oTp hat geschrieben: ↑Sa 24. Jan 2026, 07:03
Wenn mir eine Gefahr gewiss ist, bewußt ist, reagieren ich besonnen.
Ich kenne eine junge Frau, die eine schlimme Phobie davor hat, selber Auto zu fahren. Diese Angst engt sie sehr ein. Jedenfalls ist sie irrational.
Die Existenz der Hölle ist nicht irrational. Aber obwohl die Hölle existiert, braucht niemand krankhafte, irrationale Angst weder vor der Hölle noch vor wildgewordenen Dämonen.
Was ist nun an diesen Überlegungen falsch ?
Eigentlich gar nichts. Aber vielleicht fehlt die Lösungs-Orientierung?
Was wir im rationalen Denken ausschließen ist die eigene Kraft. Die Kraft, die uns Gott verleiht.
Wo existiert eine Hölle eigentlich? Vielleicht kann man es so sehen: Aus Hunderten von TV- und Radiosendern sucht man sich den aus, der gerade dem eigenen Geschmack am nächsten kommt. Wenn ich mich bei "erhabener" Musik wohlfühle, dann werde ich kaum irgendwelchem höllischen Punk auch nur ein paar Minuten Zeit widmen. Ja, so was existiert auch, aber nicht in meiner Welt.
Phobien sind tiefsitzende Ängste. Ich kannte auch eine Frau, die panisch wurde wenn ihr jemand mit einem Hund entgegen kam. Für mich ist die Vorstellung der Hölle nicht rational, aber das ganze Leben ist nicht rational. Das Leben ist, was wir sehen, erkennen. Wenn wir von einer Hölle ausgehen, das ist kein Problem … dann vielleicht mal einen Termin anmelden zur Besichtigung. Sundar Singh meinte mal, falls seine Mutter in die Hölle kommt, dann will er auch in die Hölle nach seinem Tod. Im tantrischen Buddhismus gibt es einen Spruch, oder so ähnlich: Wer es in der Hölle nicht aushält, ist nicht reif für den Himmel.
Ich denke: Wesentlich ist, dass wir akzeptieren lernen sollten. Alles ist Gottes Wille. Und alles wird gut. Keine Hölle ist ewig, und es täte gut daran, die Hölle dieses irdischen Lebens als Hölle zu erkennen. Viel schlimmer kann es auch drüben nicht kommen. Falsch (im Sinne der heilsamen eigenen Lebens-Ausrichtung) kann es sein, sich zu viel mit Hölle (Geistern, Dämonen) zu befassen, denn unsere Aufmerksamkeit erschafft sie ständig neu.