Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Magdalena61 hat geschrieben: Mo 16. Feb 2026, 18:09
Zippo hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 13:55Aber ich kenne Leute die schlagen eine kleine Gideonbibel auf und lesen vor. Die Traktate gehen ja auch meistens so vor und sie berichten von Liebe und Gerechtigkeit.
Bei einem 100%igen Nichtchristen muss notwendigerweise wenigstens minimal Interesse da sein. Warum will man Menschen, die gar keinen Durst haben, mit Gewalt und zu einem Zeitpunkt, den man selbst bestimmt, Wasser aufdrängen? Will man sie ersäufen?
Ich wüßte nicht, warum das eine Überforderung wäre. Es geht um die Wahrheit der Bibel, also kann man doch mal was draus vorlesen.
Je nachdem, wo der Mensch steht, braucht er eine unterschiedliche Ansprache. Da gibt es vielleicht erst mal die Frage zu klären, ob es Gott gibt ? Kann man das nicht anhand der Bibel beweisen ?
Auf jeden Fall weckt es Neugier und vielleicht werden manche Leute zum ersten mal ihre Bibel aus dem Regal nehmen und darin lesen.
Magdalena

Besser ist es doch, Gott zu bitten, Arbeit im Weinberg zu "schicken". Und man muss diese erkennen... also jederzeit bereit und vorbereitet sein, zu erklären.
Ein Freund von mir betete, daß Gott ihm Menschen zeigen möge, mit denen er über das Evangelium sprechen könne.
Magdalena
Zippo hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 13:55Früher hatten wir auch Zeltmission und den Bus "Leben ist mehr" und Pro - Christ. Da gibt es dann evangelistisch begabtere Leute wie mich. Aber die bringen immer die Liebe Gottes und die Gerechtigkeit Gottes zusammen.
Das sind dann "offizielle" Veranstaltungen, das wird eher akzeptiert, aber eben auch nur von Menschen, die ein wenig Interesse haben, alle anderen winken ab. Es sei denn, Gott fügt Gelegenheiten, die der Kandidat sich nicht selbst herausgesucht hat... wie dieser hier...


Das rührt mich immer wieder.
Das Zeugnis kam ehrlich rüber, da glaube ich sogar mal an eine Heilung.
Magdalena
Zippo hat geschrieben: Sa 14. Feb 2026, 13:55Nicht schlecht. Landest du nicht auch bei der Frage: "Warum läßt Gott das zu ?"
Natürlich.
Und da sage ich ganz offen, dass auch ich Gott oftmals nicht verstehe.

Aber ich weise darauf hin, dass man zwei Dinge nicht miteinander verwechseln sollte:
1. Dass ich Gott nicht verstehe muss nicht zwangsläufig bedeuten oder beweisen, dass
2. kein Gott ist.
Manchmal fängt Evangelisation mit dem Thema an, ob es Gott gibt. Da gibt es eine Menge Leid in der Welt, das man nicht begreifen kann. Auch intelligente Menschen verstehen nicht, warum ein Gott der Liebe soviel Elend zuläßt.

Ich finde, man darf den Menschen auch nicht verheimlichen, daß es auch eine sehr böse Macht in dieser Welt gibt.
Satan und seine Dämonen werden von Gott bewußt in unsere Welt entlassen, dadurch ist viel Leid entstanden.

Auch das Leid am Kreuz ist Satans Werk 1 Mo 3,15, der Herr Jesus liefert sich dem Satan aus und kommt mitten hinein in das Leid, um Menschen aus Tod und Verderben herauszuhelfen.
[Heb. 2,10-15] Denn es ziemte dem, um deswillen alle Dinge sind und durch den alle Dinge sind, der da viele Kinder hat zur Herrlichkeit geführt, dass er den Herzog der Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.
...
Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf dass er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel, und erlöste die, die durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mussten.
Mit seinem Tod am Kreuz hat der Herr Jesus dann Menschen aus der Gewalt Satans befreit. Aber trotz alledem läßt Gott Satan und seine Dämonen in der Welt und das ausgerufene Wehe wird bittere Realität.
Off 12
9 Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen. 10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich[4] unseres Gottes und die Macht[5] seines Christus gekommen[6]; denn ⟨hinab⟩geworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte. 11 Und sie haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod!
Kann man das den Leuten auch noch vorlesen ? Ich denke, das ist doch auch Wahrheit der Bibel wenn man das Leid dieser Welt erklären will und auch die Kreuzigung Jesu.
Magdalena
Die Menschen haben aber von Geburt an eine andere Gerechtigkeit im Sinn , wie die Evangeliumsgerechtigkeit.
Das sehe ich nicht so.
Die Gerechtigkeit, die der Mensch von Geburt an kennt, würde doch den Sünder eher bestrafen. Die Gerechtigkeit des Kreuzes belohnt den Sünder und gewährt Vergebung und Gnade. Dann soll es natürlich nicht so weitergehen. Es werden sogar Situationen kommen, wo sich der Nachfolger Jesu zu Unrecht strafen lassen soll, die Apostel haben es ja genügend erlebt.
Und die Kreuzigung ist ja auch aus menschlicher Sicht die blanke Ungerechtigkeit.
Wie würdest du erklären, daß es trotz alledem die beste Gerechtigkeit ist, den unschuldigen Sohn Gottes zu demütigen und am Kreuz zu martern ??Warum soll ein Unschuldiger für die Sünde der Menschen sterben ?
Magdalena

