Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

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Helmuth
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von Helmuth »

oTp hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 09:15 Helmuth, ich sagte doch manche Psychologen.
Ok, dann sind es Christen wie Lechler, die biblischer Lehre zugänglich sind. Atheisten bleiben beim quasi „diagnostischen Herumstochern“, weil sie die Gabe Geister zu beurteilen auch gar nicht haben können.

Lechlers Ausführungen kann ich im Großen und Ganzen zustimmen, und ich behaupte meine Erkenntnisse auch ohne Seelsorgeerfahrung gewonnen zu habe, da Grundlagen keinen speziellen Fall benötigen, biblische hingegen die Vorlagen liefern, da angegeben wird, ob es dämonischer Art ist oder nicht. Satanisch hingegen ist alles, was Gott zuwiderhandelt.

Aber so dient jeder in seiner Gabe, Lechler als Seelsorger, ich neben anderen Dingen auch in der Grundlagenforschung. Die Unterscheidung zwischen Fällen von Besessenheit und dämonischer Bindung nehme ich gleichermaßen vor.

Mehrere Fälle, wie beschrieben, nennt man heute auch bipolare Störung und da habe ich praktische Erfahrung, da an dieser mein Ex-Pastor „erkrankt“ ist. Ob es tatsächlich bei ihm eine Krankheit war, bezweifle ich heute. Das sagen die Ärzte. Es könnte auch eine Bindung gewesen sein. Da er aber mittlerweile auf recht mysteriöse Weise verstorben ist, werden wir das an ihm nicht mehr klären.

Allerdings sehe bei der dämonischen Bindung kein Innewohnen der Dämonen, da diese Bindung anderer Art ist, und das sollte noch näher auf seine Grundlagen untersucht werden.
Zuletzt geändert von Helmuth am Mo 1. Jun 2026, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
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oTp
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von oTp »

Helmuth hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 10:04 Lechlers Ausführungen kann ich im Großen und Ganzen zustimmen, und ich behaupte meine Erkenntnisse auch ohne Seelsorgeerfahrung gewonnen zu habe, da Grundlagen nun mal keinen speziellen Fall benötigen, biblische hingegen die Vorlage liefern.
Das NT lehrt die Grundwahrheiten über Besessenheit. An denen kann man sich orientieren. Aber wer nicht zusätzlich Vorstellungen von psychischen Vorgängen und Krankheiten hat, kann Besessenheit und psychische Störungen gar nicht erst auseinander sortieren.
Mehrere Fälle, wie beschrieben, nennt man heute auch bipolare Störung und da habe ich praktische Erfahrung, da an dieser mein Ex-Pastor „erkrankt“ ist. Ob es tatsächlich bei ihm eine Krankheit war, bezweifle ich heute.
Da macht Erfahrung den Unterschied. Übere bipolare Störungen habe ich mir auch einige Gedanken gemacht. Praktisch wäre dabei, dass ich dem Dämon gebieten würde in Gedanken, und wenn einer da ist, sich am besten dann verrät. ;) Hat man das Vertrauen der Person, dann mit ihr beten und vorsichtig gebieten, damit die Person nicht erschreckt wird. Zeigt sich dann immer noch nichts... Gott um Heilung bitten und immer wieder gemeinsam beten. Kann dauern, bis und ob sich was verändert.
Allerdings sehe bei der dämonischen Bindung kein Innewohnen der Dämonen, da diese Bindung anderer Art ist, und das sollte noch näher auf seine Grundlagen untersucht werden.
Das haben wir noch nicht klar definiert. Dämonische Bindung bedeutet für mich das Einwirken eines Dämons auf die Psyche eines Menschen. Das wäre klar auch ein Innewohnen.
Und Besessenheit, wo der Dämon die gesammte Psyche eines Menschen ruiniert, ist selten. Nur in gewissen Momenten, etwa wenn man mit dem Opfer eines Dämons beten will, übernimmt der Dämon völlig das Bewußtsein oder blockiert es.
Ansonsten ist es wie eine Festung des Dämons in gewissen Bereichen des Denkens und Fühlens.
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ProfDrVonUndZu
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Johncom hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 03:27 Man kann auch in der heutigen Gegenwart herum reisen, zB in das spirituell bunte Indien: alle griechisch-römischen Götter werden dort weiter gehuldigt als wäre die Zeit dort stehen geblieben. Als Beispiel der indische Ganesh, der dem römischn Janus entspricht. Und wenn dort Ganesh gefeiert wird, trifft man dort ähnlich "Besessene" wie vielleicht katholische Gläubige in Südeuropa oder Südamerika. Auch evangelistisch Begeisterte zeigen Merkmale von Besessenheit!

