Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

oTp hat geschrieben: Sa 21. Feb 2026, 08:25Gut, Christen neigen dazu, auch jeden Ghandi und friedlichen Buddhisten zu verurteilen. Ja, zu verdammen. Das wirkt lieblos und rabiat.
Manches ist auch einfach Dummheit oder Borniertheit. Oder Unerfahrenheit?
Und Christen verurteilen sich gerne, wenn es um Rechtgläubigkeit geht. Da gibt es dann Extreme, die ihre Rechtgläubigleit verbarikadieren. Ihre spezielle Bibelauslegung wäre die einzig Richtige. So rechthaberisch kann Christentum sein. Das wirkt auf mich so tot, wie der Glaube, erst mal zerfallen Geist und Körper beim Tod, und irgendwann Neuschöpfung zum Zwecke des Gerichtes.
Die meisten Herzenschristen sind aber darüber hinweg, sich gegenseitig über Bibelauslegungen zu streiten. Die Rechthaberei
im Schriftauslegen hat Jesus selbst abgelehnt. "Ich aber sage euch". Umso verwunderlicher, dass er bis heute nicht verstanden wird.
Da sind Nahtoderlebnisse geradezu eine Bedrohung für solchen Glauben, und deshalb werden sie zu teuflischen Täuschungen erklärt.
Das habe ich bisher so noch nicht gelesen, hier in diesem Forum auch nicht. Vielleicht eher, dass Christentum alleine im wörtlichen Verständnis der Bibel gesucht wird anstelle im realen Leben bzw Erleben.
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Johncom
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Johncom »

Ein studierter Theologe, hier ein katholischer Pfarrer, ist für die Seelsorge berufen und, ich nehme an, permanent mit den Sinnfragen Leben und Tod beschäftigt. Einmal erwischte es ihn selbst, da war er schon 20 als Pfarrer beschäftigt. Nach diesem Auto-Unfall sei er nur für Sekunden in der "Zeitlosigkeit" gewesen, aber habe alles auf einmal verstanden .... und Religionen seien nur eine Krücke/Gehilfe für das irdische Leben, meint er. In der Ewigkeit spielen sie keine Rolle.

"Es gibt nichts, was nicht in Verbundenheit steht mit allem ...
Ich bin ja Teil von allem ..
Ich hatte den Eindruck, Anteil von allem zu haben .."
Was diese Erfahrung mit ihm machte? Sie hat ihn unglaublich gelassen gemacht.



Stefan Lampe ist katholischer Pfarrer in Wohldenberg (Deutschland). Vor Jahren erlebte er während eines Autounfalls eine tief greifende Nahtoderfahrung, die ihn und auch seinen Glauben nachhaltig veränderte.

• Die Nahtoderfahrung
• Veränderung der Selbstwahrnehmung?
• Nachwirkungen
• Das Leben als Theologe und Gottesdienste
• Führen Nahtoderfahrungen zu einem erwachseneren Glauben?
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Mir scheint er schildert ein Erleuchtungs-Erlebnis.
Und da bleibt alles anscheinend diffus. Er erlebt nämlich nichts Konkretes, sondern ein gewaltiges Einheitserlebnis. Er kann auch nichts Konkretes abzusagen. So wie ich es bei nach Erleuchtung strebenden indischen Lehrern gewohnt bin. Wie ich es mir auch bei Meister Eckhard vorstelle. Es ist anscheinend jenseits von Allem. Es ist eher abstrakt. Andererseits fokussiert sich in diesem Moment alles Wissen.
Dieses Erleuchtungserlebnis soll also über allem stehen, viel mehr sein, über allem sein, auch über den gewaltigsten Nahtoderlebnissen. Es ist anscheinend alles oder auch nichts. Nämlich nichts Konkretes. Man kann ja nur behaupten, man sei dabei so allwissend wie Gott. Nein, es überwältigt und überfordert total. Es ist wenig greifbar.