Du kannst von einem Grundschüler, der noch mit den Grundrechenarten kämpft nicht verlangen, eine Integralgleichung zu verstehen und zu berechnen.
LG
So schnell kannst du keinen Menschen überfordern. Es geht ja auch am Anfang um die vertrauensvolle Annahme des Evangeliums, da muß man ja nicht alles verstanden haben.
Gott hat sein Evangelium nicht für kluge Menschen geschrieben, sondern für diejenigen, die sich einer ehrlichen Sebstbetrachtung unterziehen und eine andere Ausrichtung in ihrem Leben wollen.
1 Kor 1
26 Denn seht, eure Berufung, Brüder, dass es nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind; 27 sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, damit er die Weisen zuschanden macht; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Starke zuschanden macht.
Gruß Thomas
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Zippo
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Zippo »

Helmuth hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 15:32
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Ja die Leute wollen ihre Besorgungen machen, da läßt man sich nicht gern aufhalten. Aber meinst du nicht, daß sie so ganz am Rande bemerkt hätten, daß es hier um einen frommen Sprecher, also einen Evangelisten handelt ?
Er könnte auch ein Islamist sein. Ich meine nur rein oberflächlich beobachtet.
Gibt es bei euch viele Islamisten, die so auftreten ?
Helmuth
Zippo hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 13:51 Was müßte er sagen, damit die Leute stehen bleiben ?
Ganz einfach: "Bleiben Sie bitte kurz stehen, es geht um eine ernste Sache",
Tadellos, aber das kann man natürlich nicht ständig sagen. Reden kann immer nur einer, der Apostel Paulus war in Begleitung, aber hat er nicht meistens allein geredet ?

Man könnte die Leute auch gerade da abholen, wo sie sich befinden. In ihren Ängsten oder ihrer Selbstzufriedenheit, ihrem Jagen nach Wohlstand.