"Dämonen" oder verirrte Totengeister, ganz oberflächlich gesehen wird alles in einen Topf geworfen. In jeder Kultur sind Fälle bekannt, oft junge unverheiratete Menschen, die sich abnormal benehmen. Auch im Islam. Überall finden sich Exorzisten, die mit kraftvollen Sprüchen das Unheilvolle austreiben, und die sind oft erfolgreicher (und kostengünstiger) als Psychologen hier.

So manche unsere ausgebildeten Psychologen lassen sich von Schamanen weiterbilden, auf eigene Kosten. Was ja das wirkliche Problem ist: das sind Mitmenschen, die sich tatsächlich besessen fühlen, also ohnmächtig. Das ihnen geholfen wird, wieder ihre Mitte, ihr Selbstvertrauen zu finden.
Wenn Dämonen Muster von Wahrnehmungen der Wirklichkeit beschreiben, sehe ich darin noch kein Problem. Zum Problem wird das erst, wenn es in eine Form der Anbetung übergeht. Der griechische Begriff Dämon deutet hier aber einen engen Zusammenhang bereits an, der auch im Hebräischen erkennbar ist, wenn wir für Dämon das Wort שד als Grundlage nehmen, wofür es in der LXX Beispiele gibt, was damit aber noch nicht immer zwingend ist. Das griechische Verb daimonizomai bedeutet "besessen" und wirt richtigerweise auch in der Regel so übersetzt. Wenn gesagt wird, jemand habe einen Dämon, dann ist damit gemeint, er ist von etwas besessen. Nicht gesagt ist damit, er sei von einem Dämon besessen. Das wäre eine ungültige Verdopplung des Begriffs. Man kann salopp so reden, aber exakt beschrieben ist das nicht, als dass man darauf Theorigiegebäude und Ontologien aufbauen darf.

Für die Athener auf dem Areopag waren die Dämonen ja gar kein Problem. Sie gingen mit ihrem Verehrungskult ja völlig offen um. Verehrngskult und Altare bauen geht aber schon deutlich über einfache Deutung der Wirklichkeit hinaus. Ich kann etwas für wahr halten, muss es aber deswegen noch lange nicht als gut oder verehrungswürdig anerkennen. Man kann Wahrheiten auch kritisieren und in Frage stellen. Genau das hat Paulus ja in Bezug auf den unbekannten Gott getan, da er hier den leichtesten Ansatz sah, Zugang zu den Athenern zu finden. Er füllte die bewusst offen gelassene Erklärungslücke der unbekannten Gottheit. Natürlich meinten de Athener nicht unbewusst Jahwe mit dem unbekannten Gott, sodern sie wollten diese Erklärungslücke bewusst offen lassen. Hätte Paulus die Erklärungslücke zufriedenstelled erklärt, so hätten sie gleich den nächsten unbekannten Gott aus dem Hut gezaubert.
Offenbarung 1,3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und bewahren, was in ihr geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe!
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

Helmuth hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 05:40 Wo ist in Apg. 17 die Rede von Dämonen? Zeig mir bitte die Stelle. Ich war erstaunt, aber finde in der gesamten Apostelgeschchte diesen Begriff nicht. Von bösen Geistern ist an einigen Stellen die Rede, aber der Begriff Dämon fällt an keiner Stelle.

Ich denke , dass du weiterhin Dämonen und Götzen begrifflich gleich betrachtest und aus dem Grunde kommen deine Fehldeutungen. Den Eindruck hatte ich schon einmal und er könnte sich hier bestätigen.

