eine Hexe und die hat die Hasen verhext....und eine beliebige oder mißbeliebige Nachbarin verdächtigt.
Bis heute weiß man wohl immer noch nicht, warum manche Hasen die Hasenpest bekommen und andere nicht, gibt es denn immer noch Hexen, die das verursachen?

Wenn man heute fragen würde......hat die Hexenverfolgung was mit der Bibel zu tun? muss die Antwort doch eindeutig sein. ja, gewiss!
Wenn man fragt, befiehlt der Gott der Bibel, (feindliche) Frauen und Kinder und Haustiere und Säuglinge zu töten? .....Immer ja, gewiss!

Wir dürfen uns die Bibel auch nicht fromm lügen, sonst verstoßen wir gegen das achte Gebot, das wäre ein falsches Zeugnis.
Wir machen dann Gott zu einem kleinen Mädchen, was darauf angewiesen ist, von uns in Schutz genommen zu werden.
Gott hat es nicht nötig, von uns Honig um den Bart geschmiert zu bekommen und hält es auch aus, kritisiert zu werden, Er ist kein griesgrämiger brutaler Diktator und will gern mit uns kommunizieren, so wie beim Hiob, oder sehe ich das fasch?
SilverBullet
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von SilverBullet »

Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Aber ist das nicht genau das?
Keine Ahnung. Ich habe versucht, herauszubekommen, was die Bibel über "Zauberin" aussagt und da ist wohl nichts Konkretes drin.
Die KI meint, das hebräische Wort würde letztlich für "Flüche sprechen und Gift mischen" stehen. Keine Ahnung, es steht jedenfalls nicht explizit in der Bibel.

Wenn es so ist, dann ist die Frage: wann ist etwas Gesprochenes ein Fluch?
Eigentlich erst, wenn die Funktion auftritt.
Dass sich Gesprochenes irgendwie cool anhört, reicht nicht aus.
Jetzt möchte ich denjenigen Gläubigen sehen, der jemals bewiesen hat, dass die Funktion tatsächlich auftritt.
Kurzer Prozess: es gibt diesen Gläubigen nicht, aber es gibt tausende toter sogenannter "Zauberinnen".
Ist das diesem Gott auch ein Gräuel?
Müsste eigentlich schon so sein, wobei natürlich nichts in der Bibel steht, was mit dem Töten einer "Zauberin" ist, die gar keine Zauberin ist.
Das ist das grundsätzliche Problem an der Todesstrafe: irgendwie fehlt immer der Zusatz, was mit demjenigen geschieht, der zu Unrecht zum Tode straft - "lustig".
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Ich bin kein Mann und kann es mir schwer vorstellen, dass es im Kopf aussetzt beim Anblick des anderen Geschlechts. Du schreibst von "hypnotisierend" und ich kenne diesen Blick von euch.
Es ist pures Erleben von Schönheit - sagenhaft gut.
Schön, dass du diesen Blick kennst und ich hoffe du verursachst ihn, denn das wiederum stelle ich mir wie die ultimative Bestätigung von Schönheit vor.
Du merkst dann bestimmt, dass es jetzt ganz aufrichtig um einen Anteil von dir geht, der als "schön" bewertet wird.
Es ist auch nicht nur auf Äusserlichkeiten beschränkt.
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Es wird der Frau die Schuld gegeben.
Dass die Religiösen den Begriff "Schuld" der Frau übergeben und vielleicht sogar an ihrer Anziehungskraft festmachen wollen, ist für mich das Entsorgen jeglichen Verstandes.

Natürlich entsteht ein gesellschaftliches Problem, wenn Frauen, den hypnotischen Effekt haben und diesen dann "unverantwortlich" einsetzen.
Das kann zu Mord und Totschlag führen - es geht dann durchaus um extreme Folgen.

Das Ganze dann aber grundsätzlich als "Schuld der Frau" einzustufen und über die Frau zu reglementieren, ist eine üble Konsequenz.

Die Schönheit einer Frau ist wie die Kraft eines Mannes: einfach ein natürlicher Effekt.
Solche Effekte können wie Waffen eingesetzt werden.
Hier aber den Effekt grundsätzlich zu unterdrücken, ist ein schlechter Ansatz und die Idee ist in Bezug auf "Frau und Schönheit" letztlich "Frauenverachtung", weil die Frau generell eingeschränkt wird.

Wenn man es genau betrachtet muss es sogar einen natürlichen Effekt von der Frau auf den Mann geben, denn wenn sich beide nähern, dann darf der Mann nicht seine Kraft einsetzen.
Der Mann muss teilweise abgeschaltet werden, damit es zwischen den beiden funktioniert.
Sara Funkelstein hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 15:09Dasselbe Phänomen kennen wir im Islam. Frauenhaar kann Dschinn anlocken, deswegen muss sie sich verschleiern. Bis zur Unkenntlichkeit. Diese Männer geben der Frau die Schuld dafür, dass sie so auf ihren Anlick reagieren, das ist die Wahrheit dahinter.
Nimm das als Zeichen, dass diese Religion nicht richtig ist - kurzer Prozess.
SilverBullet
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Re: Warum gibt es in der Bibel so viel Frauenverachtung?

Beitrag von SilverBullet »

Hiob hat geschrieben: ↑Di 20. Okt 2026, 16:20Wichtig ist allein das Erkennen(-Wollen)
Du postulierst hier die ontische Wichtigkeit deiner Meinung (wo du doch Meinung eigentlich als "ontisch unwichtig" einstufen möchtest).
Das ist aber falsch, denn meine Meinung ist ontisch wichtig, nicht deine - hat sie doch eine Basis in der Realität.
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