Eigentlich haben die Menschen, die im Auftrag Gottes geredet haben, aber das Gewissen angesprochen, ob im alten oder neuen Testament. Allerdings kam der Herr Jesus nicht um zu richten, sondern, um zu retten, was verloren ist:
Joh 8
5 In dem Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Du nun, was sagst du? 6 Dies aber sagten sie, ihn zu versuchen, damit sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie aber fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.
2 Kor 13,13 Die Gnade unseres Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Johncom hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 02:36
Magdalena61 hat geschrieben: Di 17. Feb 2026, 17:20 Meines Wissens war mein Gesprächspartner nie das gewesen, was man unter "gläubig" versteht, es gab keine Beziehung zum Guten Hirten, somit greift die Sorge des Hirten, der keines seiner Schafe aufgeben will, in diesem Fall nicht.
Dann war er auch nie ein Schaf, aber du möchtest ihn der Herde zuführen?
Was heißt hier Herde? Ich möchte einfach, dass dieser Mensch in der Ewigkeit ein gutes Leben hat. Da ich ihn nun einmal kenne, erwächst mir aus dem Wissen eine Verantwortung.
und manche, die Jesus in seiner Botschaft brilliant verstehen und dieselbige einsehen und sich von ihr leiten lassen, zeigen sich genervt von sogenannten Christen, die Bibelzitate herumtragen und sich als errettet bezeichnen,
Das mache ich nicht. Sondern spreche bestenfalls von der Hoffnung, die Christen haben. "Errettet" ist für Außenstehende ein Spezialbegriff der Gattung "kanaanäisch". "Leben", auch "Leben im Jenseits"... nach dem Tod... eignet sich besser.
was dem anderen sagen soll, er sei unerrettet und vielleicht von der Hölle bedroht
Das ist die logische Konsequenz, wenn jemand sich dauerhaft weigert, sich mit der Frage nach Gott und Jesus Christus auseinanderzusetzen.
Wie aus meinen Beiträgen ersichtlich wird, halte ich jedoch nichts davon, Unerlösten mit der Hölle zu drohen.
Wer zweifelt, ob da ein Gott ist, der glaubt auch nicht an eine Hölle.
Aber man wolle ihm zur Errettung helfen. Ich frage mich nur: von was errettet. Von was genau. Leidet jemand, seelisch oder körperlich, dann ist es klar.
Es gibt einen Missionsauftrag. Gott wird schon wissen, warum Er den erteilt hat.
Es gibt, glaube ich eine Werke-Glauben Theorie. Ich weiß von tief drinnen, dass ich nichts zu befürchten habe, von wegen ewig verbrannt werde usw... und andere auch nicht.
Du widersprichst Jesus Christus? Er hat ziemlich oft von Verdammnis gesprochen.
War das Opfer Jesu optional?
Aber ganz sicher muss ich wie jeder, wenn ich sterbe, auch meine Verfehlungen bereuen. Besser heute schon, jeden Tag. Und besser, weniger verfehlt handeln (denken, wünschen).
Wenn du die Bibel nicht als absolute Autorität siehst: Wie, also anhand welchen Maßstabs, beurteilst du dann, was (in den Augen Gottes) Sünde ist?
Ich sage jetzt mal etwas provokant: Für mich ist es eine nicht ungefährliche Sünde, Heiden als solche zu bezeichnen, dann man überhöht sich selbst.
Der Begriff "Heide" ist nicht herabsetzend oder verächtlich gemeint, sondern im Sinne von Röm. 2. Paulus misst den Heiden keinen "geringeren Wert" bei als den Juden.
God bless you all for what you all have done for me.
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Re: Definition Evangelium. Wie und was sollen wir predigen?

Beitrag von Magdalena61 »

Johncom hat geschrieben: Mi 18. Feb 2026, 02:36
"Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel."
Aber immerhin sagen diese Leute "HERR" zum Gott der Bibel. Es sind keine Heiden. Sie stehen in einer Beziehung zu Gott- es gibt Gesetzlose unter ihnen, dass sind die Ärgernisse; diejenigen, die Unrecht tun, von Mt. 13,41.
Bestimmte Dogmen gehören, sage ich mal, zum Lebensstil evangelisierter Christen.
Das NT fordert wiederholt dazu auf, das Evangelium weiter zu geben. Die Talente in Mt. 25 stehen u.a. für das Evangelium. Der Knecht, der es "vergrub"... hat es für sich behalten, was auf uns übertragen bedeuten könnte, andere ohne Bedauern ins Verderben rennen lassen.
Vers 30: Der "faule" Knecht hatte die Gnade verspielt.

Der Herr, der außer Landes ging, vertraute den Knechten sein Vermögen an, steht da in Vers 14. Und dann kam er nach langer Zeit wieder und forderte Rechenschaft. Daraus schließe ich: Er hatte den Knechten auch einen Auftrag gegeben, mit dem Vermögen zu wirtschaften.
Der Herr ist Jesus Christus, die Knechte sind wir, und das Silber sind die Gaben Gottes, die uns geschenkt wurden, damit wir sie einsetzen und das Vermögen unseres Herrn vermehren.

Wenn jemand das anders sieht, dann kann er etwas dazu sagen, dann möge er es kundtun. :)
Das Evangelium von Jesus Christus zu hören, verstehen .. oder leben?
Ich versuche, mich wie ein Christ zu benehmen. Mein Gesprächspartner ist nicht aus der Gegend. Er kriegt bestenfalls am Rande mit, wie ich lebe.

Was ist denn so verkehrt daran, wenn man über den Glauben spricht? Es gibt eh kaum Gelegenheiten- ich möchte auch niemandem penetrant auf die Nerven gehen. Wenn es sich bei einem Kontakt so ergibt, dann bringe ich die Sichtweise der Bibel mit ein, das mache ich mit allen so, und in der Regel nicht mit Bibelversen, sondern zusammenfassend (inhaltlich) und so, dass ein Mensch des 21. Jahrhunderts sich damit identifizieren kann, wenn er es will.
LG
God bless you all for what you all have done for me.
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