Während bei Nahtoderlebnissen Eindrücken vom Himmel erlebt und mit geistigen Augen gemacht werden. Es ist deshalb eher konkret.
und Religionen seien nur eine Krücke/Gehilfe für das irdische Leben, meint er. In der Ewigkeit spielen sie keine Rolle.
Interessant, wie geht er als katholischer Priester damit um ? Klar, Religionen erklären mit unseren menschlichen Verständnismöglichkeiten, was man nicht treffend erklären kann. So wie man einem Kind erst mal ein blasses Verständnis vermitteln muss.
Zuletzt geändert von oTp am So 22. Feb 2026, 08:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Sara Funkelstein
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von Sara Funkelstein »

Johncom hat geschrieben: Fr 20. Feb 2026, 19:27 Vielleicht zur Klärung: was ist ein Geistwesen. Ein Geist von drüben?
Und geht es um Channeling oder automatisches Schreiben, oder andere Art der Mitteilung?
Das sind Teile von Gott, genau wie wir. Sie stehen für bestimmte Strömungen, die man im Alltag nutzen und anwenden kann. Z.B. war Iblis für mich ein Vorbild als die totalitären Maßnahmen des Staates während der Corona-Zeit zum Schluss immer schlimmer wurden.

Wenn jetzt um den Geist eines Verstorbenen gehen soll, da habe ich in den letzten zwei Jahren Erfahrungen gemacht.
Johncom hat geschrieben: Fr 20. Feb 2026, 19:27 Oder einfach weil es vorgeschrieben ist wie zB Fastenzeit bei den Muslimen und Katholiken. Fasten ist ein wirksames persönliches Opfer. Auch Geldopfer kennt die Kirchengeschichte: um einen Ablassbrief zu erstehen, musste Geld gespendet werden.
Für mich ist der muslimische Ramadan nicht einleuchtend, denn sie essen und trinken ja zwischen Sonnenuntergang und -aufgang. Mag vielleicht etwas anstrengend für den Körper sein, wenn das Rhythmus durcheinander gerät (schlafen/essen), aber ich persönlich halte es für fragwürdig, ob man das überhaupt als Fasten bezeichnen kann. Da haben andere Religionen mehr drauf.

Würdest du grundsätzlich sagen, dass das Opfern funktionieren kann? Im Falle von Jesus hat es nicht ganz geklappt - wenn man voraussetzt, dass das überhaupt alles so abgelaufen ist, wie Christen erzählen.
Gott hat entschieden, dass die Welt ohne dich nicht auskommt.
oTp
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Re: Sterbeforschung und Nahtoderfahrungen 2

Beitrag von oTp »

Ich:
Da sind Nahtoderlebnisse geradezu eine Bedrohung für solchen Glauben, und deshalb werden sie zu teuflischen Täuschungen erklärt.
Johncom
Das habe ich bisher so noch nicht gelesen, hier in diesem Forum auch nicht. Vielleicht eher, dass Christentum alleine im wörtlichen Verständnis der Bibel gesucht wird anstelle im realen Leben bzw Erleben.
Der Interwiever spricht das aber auch direkt an. Wenn die ZJ lesen, Jemand sei gestorbenen Menschen im Jenseits begegnet, dann müssen sie das wegerklären. Wegerklären müssen sie auch alles, was nicht ihrer Buchstabenerkenntnis aus der Bibel entspricht.

Pfarrer Lampe setzt sich mit seinem Erleuchtungserlebnis in einer für mich ansprechenden Weise auseinander. Und sein Erlebnis könnte man als Satori, ein Erlebnis des Erwachens bezeichnen.

Er formuliert auch, dass Religinen nur Krücken sind, mit denen wir uns bewegen können in Richtung Tod und Ewigkeit.

Pfarrer Lampe integriert jedenfalls sein Satori-Erlebnis in sein Leben als Pfarrer. Einfach war das für ihn auch keineswegs.

Es würde für Christen bedeuten, ihre Scheuklappen abzulegen. Diese Art von Scheuklappen, weswegen Jesu durch die Schuld der Juden sterben musste. Und die beurteilten Jesus ja anhand ihres AT.

Auch die Bibel ist kein Fundament, um zu verstehen, wie die Welt nach dem Tod für uns aussieht.
Wie das Weiterleben nach dem Tod ist
Die mangelnde Teilnahme hier zeigt ja wie wenig man fähig oder gewillt ist, sich mit Nahtoderlebnissen auseinander zu setzen. Und dieser Pastor kann vor seiner Gemeinde auch nicht darüber sprechen.
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