Darum bestehe ich darauf, dass zuerst die Grundlagen sitzen, ehe man darüber reden kann. Sonst füllt sich der Thred zwar mit Beiträgen und andere Leser könnten meinen, wow, die sind aber voll unterwegs, in Wahrheit geht aber thematisch nichts vorn, wenn ich es nicht wenigstens ein wenig vorantreibe.
In Vers 16 steht, die Stadt sei voller Götzenbilder (kateidOlon). Das sagt der Autor der Apostelgeschichte. Paulus regt sich über diese Götzenbilder auf.
In Vers 22 und 23 sagt Paulus zu den Athenern, sie seien den "Götzen" sehr ergeben (δεισιδαιμονεστερους). Der Autor zitiert hier Paulus. Die Aussage ist wohl bewusst doppeldeutig, denn sie kann sowohl als Lob verstanden werden, aber auch als Vorwurf gemeint sein. Die Athener reagieren darauf noch nicht empört. Paulus stellt in Vers 23 die Verbindung zwischen δεισιδαιμονεστερους und den Götzenbildern her. Es ist klar, dass er die "Verehrung" auf diese bezieht.
In Vers 18 stellen die Philosophen fest, dass Paulus ein Verkünder fremder Dämonen ist. Sie haben kein Problem mit Dämonen, denn sie wollen hören, was er darüber zu sagen hat. In Vers 21 wird bestätigt, dass die Athener stetig neugierig auf neue Dinge sind. Es wird zwar nicht gesagt, was genau auf den ganzen Altären dargestellt wird, aber der unbekannte Gott (Theos) deutet darauf hin, dass hier die üblichen bekannten Götter der Griechen verehrt wurden. Die Austauschbarkeit der Begriffe Gott und Dämon im griechischen Denken wird hier mehr als nur angedeutet. In außerbiblischen Texten wie dem Sisyphos-Fragment (> griechisch-deutsch) wird das noch deutlicher. Der Text ist sehr viel älter als das NT. Auch in den ältesten bekannten Texten von Homer, lässt sich diese quasi Gleichsetzung finden.

Weiterhin zu beachten sind hier auch Paulus Aussagen in 1. Korinther 8,4-5 + 10 und 1. Korinther 10,18-21.
Solange es nicht um den Gott Israels geht, stehen andere Gottheiten immer in Verbindung mit EidOlon und Daimon.
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Re: Akitvitäten der Dämonen - Was tut man dagegen?

Beitrag von ProfDrVonUndZu »

oTp hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 08:21 Nein, ich frage dich hiermit völlig unverfänglich, ob du Dämonen für dich eine Wirklichkeit haben in der Art wie Engel etwa:
Ob sie individuelle Wesen sind. Real, wenn auch ohne materiellen Körper.
Daran ist nichts unverfänglich, da du auch bereits auf einer Engel-Ontologie aufbaust. Woher nimmst du es, dass sie keinen materiellen Körper haben ?
Klar, Engel sind individuelle Wesen, aber das sagt nichts oder zumindest sehr wenig über eine vermeintliche Natur der Engel aus.
oTp hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 08:21 Würdest du auch sagen, ich nötige dich, wenn ich frage, ob du an Gott glaubst ? Solche Antworten sollten doch leicht "über die Lippen" kommen.
Das ist eben nicht das Gleiche, wie ich schon mit meiner Kritik an Feuerbachs Projektions-Theorie andeutete.
oTp hat geschrieben: Mo 1. Jun 2026, 08:21 Aha, heißt doch im Klartext, Dämonen sind für dich genauso Phantasie wie die ganzen Götterfiguren sämtlicher alter Kulturen. Ich halte sie für Personifizierungen, meinetwegen für Konstrukte eines kollektiven Bewußtseins. Für Mythen. Aber nicht für real existierende individuelle Wesen.
Die Anthroposophie hat auch was von dieser Art. Da sind Götter zuständig für bestimmte Kräfte.
Du scheinst den Begriff Phantasie als eine generelle Abwertung oder Diskreditierung zu sehen. Nehmen wir als Beispiel die Vorstellung von Eigentum. Eigentum ist eine Konvention. Die Konvention gibt es zwar, aber man kann die Inhalte dieser Konventionen in Frage stellen. Es gibt daneben die Vorstellung, dass Eigentum ein Naturrecht sei und keine Konvention. Aber bereits diese Vorstellung ist selbst eine Konvention. Nun ist es aber nicht so, dass wenn ich Eigentumstheorien in Frage stelle, die Existenz oder die Definition von Dingen in Frage stelle, die als Eigentum behandelt werden. Mit der Kritik an Eigentumstheorien stelle ich also nicht in Frage, dass es Häuser, Äcker, Bäume, Früchte, Werkzeuge, Wasser oder was auch immer gibt. In Frage gestellt wird hier lediglich die Beziehung von Menschen zu diesen Dingen. Wenn ich also von Haus rede, ist damit üblicherweise die Frage konnotiert, wem es gehört und (nicht nur) wer es bewohnt. Wer sich in dem Haus befindet oder nicht befindet, ließe sich unmittelbar feststellen. Wem es gehört aber deswegen noch lange nicht.
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